Diane Carey

 3,4 Sterne bei 142 Bewertungen

Alle Bücher von Diane Carey

Neue Rezensionen zu Diane Carey

Cover des Buches Gespensterschiff. Star Trek (ISBN: 9783453044708)
Kirinnas avatar

Rezension zu "Gespensterschiff. Star Trek" von Diane Carey

Star Trek - The Next Generation 01: Gespensterschiff
Kirinnavor einem Jahr

Wesley verschränkte seine Arme "Nun werdet mal nicht kitschig, Leute."

Es beginnt mit einem etwas holprigen Blick in die Vergangenheit zu Zeiten der UdSSR (frag nicht, es spielt sowieso keine Rolle), aber kaum betritt man die Enterprise fühlt man sich gleich wieder wie Zuhause.

Leider hängt der Haussegen ein bisschen schief, denn dadurch dass die ersten TNG Bücher so früh erschienen sind, schrieben die Autoren nur mit den Infos die sie bekommen hatten ohne die Serie gesehen zu haben.

So zeigt Riker eine absurde Abneigung gegenüber Data, nur weil dieser ein Androide ist - und Picards aggressiver Ton erschreckt die Crew so sehr, dass er mehrfach mit einem Vogel verglichen wird. 🦅

Auch die Beschreibungen pendeln wild zwischen ausführlich und überraschend schön

  "Ihr schwacher griechischer Akzent kratzte gegen die Worte wie die Klauen eines kleinen Spatzes, der gerade über eine Marmorplatte hüpfte."
  "Picard stand auf der Kampfbrücke, als wäre sie sein Triumphwagen. In seinen Händen hielt er die Zügel der Rennpferde, die Augen auf das Bild des Feindes gerichtet."
  "Elmsfeuer hüllte die Brücke ein, als die Enterprise den Testflug des Jahrtausends durchmachte. Eine Milliarde winziger Feuerwerkskörper detonierten in den Schilden. Elektrokinetische Stöße verbreiteten sich fächerförmig durch das Schiff, durch den Körper jedes einzelnen, durch jeden Knochen."

und grenzwertig und einfach nur völlig fehl am Platz.

"Die hübschen Art-Deco-Gesichtszüge Beverly Crushers verzogen sich"(Huh?)
"Gedankenschlampe, so hatten einige sie genannt."(Wuh-wah?)
"Seine Haut hatte die unverkennbare, an Porzellan erinnerende Glätte aller Sechzehnjährigen" (Uuugh)

★★★★

Ok - aber warum dann vier Sterne?!

Weil es sich trotz allem einfach wie eine richtige Episode TNG anfühlt! Es ist spannend, es hat Witz und es hat Charme. Sogar die serientypischen tiefgründigen Themen fehlen hier nicht Thema Euthanasie

Sehr schön fand ich auch die tiefe Freundschaft zwischen Geordi LaForge und Data oder den Blick auf die inneren Gefühle und Spannungen zwischen dem 1. Offizier und dem Captain.

Praktisch jedes Crewmitglied (auch Tasha Yar!) kommt hier mal zum Zug, die Hauptpersonen sind aber dennoch unverkennbar Data, Geordi und Riker.

Wenn man also einfach abschalten und in eine "unveröffentlichte Folge" der Serie abtauchen möchte, ist das ein gutes Buch.🖖

   Picard: "Und nun denken Sie an Ihren Rang und halten Sie den Mund, Wesley!"

 


Cover des Buches Die letzte Grenze. Star Trek (ISBN: 9783453042995)
A

Rezension zu "Die letzte Grenze. Star Trek" von Diane Carey

Unendliche Weiten
Anna_Resslervor 3 Jahren

Inhalt: Robert April, Captain eines völlig neuartigen Raumschifftyps, wird mit einer Rettungsmission beauftragt. Das Kolonistenschiff Rosenberg wurde von einem Ionensturm schwer beschädigt und harrt auf Rettung. Captain April stellt seine Crew zusammen, darunter George Kirk und Drake Reed. Doch die Mission verläuft alles andere als geplant und bald findet sich die Besatzung in den Weiten des romulanischen Sektors wieder. Hat die neue Technologie des Schiffes versagt oder werden sie sabotiert? Und wie soll man sich den romulanischen Kampfschiffen gegenüber verhalten?

Meine Meinung: Ein Weltraum-Roman auf den man sich einlassen muss. Der Schreibstil war leicht verständlich, wobei ich oft über technische Erklärungen hinweg gelesen habe. Zu Beginn habe ich allerdings ein wenig länger gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden und es dauerte entsprechend bis sich Spannung aufgebaut hat.                                              Ich konnte gut mit der Crew mit fiebern. Vor allem durch die Kommandostruktur der <Constitution>, wurde ich gut unterhalten. Captain April (eher pazifistisch eingestellt)  und sein erster Offizier Kirk (soldatisch geprägt) haben unterhaltsame Gespräche geführt. Auch die Frage wie man fremden Lebensformen gegenüber tritt oder ganz allgemeine moralische Grundsätze beibehalten kann, fand ich interessant. Natürlich kommt man auch als Fan von Weltraumschlachten nicht zu kurz. Kämpfe werden auch Mann gegen Mann ausgetragen und Intrigen gesponnen. Technische Details wie Warpantrieb, Kommunikator und Transporter werden dem geneigten Leser näher gebracht und es fällt leicht in die futuristische Welt der Raumfahrt einzutauchen. 

