Outlander - Die geliehene Zeit

von Diana Gabaldon 
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Outlander - Die geliehene Zeit
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Positiv (1130):
engineerwifes avatar

und weiter geht's mit Claire und Jamie ... sind wir nicht alle ein wenig verliebt in ihn?

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Sehr langatmig. Nicht so meins.

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Inhaltsangabe zu "Outlander - Die geliehene Zeit"

Der zweite Band der erfolgreichen Highland-Saga endlich in ungekürzter Neuübersetzung!

Schottland, 1968: 20 Jahre nachdem Claire Randall aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, bringt sie ihre Tochter Brianna in die Highlands, denn Brianna soll endlich das Land ihres Vaters kennenlernen. Claire will außerdem die Antwort auf eine Frage finden, die sie seit über 20 Jahren quält: Konnte ihre große Liebe Jamie Fraser die schreckliche Schlacht von Culloden überleben?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426518106
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1232 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.11.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.11.2015 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Daninivor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein Buch zum Versinken in die Highland-Saga. Dieses Buch hat mich davon überzeugt lieber zu lesen, als die Serie zu schauen.
    Gelungener zweiter Teil

    Den ersten Teil habe ich nur als Serie geschaut und leider noch nicht gelesen, aber dennoch hat mich Diana Gabaldon in dem zweiten Band der Highland-Saga sofort gebannt. Ich konnte das Buch nur selten weglegen und habe es geliebt mich in das Schottland von 1968 zu versetzen, Brianna kennen zu lernen, aber auch noch weiter in die Vergangenheit zurückzureisen und mich in das Frankreich von 1744 zu versetzen und über das faszinierende Leben in Frankreich zu leben, das komplett anders als das Schottland damals zu sein scheint.
    Ich liebe es, wie mühelos es Diana Gabaldon gelingt historische Fakten mit einer wunderschönen romantischen Liebesgeschichte zu verküpfen. Auch andere eingestreute Informationen aus dem medizinischen Bereich sind wahnsinnig fasznieren.

    Eigentlich würde ich ja schon aus Liebe zu dieser Bücherreihe fast die fünf Sterne geben, aber manchmal fällt es mir doch etwas schwer den Gedanken zu folgen und ich ertappe mich dabei wie ich manche Absätze nur überfliege, um zu wissen wie es weiter geht. Deshalb denke ich, dass es manchmal etwas kürzer hätte sein können.

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    FrauPfeffertopfs avatar
    FrauPfeffertopfvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine etwas kürzere Fassung hätte dem Roman gut getan, dennoch eine gelungene Fortsetzung
    Etwas langatmig, aber insgesamt ist die Fortsetzung gelungen

    23 Jahre nachdem sie durch einen Steinkreis in eine andere Zeit verschwunden ist, ist Claire Randall zurück im Schottland des 20. Jahrhunderts. Mit dabei ist ihre Tochter Brianna, die ihren Vater für den verstorbenen Historiker Frank Randall hält und keine Ahnung von der Wahrheit hat, dass ihre Mutter eine Zeitreisende ist und sie selbst die Tochter eines schottischen Gesetzlosen aus dem 18 Jahrhundert. In Inverness sucht Claire Roger Wakefield auf, der für sie herausfinden soll, wer die Schlacht von Culloden überlebt hat. In der Zwischenzeit bereitet sich Claire darauf vor, ihre erstaunliche Geschichte zu erzählen, ihrer Tochter Brianna ihren wahren Vater zu offenbaren und ihnen das einzige Beweisstück zu zeigen, das ihre Geschichte zweifelsfrei beweisen kann. Claire beginnt mit ihrer Erzählung und wir sind zurück im Jahre 1743 in Frankreich, um Charles Stuart vom Jakobitenaufstand abzuhalten, da Claire weiß, dass dieser in Culloden verheerend enden wird. Während sie in der französischen Gesellschaft verkehren, königliche Bälle in Versailles besuchen und auch der Bastille einen kurzen Besuch abstatten, bewegen sie sich stets auf einem schmalen Grad, denn Charles Stuart zu helfen, ist zugleich Verrat am englischen König. Claire findet indes sinnvolle Arbeit im städtischen Krankenhaus. Natürlich zieht Claire Ärger an, wo auch immer sie ist, und das ist keine Ausnahme. Sie hat auch einige ernste und moralische Entscheidungen in diesem Roman zu treffen, und sie tut dies, während sie sich selbst treu bleibt. Selbst als Jack Randall wieder auftaucht, versucht sie einerseits Jamies Wohlergehen sicherzustellen und andererseits Franks Existenz in der Zukunft nicht zu gefährden. Bald ist ihre Anwesenheit in Schottland notwendig und es scheint, dass das Schicksal einen anderen Plan für die Frasers, die MacKenzies und Schottland bereithält.

    Der Roman ist in mehrere Abschnitte unterteilt, von denen einer 1968 stattfindet, wo Claire mit ihrer Tochter zurück ist, um ihr von ihrer Vergangenheit zu erzählen. Der zweite Abschnitt bildet den Rückblick auf 1744 in Frankreich, wo die Frasers versuchen, Charles Stuart aufzuhalten und schließlich ihre Rückkehr nach Schottland. Auch im zweiten Band sind die behandelten Themen genreübergreifend: Es geht nicht nur um die Liebe von Jamie und Claire, sondern auch um die politischen Umwälzungen Schottlands, Hexerei, Frauenrechte, Ehre, Integrität, Eintreten für etwas, woran man glaubt, und das Akzeptieren von Unrecht.

    Insgesamt hat mir der zweite Band gut gefallen. Claire und Jamie haben nichts an ihrem ausgezeichneten Charakter verloren. Claire ist genauso stark wie im ersten Buch, wenn nicht sogar stärker. Für eine Frau ihrer Generation mag sie zu selbstbewusst sein, aber ihre Anpassungsfähigkeit ist schlicht zu bewundern. Jamie, in der neuen Rolle des werdenden Vaters, brachte der Handlung stellenweise amüsante Parts, doch mit einigen seiner Einstellungen und Verhaltensweisen musste ich hadern. Aber na gut, andere Zeit, andere Sitten. Alle ursprünglichen Charaktere sind in dieser Fortsetzung zugegegen, doch es kommen auch neue Charaktere hinzu. Von Brianna und dem Historiker Roger war ich (noch) nicht sonderlich beeindruckt, da nicht viele Hintergrundinformationen über sie gegeben werden. Ich hoffe, mehr über sie in den kommenden Teilen zu lesen und herauszufinden.

