Diane Broeckhoven

 4.1 Sterne bei 273 Bewertungen
Autorin von Ein Tag mit Herrn Jules, Einmal Kind, immer Kind und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Diane Broeckhoven

Diane Broeckhoven, 1946 in Antwerpen geboren, lebt nach dreißig Jahren in den Niederlanden wieder in ihrer Geburtsstadt. Sie hat rund zwanzig Jugendbücher veröffentlicht, für die sie mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet wurde.

Alle Bücher von Diane Broeckhoven

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Diane BroeckhovenEin Tag mit Herrn Jules
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Ein Tag mit Herrn Jules
Ein Tag mit Herrn Jules
 (172)
Erschienen am 02.10.2006
Diane BroeckhovenEinmal Kind, immer Kind
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Einmal Kind, immer Kind
Einmal Kind, immer Kind
 (29)
Erschienen am 01.02.2007
Diane BroeckhovenEine Reise mit Alice
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Eine Reise mit Alice
Eine Reise mit Alice
 (28)
Erschienen am 01.09.2008
Diane BroeckhovenKreuzweg
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Kreuzweg
Kreuzweg
 (16)
Erschienen am 23.08.2012
Diane BroeckhovenHerrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück
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Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück
Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück
 (10)
Erschienen am 22.07.2008
Diane BroeckhovenWas ich noch weiß
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Was ich noch weiß
Was ich noch weiß
 (4)
Erschienen am 19.09.2016
Diane BroeckhovenEin Tag mit Herrn Jules
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Ein Tag mit Herrn Jules
Ein Tag mit Herrn Jules
 (9)
Erschienen am 10.03.2009
Diane BroeckhovenHerrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück
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Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück

Neue Rezensionen zu Diane Broeckhoven

Neu
W

Rezension zu "Was ich noch weiß" von Diane Broeckhoven

Sehr warmherzig erzählt
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Ihre Bücher „Ein Tag mit Herrn Jules“ (2006), „Eine Reise mit Alice“ (2008), Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück“ (2008) und insbesondere das theologisch schwergewichtige Buch „Kreuzweg“ (2012) habe ich jeweils mit großer innerer Anteilnahme gelesen. Diane Broeckhovens kurze, aber mit viel Herzenswärme und Einfühlungsvermögen geschriebene Romane machen mit einer nüchternen und einfachen Sprache die verschlungene und reiche Innenwelt ihrer jeweiligen Protagonisten auf eine selten gelesene Weise lebendig.

So ist es auch in ihrem neuen Buch. In „Was ich noch weiß“ erzählt Diane Broeckhoven von einem komplizierten Mutter-Sohn-Verhältnis, von Liebe und Abwendung, von Vertrauen und Verrat und von der Möglichkeit der Versöhnung mit dem, was gewesen ist.

Als die Hausfrau und Mutter von drei Kindern Manon eines Tages von ihrem Mann verlassen wird, der eine jüngere Frau kennengelernt und mit ihr noch ein Kind gezeugt hat, ist sie über Nacht auf sich allein gestellt. Von 1987 bis zum Jahr 2009 erzählen Manon und ihr Sohn Peter die lange und schwierige Geschichte ihrer Beziehung. Als Peter mit seinem Opa, der nur PP genannt wird, bei einem Urlaub in der Toskana, zu dem ihn sein Großvater eingeladen hat, das Verhalten des alten Mannes auffällig findet, offenbart sich ihm kurz nach der Heimkehr die Aufklärung: seine Mutter Manon hatte mit PP nach dem Tod der Schwiegermutter einer kurze Affäre.
Voller Entrüstung zieht der junge Peter aus und geht zu seinem Vater, ohne dass er seiner Mutter die Möglichkeit gegeben hätte, ihr Verhalten zu erklären.