Die Protagonisten und ihre Entwicklung war glaubwürdig erzählt, obwohl einzelnen Mitgliedern ruhig noch etwas mehr Platz eingeräumt hätte werden können. 

Fazit: Ein Weltraumabenteuer, das meiner Meinung nach alle Klischees erfüllt. Mir hat es gut gefallen, aber fesseln konnte es mich nicht. 

Cover des Buches Gespensterschiff. STAR TREK. Ein Star Trek Roman. (ISBN: 9783453128125)
Urs_SKs avatar

Rezension zu "Gespensterschiff. STAR TREK. Ein Star Trek Roman." von Diane Carey

Das hat leider nicht viel mit der TNG-Crew zu tun...
Urs_SKvor 4 Jahren

Vorweg!: Wer ein gutes TNG-Buch erwartet, welches mit den vertrauten Charakteren um und mit Picard aufwartet, „Finger weg!“ von diesem Werk!!!

Der Ausgangs-Plot an sich ist klassisch Star Trek: Ein unbekanntes Energie-Wesen, bei welchem nicht klar wird/ist, ob natürlichen oder künstlichen Ursprungs, assimiliert Lebensformen. Darunter die Crew eines sowjetischen Flugzeugträgers (aus dem Jahr 1995...). Als die Enterprise-D fernab der Erde auf dieses unbekannte Wesen trifft, tritt zunächst Deanna Troi telepathischen in Kontakt, und später auch andere Besatzungsmitglieder. Das Wesen absorbiert (in einem Angriff?) Energie aus den technischen Einrichtungen des Sternenflottenschiffes und macht dieses manövrierunfähig. Es ist klar, dass die Enterprise einen zweiten Angriff nicht überstehen könnte und Gefahr läuft, zerstört zu werden und die Besatzung in der Lebensform aufgeht, um innerhalb des Wesens als reine Geisteswesen auf ewige Zeit zu existieren. Es beginnt ein Versteckspiel und es wird überlegt, wie die NCC 1701-D dieser Situation entkommen kann.

Soweit so gut...!

Die Lösung zum Ende der Geschichte hat nicht viel mit einer Entscheidungsfindung wie man sie von Jean-Luc Picard kennt gemein. Er handelt entgegen seiner sonstigen Ideale, wirft die Erste Direktive über Bord und handelt so emotional, wie man es sonst erst später bzgl der Borg kennt... Auch sein sonstiges Benehmen während des Buches ist nicht der Captain, wie man ihn kennt. Er misstraut seinem Ersten Offizier, legt einen sehr rauen Ton an den Tag, wird immer wieder sehr laut und regiert patriarchisch über die Enterprise. Besonders Wesley Crusher hat unter ihm zu leiden.
Auch der Rest der Crew zeigt unbekannte Verhaltensweisen und Emotionen. Data ist sehr emotional und verletzlich. Er wirkt immer wieder beleidigt und besitzt ein Herz, einen Blutkreislauf und weitere natürliche Komponenten. Geordi fühlt sich hingegen auf seine technischen Bestandteile (Visor) reduziert und sieht sich als Außenseiter der Mannschaft. Tasha Yar ist extrem abweisend und geradewegs zickig. Will Ryker wäre am Liebsten selbst der Captain und hat große Probleme seine Rolle als Erster Offizier anzunehmen und sich Picard unterzuordnen. Wesley überschätzt sich komplett in seinem Können und die gesamte Crew befindet sich nahezu die gesamte Geschichte über in Streitigkeiten und Uneinigkeit.

Dieser Roman hat leider nicht viel mit den Personen der TNG—Crew gemeinsam, außer einer groben Charakterisierung und den äußeren Merkmalen. Alles was das Miteinander und das Familiengefühl der Enterprise-D ausmacht ist nicht vorhanden. Die Geschehnisse könnten eher in einem Spiegeluniversum angesiedelt sein oder auf einem anderen Schiff der Sternenflotte mit einer anderen Besatzung.

Das Buch ist natürlich aus den Anfängen der Next Generation, was einige Ungereimtheiten aufweisen darf, welche in der Geschichte noch nicht entwickelt waren, aber dieses Werk ist soweit von der eigentlichen Crew der Enterprise entfernt, dass es eher in einer weit entfernten Galaxis vor unserer Zeit spielen könnte.

Daher, wirklich nur ein Roman für hartgesottene Fans, die sich vorgenommen haben möglichst alle Bücher der Heyne-TNG-Crew gelesen zu haben. Sonst nicht empfehlenswert!

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