Diane Broeckhoven Ein Tag mit Herrn Jules

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Inhaltsangabe zu „Ein Tag mit Herrn Jules“ von Diane Broeckhoven

Alice und Jules haben ein morgendliches Ritual. Und auch an diesem Wintermorgen wird Alice geweckt vom Duft des Kaffees, den ihr Mann schon zubereitet hat. Als sie jedoch zu Jules ins Wohnzimmer kommt, sitzt er tot auf dem Sofa. Alice beschließt, seinen Tod, zumindest für einen Tag zu ignorieren. Doch dann taucht der kleine Nachbarjunge auf, der wie immer um zehn Uhr eine Schachpartie mit Herrn Jules spielen möchte...

Wunderbar!

— Schlinkepuetz
Schlinkepuetz

Sehr schöne entschleunigende Lektüre

— RoteChiliSchote
RoteChiliSchote

Ein (letzter) Tag...

— BuecherKaterTee
BuecherKaterTee

Lesenswerte kurzlektüre

— kattii
kattii

Ein stilles Buch zu einem im wahrsten Wortsinn todtraurigen Thema, das trotzdem nie bedrückend wirkt.

— Barbara62
Barbara62

Abschied nehmen fällt schwer, aber ich finde Frau Jules hat alles ganz wunderbar gemeistert 😊lesenswert😊

— Lalemeer
Lalemeer

Eine besondere Art mit dem Tod umzugehen - lesenswert

— DieBerta
DieBerta

nett für zwischendurch, liebenswert

— Anja_Lev
Anja_Lev

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  • Ein (letzter) Tag...

    Ein Tag mit Herrn Jules
    BuecherKaterTee

    BuecherKaterTee

    13. July 2016 um 14:31

    Ein (letzter) Tag...,Alice war mit Jules fast ihr ganzes Erwachsenenleben verheiratet. Die beiden haben über die Jahre Rituale des Zusammen - Lebens entwickelt und sich ihre Lebenswirklichkeiten geschaffen. Als Alice morgens in die Küche an den von Jules vorbereiteten Frühstückstisch kommt, merkt sie erst nach und nach, dass sich ihr Leben unwiederbringlich verändert hat:Sie findet Jules tot auf dem Sofa.Andere Menschen würden nun vermutlich in Schockstarre oder Aktionismus verfallen, weinend zu Boden sinken, oder den Notarzt rufen - Alice macht es anders.Sie verabschiedet sich von Jules, sie  lässt im einseitigen Gespräch mit Jules gemeinsame, prägende Erlebnisse Revue passieren. Sie spricht Erlebnisse an, die sie mit Jules nie besprechen konnte, sie befreit sich und Jules aus Zwängen, die beide sich mit der Zeit auferlegt haben. Und sie freut sich über eine glückliche Zeit mit Jules. Fast beiläufig, aber doch intensiv ermöglicht Alice es David, ihrem Nachbarsjungen mit autistischen Zügen, sich in einer letzten Partie Schach ebenfalls von Jules zu verabschieden.Alice nutzt diesen letzten Tag dazu mit Jules ganz persönlichen Abschied nehmen und dankbar auf das gemeinsame Leben zurückzublicken. Alice kann sich von Jules verabschieden, auch indem sie über die nicht so schönen Erlebnisse mit ihm spricht.Diane Broeckhoven hat eine kurze, kompakte Geschichte über den Umgang mit dem Tod und den Abschied geschrieben, die in der heutigen Zeit vielleicht skurril oder schrullig wirkt. Sie gibt mit dieser Geschichte aber auch ein Beispiel für einen guten Abschied.Ein schönes Buch zum Nachdenken und -fühlen. Vielen Dank für die Leihgabe.Diane BroeckhovenEin Tag mit Herrn Jules

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  • Ein anderes Abschiednehmen