    Das Buch weist allerdings ein paar Schwächen auf. Die Erzählperspektive wird an verschiedenen Stellen geändert, was teilweise den Lesefluss stört. Auch bewegte sich der zweite Teil etwas langsamer als der erste der Reihe, vor allem in Paris, sodass einige Seiten weniger dem Roman keinen Abbruch getan hätten.

    Es gab aber auch eine ganze Reihe von Überraschungen, die das Buch auffrischten. Die Eindringlichkeit mit der Gabaldon schreibt, gelingt auch hier. Egal ob im ländlichen Schottland oder im modernen Boston, diese Bücher transportieren einen wirklich in die Zeit und Umgebung.

    Als das Buch endet, hat Roger einen entscheidenden Hinweis auf Jamies Schicksal entdeckt, der alles ändert, was Claire zu wissen glaubte. Ein gelungener Cliffhanger, der, um sich Jamies Verbleib zu vergewissern, direkt zum dritten Band greifen lässt - auch wenn man diesbezüglich angesichts der Vielzahl noch folgender Bücher wohl aufatmen darf.

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    Kitty_Catinas avatar
    Kitty_Catinavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn auch manche Stellen etwas langatmig waren, eine gute Fortsetzung der Reihe
    Gelungene Fortsetzung

    1744: Nachdem Claire Jamie aus der Hand von „Black Jack“ Randall retten konnte, sind sie nun in Frankreich angekommen. Dort versucht Jamie mit aller Macht, den von Prinz Charles Stuart, besser unter dem Namen Bonnie Prince Charlie bekannt, geplanten Aufstand der Schotten gegen die Engländer zu vereiteln.

    1968: Nachdem Claire vor 20 Jahren wieder in ihre Zeit zurückkehren musste, ist sie nun nach Schottland zurückgekehrt, um ihrer Tochter Brianna zu beichten, wer ihr wahrer Vater ist und ihr dessen Heimat näher zu bringen. Allerdings ist dieses Unterfangen gar nicht so einfach. Außerdem treibt sie die quälende Frage an, was aus ihrem geliebten Jamie geworden ist.


    Nun habe ich es endlich geschafft, auch den zweiten Band dieser Reihe zu lesen und muss sagen, dass ich noch immer überaus von der Outlander-Reihe angetan bin.

    Diana Gabaldon hat einfach einen sehr guten Schreibstil, der zwar manchmal schon sehr ausschweifend und beschreibend ist, mich aber dennoch wieder einmal absolut packen konnte. Denn obwohl er so bildlich ist, lässt er sich richtig schnell und einfach lesen. Jedoch denke ich auch, dass er nicht jedermann gefallen könnte.

    Was die Geschichte in diesem Band angeht, so schließt sie mehr oder minder, nachdem man erst einmal im Jahr 1968 gelandet ist, wieder direkt an der des ersten Bandes an. Dabei sind aber die bereits angedeuteten Zeitsprünge hier neu. So beginnt die Handlung im Jahr 1968 und endet auch dort. Zwischendrin erfährt der Leser aus Claires Sicht, was in den Jahren 1744 und 1745 in Frankreich, beziehungsweise Schottland, geschehen ist. Hier muss ich sagen, dass ich die Geschehnisse der Gegenwart am gelungensten fand, ebenfalls die in Frankreich und das, obwohl ich die Serie bereits gesehen habe. Allerdings orientiert sich die Serie auch nicht besonders nah am Buch, so dass es immer wieder Stellen gab, die mir vollkommen neu waren. Womit ich jedoch richtige Probleme hatte, waren die teilweise seitenweisen Beschreibungen von Schlachten und Kriegsthemen. Leider konnten mich diese Szenen im Buch so gar nicht begeistern und zogen sich dadurch für mich extrem in die Länge. Richtig gelungen fand ich dann wieder das Ende, welches natürlich, wie sollte es anders sein, wieder viele Fragen aufwirft und gespannt auf den nächsten Band macht. Und das, obwohl ich, wie gesagt, die Serie schon gesehen habe und damit in etwa weiß, wie es weiter gehen wird. Trotzdem freue ich mich schon extrem, diese Reihe demnächst weiter zu lesen.

    Wie schon im ersten Band, fand ich außerdem die einzelnen Charaktere wieder sehr interessant. Natürlich stehen weiterhin Claire und Jamie im Vordergrund und das auch absolut verdient, denn sie sind einfach einzigartig und liebenswert. Aber es kommen auch zahlreiche neue Charaktere hinzu, die wirklich allesamt eine absolute Daseinsberechtigung haben, egal, ob ich sie mochte oder nicht. Einmal wären da zum Beispiel der ruhige Roger und aufbrausende Brianna. Der Sohn von Referent Wakefield und Claires Tochter könnten unterschiedlicher nicht sein und doch merkt man direkt eine gewisse Chemie zwischen den beiden. Auch lernt man Prinz Charlie kennen, welcher ein Charakter war, den ich so richtig nervig fand, weil er einfach nur egoistisch war und in meinen Augen dumm. Aber so soll er ja auch sein. Von daher fand ich auch ihn sehr gut geschrieben.

    Alles in Allem ist auch der zweite Band der Outlander-Reihe wieder ein voller Erfolg für mich gewesen, wenn er auch nicht ganz so gut abschneidet wie der Auftaktband. Dennoch sind Claire und Jamie meine absoluten Lieblinge in der Buch- und Serienwelt und werden es wohl auch bleiben. Nun freue ich mich jedenfalls auf „Ferne Ufer“.

