Diana Fiammetta Lama Die toten Mädchen vom Cilento

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Inhaltsangabe zu „Die toten Mädchen vom Cilento“ von Diana Fiammetta Lama

September in Pioppica, die abreisenden Sommerfrischler nehmen die Ausgelassenheit des Strandlebens mit sich fort. Nur ein kleiner Wanderzirkus verweilt noch ein paar Tage in dem verwaisten Örtchen. Da wird ein Mädchen tot in der Nähe des Zirkus aufgefunden, kurz darauf ein weiteres. Die Zahl der möglichen Verdächtigen ist unüberschaubar, und während Maresciallo Santomauro und seine treuen Brigadieri Manfredi und Gnarra sich verzweifelt im Kreis drehen, machen sich die aufgebrachten Dorfbewohner ihren eigenen Reim: Wer nicht gleich die Schausteller oder den Dorfdeppen Minuccio verurteil, erzählt hinter vorgehaltener Hand die uralte Legende der Gevatterin Perna, welche Kinder raubt, um sie ihrem nimmersatten Sohn Mao zu fressen zu geben. Unerbittlich hält die Autorin ihr Brennglas über das malerische Örtchen zwischen Bergen und Meer, bis Angst und Aberglaube zu brodeln beginnen und unter der bröckelnden Oberfläche der dörflichen Normalität ein uraltes Drama ans Licht drängt.

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  • Rezension zu "Die toten Mädchen vom Cilento" von Diana Fiammetta Lama

    Die toten Mädchen vom Cilento
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    31. July 2012 um 19:29

    Es ist September, und im italienischen Pioppica geht die Badesaison zu Ende. Die Touristen sind abgereist, nur ein Wanderzirkus ist noch da. Im Wald wird ein totes Mädchen gefunden, das zum Zirkus gehörte, und kurz darauf ein weiteres. Für die Dorfbevölkerung ist klar, dass der Täter einer der Zirkusleute ist. Höchstens der Dorftrottel Minuccio kommt noch in Frage. Generell hält sich das Mitleid mit den toten Mädchen in Grenzen, es sind ja keine Einheimischen. Maresciallo Santomauro hat es nicht leicht mit den Ermittlungen. Zu den Vorurteilen der Dorfbevölkerung gesellt sich auch noch deren Aberglaube und die Legende der Gevatterin Perna, die Kinder tötet, um sie ihrem Sohn Mao zu fressen zu geben. Hinter den Kulissen des schönen Dörfchens knistert es ganz gewaltig. Und Santomauro kommt einer alten Tragödie auf die Spur. Zu Beginn des Buches war ich etwas verwirrt von den vielen Personen, die kurz nacheinander eingeführt wurden. Das legte sich aber schnell. Die ruhige Krimihandlung legt den Schwerpunkt auf die Beziehungen der Dorfbewohner untereinander, auf die Geheimnisse innerhalb der Familien. Missbrauch und unterschiedliche sexuelle Orientierungen werden unter den Teppich gekehrt. Auch die verpassten Lebenschancen, vorrangig der Frauen, werden nicht thematisiert. Dieser Krimi lebt von der sensiblen Darstellung der Psychologie seiner Charaktere. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht erzählt, und entwickelt einen Sog, dem ich mich beim Lesen nicht entziehen konnte.

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