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Barbara62

    Barbara62

    19. April 2016 um 18:18

    Alice und Jules waren über 50 Jahre verheiratet. Seit sie beide in Rente sind, ist das gemeinsame Frühstück ein Ritual: Jules bereitet es zu, Alice darf liegen bleiben und wird vom Kaffeeduft geweckt. Doch an einem Morgen ist alles anders: Zwar ist der Tisch liebevoll gedeckt und es duftet wie immer, aber Jules sitzt tot in seinem Sessel. Blitzschnell wägt Alice ihre Alternativen ab: Wenn sie ihren Sohn oder das Beerdigungsinstitut anruft, wird Jules ihr genommen und eine Maschinerie läuft an. Und so beschließt sie, sich einen Tag Zeit für den Abschied zu nehmen, letzte „Gespräche“ mit ihm zu führen, letzte Rechnungen zu begleichen und in zärtlichen Erinnerungen zu schwelgen. Das kleine Büchlein der niederländischen Autorin Diane Broeckhoven kann man in einer guten Stunden lesen und hat trotzdem das Gefühl, dass die Zeit ganz langsam verrinnt. Es ist ein stilles Buch zu einem im wahrsten Wortsinn todtraurigen Thema, das trotzdem nie bedrückend wirkt.

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  • Der Tod kommt leise

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Sabine17

    Sabine17

    Bei Alice und Jules beginnt der Tag immer gleich. Jules steht auf, kocht Kaffee und deckt den Tisch. Alice wird vom Kaffeeduft geweckt. Als sie an diesem Morgen in die Küche kommt, sitzt ihr Mann auf dem Sofa und blickt aus dem Fenster in den Schnee. Als er auf ihre Fragen nicht reagiert, bemerkt sie das er tot ist. Ganz friedlich nach dem Kaffee kochen auf dem Sofa sitzend "eingeschlafen". Alice überlegt, dass sie eigentlich ihren einzigen Sohn anrufen müsste und den Bestatter. Aber sie möchte jetzt keinen Sargkatalog durchblättern müssen. Sie möchte Jules noch für sich allein haben. So blickt sie auf den Anfang ihrer Ehe zurück und auf die Affäre ihres Mannes, über die sie jetzt zum ersten Mal mit ihm spricht. Und dann ist da noch David, der autistische Nachbarsjunge, der immer um 10 Uhr eine Partie Schach mit Jules spielt. Ich konnte das Bedürfnis von Alice, nicht gleich alle über den Tod ihres Mannes zu informieren, gut nachvollziehen. Mein Vater war ebenfalls bei uns zu Hause gestorben und ich fand es schrecklich, als die Bestatter ihn in den Sarg legten. Mir fehlte damals auch die Zeit, das ganze zu verarbeiten. "Ein Tag mit Herrn Jules" ist ein sehr kurzes Buch, das nur einen Tag wiedergibt. Der Tag, an dem Alice von ihrem Mann Abschied nimmt. In der Art und dem Tempo, das sie selbst vorgibt. Ein Buch, das ganz leise daher kommt, mit vielen Zwischentönen und dabei tief bewegt.  

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    • 3
  • Gute Idee, aber die Umsetzung ist unausgereift

    Ein Tag mit Herrn Jules
    dominona

    dominona

    19. October 2014 um 22:06

    An sich ist nichts dabei sich nach dem Tod eines Menschen die Zeit zu nehmen um quasi ein letztes Mal alles von der Seele zu reden. Nur wirkt es etwas gruselig, wenn der Tote den ganzen Tag über einfach im Sessel sitzen gelassen wird. Zwar sind die Themen der Abrechnung nicht ohne, nur wirkt das Buch wie ein Ausschnitt, streckenweise zwar liebevoll im Detail, aber am Ende wie eine Kurzgeschichte. Manche Elemente, wie David, der autistische Junge, der immer zum Schachspielen vorbei kommt, wirken nicht richtig eingegliedert und zerreißen das Buch eher. Es ist schnell gelesen und von der Handlung her interessant, aber ohne bleibenden Eindruck.