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    Geisterleopardvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Wieder einmal sehr unterhaltsam mit Spannung, Gefühl und Dramatik
    Es lohnt sich

    Der zweite Teil der Outlander-Reihe hat mich ebenso überzeugt wie der erste. Auch bei diesem Teil habe ich vorher schon die dazugehörige Staffel der Fernsehserie gesehen, da ich mich erst spät von einer Freundin überreden ließ die Bücher zu lesen, aber ich muss sagen, es lohnt sich. Es erfordert Zeit, aber es lohnt sich. Es gibt viele Szenen, die ganz anders sind als in der Serie oder dort völlig fehlen und selbst bekannte Szenen machen beim Lesen noch mal so viel Spaß. Das Buch ist wunderschön geschrieben, mit vielen Details in allen Bereichen. Teilweise benutzt die Autorin recht viele Fachbegriffe ohne sie weiter zu erklären und man fragt sich doch teilweise woher Claire diesen wirklich extrem großen Wortschatz hat. Ich persönlich habe mich noch nie in meiner Freizeit mit Schiffsbestandteilen bis ins kleinste Detail auseinandergesetzt, aber es ist ja nie zu spät seinen Horizont zu erweitern, auch wenn ich drauf verzichte jedes fremde Wort nachzuschlagen.
    Ich freue mich schon darauf das nächste Buch zu lesen und vielleicht irgendwann die Fernsehserie einzuholen.

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    SandysBunteBuecherwelts avatar
    SandysBunteBuecherweltvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Zeitreise die sich lohnt, eine Autorin die so bildgewaltig schreibt und einen direkt bei der ersten Seite abholt
    Ein echtes Meisterwerk...

    ... auch im zweiten Band konnte Diana Gabaldon mich direkt ab der ersten Seite mitnehmen und hat mich nicht mehr losgelassen, nicht mal bei der letzten Seite, denn am liebsten würde ich direkt weiter lesen.

    "Die geliehene Zeit" beginnt 1968, 20 Jahre nach Claires Rückkehr, mit der Reise von Claire und Ihrer zwanzigjährigen Tochter Brianna nach Schottland und dem Besuch von Roger, dem Sohn des verstorbenen Reverend. Gemeinsam begeben Sie sich auf die Suche nach altgeliebten Menschen und tragischen Zeiten. Bald machen wir einen Zeitsprung und knüpfen an Band eins an, in dem Jamie und Claire Ihre Zeit in Frankreich verbringen. Wie Sie versuchen Verschwörungen und besonders die Schlacht aufzuhalten und ob Ihnen das gelingt müsst Ihr selbst lesen...

    Es ist einfach ein tolles Buch, eine tolle Story von einer herausragenden Autorin.

    Diana Gabaldon beherrscht die Kunst uns Leser ab der ersten Seite in Ihre Welt mitzuziehen und uns die Highlands des 18. Jahrhunderts näher zu bringen.

    Die Protagonisten haben wir bereits im ersten Teil kennen und Lieben gelernt, ich finde es sind beeindruckende Charaktere, die ich direkt in mein Herz geschlossen habe.

    FAZIT

    Über 1000 Seiten, die es lohnt zu lesen, weil es auf keiner Seite langweilig wird und doch so viele Historische Fakten liefert, dass es einen manchmal schwindelig wird. Ich habe mich beim Lesen oft selbst mitten in den Highlands vor einem Schotten im Kilt gesehen.

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    Miss_Coopers avatar
    Miss_Coopervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Reise in das 18. Jahrhundert. Und eine unumstößliche Liebe die über die Zeit hinausgeht
    Eine Highland-Saga die unter dir Haut geht

    Nachdem ich meine Augen getrocknet hatte, die, ich gebe es zu, nach dem ersten Band „Feuer und Stein“ doch etwas feucht geworden sind, blieb mir keine andere Wahl, ich musste den zweiten Band promt hinterher schieben.
    Also legte ich mir eine zweite Packung Taschentücher zurecht ( nur für den Fall der Fälle ), machte mir einen Tee und legte los den rund 1000 Seiten dicken Wälzer aufzuschlagen ( was sind schon 1000 Seiten, wenn man dafür eine ganze Welt bekommt )

    Ich habe gehofft das sich Frau Gabaldon sofort aller meiner offenen Fragen annimmt, die mir nach dem ersten Band im Kopf rumspukten.
    Doch nix da, die Geschichte beginnt weder mit Claire noch mit Jamie, sondern mit dem mittlerweile erwachsenen Roger Wickfield, dem Ziehsohn des Pfarrers Wickfield aus Inverness, der einige Zeit zuvor gestorben ist. 
    Eben dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht sein ehemaliges Heim zu entrümpeln und auf Vordermann zu bringen.
    Als Clair vor seiner Tür seht.
    Mitgebracht hat sie nicht nur ihre 20Jährige Tochter Brianna, die sich mit ihrer direkten und offeneren Art sofort in Rogers Herz schleicht, sondern auch den Plan Brianna Schottland näher zu bringen und ihr die Geschichte über ihren wahren Vater zu offenbaren.
    Denn der hieß für sie immer Frank Randall.
    Diese Gelegenheit bietet sich ihr auch schneller als ihr lieb ist.
    Auf dem alten Friedhof bei St Kilda entdeckt sie Jamies Grab und kann ihre Gefühle, die sie so lange Zeit versucht hat zu unterdrücken nicht mehr zurückhalten. 
    Hatte sie noch die Hoffnung Jamie hätte die Schlacht um Culloden überlebt, wurde diese damit zerstört. 
    Also Erzählt sie den beiden ihre fantastische Geschichte und hofft darauf das sie ihr glauben schenken.


    „Doch Roger blickte mich an wie ein Wissenschaftler, dessen neuste Mikroprobe seine kühnsten Erwartungen erfüllt hat“

    Ab diesem Punkt setzt die Geschichte nahtlos an „Feuer und Stein“ an und zusammen mit Jamie und der schwangeren Claire reise ich in das Frankreich des 18. Jahrhunderts. 
    Ein wohlhabendes Frankreich, regiert von Ludwig XV , aber auch eines welches gespickt ist vom Hunger nach Macht, Intrigen die skrupelloser nicht sein könnten und der Menschlichen Engstirnigkeit.  
    Doch auch dieses beschreibt sie in alter Manier so detailverliebt und blumig das ich die vor Unrat nur so überquellenden Gassen, den fauligen Atem der Aristokratie und die Parfüm geschwängerten Zimmer fast riechen kann.


    Anders als im letzten Band nimmt die Politische Lage, speziell der Jacobiten Aufstand von 1745 / 46 einen Großteil der Geschichte ein… im übrigen sehr zu meiner Freude - meine Wissenslücken bezüglich der Schottischen Geschichte sind doch ziemlich groß. 
    Also Frau Gabaldon, mein dank gilt ihnen, das sie mit diesem gut recherchierten Roman ein paar davon aufgefüllt haben.


