Diane Broeckhoven Was ich noch weiß

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Inhaltsangabe zu „Was ich noch weiß“ von Diane Broeckhoven

Warmherzig und fein komponiert erzählt Diane Broeckhoven die Geschichte einer komplizierten Mutter-Sohn-Beziehung. Manon geht in ihrer Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter auf, bis ihr Mann sie plötzlich für eine jüngere Frau verlässt. Sie bleibt mit den drei Kindern zurück und muss von nun an allein für die Familie sorgen. Sieben Jahre später entdeckt ihr Sohn Peter durch einen Zufall, dass Manon kurz nach dem Tod ihrer Schwiegermutter eine Affäre mit ihrem Schwiegervater gehabt haben muss. In jugendlicher Empörung und ohne seiner Mutter Gelegenheit zu geben, sich zu erklären, zieht er zu seinem Vater. Die Kinder werden erwachsen und kurz bevor Peter mit seiner frischangetrauten Ehefrau für einige Zeit nach Japan ziehen will, erleidet Manon einen Schlaganfall und fällt ins Koma. Trotz ihrer früheren Differenzen legt Peter seine Pläne auf Eis, um für seine Mutter da sein zu können. Als Manon erwacht, muss sie sich ins Leben zurückkämpfen. Sie notiert, was sie noch weiß, und wird liebevoll von ihren Kindern und ihrem früheren Ehemann unterstützt. Ein Neuanfang wird möglich. Diane Broeckhoven versteht es, mit viel Einfühlungsvermögen die großen Lebensfragen in einer leicht zugänglichen Geschichte zu verdichten.  

Wunderschön geschriebenes Buch über ein schwieriges Thema. Die Autorin überzeugt mich immer wieder!

— hexhex
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  • Sehr warmherzig erzählt

    Was ich noch weiß
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    13. October 2016 um 13:12

    Ihre Bücher „Ein Tag mit Herrn Jules“ (2006), „Eine Reise mit Alice“ (2008), Herrn Sylvains verschlungener Weg zum Glück“ (2008) und insbesondere das theologisch schwergewichtige Buch „Kreuzweg“ (2012) habe ich jeweils mit großer innerer Anteilnahme gelesen. Diane Broeckhovens kurze, aber mit viel Herzenswärme und Einfühlungsvermögen geschriebene Romane machen mit einer nüchternen und einfachen Sprache die verschlungene und reiche Innenwelt ihrer jeweiligen Protagonisten auf eine selten gelesene Weise lebendig.So ist es auch in ihrem neuen Buch. In „Was ich noch weiß“ erzählt Diane Broeckhoven von einem komplizierten Mutter-Sohn-Verhältnis, von Liebe und Abwendung, von Vertrauen und Verrat und von der Möglichkeit der Versöhnung mit dem, was gewesen ist.Als die Hausfrau und Mutter von drei Kindern Manon eines Tages von ihrem Mann verlassen wird, der eine jüngere Frau kennengelernt und mit ihr noch ein Kind gezeugt hat, ist sie über Nacht auf sich allein gestellt. Von 1987 bis zum Jahr 2009 erzählen Manon und ihr Sohn Peter die lange und schwierige Geschichte ihrer Beziehung. Als Peter mit seinem Opa, der nur PP genannt wird, bei einem Urlaub in der Toskana, zu dem ihn sein Großvater eingeladen hat, das Verhalten des alten Mannes auffällig findet, offenbart sich ihm kurz nach der Heimkehr die Aufklärung: seine Mutter Manon hatte mit PP nach dem Tod der Schwiegermutter einer kurze Affäre.Voller Entrüstung zieht der junge Peter aus und geht zu seinem Vater, ohne dass er seiner Mutter die Möglichkeit gegeben hätte, ihr Verhalten zu erklären.Lange Jahre später, Peter will gerade mit seiner Frau nach Japan gehen, erleidet Manon einen Schlaganfall und Peter legt seine Auslandspläne zunächst auf Eis, um seiner Mutter beizustehen. Die wiederum kann mit der Pflege und dem Beistand ihrer Kinder und ihres früheren Ehemanns, den seine junge Frau verlassen hat, langsam genesen und beginnt „was ich noch weiß“ aufzuschreiben. Und schlussendlich findet sie auch ihren roten Ohrensessel wieder, den Peter nach ihrem Schlaganfall verkauft hatte, als er Manons Haushalt auflöste.Sehr warmherzig erzählt, ist Diane Broeckhovens neues Buch ein erneutes Zeugnis von der Fähigkeit von Menschen, zu lieben und immer wieder neu miteinander anzufangen.

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