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  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Milagro

    Milagro

    Nach 50 Jahren Zusammenleben haben sich gewisse Gewohnheiten ergeben, dass Jules beispielsweise morgens das Frühstück zubereitet während Alice noch eine Weile im Bett bleibt - sie dann die restlichen Tagesaufgaben erledigt. Jules spielt mit dem Nachbarsjungen, der autistisch ist, täglich Schach, immer um 10 Uhr. Trotzdem erscheint das Leben nicht eintönig, eher regelmäßig. Diese Regelmäßigkeit wird durchbrochen, als Alice feststellt, dass Jules nicht einfach "nur so" auf dem Sofa sitzt, sondern gerade dort verstorben ist. Noch kann sie den Schritt nicht gehen - Hilfe zu holen, Fremde in ihr Zuhause zu lassen, ihren Mann gehen zu lassen. Während sie den Tagesablauf für einen Tag beibehält, geschieht im Grunde dasselbe wie an allen anderen Tagen, nur das Schachspiel verläuft anders. Der Leser erkennt, dass Alices Handeln nur ein Herauszögern - ein "Noch-nicht-Loslassen-Können" ist, wie gern würde man selbst Alices Hand nehmen, um ein wenig zu trösten. Es ist eine Liebesgeschichte. Und über allem liegt diese Melancholie. In jeder einzelnen Zeile spürt man die Liebe, das Vertrauen, das Alice und Jules verband. Eine sehr schön erzählte Geschichte. Sehr empfehlenswert.

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    • 2
    Sabine17

    Sabine17

    06. August 2014 um 22:26
  • Leben und Tod auf 92 Seiten

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. April 2014 um 00:57

    Lesen kann man dieses Buch mit nur 92 Seiten quasi zwischendurch, aber inhaltlich ist es nun wirklich nichts, das zwischen Tür und Angel passt. Zu Beginn des Buches erwacht die Erzählerin des Ganzen, Alice, und nimmt als erstes den Kaffeeduft aus der Stube wahr. So ist es jeden Morgen, denn den Kaffee zu kochen und alles für das Frühstück zu richten, das ist in erster Linie die Aufgabe ihres Mannes Jules. Und so steht Alice auf – in Erwartung eines ganz normalen Tages. Jules sitzt im Wohnzimmer und schweigt. Es dauert eine Weile, bis die Erzählerin versteht, was vor sich geht: Jules ist tot. Es geht nicht um einen spektakulären Mord, um Geister oder sonst etwas Fantastisches oder Abstruses. Es geht einfach um den Tod, der bei einem alten Ehepaar erwartet eintritt, aber doch nicht zur rechten Zeit. Es geht darum, Abschied zu nehmen von einem geliebten Menschen, nicht einmal irgendeinem, sondern von dem Menschen, mit dem man einen Großteil seines Lebens er- und gelebt hat. Alice macht an diesem Tage in der gewohnten Struktur das, was sie sonst zusammen mit Jules getan hat – und doch stolpert sie immer wieder über Dinge, die in Zukunft anders laufen werden und müssen. Sie kann nun essen, was sie möchte, trinken, was sie möchte. Sie kann an Kleidung tragen, was sie möchte und sie braucht nicht mehr genau auf bestimmte Manieren zu achten. Aber sie wird auch morgens keinen Kaffeeduft mehr riechen, der sie weckt, sie wird keine Gespräche mehr mit Jules führen, es gibt keine Arbeitsteilung mehr. Sie redet mit ihrem toten Mann, als sei er noch da, und ohne jemanden zu informieren nimmt sie sich die Zeit, von Jules Abschied zu nehmen. Sie sagt ihm, was sie mochte, liebte, hasste und erzählt von alten Verletzungen, über die sie gemeinsam zu seinen Lebzeiten nicht sprachen. Man sieht: Es sind nur 92 Seiten, aber es steckt unglaublich viel in diesem kleinen Büchlein. Vor allem der Stil ist es, der mitreißt. Nichts ist besonders Effekt heischend, dramatisch oder kitschig, sondern es ist eine Geschichte, die mitten aus dem Leben kommt und das Leben verabschiedet. Es zeigt den Tod, wie er einen wirklich betrifft, nicht fiktional, nicht im Kino, sondern gänzlich realistisch. Dabei hat die Autorin alles so wunderbar detailliert eingefangen, so punktgenau beschrieben und hat doch vieles zwischen den Zeilen gelassen, das man als Leser entdecken kann, eine Geschichte des Alterns und des Alters, eine Liebes- und Ehegeschichte, eine Geschichte der Akzeptanz, des Respekts, eine Lebensgeschichte und eine Geschichte des Abschieds. Einfach wundervoll zu lesen und sehr zu empfehlen!