    Der im Exil lebende Bonnie Prince Charles ist eisern entschlossen sein Erbe einzufordern und den Schottischen Thron zurückzuerobern, dabei so töricht und leichtsinnig das es mir wehtut.
    Zunächst setzen Jamie und Claire alles daran Charles Pläne zu boykottieren und dank Jamies Onkel, der sie sein Weingeschäft führen lässt knüpfen sie rasch gute Beziehungen zu dem Adel.
    Speziell für Prince Charles wird Jamie bald zum engen Vertrauten.
    Um persönliche Briefe von und an Charles abzufangen stellt Jamie den 10 jährigen Taschendieb Fergus ein. Ein cleverer Wirbelwind der nicht nur mein Herz erwärm hat sondern auch zu eine Art Kinderersatz für die beiden wird.
    Als sie merken das sich Charles von seinen Plänen einen Schottischen Aufstand anzuzetteln nicht abbringen lassen wird, sehen sie sich gezwungen einen anderen weg einzuschlagen und für den Prinzen die Schlacht zu schlagen…


    Doch nicht nur der bevorstehende Krieg zerrt an ihren Gemütern, sondern auch die Meinungsverschiedenheiten die sie untereinender ausfechten.
    Denn wenn zwei leicht reizbare, leidenschaftliche, sture und impulsive Menschen aufeinander treffen sind Konflikte vorprogrammiert.
    Trotz ihrer ständigen Reibereien stehen sie füreinander ein und unterstützen sich gegenseitig, denn die tiefe Zuneigung die sie füreinander empfinden lässt sie alle Hürden überwinden und davon gibt es reichlich.
    Eine der größten stellt der tot geglaubte Jonathan Randall dar, mit dem sich Jamie trotz des Versprechens Claire gegenüber es nicht zu tun, ein Duell liefert und sie Frankreich daraufhin verlassen müssen.
    Zurück nach Schottland, mit seinen malerischen Wäldern, den verwunschenen Hügeln und der wilden Landschaft.
    Und auch ich bin froh nach dem langen Aufenthalt in Frankreich wieder zu vertrauten Gesichtern zurückzukehren, die ich im ersten Teil so zu schätzen gelernt habe. 
    Natürlich gab es auch in Frankreich tolle Charaktere, dennoch sind mir die etwas brummigen und rauen Schotten lieber.

    Durch Gabaldons lebendigen, detaillierten und liebevollen Schreibstil und ganz besonders durch die Ich Perspektive von Claire lässt sie mich die Geschichte durch ihre Augen wahrnehmen. Entdecken und erleben was ihr widerfährt. 
    Es ist alles andere als ein starres und oberflächliches lesen, sondern hochemotional ,fesselnd und authentisch.
    Nur die zahlreich beschriebenen Liebesszenarien der beiden, die vielen französischen und gälischen Begriffe hätten für meine begriffe weniger sein können. 
    Dennoch hat sie mit „Die geliehene Zeit“ einen absolut runden und hervorragend recherchierten 2. Band geschaffen, mit Protagonisten die sich charakterlich weiterentwickelt haben und einer unumstößlichen Liebe die alle Zeiten überdauert.
    Ich kann es kaum abwarten zu erfahren wie die Geschichte der beiden weiter geht.




          


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    zickzacks avatar
    zickzackvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Leider in der ersten Hälfe zu viele Längen, aber die einzelne Figurenzeichnung ist wieder einmal klasse.
    Zweiter Teil der Highlandersaga

    Puuh, schwierig dieses Buch zu beurteilen, da ich echt zwiegespalten bin.

    Wenn wir uns mal den Aufbau des Buches anschauen. Erster und letzter Teil, die aber fast zu vernachlässigen sind, spielen in der Gegenwart (1968). Da hat mir eigentlich ganz gut gefallen, dass in diesem Teil nicht nur aus der Ich-Perspektive von Claire geschrieben wurde, sondern ein großer Teil vom Reverend Roger. Das war wirklich sehr angenehm und ich habe mich gefragt, warum das nicht im restlichen Buch genauso gehandhabt wird? Warum bekommt Jamie keine eigenen Perspektive oder eine andere wichtige Figur? Davon abgesehen, fand ich die zwei Teile aber sehr langgezogen. Da hätte man auch kürzen können, aber das setzt sich im ganzen Buch fort. Kein Wunder, dass das Buch wohl als Printausgabe über 1000 Seiten hat (ich habe es als Ebook gelesen).

     

    Da ich ja vorher die Serie „Outlander“ im Fernsehen angeschaut habe, kannte ich die Handlung im Groben schon. Wenn man Buch und Serie vergleicht, fällt auf, dass die Serie sich erstens ziemlich am Buch gehalten hat, aber dennoch natürlich den Fokus teilweise auf andere Dinge gelegt, die man bildlich gut darstellen konnte und die einfach die Zuschauer berühren. Ob man das nun gut oder schlecht findet, sei da hingestellt. Fakt ist, dass mir schon in der Serie Längen aufgefallen sind, besonders als die Geschichte im ersten Teil, der in der Vergangenheit (18. Jahrhundert ca. 1746-48) gespielt hat, wo sich Jamie und Claire in Frankreich aufgehalten haben. Da dachte ich beim Schauen schon, dass sich das aber zieht und beim Lesen war es leider noch schlimmer. Es war fast ein Grund, das Buch abzubrechen, da sich da die Autorin in unnötigen Details verloren hat. Und die Perspektive ist hier ein ganz entscheidender Punkt. Was in der Serie noch gut gelöst wurde, dass man sich da nicht auf die Ich-Perspektive versteift hat, sondern dort Handlung gesetzt hatte, wo sie auch hingehörte, verfehlt dies im Buch. Claire kann nun einmal als Frau nicht überall dabei sein, was zur Schlussfolgerung hat, dass sie vieles passiv besonders von Jamie erzählt bekommt. Sie hat auch ihre Abenteuer, aber ich wäre zu gern direkt bei Jamie dabei gewesen. Man hat das zwar durch „erlebte Rede“, ich hoffe man nennt das so, versucht hinzubekommen, in dem Jamie teilweise erzählt hat, teilweise ist man in seinem Kopf gehuscht, aber das war einfach nicht dasselbe.

