Diane Ackerman

 3.9 Sterne bei 28 Bewertungen
Autor von Die Frau des Zoodirektors, Die Frau des Zoodirektors und weiteren Büchern.

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Diane AckermanDie Frau des Zoodirektors
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Die Frau des Zoodirektors
Die Frau des Zoodirektors
 (19)
Erschienen am 31.10.2016
Diane AckermanDie Frau des Zoodirektors: Eine Geschichte aus dem Krieg
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Die Frau des Zoodirektors: Eine Geschichte aus dem Krieg
Diane AckermanDie Frau des Zoodirektors
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Die Frau des Zoodirektors
Die Frau des Zoodirektors
 (5)
Erschienen am 31.10.2016
Diane AckermanA Natural History of the Senses
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A Natural History of the Senses
A Natural History of the Senses
 (1)
Erschienen am 01.09.1991
Diane AckermanDie Seele meines Gartens
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Die Seele meines Gartens
Diane AckermanThe Moon by Whale Light
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The Moon by Whale Light
The Moon by Whale Light
 (0)
Erschienen am 01.10.1992
Diane AckermanA Natural History of Love
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A Natural History of Love
A Natural History of Love
 (0)
Erschienen am 01.04.1995
Diane AckermanMonk Seal Hideaway
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Monk Seal Hideaway
Monk Seal Hideaway
 (0)
Erschienen am 01.04.1995

Neue Rezensionen zu Diane Ackerman

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monerls avatar

Rezension zu "Die Frau des Zoodirektors: Eine Geschichte aus dem Krieg" von Diane Ackerman

Ein Sachbuch in Romanform
monerlvor 4 Monaten

Meine Meinung
Es hat sehr, sehr lange gedauert, doch ich hab es geschafft, dieses Buch zu beenden. Meine Kritik diesmal gleich zu Beginn, da dieser Punkt mein eigentliches und einziges Problem mit dem Buch darstellt: Das Genre. Die Autorin konnte sich nicht so richtig entscheiden, ob sie einen Roman auf wahren Begebenheiten erzählen möchte, oder ob sie ein Sachbuch schreiben soll. Herausgekommen ist für mich ein Sachbuch in Romanform, das mir persönlich nicht so gut lag.

Der Schreibstil ist sehr sachlich, die meiste Zeit informativ aber auch sehr distanziert. Die Autorin nimmt Bezug auf viele Quellen und auch Tagebücher von Antonina Żabiński. Dabei schreibt Diane Ackerman sehr ausufernd. Am Anfang verliert sie sich m.M.n. in unnötigen Beschreibungen der Tieraufzucht. Seitenweise wird der*die Leser*in über den Zoo und seine Tiere aufgeklärt. Bis sie zum Kernpunkt der Geschichte kam, hatte ich das erste Mal schon die Lust auf das Buch verloren. Ich erwartete eine Leidensgeschichte einer Familie im 2. Weltkrieg, die unter schlilmmsten Umständen trotzdem den Mut hatte, sich gegen das Belagerungsregime der Nazis in Warschau / Polen zu stellen und Juden zu helfen. Das bekam ich auch, aber erst musste ich mich durch viele wissenschaftliche Beschreibungen und Erklärungen quälen.

Jan Żabiński riskierte ständig sein Leben und schmuggelte Juden aus dem Warschauer Ghetto und brachte sie in den Zoo. Antonina, seine Frau, und auch sein Sohn kümmerten sich dann in der Villa um sie. Sie versteckten die Geflohenen und gaben ihnen eine Art Zuhause und Gemeinschaftsgefühl. Und das alles unter der Beobachtung und Besetzung des Zoos, über Jahre hinweg. Mit ihrem großen Einfallsreichtum gelang es ihnen auf diese Art und Weise ca. 300 Menschen das Leben zu retten!

    “Retter schienen enscheidungsfreudig zu sein, konnten schnell denken, waren risikofreudig, unabhängig, abenteuerlustig, offenherzig, rebellisch und ungewöhnlich flexibel – imstande, Pläne schnell zu ändern, Gewohnheiten abzulegen und eingeschliffene Routinen von einem Moment zum anderen zu verändern. Sie  neigen dazu, unangepasst zu sein, und obwohl viele Retter bereit waren, für ihre Prinzipien zu sterben, betrachteten sie sich nicht als heldenhaft.” (eBook, S. 351)

Es ist unglaublich, was diese Familie und ihre Helfer geleistet haben! Und ich ertappe mich bei dem Gedanken und dem Wunsch, falls es je wieder nötig wäre, Menschen vor der Regierung und anderen Menschen (be)schützen zu müssen, den Mut zu haben und es den Żabińskis nachmachen zu können.

“Die Frau des Zoodirektors” ist ein sehr lesenswertes Buch! Es zeigt einen Ausschnitt der Gräueltaten des Krieges, wie sie sich im Nachbarland Polen zugetragen haben. Oftmals liest man Bücher über den 2. WK, doch meistens spielen sie in Deutschland. Für mich war dieses Buch deshalb ein interessanter Perspektivenwechsel.