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  • Ein Tag des Abschieds

    Ein Tag mit Herrn Jules
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 12:36

    Ich wollte das Buch schon immer lesen . Schon als ich die Rezi und Geschichte von parden gelesen hatte . Jetzt ist es mir endlich in die Hände gekommen . Er hat noch den Kaffe für sie gekocht und sich mit dem Blick zum Garten , um dem fallenden Schnee entgegen zu blicken ,in seinen Sessel gesetzt . Alice seine Frau setzt sich zu ihm und spricht mit ihm .Als sie keine Antwort bekommt bemerkt sie das er gestorben ist . Sie bringt es nicht fertig ihm die Augen zu schließen . Sie möchte noch keinen Arzt , keinen Sargkatalog durchblättern .Sie möchte noch einen Tag mit ihm verbringen .Auch der gemeinsame Sohn wird noch nicht informiert . So fängt sie Dinge an zu machen , die er so nicht mochte .Sie spricht aus , was sie ihm schon immer sagen wollte .Wir erfahren wie ihre Liebe wuchs und drohte verloren zu gehen . Doch da ist noch David , der autistische Sohn der Nachbarin .Täglich 10 Uhr spielte er mit Jules , ihrem Mann , Schach . Anfangs störend , dann aber wird er zu ihrem Verbündeten . Es ist ein kleines , schmales Buch . Lesen reichte für mich eine Fahrt zur Arbeit und zurück . Aber ich mußte meine Tränen zurück halten . Nicht weil es traurig war , sondern mein Herz berührte . Ich fand Alice so bewundernswert wie sie mit der Situation umging . Wagte garnicht daran zu denken wie es mir da ginge . Lest es , dann könnt Ihr mich verstehen .

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  • Abschied nehmen

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Frl-Jette-Babette

    Frl-Jette-Babette

    26. February 2014 um 10:00

    Inhalt: Alice und Jules haben ein morgendliches Ritual. Und auch an diesem Wintermorgen wird Alice geweckt vom Duft des Kaffees, den ihr Mann schon zubereitet hat. Als sie jedoch zu Jules ins Wohnzimmer kommt, sitzt er tot auf dem Sofa. Alice beschließt seinen Tod, zumindest für einen Tag zu ignorieren. Doch dann taucht der kleine Nachbarsjunge auf, der wie immer um zehn Uhr eine Schachpartie mit Herrn Jules spielen möchte … Meine Meinung: Es ist ein behaglisches Thema. Der Tod. Oft will man gar nicht dran denken, was wäre wenn. Aber wenn man dieses Buch ließt, kommt man gar nicht drum rum. Es macht einen schon traurig das Buch, aber denn noch weiß man, es passiert jeden Tag zu jeder Zeit. Man merkt in welch einer Zeit die beiden aufgewachsen sind. Ihr Verhalten ist sehr altmodisch gewesen. Ich habe mir viele Gedanken gemacht. Wie würde ich reagieren wenn plötzlich mein Mann sterben würde? Ich kann es nicht sagen und will es mir gar nicht ausmalen. Am meisten hat mich fast der Nachbarsjunge berührt. Das Buch ist recht schnell zu lesen, es ist auch sehr schmal. Doch hatte ich es mir anders vorgestellt. Mehr als ein Wegbegleiter. Doch das fande ich dort drinn nicht. Fazit: Ene traurige Geschichte die zum Nachdenken anregt aber nicht Weltklasse ist!