    Doch kaum sind die Beiden von Frankreich und den lästigen Bällen und den aufgetackelten Leuten weg, zurück nach Schottland, nahm bei mir die Spannung wieder zu. Vielleicht waren es auch die Figuren, die mir in Schottland besser gefallen haben, als die in Frankreich. Da gab es zwar zum Beispiel Maitre Raymond, der mysteriöse Apotheker, und Fergus den sie als Ziehsohn aufgenommen haben, aber ansonsten fand ich allein schon die Namen so verwirrend, dass ich die dauern durcheinander brachte. Aber gut, das war in Schottland auch nicht besser, als es Richtung Schlacht ging. Da könnte ich jetzt auch nicht jeden Namen zuordnen, aber in Schottland ist einfach was passiert. Da war auch das Feeling im Buch ganz anders.

    Wenn ich nur den Frankreichteil bewerten müsste, dann hätte ich mich mit 2 Sternen schon schwergetan, aber Schottland würde ich gute 4 Sterne geben.

     

    Dennoch möchte ich erst noch etwas zu den Figuren sagen, bevor ich zu meinen schlussendlichen Fazit komme.

    Die Beziehung zwischen Jamie und Claire wurde intensiver. Wieder sind sie in diesem Band durch Höhen und Tiefen gegangen, die sie gestärt und noch enger aneinander gebunden. Beide sind tolle Figuren, aber welcher bei mir wirklich jedes Mal Spannung aufruft und wenn nur sein Name fällt ist Jack Black Randall. Er ist zwar echt ein Ekel, aber kaum tritt diese Figur auf, nimmt er einen Raum und Platz ein, das man es gar nicht glauben mag. Er ist für mich DER Nebencharakter, der für mich die beiden Bücher ausmacht. Für mich strahlt er eine ähnliche Faszination aus wie Severus Snape aus Harry Potter (auch wenn mir da Severus am Ende noch sympathischer ist) und das soll mal was heißen. Randall hat für mich am Ende auch den Frankreichteil noch erträglich gemacht. Ohne ihn wäre ich restlos verloren gewesen in diesen vielen Details.

     

    Des Weiteren muss ich sagen, in der Serie wurde ja auch angekreidet, dass die Sexszenen ziemlich detailliert und häufig waren. Dem kann ich durchaus zustimmen, aber von der Häufigkeit nimmt sich dem Buch nicht viel. Auch wenn hier meistens abgeblendet wird, aber auch nicht immer. Manchmal geht auch die Autorin hier ziemlich ins Detail. Hmm, ich konnte zwar verstehen, dass sie damit ausdrücken wollte, dass sich Jamie und Claire aneinander festhalten, um das durchzustehen, aber sie hat es auch teils einfach übertrieben. Wäre sie am Anfang lieber mehr auf Jamies Verarbeitung eingegangen, denn SPOILER die Vergewaltigung von Jack Randall ist schließlich kein Pappenstil. Irgendwie fand ich, dass die das in der Serie besser umgesetzt haben. Hier ist das an mir vorbeigegangen und ich hatte mich schon irgendwann gewundert, warum er nicht mit Claire schlafen wollte, warum er mit diesen Bissspuren nach Hause kam. SPOILER ENDE

     

    Fazit: Letzten Endes möchte ich dem Buch 3 Sterne geben. Der Schottlandteil hat sehr viel wieder herausgerissen und ich freue mich auf den dritten Band, auch wenn ich erst einmal pausieren werde und mich anderen Werken widme. Ich hoffe dennoch, dass sich im dritten Band weniger Längen befinden, obwohl ich daran nicht wirklich glaube. Im ersten war es ja schon so, wo es mich aber weniger gestört hat, da ich dadurch noch die Charakter entdecken konnte. Da hatte es dem Ganzen Tiefe gegeben. Hier war es einfach nur… langatmig.

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    Yllins avatar
    Yllinvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht so gut wie Band 1, aber immer noch grandios!
    Nicht so gut wie Band 1, aber immer noch grandios!

    Outlander - Die geliehene Zeit (Bd. 2)

    Autor: Diana Gabaldon
    Genre: Historisch, Abenteuer
    Erschienen: 2. November 2015
    Seiten: 1232
    Einband: Taschenbuch
    Verlag: Droemer Knaur
    ISBN: 978-3-426-51810-6
    Preis: 16,99€ [Print] | 12,99€ [eBook]

    Rating: ♥♥♥♥

    INHALT

    "Schottland, 1968: 20 Jahre nachdem Claire Randall aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, bringt sie ihre Tochter Brianna in die Highlands, denn Brianna soll endlich das Land ihres Vaters kennenlernen. Claire will außerdem die Antwort auf eine Frage finden, die sie seit über 20 Jahren quält: Konnte ihre große Liebe Jamie Fraser die schreckliche Schlacht von Culloden überleben?" - Quelle: Verlag

    COVER ♥♥♥♥

    Wer meine  Rezension zu Band 1 gelesen hat, der wird wissen, dass ich von seiner Aufmachung nicht allzu begeistert bin: Es ist super schlicht gehalten, was die Farbe zum Hauptmotiv des Covers werden lässt. Dabei sind die leicht aus dem Cover herauskommenden Verzierungen und die aufgedruckte Buchschnalle das einzig Besondere an dem 1200-Seiten-Wälzer, den ich so unter Umständen vermutlich nicht einmal in die Hand genommen hätte, wüsste ich nicht bereits um die Genialität des Inhalts. Das aufdringliche Orange, das den zweiten Band vom ersten unterscheidet, lindert meinen Unmut dabei leider nicht im geringsten. Im Gegensatz zum milden Himmelblau des ersten Bands, fehlt der unnatürlichen Farbe irgendwie die mysteriöse Zurückhaltung. Andererseits, und da bin ich ebenfalls ehrlich, wüsste ich auch nicht, wie sich ein so umfangreiches Buch wie dieses - und jedes weitere der Reihe - gebührend in einem einzigen Cover zusammenfassen ließe. Die Wahl eines schlichten, hübschen Covers mit historisch anmutender Buchschnalle scheint mir daher nach Monaten, die ich mit dem Buch verbracht habe, die richtige zu sein. Bloß die Farbe hätte meiner Meinung nach ruhig etwas weniger grell und unnatürlich ausfallen können.

