Diane Carey Star Trek, Enterprise, Aufbruch ins Unbekannte

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Inhaltsangabe zu „Star Trek, Enterprise, Aufbruch ins Unbekannte“ von Diane Carey

Hundert Jahre nach Zephram Cochranes historischem Warpflug bricht das erste Raumschiff mit dem Namen Enterprise auf.. dorthin, wo noch kein Mensch gewesen ist. Captain Archer und seine Crew erhalten den Auftrag, den auf der Erde gestrandeten, schwer verletzten Klingonen Klaang auf seine Heimatwelt Qo'noS zurückzubringen. Doch die Vulkanier halten die Menschen nach wie vor an der kurzen Leine. Sie beharren darauf, dass Subcommander T'Pol die Mission als Wissenschaftsoffizier begleitet. Soll die attraktive Vulkanierin die Crew auspionieren?
Mitten in ihrem ersten Warpflug wird die Enterprise überfallen. Genmanipulierte Terroristen aus dem Volk der Suliban entführen Klaang. Sie wollen verhindern, dass der Klingone Informationen über einen geheimnisvollen temporalen Krieg nach Qo'noS bringt. Doch Captain Archer ist nicht bereit, ein Scheitern seiner Mission zu akzeptieren. Auch gegen T'Pols Widerstand nimmt er die Spur der Entführer auf …

Adaption der Pilotfolge; flüssig geschrieben mit besonderen Einsichten von Archers und Tuckers Gedanken über die Vulkanier und T'Pol.

— diegute

Eine gelungene Adaption des Pilotfilms. Macht die Handlung greifbar und erzeugt nostalgisches Kopfkino.

— HammoniasErbe

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    Star Trek, Enterprise, Aufbruch ins Unbekannte

    HammoniasErbe

    26. September 2017 um 12:03

    Ja,... was soll man sagen.
    Der Roman erzählt den Pilotfilm von Star Trek Enterprise aus dem Jahre 2005.
    Ich finde, Diane Carey hat dies sehr gelungen umgesetzt und dabei die Filmhandlung gut ausgeschmückt.
    Ich persönlich habe beim Lesen Kopfkino gehabt und auch die Stimmen der Synchronsprecher gehört, als ich das Buch gelesen habe.
    TOP