Zum Hörbuch
Da ich mit dem Buch eine sehr lange Zeit pausiert habe, suchte ich die Motivation, um weiter zu machen, im Hörbuch. Das Hörbuch ist gekürzt und von Bibiana Beglau eingesprochen. Ihre Stimme und Lesart brachte mir den Spaß am Buch zurück. Die Sanftheit, mit der die Sprecherin das Buch las, brachte mir den Romancharakter zurück. So hörte ich das Buch und las parallel mit. Immer, wenn Textpassagen im Hörbuch ausgelassen wurden, machte ich stopp und las diese erst und machte dann wieder weiter mit dem Hörbuch.

Dies ermöglicht mir nun auch sehr gut den Vergleich zwischen Buch und Hörbuch. Abschließend kann ich deshalb sagen, dass, wenn man sich lediglich auf den Kern der Geschichte konzentrieren möchte, das Hörbuch zu bevorzugen ist. Im Hörbuch sind die Längen und die Ausführungen, die mich nicht so sehr interessierten, gekonnt herausgekürzt worden.

Fazit
Ein sehr interessantes Buch über eine faszinierende Familie, die ihr Leben für hilfsbedürftige Menschen auf Spiel gesetzt hat und sich selbst und den eigenen Werten treu geblieben ist. Ein Buch, das ganz deutlich aufzeigt, dass so etwas nie mehr wieder passieren darf und was es bedeutet, wenn die Meschlichkeit verloren geht.

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L

Rezension zu "Die Frau des Zoodirektors" von Diane Ackerman

Unglaubliche wahre Geschichte!
Liisaaa_thvor 5 Monaten

Cover: Simpel und einfach und doch passt es perfekt zu der Geschichte.

Schreibstil: Den empfna dich als sehr angenehm und gut gewählt für diese Geschichte. Man kam sehr gut voran und die Beschreibungen rund um das Thema waren treffend und ausreichend.

Meinung: Tatsächlcih hätte ich nicht gedacht das mich das Buch so sehr aufwühlt und mich zum weinen bringt wie es das letzten Endes tat. Es ist eine schöne Geschichte mit ganz viel Herz und Liebe. Doch in ihr steckt noch mehr Grausamkeit, krieg und Hass drin als ich geahnt hatte, dabei geht es "nur" um einen Zoo und dessen überleben im 2. Weltkrieg.
Ich tu mich immer schwer mit Büchern um diese Zeit und dieses Buch hat mir mal wieder vor Augen geführt wieso.
Mir fehlt einfach das Verständnis dafür was Menschen anderen menschen und in diesem Fall Tieren antun können. Wie skrupellos und Gewissenlos manche Handeln und die Augen vor dem Leid verschließen.
Es wird ungeschönt gezeigt wie sich der Krieg auf den Zoo auswirkt. Tiere werden wahllos getötet, da sie als zu gefährlich gelten oder den Winter sowieso nicht überleben würde. Kinder werden vergewaltigt und Menschen auf offener Straße erschossen. Nichts für schwache Nerven.
Was mich allerdings berührt hat, war die Tatsache, dass die Familie über all dem steht und ihr bestes gibt diesen menshcen zu helfen. Sie holen sie aus dem gehtto raus, vertsecken sie im Zoo, besorgen ihnen neue Identitäten und schmuggeln sie raus.

Alles nach einer wahren Begebenheit konnten sie so 300 Menschen retten.
Unfassbar.

Schnell war klar das ich unbeidngten diesen Zoo noch dieses Jahr besuchen muss,denn dieser steht immer noch. Wiederaufgebaut und neu belebt.

Fazit: EIn buch das bewegt, ein Buch das Tränen fließen lässt, aber auch ein Buch das so viel bedeutet.

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Igelmanu66s avatar

Rezension zu "Die Frau des Zoodirektors" von Diane Ackerman

Helden, die man kennenlernen sollte
Igelmanu66vor einem Jahr

Während seines ersten Monats im Amt erklärte Generalgouverneur Frank, dass »jeder Jude, der den Bezirk verlässt, der ihm zugewiesen ist«, mit dem Tode bestraft wird, ebenso »Menschen, die solchen Juden Verstecke ermöglichen … Hintermänner und Helfer werden ebenso bestraft wie die Täter; jeder absichtliche Versuch wird ebenso bestraft wie das eigentliche Vergehen.«

 

Warschau im 2. Weltkrieg. Die jüdische Bevölkerung wurde im Ghetto zusammengepfercht, die Nazis überziehen die gesamte Stadt mit ihrem Schrecken. Trotz eigener Notlage und drohender Gefahr gab es Menschen, die ihr Leben riskierten, um den jüdischen Mitmenschen zu helfen. Zwei von ihnen waren Jan und Antonina Zabinski, ein Zoodirektor und seine Frau, sie retteten mehr als 300 Juden das Leben. Dieses Buch erzählt ihre wahre Geschichte.

