Diana Rautenberg Real Life

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Inhaltsangabe zu „Real Life“ von Diana Rautenberg

Hi, mein Name ist Jojo und mein Motto lautet: Life sucks! Ich bin ein Freak, weiblicher Nerd und Internetjunkie, mit einer Million gestörter Persönlichkeits-Facetten und 'Alienstrichcode' auf den Unterarmen. Mein Therapeut erzählt mir ständig irgendetwas von Integration und sozialer Kompetenz. Aber – ganz ehrlich – ich will das nicht. Ich wähle den Real-Life-Exit, entscheide mich aus tiefster Überzeugung gegen Therapie und Anpassung, und gehe lieber Leveln. Deshalb lautet mein Name von nun an: [Jorden].

Fordert dem Leser einiges ab. Schreibstil und sprunghafte, gedankliche Einschübe. Aber in Summe eine aufwühlende und einfühlsame Geschichte!

— Feanor

Jojo ist wirklich ein schwieriger Charakter, trotzdem wächst sie einem ans Herz. Auch als nicht-Zocker ein sehr interessantes Buch!

— Linsenliebe

interessante Geschichte über ein junges Paar, das sich immer mehr in der Welt eines Online-Rollenspiels verliert

— irismaria

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  • Überraschend und erschreckend zugleich

    Real Life

    Feanor

    16. September 2017 um 16:24

    Nach den ersten 50 Seiten ist man geneigt, das Buch zur Seite zu legen. Der Schreibstil reduziert sich auf die Wiedergabe eines Chat-Verlaufes, was auf Dauer mühsam wirkt. Die Handlung schreitet auch nicht wirklich voran. ABER: aufhören wäre ein Fehler!! Mit Fortdauer des Romans rücken immer mehr psychologische und emotionale Hintergründe der Hauptperson Jojo in den Vordergrund. Subtil beginnt sich die Katasthrophe abzuzeichnen, dennoch ist man am Schluss überrascht. Zusammenfassend: ein bemerkenswerter Roman der Autorin, der dem Leser einiges abverlangt. Dies bezieht sich nicht nur auf die Komplexität der Krankheit, die erst nach und nach ersichtlich wird, sondern vor allem auf den Schreibstil, die sprunghaften gedanklichen Einschübe und den Hauptfokus auf das Computerspiel. Aber am Ende wird man mit einer unglaublich einfühlsamen Geschichte belohnt. Den 2. und letzten Teil zu lesen war für mich ein Muss! Vielen Dank dafür!

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  • Eine interessante Geschichte über einen schwierigen Menschen, der sich durch spielen Luft macht

