Nero, der blutige Dichter

von Dezsö Kosztolányi 
5,0 Sterne bei2 Bewertungen
Nero, der blutige Dichter
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Ein historischer Roman wie aus dem Bilderbuch

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Inhaltsangabe zu "Nero, der blutige Dichter"

Einer der großen historischen Romane der Moderne: Dezső Kosztolányi, der 'ungarische Thomas Mann' und Gründervater der ungarischen Literatur, erzählt das Leben des Tyrannen Nero als üppigen, mitreißenden Bilderbogen aus dem alten Rom. Zugleich zeichnet er in dem 1922 erschienenen Roman das überzeitliche, in die Zukunft weisende Psychogramm eines Diktators.

Als Knabe von Seneca erzogen, mit sechzehn zum Kaiser gekrönt, nachdem seine Mutter den Stiefvater Claudius vergiftet hatte – die Laufbahn Neros begann außergewöhnlich und ging spektakulär weiter. Zunächst beliebt, herrschte Nero bald immer grausamer, unberechenbarer, ließ Gegner ermorden, auch die eigene Mutter und legendäre Geliebte wie Poppaea. Leidenschaftlich gab er sich der Kunst und dem Luxus hin. Farbig und facettenreich schildert Dezső Kosztolányi Neros Schicksal, seine Hybris, seine Gräueltaten und sein Ende.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499275715
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:19.02.2019

Rezensionen und Bewertungen

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    KristinSchoellkopfvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein historischer Roman wie aus dem Bilderbuch
    Fantastisch!

    Kaiser Nero – den meisten ist Nero zwar ein Begriff, sein Leben allerdings scheint in einem Nebel verborgen, der nur schwer durchdrungen werden kann.Nero, der blutige Dichter allerdings bringt Nero dem Leser auf eine besondere Weise näher. Wie? Das lest Ihr hier!Als angehende Geschichtsstudentin, habe ich mich auf den Roman gestürzt, wie selten zuvor auf ein Werk. Historische Romane können Leser begeistern, sie allerdings auch langweilen und sich in Details verlieren. Nicht so Deszö Kosztolányis Werk.Nero wird innerhalb der Geschichte zu einer Person, der der Leser folgen kann und so nicht mehr im Nebel verborgen liegt, sondern greifbar wird. Charakterzüge, Überzeugungen, wie auch sein Lebensweg, werden geschildert und gelebt. Die Unterhaltungen empfand ich als besonders informativ, da ich Menschen sehr gern anhand ihrer Unterhaltungen einschätze, wie auch den Charakter Nero.Nero als Diktator. Nero als Kaiser.Auch wenn Ihr noch keine historischen Romane gelesen oder Euch je dafür interessiert habt, kann Euch dieser Roman überzeugen, da er nicht nur eine historische Figur beleuchtet, sondern eine politische Figur darstellt, welche Leben beendet, ohne mit der Wimper zu zucken und doch durch Dezsö Kosztolányis Schreibkunst zu einem emotionalen Menschen wird. Vielleicht hilft der Roman sogar dabei, zu verstehen, wie Nero so wurde, wie er war.Noch viel faszinierender, als der Inhalt dieses Romans scheint Dezsö Kosztolányis Art und Weise, ihn zu erzählen. Dies ist umso bemerkenswerter, da der Autor dieses Romans schon 1936 verstarb und doch etwas erschaffen hat, das uns bis heute noch begeistert und seinen Reiz nicht zu verlieren vermag. Nicht nur die Unterhaltungen werden lebhaft erzählt, sondern das gesamte Werk wird zu einem Abenteuer, das Lehre in sich trägt. Wie lange kann man leiden? Nur so lange, wie man es erträgt.Fazit

    Nero, der blutige Dichter ist einer der besten historischen Romane, die ich je lesen durfte. Auch werde ich weitere Bücher des Autors lesen, da mich seine Schreibkunst vollkommen von sich überzeugt hat.

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    PrinceXLvor einem Jahr

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    Pressestimmen

    Dezso Kosztolányi war ein Genie, vielleicht auch ein Gott.

    Der eleganteste aller ungarischen Schriftsteller, Sándor Márais großer Meister.

    Ein bedeutender Nachtrag zur Weltliteratur. Der ungarische Thomas Mann wird endlich wiederentdeckt.

    Dezso Kosztolányi dekliniert am historischen Material die Symbiose von Kunst und Macht durch.

    Hat der klassische historische Roman meist die Tendenz episch auszuufern, schreibt Kosztolányi kurz, pointiert, witzig. Man kann zudem in den köstlich boshaft gezeichneten Auftritten der vielen mittelmäßigen bis unbegabten Dichter in diesem Buch eine Satire auf den Kultubetrieb erkennen; auf dessen lächerliche Egoismen und Eitelkeiten, die auch heute noch allerorten häufiger anzutreffen sind als große Kunst.

    Ein üppiges Zeitgemälde und gleichzeitig das Psychogramm eines absoluten Herrschers.

    Mit der Neuherausgabe von Dezso Kosztolányis Künstlerroman Nero wird ein Schlüsseltext der Epochenkritik wiederum zugänglich. Der Autor wirft durch das Brennglas der Antike Blicke auf die Schrecken der Moderne.

    Das Innenleben der Figuren ist von einer überzeitlichen Klarheit, einer Menschlichkeit, die weh tut, wie Thomas Mann in einem Brief an Kosztolányi schrieb.

    Die bildgewaltige Sprache wirkt noch immer.

    Eine Polit-Serie wie House of Cards ist ein Kindergeburtstag gegen diesen Nero.

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