 

Als ich dieses Buch entdeckte, war ich gleich fasziniert. Menschen, die in einem Zoo versteckt wurden, Helden, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte. Da musste ich Genaueres erfahren!

 

Zu Beginn des Buchs ist für Jan und Antonina die Welt eigentlich noch in Ordnung. Es ist 1935 und die beiden sind glücklich mit ihrem Zoo, sind Tiermenschen, die ihren Tagesablauf komplett ihren Schützlingen angepasst haben. Antonina ist praktisch ständig damit beschäftigt, mutterlose Tierbabys aufzuziehen, egal ob Dachs, Rehkitz, kleine Luchse, Löwenbabys, Wolfswelpen, Adlerküken oder Affenbabys. Sie hat ein tiefes Gespür für jedes Tier, erfasst intuitiv dessen Ängste und Empfindungen. Der Leser weiß natürlich, dass diese Idylle keinen Bestand haben wird. Der aufziehende Krieg ändert alles. Jan schließt sich einer Untergrundbewegung an, wird aktiv im Widerstand und ist nur noch selten zuhause. Und wenn er kommt, hat er nicht selten einen Menschen dabei, dem er zuvor bei der Flucht aus dem Ghetto geholfen hat…

 

Eine wirklich spannende Geschichte wird hier erzählt. Besonders wichtig war für mich, dass es eine wahre Geschichte ist. Die mutige Aktion von Jan und Antonina hat mich schwer beeindruckt, allerdings wird auch immer wieder betont, dass die von ihnen durchgeführten Rettungsaktionen keine Einzelleistung waren, sondern erst durch Zusammenarbeit des gesamten Widerstands möglich wurden. In diesem Zusammenhang habe ich höchst interessante Dinge erfahren, zum Beispiel welche Wege es gab, Flüchtlinge aus dem Warschauer Ghetto zu schmuggeln. Oder dass ein Flüchtling mindestens ein halbes Dutzend verschiedener Papiere brauchte und im Schnitt siebeneinhalb Mal sein Versteck wechselte. Das Verstecken eines Menschen war sehr gefährlich, trotzdem riskierten zwischen 70.000 und 90.000 Bewohner in und um Warschau ihr Leben, um Nachbarn zur Flucht zu verhelfen. Zwei davon waren die Zabinskis.

 

Ihr Heim wird bald „Das Haus unter dem verrückten Stern“ genannt. Diesen Namen verdankt es der exzentrischen Mischung von Menschen und Tieren, die dort zusammenkam. Mittendrin Antonina, die alles organisiert, sich um alle kümmert und es sogar schafft, für Ablenkung zu sorgen. Ihr ungewöhnliches Einfühlungsvermögen funktioniert nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Menschen. Mehrfach schafft sie es so, gefährliche Situationen zu entschärfen.

 

Der Bericht berührt und fesselt. Neben allem anderen sorgt sich Antonina auch um ihren kleinen Sohn, der inmitten des ganzen Wahnsinns aufwächst, nicht nur mit Angst und Not klarkommen muss, sondern auch mit dem Wissen, dass er über die Aktivitäten der Eltern zu niemandem ein Wort sagen darf, sie durch keine unbedachte Handlung verraten darf. Eine schwere Bürde für ein Kind! Antonina versucht ihm zu helfen, indem sie ihm aufträgt, sich um die Tiere im Haus zu kümmern. An sich eine schöne Ablenkung, aber leider muss der kleine Kerl erfahren, wie eins nach dem anderen nahezu alle seine tierischen Freunde zu Tode kommen. Spätestens an diesen Stellen schnürt sich dem tierlieben Leser der Hals zu. Schon die Kapitel zuvor waren schwer erträglich. Natürlich belastet in erster Linie die Ermordung vieler, vieler Menschen, doch der Tod der Tiere ist ebenfalls grausam. Da laufen beispielsweise Nazis durch den Zoo und „jagen“ zum Vergnügen die Tiere in ihren Gehegen.

 

Der Stil ist recht nüchtern, was dem Sachbuchcharakter des Buchs entspricht. Das muss man wissen, denn wer einen Roman erwartet, wird sich womöglich daran stören. Für mich war es völlig in Ordnung, ich hätte mir nur an einigen Stellen gewünscht, dass die Autorin nicht so abschweift. Immer wieder führt sie neue Personen ein, manchmal Retter, manchmal Opfer oder Flüchtige, manchmal Täter. Und erzählt dann so einiges über diese Personen, für mein Empfinden etwas zu viel und für die Handlung nicht notwendig. Hingegen hätte ich gerne gelesen, wie es Antonina nach dem Krieg weiter ergangen ist, aber dazu wurde leider kaum etwas gesagt.

 

Fazit: Ein Buch über Helden, die man kennenlernen sollte. Schwer erträgliche Lektüre, trotzdem wundervoll zu lesen, wie mutig Menschen für andere eintreten können. Das macht Hoffnung!

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