Lange Jahre später, Peter will gerade mit seiner Frau nach Japan gehen, erleidet Manon einen Schlaganfall und Peter legt seine Auslandspläne zunächst auf Eis, um seiner Mutter beizustehen. Die wiederum kann mit der Pflege und dem Beistand ihrer Kinder und ihres früheren Ehemanns, den seine junge Frau verlassen hat, langsam genesen und beginnt „was ich noch weiß“ aufzuschreiben. Und schlussendlich findet sie auch ihren roten Ohrensessel wieder, den Peter nach ihrem Schlaganfall verkauft hatte, als er Manons Haushalt auflöste.

Sehr warmherzig erzählt, ist Diane Broeckhovens neues Buch ein erneutes Zeugnis von der Fähigkeit von Menschen, zu lieben und immer wieder neu miteinander anzufangen.


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BuecherKaterTees avatar

Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

Ein (letzter) Tag...
BuecherKaterTeevor 2 Jahren


Ein (letzter) Tag...,

Alice war mit Jules fast ihr ganzes Erwachsenenleben verheiratet. Die beiden haben über die Jahre Rituale des Zusammen - Lebens entwickelt und sich ihre Lebenswirklichkeiten geschaffen. Als Alice morgens in die Küche an den von Jules vorbereiteten Frühstückstisch kommt, merkt sie erst nach und nach, dass sich ihr Leben unwiederbringlich verändert hat:

Sie findet Jules tot auf dem Sofa.

Andere Menschen würden nun vermutlich in Schockstarre oder Aktionismus verfallen, weinend zu Boden sinken, oder den Notarzt rufen - Alice macht es anders.

Sie verabschiedet sich von Jules, sie  lässt im einseitigen Gespräch mit Jules gemeinsame, prägende Erlebnisse Revue passieren. Sie spricht Erlebnisse an, die sie mit Jules nie besprechen konnte, sie befreit sich und Jules aus Zwängen, die beide sich mit der Zeit auferlegt haben. Und sie freut sich über eine glückliche Zeit mit Jules. Fast beiläufig, aber doch intensiv ermöglicht Alice es David, ihrem Nachbarsjungen mit autistischen Zügen, sich in einer letzten Partie Schach ebenfalls von Jules zu verabschieden.

Alice nutzt diesen letzten Tag dazu mit Jules ganz persönlichen Abschied nehmen und dankbar auf das gemeinsame Leben zurückzublicken. Alice kann sich von Jules verabschieden, auch indem sie über die nicht so schönen Erlebnisse mit ihm spricht.


Diane Broeckhoven hat eine kurze, kompakte Geschichte über den Umgang mit dem Tod und den Abschied geschrieben, die in der heutigen Zeit vielleicht skurril oder schrullig wirkt. Sie gibt mit dieser Geschichte aber auch ein Beispiel für einen guten Abschied.

Ein schönes Buch zum Nachdenken und -fühlen. Vielen Dank für die Leihgabe.



Diane Broeckhoven

Ein Tag mit Herrn Jules

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Barbara62s avatar

Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

Ein anderes Abschiednehmen
Barbara62vor 3 Jahren

Alice und Jules waren über 50 Jahre verheiratet. Seit sie beide in Rente sind, ist das gemeinsame Frühstück ein Ritual: Jules bereitet es zu, Alice darf liegen bleiben und wird vom Kaffeeduft geweckt. Doch an einem Morgen ist alles anders: Zwar ist der Tisch liebevoll gedeckt und es duftet wie immer, aber Jules sitzt tot in seinem Sessel.

Blitzschnell wägt Alice ihre Alternativen ab: Wenn sie ihren Sohn oder das Beerdigungsinstitut anruft, wird Jules ihr genommen und eine Maschinerie läuft an. Und so beschließt sie, sich einen Tag Zeit für den Abschied zu nehmen, letzte „Gespräche“ mit ihm zu führen, letzte Rechnungen zu begleichen und in zärtlichen Erinnerungen zu schwelgen.

Das kleine Büchlein der niederländischen Autorin Diane Broeckhoven kann man in einer guten Stunden lesen und hat trotzdem das Gefühl, dass die Zeit ganz langsam verrinnt. Es ist ein stilles Buch zu einem im wahrsten Wortsinn todtraurigen Thema, das trotzdem nie bedrückend wirkt.

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