    CHARAKTERE ♥♥♥♥♥

    Claire Randall Fraser: Claire ist nach wie vor eine der stärksten, spannendsten und zugleich lebendigsten Frauenfiguren unserer Zeit. Mit dem Scharfsinn und der Stärke einer intelligenten, emanzipierten Frau, wie sie ihrer Zeit (und damit meine ich wortwörtlich ihrer Zeit 1945) um einiges Voraus ist, manövriert sie wie selbstverständlich zwischen den politischen Intrigen und blutigen Ausschreitungen eines Europas im 1800 Jahrhundert - egal ob am Hofe des französischen Königs Ludwig XV. in Paris oder im Matsch zwischen Horden von ungewaschenen Highlandern, Claire bewahrt stets Ruhe, weiß immer Rat und und tut stets was sie kann, um ihre Lieben zu schützen oder zu unterstützen. Und dabei ist sie keineswegs perfekt. Sie begeht sehr wohl Fehler, die ihr im Laufe des Buches äußerst teuer zu stehen kommen. Vermittelt aus ihrer Perspektive erleben wir die Abenteuer von Claire und ihrem Mann im zweiten Band mindestens genauso hautnah, wie noch im ersten - unser Wissensstand ist stets der selbe wie der unserer Protagonistin, wodurch wir gezwungen werden, Intrigen und Erkenntnisse zeitgleich mit ihr zu erfahren, zu verarbeiten und weiterzudenken. Es ist eine Freude, einen so unerschütterlichen Geist wie Claire über tausende von Seiten zu begleiten, mit ihr zu rätseln, zu lieben, zu trauern und jede Gefühlsregung so wahrzunehmen, als sei sie die eigene. Gleichzeitig kann man von ihr unfassbar viel lernen, denn nicht selten unterscheidet sich ihre Reaktion von der eigenen dadurch, dass sie oftmals viel bedachter, viel erwachsener handelt, als man selbst in einer solchen Stresssituation vielleicht gehandelt hätte. "Was würde Claire Fraser tun?" erscheint mir im Hinblick auf eine so wunderbare und vorbildhafte Frauenfigur wie Claire als ein durchaus legitimes Lebensmotto! :)

    James 'Jaime' McKenzie Fraser: Wer glaubt, dass ich in Hinblick auf Claire schon zu sehr ins schwärmen geraten bin, der sollte diesen Teil möglicherweise überspringen: Was gibt es über Jaime Fraser mehr zu sagen, als dass er ein absolut unrealistisches, viel zu perfektes Männerbild suggeriert, das einem im Leben nichts anderes als falsche Hoffnungen machen kann? Nein, mal im Ernst - Jaime ist einfach ... Jaime. Er entspricht nicht nur äußerlich den feuchten Träumen einer jeden Frau (hochgewachsen, breitschultrig, hünenhaft, muskulös, rothaarig, blauäugig, hübsch, stark, kampferprobt, ...), er besitzt auch einen beinahe makellosen Charakter. Er ist wild, entschlossen, stark, scharfsinnig, humorvoll, kindlich, manchmal etwas hilflos naiv, folgt jedoch immer seinem unanfechtbaren Moralkodex ... ist ja gut, Jaime ist einfach perfekt. Und während ich mich in anderen Büchern oftmals darüber aufrege, so kann ich nicht anders, als ihn dafür zu lieben. Bei Diana Gabaldon heißt perfekt nämlich nicht zwangsläufig makellos. Jaime kann nicht alles, er weiß nicht alles und er begeht, genau wie Claire, Fehler, die ihm den Kopf kosten können. Obwohl er wie der wahrgewordene Traum erscheint, bleibt er in seinem Charakter stets menschlich, nachvollziehbar und angreifbar, er wirkt lebendig, wie eine Figur, die es so tatsächlich einmal gegeben haben könnte. Diese Gratwanderung ist es, die Diana Gabaldons Romane so erfolgreich machen: Ihre perfekten Charaktere sind nicht unerreichbar und übermenschlich, sondern vermitteln das Gefühl, realistisch und echt zu sein, so als bestünde die Hoffnung, einem Jaime oder einer Claire irgendwann einmal zufällig auf der Straße zu begegnen. Der zweite Band vermittelt dieses Gefühl sogar noch wesentlich mehr, als es der erste getan hat.

    SCHREIBSTIL ♥♥♥♥

    Diana Gabaldon bleibt ihrem Schreibstil im zweiten Band mehr als nur treu. Ich habe selten ein Buch lesen dürfen, das so detailliert geschrieben und dabei so feingliedrig durchdacht ist. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie viele hundert Stunden die Autorin damit verbracht haben muss, all diese kleinen historischen Details rund um Heilkunde, Kräuterkunde, Kriegskunst oder Kochkunst des 18. Jahrhunderts in Frankreich und Schottland zusammenzusammeln und unbemerkt in ihren Roman einflechten zu lassen. Sicher, viele dieser Details könnte sie sich auch ausgedacht haben, dafür erscheinen sie mir jedoch zu durchdacht und gleichermaßen realistisch. Beantworten kann dies nur ein Experte in Sachen schottischer bzw. französischer Geschichte - und da ich ein solcher nicht bin, vertraue ich auf meinen gesunden Menschenverstand und das Know-How, das ein Autor bzw. eine Autorin mitbringen muss, die sich selbst aufbürdet, einen so detaillierten historischen Roman zu verfassen. Zugegebenermaßen war es mir an Detailbeschreibungen in diesem Band manchmal um einiges zu viel - gerade in den Passagen, in denen Claire von den wahren Geschehnissen abgeschnitten bleibt, eben weil sie nur eine Frau ist, und stattdessen Bankette besucht oder grausige Wunden behandelt, waren voll von interessanten, aber Reiz überflutenden Informationen, die die Handlung nicht so recht weiterbrachten. In diesem Fall wirkte die Perspektive, die bis auf die Anfangs- und Endkapitel ausschließlich auf Claire festgesetzt ist, einschränkend für die Leseerfahrung. Viel lieber hätte ich mehr über die Verhandlungen und Gespräche erfahren, die Jaime  in dieser Zeit geführt hat. Der hohe Detailgrad führte bei mir auch dazu, dass ich regelmäßig ermüdete, weil sich die eigentliche, die spannende Handlung so sehr in die Länge zog. Ein Jahr habe ich gebraucht, um die 1200 Seiten hinter mich zu bringen - und es hat sich definitiv gelohnt. Einfach zu lesen war es für mich jedoch nicht immer.

