Diana Kinnert

 4 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Die neue Einsamkeit, Für die Zukunft seh' ich schwarz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Diana Kinnert

Diana Kinnert, geboren 1991, ist eine deutsche Politikerin der CDU, selbstständige Unternehmerin sowie Beraterin und Publizistin. Sie studierte Politik-, Sozialwissenschaft und Philosophie. Auf Zuruf der Jo Cox Foundation beriet sie die britische Regierung bei der Einrichtung eines Ministeriums für den Kampf gegen die Einsamkeit. Sie ist Mitglied in der Bundeskommission zum Thema Gesellschaftlicher Zusammenhalt und berät neben diversen zivilgesellschaftlichen Einrichtungen auch mehrere Landesregierungen zum Thema Vereinzelung. 2017 erschien ihr Bestseller Für die Zukunft seh' ich schwarz.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Diana Kinnert

Cover des Buches Die neue Einsamkeit (ISBN: 9783455011074)

Die neue Einsamkeit

 (3)
Erschienen am 02.03.2021
Cover des Buches Für die Zukunft seh' ich schwarz (ISBN: 9783499632372)

Für die Zukunft seh' ich schwarz

 (3)
Erschienen am 19.05.2017
Cover des Buches Die neue Einsamkeit (ISBN: 9783455013184)

Die neue Einsamkeit

 (0)
Erscheint am 02.03.2022
Cover des Buches Das Zukunftsmanifest (ISBN: 9783644029910)

Das Zukunftsmanifest

 (0)
Erschienen am 01.06.2013
Cover des Buches Die neue Einsamkeit (ISBN: 9783869745770)

Die neue Einsamkeit

 (2)
Erschienen am 16.03.2021

Neue Rezensionen zu Diana Kinnert

Cover des Buches Die neue Einsamkeit (ISBN: 9783455011074)Nele33s avatar

Rezension zu "Die neue Einsamkeit" von Diana Kinnert

Wichtige Aussage
Nele33vor 7 Monaten

Mit "Die neue Einsamkeit" haben die beiden Autoren Diana Kinnert und Marc Bielefeld ein aufrüttelndes und wahrscheinlich sehr realistisches Buch geschrieben.

Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit, es gab eine funktionierende Nachbarschaft, in einer Strasse kannte jeder wirklich jeden, Wir Kinder wurden irgendwie gemeinschaftlich erzogen, für die "Alten" wurde selbstverständlich mit eingekauft etc. Dies hat sich verändert und verändert sich rasend schnell in die falsche Richtung. Die Einsamkeit macht vor keiner Generation halt und zieht sich konsequent in immer größeren Kreisen durch die gesamte Bevölkerung.
Im Buch werden die unterschiedlichen Ursachen dieser Einsamkeit beleuchtet ohne dabei nur auf den Einzelnen zu schauen, sondern auch die gesamtgesellschaftliche Verantwortung die verloren gegangen ist anzumahnen,
Gerade in den Zeiten von Corona manifestiert sich dieses Verhalten noch einmal doppelt.
Gleichzeitig liefern die Autoren auch umsetzbare Lösungsvorschläge die hoffentlich auch von den Politikern dieses Landes gelesen und angestossen werden.

Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich gut und liest sich schnell, die Aussage wird unterstrichen und regt auf jeden Fall zum Nachdenken über das eigene Verhalten an.

Kommentare: 1
1
Teilen
Cover des Buches Die neue Einsamkeit (ISBN: 9783455011074)Flaventuss avatar

Rezension zu "Die neue Einsamkeit" von Diana Kinnert

Nur bedingt überzeugend
Flaventusvor 8 Monaten

Angesichts der Covid-19-Pandemie wird ein Symptom unserer Gesellschaft massiv verstärkt: Die Einsamkeit der Menschen. Diana Kinnert geht zusammen mit dem Co-Autor Marc Bielefeld diesem Phänomen auf den Grund.

Anfangs befasst sich die Autorin sehr umfänglich mit dem Thema und beleuchtet es von vielen Seiten. Welche Arten von Einsamkeit gibt es, wie sehen verschiedene Wissenschaften und Disziplinen diese und welchen Stellenwert kann diese haben? Es ist nicht der Einsame gemeint, der die Einsamkeit freiwillig gewählt hat. Es ist der Einsame gemeint, der den Anschluss an die Gesellschaft verloren hat, der vereinzelt wurde – unfreiwillig aufgrund äußerer Umstände, wie auch immer diese aussehen, denn auch vor der Corona-Pandemie war Einsamkeit ein bekanntes Phänomen in unserer Gesellschaft.