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  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    sabrinacremer

    sabrinacremer

    16. October 2012 um 08:07

    Trauerbewältigung durch Routine. Für Alice der beste Weg, mit dem Tod ihres Mannes zurecht zu kommen. Eines morgens findet sie ihn tot in der Küche sitzend auf. Da sie nicht so recht weiß, wie sie damit umgehen soll, macht sie erst einmal so weiter, als würde er noch leben. Ihr einziger Verbündeter ist der autistische Nachbarsjunge, der zum Schach spielen vorbei kommt. Der Autorin ist es gelungen, auf wenigen Seiten eine sehr rührende und ergreifende Geschichte über zwei Menschen zu schreiben, die ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen miteinander verbracht haben. Und plötzlich muss einer oder den anderen leben. Wie geht man mit dieser Situation um? Die Protagonistin macht erst einmal so weiter, als wäre nichts Außergewöhnliches passiert. Sie erinnert sich immer wieder an die guten und schlechten Zeiten zurück und spricht mit ihrem Mann. Dabei setzt sie ihre täglichen Rituale fort. Ein Buch, das mich wirklich berührt hat. Ich habe es an einem Nachmittag komplett gelesen. Eine traurig-schöne Liebesgeschichte.

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  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    rallus

    rallus

    17. July 2012 um 16:39

    Herr Jules ist tot. Der Kaffee läuft morgens noch durch und Herr Jules sitzt auf dem Sofa und blickt mit starrem Blick in die Winterlandschaft. Alice wundert sich, dass er dort sitzt und das tägliche Ritual nicht beendet. Doch jemanden rufen, nachdem sie bemerkt dass er tot ist , möchte sie auch nicht. Sie erinnert sich an ihr gemeinsames Eheleben. Dazwischen möchte der autistische Junge von unten noch mit Herrn Jules Schach spielen. Eine zarte, anrührende etwas andere Liebesgeschichte.

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  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    claudiaausgrone

    claudiaausgrone

    18. January 2012 um 21:25

    Nur wenige Menschen haben den Mut, sich dem Tod zu stellen. Sich die Zeit zu nehmen, von einem Toten Abschied zu nehmen. Als Alice am Morgen ihren Jules tot auf dem Sofa findet, nimmt sie sich diese Zeit.
    Dieses feine kleine Buch besticht sprachlich und ist von Anfang an fesselnd, liebevoll und ergreifend.

  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Brauner

    Brauner

    02. December 2011 um 00:07

    Zugegeben, der Inhalt klingt erstmal nach einer großen Tüte Kitsch. Das ist Ein Tag mit Herrn Jules aber auf gar keinen Fall. Diane Broeckhoven erzählt auf nicht einmal 100 Seiten eine gefühlvolle Geschichte, deren Emotionen anfangs versteckt wirken, doch mit Älterwerden dieses langsam vergehenden letzten Tages mit Herrn Jules immer mehr ans Licht kommen. Es braucht halt Zeit zum Abschiednehmen. Der Tod muss daher einfach mal einen Tag warten. Ich mochte die Geschichte sehr, da wären auch noch ein paar Seiten mehr drin gewesen. Das Buch ist einfach viel zu schnell vorbei, weil es eben so schön zu lesen ist.

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  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. March 2011 um 18:01

    Wie jeden Morgen steht Frau Alice auf und will mit ihrem Mann Herrn Jules frühstücken. Doch an diesem Morgen im Winter findet Frau Alice ihren Mann tot im Wohnzimmer sitzend vor - den Kaffee hat er noch gekocht, den Tisch gedeckt, er hat sich einfach hingesetzt und ist gestorben. Und so hat Frau Alice die Möglichkeit, auf ihre ganz eigene Art Abschied zu nehmen. Einen Tag nimmt sie sich, den sie mit ihrem geliebten Mann verbringt und an dem sie viele Gedanken zu Ende bringt und auch entdeckt, dass es noch Unbekanntes gibt im Leben... Dieses kleine Büchlein hat mir deshalb gut gefallen, weil es einen undramatischen Blick auf das Thema Tod und Sterben im Alter wirft und zeigt, dass bei einem Ehepaar auch über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg nicht alles eitel Sonnenschein sein muss, man sich aber trotzdem lieben kann. Die Figur Davids bringt etwas Überraschendes in die Handlung und streut Mut und Zuversicht in einer emotional schwierigen Zeit. Dies ist ein ruhiges Büchlein mit unprätentiöser Sprache und der Möglichkeit, über das Sterben nachzudenken und daran nicht zu verzweifeln.

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  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    wollsoeckchen88

    wollsoeckchen88

    25. February 2011 um 08:51

    So ein wunderschönes Büchlein. Auch wenn die Handlung überschaubar bleibt und die Welt nicht bewegen wird, mich hat sie bewegt. Sogar sehr. Die Sprache von Diane Broeckhoeven trifft auf den Punkt, ist dabei aber so einfühlsam und zart, dass ich mich einfach verlieben musste. Die Geschichte um die Liebe von Alice zu Jules wird zartfühlend beschrieben und trifft den Leser so mitten ins Herz. Von meiner Seite her ein Must-Read.

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  • Rezension zu "Ein Tag mit Herrn Jules" von Diane Broeckhoven

    Ein Tag mit Herrn Jules
    Gilfaen

    Gilfaen

    21. February 2011 um 18:54

    Ich habe dieses Buch für einen Euro als Mängelexemplar gekauft. Warum? Der Klappentext hat mich einfach angesprochen; der Umgang mit den Tod ist nicht zuletzt in unserer Wohlstandsgesellschaft mit ihrem Wunsch nach der eigenen "Unsterblichkeit" ein eher tabuisiertes Thema. Die Autorin Diana Broeckhoven hat einen offenen, und dennoch stillen Umgang mit diesem Thema gesucht. Alice steht, wie jeden Morgen, erst auf, als der Kaffeegeruch ihr Bett erreicht. Es ist ihr Morgenritual - Jules macht das Frühstück, die einzige Aufgabe, die er im Haushalt übernimmt, und weckt sie erst dann, wenn der Kaffee fertig ist. An diesem Morgen ist es anders. Sie steht auf und sieht ihren Mann auf der Couch sitzend... Er ist tot. Sie reagiert nicht hysterisch bzw. hochemotional, sondern sie überlegt, ob sie Notare, Bestatter und ihren gemeinsamen Sohn informieren soll, entscheidet sich aber dagegen. In Ruhe will sie Abschied nehmen, in Ruhe ihm erzählen, dass trotz seiner Verfehlungen es immer eine Liebe zwischen ihnen gab. Dieses Unterfangen sich zu verabschieden, wird vom Nachbarsjungen, dem autistischen David, vermeintlich gestört. Dabei ist dieser genauso an feste Rituale gebunden wie Jules und Alice. Ein kurzes, aber ein schönes Buch über das Leben und das Sterben, über das Altern, über feste Rituale und vor allem über die Liebe. Ja, Jules hatte eine Geliebte, Olga, aber sie, Alice, verzeiht ihm; sie sagt ihm das nicht im Leben, dass sie es weiß, sondern erst, als er in Ruhe gegangen ist. Erst dann bricht sie ihr Schweigen. Wenn auch stilistisch nicht sonderlich anspruchsvoll, ist diese Geschichte dennoch schön flüssig zu lesen; es lässt einem nicht mehr los, stimmt einem nachdenklich und das ist es, was dieses Büchlein ausmacht: Kurz, aber gut.

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