    HANDLUNG ♥♥♥♥

    Durch diese wahrlich große Leistung sehr detaillierter Beschreibungen zog sich die Handlung eben phasenweise um einiges in die Länge. Besonders Anfang und Ende sowie einige Passagen in Paris sind zum Teil sogar fürchterlich anstrengend, dass ich das Buch zum Teil mehrere Wochen weglegen musste, bevor ich es wieder in die Hand nahm. Die einzelnen Handlungsstränge, die parallel zur Haupthandlung ablaufen, sind so verworren und an so viele einzelne Namen geknüpft, dass es nicht ungewöhnlich ist, vieles nicht gleich beim ersten Lesen miteinander in Verbindung zu bringen. Gerade in Bezug auf die Pariser Intrigenschmiede eröffnet sich einem vieles erst beim zweiten Mal lesen, da bin ich mir relativ sicher. Die Handlung, der Plot, ist daher zwar in zwei bis drei Sätzen zusammengefasst (Claire und Jaime reisen nach Paris, um Bonnie Prince Charlie aufzuhalten), das gesamte Ausmaß der 1200 Seiten lässt sich jedoch nur schwer Revue passieren, ist wirr, durcheinander und von vielen Reisen, vielen Rückschlägen, vielen Abstechern, Umwegen und Gefahren geprägt. Und das ist mindestens genauso anstrengend, wie es sich jetzt gerade anhört. Hätten wir es jedoch mit einer einfachen, linearen Handlung zu tun, die ohne Umschweife auf 400 Seiten erzählt würde, so würde doch etwas fehlen. Der hohe Detailgrad, die zeitnahe, verworrene Erzählung und die hundertfachen Schleifen, die die die Handlung dreht führen erst zu der unfassbaren Nähe, die man zu den Charakteren und ihren Schicksalen erfährt. Mit Abschluss des Buches fühlt sich der Leser letztlich dann so erschöpft und durch die Mangel genommen, als hätte er das Chaos des Krieges und die Irrfahrten von Jaime und Claire am eigenen Leib erfahren.

    GESAMTWERTUNG ♥♥♥♥

    Alles in allem hat mir der zweite Band der Outlander-Saga nicht ganz so gut gefallen, wie der erste. Dies lag hauptsächlich daran, dass der Detailgrad, die Verworrenheit und die kleinteiligen Beschreibungen für mich einfach ein bisschen zuviel an "Zuviel" waren. Während ich mit Claire also im politischen Sumpf am französischen Hof feststeckte, wollte ich mit ihr eigentlich viel lieber zurück nach Schottland. Die vielen hundert Namen und Gesichter, die ich mit genausten Beschreibungen während des Lesens kennengelernt habe, hatte ich nach den nächsten dreißig Seiten bereits wieder vergessen - und nur ein paar wenige sind mir letztlich im Gedächtnis geblieben. Doch alles hat seine guten und schlechten Seiten: So wäre Outlander ohne Diana Gabaldons außergewöhnlichen Schreibstil nicht Outlander. Es würde sich nicht so anfühlen, als stecke man mitten im Geschehen und als erlebe man alles hautnah mit, würde sie nicht so unfassbar viel Zeit in Gefühle, Gesichter und Beschreibungen stecken. Claire, Jaime, Charles und all die anderen Charaktere, die wir im Verlauf des Buches kennenlernen, würden sich nicht so unfassbar echt und lebendig anfühlen, wenn nicht durch die Kunst der Autorin, alles lebensgenau beschreiben zu können. Auch wenn das Buch meiner Meinung nach seine Längen hatte, so war der Großteil doch so spannend, atemberaubend, leidenschaftlich und dramatisch, wie ich es noch aus dem ersten Band großteils gewohnt war. Und nachdem es bereits 8 Bände der Outlander-Saga gibt, habe ich noch lange nicht das Gefühl, genug von Jaime und Claire zu haben. Nach der großen Anstrengung, die mich dieses Buch gekostet hat, werde ich jedoch erstmal eine kleine Pause brauchen, bevor ich mich erneut in die Gesellschaft der Sassenach und ihren Highlandern begebe. 


    Spannung 
    Romantik 
    Humor 
    Gewalt ♥♥♥♥
    Action 

    - Eure Bücherfüchsin

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    Janine1212s avatar
    Janine1212vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles Setting mit den altbekannten Charakteren
    Reise durch die Zeiten

    Meine Meinung: 

    Ganz zu Beginn des  Buches habe ich einen riesen Schrecken bekommen, denn wie der Klappentext schon verrät beginnt das Buch schlagartig wieder in Claires ursprünglicher Zeit und damit noch nicht genug: Claire hat eine Tochter!!! Dabei habe ich mich, als ich mit dem Buch begonnen habe, so darauf gefreut die weitere Reise von Claire und Jamie mitzubegleiten!

    Aaaaber keinen Grund zur Panik: Nach ca. 100 Seiten landet man auch wieder genau an Ort und Stelle wo der erste Band aufgehört hat. 

    Insgesamt hat mir der zweite Teil der Outlander Saga nicht so extrem gut gefallen wie der erste, wobei ich immer noch finde das auch dieses Buch grandios ist. 

    Dies liegt vor allem daran, dass die Beziehung zwischen Claire und Jamie einen ganz, ganz großen Teil der gesamten Geschichte ausmacht und damit auch einen der großen Begeisterungsfaktoren ausmacht. Dieser Part kam aber in dem ersten Buch durch die Neuentwicklung und das Kennenlernen der beiden besser durch und wurde für meinen Geschmack im zweiten Band ein wenig vernachlässigt. 

    Außerdem hat es mich etwas gestört, dass die Autorin so viele französische Dialoge eingebaut hat, ohne zugleich eine Übersetzung hinterher zu hängen, denn ich spreche z.B. kein Wort Französisch und habe dadurch an diesen Stellen nicht immer nachvollziehen können, worum es genau ging. Es ist jetzt nicht so, dass diese Szenen essentiell zur Handlung beitrugen, oder für das Grundverständnis unabkömmlich wären, doch ich bin halt ein neugieriger Leser und möchte jeden Satz in einem Buch verstehen ;)

    Aber es gab auch einige Dinge, die mir im zweiten Band besser gefallen haben, als im ersten Buch:
    In diesem Teil hat mir das Setting nämlich noch besser gefallen. Klar ich liebe das natürliche, einfache und grüne Setting Schottlands, doch in diesem Teil spielt ein Großteil der Geschichte in Paris und ich finde diese Stadt, besonders im 18. Jahrhundert, ist einfach durch die vielfältigen Eindrücke die beschrieben werden unglaublich spannend und spektakulär. 