In dieser Phase des Buchs kam in mir allerdings immer wieder der Gedanke auf, ob die Einsamkeit tatsächlich ein gesellschaftliches Problem darstellt oder ob es nicht vielmehr eine Randerscheinung ist. Oftmals spielt die Autorin nämlich nicht mit (niedrig klingenden) Prozenten, sondern mit den (mehr klingenden) Absolutzahlen.

Ist es anfangs noch sehr interessant den Gedankengängen zu folgen, driftet das Thema zusehend ab. Plötzlich wird die Jugend und deren Handynutzung (natürlich kritisch) thematisiert. Wie auch sonst, denn die Jugend wird immer nicht verstanden. Das ist schon per Definition so, seit Erwachsene sich darüber schriftlich ärgern können (das machten schon die Griechen und Römer und selbst von den Chinesen sind solche Aufzeichnungen bekannt).

Aber mehr und mehr gerät das eigentliche Thema (die Einsamkeit) aus dem Fokus der Autorin und sie verliert sich in den Auseinandersetzungen mit den digitalen Welten und deren Gefahren und Möglichkeiten. Sie erkennt zwar auch die Chancen und Möglichkeiten einer digitalisierten Welt, definiert diese aber mit einer gewissen Hass-Liebe.

Fazit

Irgendwie passt es kaum zusammen, dass viele Menschen in der derzeitigen Pandemie zu spüren bekommen, dass Deutschland viel zu schlecht digitalisiert ist, dieses bisschen an Digitalisierung dann aber Ursache für die Vereinsamung oder Vereinzelung von Teilen der Gesellschaft ist. Dieser Widerspruch ist kaum beachtet worden. Weniger ansprechend fand ich zudem, dass viel zu wenig auf das eigentliche Thema eingegangen wurde. Das, was mir aber gänzlich fehlte, sind die Wege aus dieser Einsamkeit. Viel zu abstrakt und politisch vernebelnd versinkt dieser Punkt zwischen irgendwelchen nichtssagenden Phrasen.

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Die neue Einsamkeit (ISBN: 9783455011074)S

Rezension zu "Die neue Einsamkeit" von Diana Kinnert

Vereinzelung als Erklärungsansatz für so viele gesellschaftliche Probleme
Sternenstaeubchenvor 8 Monaten

Es ist schon interessant: Erst kürzlich hieß es aus Regierungskreisen, man müsse im Zuge der Corona-Pandemie, den Maßnahmen und Folgen wegen die Familien besonders entlasten. Rasch drängte sich mir die Frage auf, ob das fair sei. Denn ja, Familien in kleinen Wohnungen, mit Home Office und Home zu „beschoolenden“ Kindern sind nicht gut dran. Aber sind nicht die vielen Single-Haushalte (und dazu gehören nicht nur urbane junge Menschen, sondern auch alte, denen einfach ihr Umfeld „weggestorben“ ist) noch viel schlechter dran, die nun ihr Umfeld kaum oder nicht mehr treffen können?

 

Nach Lektüre von Diana Kinnerts „Die neue Einsamkeit“ wird man sich diese Frage noch viel vehementer stellen – und evtl. auch zu einer anderen Bewertung der Dringlichkeit kommen, wo Regierungen vielleicht besser helfen sollten. Das Buch geht dem Thema der „Vereinzelung“ nach. Was auf den ersten Blick harmlos klingt (zu dicht gesäte Pflänzchen etwa vereinzelt man, damit sie genug Platz haben und mehr Platz ist doch gut …), ist es auf den zweiten Blick mitnichten: Denn es geht hier um eine Gesellschaft, in der man allenfalls noch sich selbst nah ist, kaum noch Bezugspersonen hat und gesellschaftliche Solidarität nichts weiter als eine Floskel ist. Und genau das lässt sich zurzeit in Reinkultur beobachten. Man erfährt, warum sich diese Entwicklung zum Problem auswächst, welche Formen der Einsamkeit es gibt und welche Folgen sie alles in allem nach sich zieht.

 

Zwar klingt das Thema zunächst trocken, doch das Buch liest sich erstaunlich flüssig. Man findet darin eine Gesellschaftsanalyse, die viele bittere Wahrheiten enthält und man muss es schon aushalten, dass die Autorin uns hier einen Spiegel vorhält: volle Altersheime, psychische Probleme, Schwinden der einst gelebten Werte und daraus resultierende Radikalisierung sind nur einige. Ein unbequemes, aber wichtiges Buch, dem man nur eine große Leserschaft wünschen kann …

Kommentieren0
0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 15 Bibliotheken

von 6 Lesern aktuell gelesen

Worüber schreibt Diana Kinnert?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks