Diana Marsden

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 (3)
Erschienen am 02.03.2016
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Ulrike_Berliks avatar

Rezension zu "Im Bann einer tollkühnen Lady" von Diana Marsden

Im Bann einer tollkühnen Lady - Rezension
Ulrike_Berlikvor 3 Monaten

Covergestaltung
Im Vordergrund ist eine Frau in einem pastell-gelben Kleid abgebildet. Im Hintergrund steht eine Burg, an deren einem Turm eine Uhr mit römischen Ziffern etwa 5 vor 12 hängt. Alles ist von weißen Wolken umwabert, die auch den blauen Himmel durchziehen. Romantisch und passend zum Buchinhalt.


Herausgeber
Der Cumedio-Verlag übernimmt als Vollverlag und Rechte-Inhaber die gesamte E-Buch-Gestaltung vom Cover über Lektorat bis hin zum Korrektorat.

Formal
Ich habe das E-Buch auf meinem Smartphone gelesen. Die Schrift lässt sich anpassen und ist gut leserlich.
Es sind trotz Korrektorat durch einen Vollverlag in dem E-Buch vom 02.03.2016 etliche Fehler, inhaltlich und formal (Rechtschreibung, Grammatik...). Bei 20 Fehlern habe ich aufgehört zu zählen.

Inhalt
Statt langsam in die Geschichte einzutauchen und Schicksalsstränge herauszuarbeiten, hat Diana Marsden sich widersprechende Aussagen langatmig zusammengefügt. Es wirkt auf mich, als ob alle Figuren traumatisiert sind, entsprechend sprunghaft auftreten.
Blut gefriert in den Adern, das Herz hört auf zu schlagen, Eheleute bezeichnen sich als Teufel, Esel, Scheusal, ein Herrenhaus wird zur Festung, Gruft und Trauerkapelle. Dabei werden aggressive Wortgefechte immer wieder durch endlos scheinende Gedanken an die Vergangenheit unterbrochen.
Eine Alternative dafür wäre ein Prolog gewesen. Die Testamentseröffnung, die einen Monat vor Beginn des Buches liegt, hätte Chancen geboten, die Vergangenheit aller Beteiligten aufzuarbeiten.

Wir erfahren
Major Edward Barclay ist mindestens zehn Jahre lang ein Spieler und Säufer gewesen („Trotz Vaters Spiel- und Trunksucht hatte Grace sich nach Mutters Tod vor über zehn Jahren an ihn geklammert...“ Pos. 25). Die letzten Monate vor seinem Tod ist er sogar „zu einem abscheulichen Menschen geworden“ (Pos. 26). Gleichzeitig wird er als ein Kriegsheld in der Schlacht bei Waterloo (18.06.1815) genannt, wo er ums Leben kommt, während er der Kommandant der Artillerie gewesen ist (Pos. 94).

Olivia Barclay fühlt sich einsam, da ihr Mann monatelang in der Armee dient (Pos, 2224). Sie stirbt bei einem tragischen Unfall, als Grace 15 Jahre alt ist und Jeremy 18 Jahre.

Jeremy Barclay, 28 Jahre, ist drei Jahre älter als Grace (Pos. 67). Er verfällt wie sein Vater der Spielsucht (Pos.20) und taucht unter.

Grace Barclay, 25 Jahre, ist als Bürgerliche aufgewachsen (Pos. 1969). Sie verehrt sowohl ihren Vater als auch ihren drei Jahre älteren Bruder wie einen Gott (Pos. 27 und Pos. 1856), obwohl sie nie das beste Verhältnis zu ihrem Bruder hat (Pos. 67). Ihre Augenfarbe wechselt von blau zu braun und wieder blau, ganz ohne Kontaktlinsen...
Grace will dem Adels-Bild der wohlerzogenen Gemahlin nicht entsprechen („Es wurde bereits sage und schreibe zwölf Mal über die unkonventionelle, unbelehrbare Grace Barclay geschrieben worden.“ Pos. 144 - Das Zitat ist wörtlich übernommen, auch mit dem Grammatikfehler: 'wurde geschrieben worden'.).
Einen Monat, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Bruder und sie mittellos sind, plant sie das Anwesen in der Stadt zu verkaufen, um damit die Spielschulden des Vaters zu begleichen.