    Dies führt mich auch direkt zu meinem nächsten positiven Punkt: Ich liebe es wie Diana Gabaldon es schafft diese historischen Orte, Personen und Gesellschaften zum leben zu erwecken und dass man diese als Leser daher hautnah erleben kann. Ob diese nun 100% authentisch sind, sei dahin gestellt - mich als Laien konnten die geschilderten Szenen auf jeden Fall überzeugen. 

    Eine ganz große Stärke dieser Romane ist meiner Meinung, dass sie unglaublich viele Emotionen im Leser wecken: viele von uns sind in Jamie Frasers tollen Charakter und seine heldenhaften Handlungen verliebt, wir hassen Jack Randall aus tiefstem Herzen, wir leiden mit den Charakteren und freuen uns genauso mit ihnen. 
    Und auch in diesem Teil hat mich das volle Gefühlschaos ereilt und gerade zu Beginn des Buches und am Ende (und hier und da zwischendurch) war ich in Tränen aufgelöst. 

    Fazit: 

    Insgesamt war dieser zweite Band geprägt durch viele abwechslungsreiche Settingwechsel und diverse Intrigen unter anderem des französischen Adels im 18.Jahrhundert. Diese tiefergehenden Ausflüge in die Vergangenheit haben mir besonders gut gefallen, wobei ich durch die Zeitsprünge aus Vergangenheit und Gegenwart/Zukunft jetzt unglaublich gespannt bin, wie es im dritten Teil weitergehen wird (Geht die Reise mit Claire, oder mit ihrer Tochter weiter????)

    Ich bewerte den zweiten Band der Outlander-Saga mit 8/10 Punkten

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    weinlachgummis avatar
    weinlachgummivor einem Jahr
    Kurzmeinung: *Outlander Fieber* Echt toll
    Outlander - Die geliehene Zeit

    *Kurzmeinung*

    Endlich habe ich mich an dies 1225 Seiten dicke Werk getraut und ich bin sehr froh darüber. Die zweite Staffel von Outlander hatte ich davor schon zwei Mal gesehen, sodass mir die Unterschiede gleich aufgefallen sind. Und wieso oft, war das Buch besser als die Adaption für den Fernseher. 

    Ich habe die ungekürzte Neuauflage gelesen und muss sagen, ich kann verstehen, dass hier und dort etwas gekürzt wurde. Mir waren manche Beschreibungen zu ausführlich und trivial. Da habe ich dann beim Lesen gemerkt, wie meine Gedanken bei solchen Stellen abgeschweift sind. Aber immerhin konnte ich so selbst entscheiden, was ich kürze bzw. weglasse. Deswegen würde ich auf jeden Fall die ungekürzte Version empfehlen.

    Nachdem Ende von Band 1 spielt die Handlung dieses Mal auch eine längere Zeit auch in Paris. Eine sehr aufregende und prunkvolle Zeit. Ich hatte gedacht, dass ich Schottland vermissen würde. Aber auch die Zeit in Paris war sehr interessant.  Der Anfang des Buches hätte mich wohl sehr geschockt, wenn ich die Serie davor nicht schon gesehen hätte. 

    Positiv
    * sehr emotional, manche Szenen habe mich stark berührt
    * Jamie, er ist ein wirklich toller Charakter. So liebenswürdig, aber nicht als zu lieb und gut gezeichnet, sodass es übertrieben wirkt. Vielleicht muss Claire einfach hinter so einem großartigen Mann zurückstecken.
    * Die Dialoge, oft mit viel trockenem Humor und Sarkasmus.
    * Die Beschreibungen der Zeit damals, es wirkte sehr realistisch.
    * Schottland und Paris als Kulisse
    * Die Beweggründe der Charaktere kamen im Vergleich zur Serie viel besser raus.  Nach dem Lesen des Buches konnte ich einiges besser verstehen.

    Negativ
    * Das Verhalten von Claire konnte ich zwar im Roman besser verstehen und ihr Charakter erschien mir um einiges sympathischer. Trotzdem habe ich mich manchmal über sie geärgert
    * Die Beschreibungen von Nebensächlichkeiten, besonders im Hinblick auf Stein Beschaffenheiten oder Tieren in der Natur zum Beispiel.

    Fazit:
    Wie auch in Band 2 hatte ich ein paar Kritikpunkte, aber trotzdem hatte ich großen Spaß beim Lesen und werde sogleich mit Band 3 starten. Denn die Saga macht süchtig und ich bin im Outlander Fieber.

    Kommentare: 1
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    DieBuchkolumnistins avatar
    Ich bin schon seit Beginn der Highland-Serie um Jamie Fraser und Claire Randall von Diana Gabaldon ein sehr großer Fan und habe gerade die ersten Bücher gleich mehrmals gelesen. Deswegen freue ich mich sehr über die kommende Verfilmung!

    "Die bereits länger in Arbeit befindliche Adaption der Buchreihe der Outlander-Saga von Autorin Diana Gabaldon hat nach einem Bericht von Deadline vom Sender Starz eine Serienbestellung erhalten. Dem Bericht zufolge kommt die Neuigkeit von der Buchautorin selbst, der die frohe Botschaft bei der Book Expo America 2013 herausgerutscht sei." Das ist bei den Serienjunies zu lesen! 


    Es wird ja dementsprechend noch ein paar Jahre dauern, bis wir die Serie tatsächlich zu sehen bekommen und erst recht in Deutschland - wenn überhaupt wahrscheinlich im PayTV, aber ich bin sehr gespannt und wenn es dann soweit ist, sollten wir auf jeden Fall nochmal die Reihe komplett hier zusammen lesen, oder? 

    Hier noch einmal die richtige Reihenfolge der Highland-Serie:
    1) "Feuer und Stein"
    2) "Die geliehene Zeit"
    3) "Ferne Ufer"
    4) "Der Ruf der Trommel"
    5) "Das flammende Kreuz"
    6) "Ein Hauch von Schnee und Asche"
    7) "Echo der Hoffnung"
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