    Real Life

    Linsenliebe

    25. November 2014 um 11:14

    Jojo lebt ziemlich zurückgezogen mit ihrem Mann Toby zusammen und hat sehr wenige soziale Kontakte. Dies ist aber durchaus von ihr so erwünscht wie man schnell durch ein liebloses Telefonat mit einer Freundin merkt. Sie ist gerne alleine und kann mit anderen Menschen nicht viel anfangen. Umso erstaunlicher ist es, dass sie sehr schnell Gefallen daran findet, mit Toby zusammen ein Online-Rollenspiel anzufangen, bei dem Toby die Spielfigur führt und Jojo mit anderen Spielern chattet. Schnell werden Freundschaften geschlossen und die beiden vergessen die Zeit vollkommen. Tag und Nacht wird nur noch gezockt und alles um die beiden herum gerät völlig in Vergessenheit. Der einzige "reale" Kontakt zu einem Menschen besteht für Jojo in spärlichen Besuchen bei ihrem Psychologen. Der ist auch dringend nötig denn Jojo hat massive Probleme mit sich selbst und dem Umgang mit anderen Menschen.   Dadurch, dass Jojo sich immer mehr in die Spiele-Welt verkriecht, werden ihre Probleme jedoch nicht weniger, ganz im Gegenteil. Als sie sich dann auch noch in einen ihrer Mitspieler verliebt kommen auch noch Probleme mit ihrem Mann Toby dazu und das Elend nimmt seinen Lauf. Jojo ist ein ziemlich schwieriger Charakter und schwer zu durchschauen. Sie kommt überhaupt nicht mit ihren Mitmenschen zurecht und auch mit Toby hat sie massive Auseinandersetzungen, die oft handgreiflich enden. Mir war es während des Lesens oft ein Rätsel, wieso er überhaupt mit ihr zusammen ist. Sie bricht Toby fast die Nase und trotzdem hält er zu ihr. Ihm wird es erst zu viel als Jojo offensichtlich irgendeine Art von Gefühlen für einen Mitspieler entwickelt.  "Die sind bestimmt alle verklemmt. Man kennt diese Leute ja."  "Hm?" "Na, Computerfreaks. Nerds, Loser, Streber. Kiddies mit Hornbrille, blassem Gesicht, Pickeln und sich bei Lara Croft einen runterholen." - Seite 11  Man sah die Menschen nicht, mit denen man täglich chattete oder interagierte, und trotzdem lernte man jemanden kennen. - Seite 46 Ich bin ja überhaupt nicht bewandert was Computerspiele angeht und meine Zocker-Karriere beschränkt sich auf Pokemon, Die Sims und Siedler 2, worüber echte Zocker ja nur lachen können. Dennoch habe ich eigentlich alles in "Real Life" verstanden, auch wenn einiges neu für mich war. Manchmal hat es sich etwas gezogen, das muss ich zugeben. Ich denke mal dass es für Freunde von Online-Spielen in den Teilen, die sich für mich gezogen haben, doch noch etwas interessanter ist. Ich will es mal so erklären: Jeder Mensch hat eine Grundpersönlichkeit. Die, die er immer trägt. Wenn wir bei Freunden, in der Schule, im Büro oder beim Einkaufen sind, verändern wir uns. [...] Anders als bei mir. Das Kostüm Johanna gibt es nicht. Ich habe keine Basis. Ich habe nur Rollen. - Seite 285 Wo andere Menschen auf ihr Neugeborenes blicken und vor Freude strahlen, bekam ich diesen Gesichtsausdruck bei Büchern. Hinter jedem Buchrücken eine andere Geschichte, ein weiteres Abenteuer, eine neue Chance. - Seite 15 Was ich allerdings sehr interessant fand war die Interaktion zwischen Jojo und den anderen Spielern und darum geht es ja hauptsächlich in "Real Life". Sie verändert sich sehr durch dieses Spiel und auch die Ehe mit Toby wird auf die Probe gestellt.  Klammheimlich löste das virtuelle das Real Life-Weltgeschehen ab. Was interessieren mich die Leute in Mosambik? Dort kannte ich kein Schwein. - Seite 56 Ich hatte meine Wahl getroffen. Ich entschied mich, von nun an in einer virtuellen Welt zu leben. Ich war frei von weltlichen Zwängen. [...] Ich war lebensbejahend. Na gut, fast. Auf einer Skala von eins bis zehn, war ich auf sechs Komma vier. Für meine Verhältnisse: sehr gut. - Seite 76 Das Ende ist sehr krass, finde ich. Zum Glück gibt es einen zweiten Teil, diesen habe ich aber bisher noch nicht gelesen.  Wir waren wie Nitroglyzerin: schnell entzündbar und mit enormer Zerstörungskraft. - Seite 313 "Es ist nicht fair, mich für Dinge zusammenzuscheißen, die ewig zurückliegen." "Ewig? Lol!" "Red`nicht mit mir, als wäre ich ein Chat! Ich bin deine Frau. Willkommen im Real Life!" - Seite 322 Und was waren das auf einmal für neue Töne: Ich mag Dany. Seit wann mögen wir andere Menschen? - Seite 333 Sehr gut gefallen hat mir der Schreibstil, denn dieser besteht hauptsächlich aus Chat-Dialogen und ist deswegen sehr kurzweilig.  Jojo pur und auf Ex war einfach zu viel. Ab einem bestimmten Grad war ich für normale Menschen ungesund und hochgradig giftig. - Seite 416 Obwohl ich mit dem Zocken an sich nicht viel anfangen kann habe ich mich amüsiert bei "Real Life". Es ist aber ziemlich speziell und ich kann mir vorstellen, dass viele Nicht-Zocker damit nichts anfangen können. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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