Die Familie Barclay ist als Neureiche anfangs von der Londoner Oberschicht geschnitten worden (Pos. 57). Jahrelang dauert es, bis die Familie von der feinen Gesellschaft akzeptiert wird (Pos. 56).
Bei Graces Debüt ist die Familie noch nicht geschnitten worden (Pos. 497).
Wodurch und wann die Familie neureich geworden ist und Zugang zur Oberschicht erhalten hat, habe ich nicht herausfinden können.

Lord Nathan Raybourne, aktuell 29 Jahre, hat mit 22 Jahren zum ersten Mal geheiratet und ist sechs Monate später Witwer (Pos. 441). Sieben Jahre später verspricht er dem sterbenden Major Barclay dessen Tochter Grace zu heiraten. Mit Kriegsverletzungen kehrt er aus der Schlacht vor Waterloo zurück, ist nun Earl of Basingstoke. Er zieht sich vor der Welt zurück und weigert sich sein Heiratsversprechen einzulösen.

Der Vater von Nathan stirbt wenige Wochen vor Beginn des Romans an einer schweren Krankheit.

Die Mutter und Schwester von Nathan haben nach dem Tod des alten Earl das Herrenhaus verlassen und leben auf einem kleinen Landgut nördlich von London. Sie wissen nicht, dass der Sohn und Bruder lebend aus dem Krieg zurückgekehrt ist (Pos. 516).

Mister Thomas Howard ist Anwalt der Familie Barclay und der Familie des Earl of Basingstoke. Gleichzeitig ist er ein alter Freund von Edmund Barclay und Nathan Raybourne. Thomas Howard hat Anteil am Leben der bürgerlichen Grace, bis deren Mutter den Kontakt verbietet. Er sieht Grace erstmalig bei der Testamentseröffnung des Majors wieder, um ihrem Bruder und ihr mitzuteilen, dass sie verschuldet sind und mittellos. Einen Monat später teilt er Grace mit, dass Lord Nathan Raybourne ihrem Vater versprochen hat sie zu heiraten.

Neben diesen Handlungssträngen gibt es noch eine Freundin von Grace, Celeste, die Dienstboten und im letzten Drittel kommt ein weiterer Handlungsstrang mit Jeremy und einem Lord Huntington hinzu, der einen frischen Spannungsbogen erzeugt.

Es sind tatsächlich Entwicklungen zu erkennen. So werden aus vorlauten, aufdringlichen, unhöflichen Dienstboten im Laufe der Geschichte höfliche, zurückhaltende Diener, wie man es in einem Herrenhaus erwartet. Aus herumschimpfenden, ungehobelten Adligen werden fröhliche, ausgeglichene Personen. Wären da nicht zu viele Widersprüche und unsinnige Kämpfe zwischen einem Ehepaar – er will sie vertreiben, indem er sie erotisch hofiert, sie will ihm zwar die ehelichen Rechte gewähren aber keinesfalls erotische Gefühle verspüren – hätte der Roman vielversprechend und unterhaltsam sein können. Es gab einige gelungene Szenen, bei denen ich lachen konnte oder mitgefiebert habe.

Historisch betrachtet
Eine Frau konnte 1815 nicht erben, sie musste sich den männlichen Familienmitgliedern unterstellen, jeglicher Besitz und Titel fiel an den männlichen Erben.
Nur adlige Mädchen debüttierten mit 18 Jahren bei Hof, was ein großartiges gesellschaftliches Ereignis war.
In den Rang eines Offiziers gelangte nur ein gebildeter Gentleman, Bürgerliche waren so gut wie ausgeschlossen, sie konnten nur als einfache Soldaten dienen.
Dass der bürgerliche Mister Barclay in der Artillerie als Offizier (Major) dient, hätte einer besonderen Erklärung bedurft.
Als Bürgerliche hätte Grace nie debüttieren können. Auch hier fehlt eine Erklärung. Warum wird ihre Familie in der Oberschicht geschnitten? Wieso wird oft in der Zeitung über Grace berichtet, obwohl sie eine unscheinbare Bürgerliche ist? Wer hat ihr Debüt arrangiert? Wieso konnte der Bruder als reicher Sohn keine verarmte Adlige heiraten?

Fazit
Würde das Buch nochmal einem Korrektorat unterzogen werden und die Chronologie überarbeitet, ist es empfehlenswert. So aber reichen die wenigen gelungenen Szenen meiner Meinung nach nicht für einen Kauf.

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