  • Rezension zu "Star Trek, Enterprise, Aufbruch ins Unbekannte" von Diane Carey

    Star Trek, Enterprise, Aufbruch ins Unbekannte

    Ameise

    22. March 2011 um 10:39

    Vorab erst mal ein Geständnis: Von "Enterprise" habe ich nicht allzuviel Ahnung. Ich habe bisher höchstens die Hälfte der Episoden gesehen, und diese oft nicht mit voller Aufmerksamkeit. Bei meinem Versuch, endlich mit der Serie warm zu werden, fange ich daher am besten ganz von vorn an, nämlich dem Roman zum Pilotfilm. Worum geht es im der Startfolge zur fünften (oder sechsten) Star Trek-Serie? Seit die Vulkanier erstmals auf der Erde landeten, sind knapp 90 Jahre vergangen. Währenddessen haben die Menschen den Warpantrieb weiterentwickelt und bereiten sich darauf vor, erstmals mit einem eigenen Raumschiff den Weltraum zu erforschen. Dass ihnen die ganze Zeit über die Vulkanier über die Schulter schauten, war dabei eher hinderlich denn fördernd. Ein seltsamer Vorfall, bei dem in einem Maisfeld in Oklahoma ein bisher unbekanntes Alien von einem Bauern niedergeschossen wird, führt zu einem überhasteten Startschuss in ein neues Kapitel der Menschheit: Die Enterprise NX-01 bricht unter dem Kommando von Captain Jonathan Archer zu ihrer ersten Weltraummission auf. Ziel ist es, den Außerirdischen - einen Klingonen - zu seinem Heimatplaneten zu bringen, sehr zum Unmut der Vulkanier... Eigentlich müsste es für Romane zu TV-Folgen zwei unterschiedliche Bewertungen geben, abhängig davon, ob man die entsprechende Episode schon kennt oder eben nicht. Bei "Aufbruch ins Unbekannte" befinde ich mich in der seltenen Lage, das Buch aus beiden Perspektiven betrachten zu können. Ich habe nämlich viermal angefangen, den Pilotfilm zu sehen, es aber bisher nie fertiggebracht, ihn bis zum Ende durchzuhalten. Spätestens bei der peinlichen Nabelschau-Szene ("für eine perfekte Dekontaminierung ist es superwichtig, dass T'Pol und Trip sich gegenseitig die knackigen Körper einschmieren, aber natürlich die Unterwäsche anbehalten können...") war dann Schluss. Den gesamten extrem actionhaltigen Schlussteil kenne ich also nur in gedruckter Form, und wie es scheint, habe ich tatsächlich etwas verpasst. Was den mir bekannten Teil angeht, so muss ich sagen, dass ich durch diesen Roman nichts Neues erfahren konnte. Es ist wirklich nur eine reine Nacherzählung dessen, was man schon auf dem Bildschirm sehen konnte. Von Diane Carey habe ich mittlerweile mehrere Romane zu TV-Folgen gelesen, und grundsätzlich kleben ihre Nacherzählungen immer sehr eng am Drehbuch, so auch hier. Genau wie im Pilotfilm kann man über die neue Crew noch nicht viel sagen, da eigentlich nur Captain Archer im Vordergrund steht. Der Roman ist die meiste Zeit über aus seiner Sicht geschrieben, was für den Leser durchaus interessant ist, kann man doch im Gegensatz zum Enterprise-Captain über den Tellerand hinausblicken. Aus Sicht der Menschen aus Archers Zeit scheinen die Vulkanier den Fortschritt auf der Erde zu behindern, aber als Kenner der anderen Star Trek-Serien wissen wir ja, dass das Prinzip der Nichteinmischung in andere Kulturen durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Die im Roman praktizierte einseitige Sichtweise führt allerdings auch dazu, dass die Vulkanier hier extrem unsympathisch erscheinen - etwas, das von Anfang an auch typisch für die Serie war. Für mich als Vulkanierfan war dies einer der Gründe, warum ich "Enterprise" nie so viel abgewinnen konnte wie den anderen Star Trek-Serien. Beim Bemühen, die begeisterte Aufbruchstimmung der Menschen beim Start der Enterprise einzufangen, schießt Diane Carey für meinen Geschmach ein wenig über das Ziel hinaus. Noch stärker als die TV-Folge verbreitet das Buch nämlich diese typisch US-amerikanische "Yes we can!"-Mentalität, die mir immer ein wenig suspekt ist. Verstärkt wird dieser Eindruck des Hurra-Patriotismus noch dadurch, dass Archer laut diesem Roman Fremdsprachen für unnötig hält, denn "viele Völker, denen die Menschen im All begegneten, lernten schnell Englisch." Tja, warum sollte man denn seine kostbare Zeit mit Fremdsprachen vergeuden, wenn sowieso alle Englisch lernen? Überhaupt wirken die Menschen hier auf mich so, wie die Vulkanier sie einschätzen: unreif und beschränkt. Besonders Archer und Trip scheinen sich permanent ungerecht behandelt und gegängelt zu fühlen und sich immer noch mitten in der Trotzphase zu befinden. T'Pol kann einem hier fast schon leid tun, so wie sie stellvertretend für ihre Rasse den Anfeindungen der Crew ausgesetzt ist. Was ich damit sagen will, ist folgendes: Ein Pilotfilm sollte die Aufgabe haben, dem Zuschauer die neue Crew sympathisch zu machen und das Interesse zu wecken. Dies gelingt weder dem TV-Zweiteiler noch dem Roman, jedenfalls nicht bei mir. Die Figuren sind entweder flach oder nervtötend. Fairerweise muss ich allerdings einräumen, dass Pilotfilme selten tiefschürfende Charakterstudien sind, sondern erstmal das Grundgerüst der neuen Serie aufbauen müssen. Der große Showdown in der Helix (den ich nicht im TV gesehen habe) ist sehr actionreich und unterhaltsam und weckte bei mir sogar die Lust, mir die Folge irgendwann doch mal bis zum Ende anzusehen. Ich schlussfolgere jetzt einfach mal daraus, dass der Roman für diejenigen ganz interessant sein mag, die den Pilotfilm noch nicht kennen, was zugegebenermaßen auch keine große Überraschung ist. Kenner der Folge erfahren zwar in der Geschichte selbst nichts neues, aber vielleicht hält der knapp 30seitige Anhang "Hinter den Kulissen von Enterprise" doch noch ein paar neue Informationen bereit. Was mich betrifft, fand ich ihn interessanter als den kompletten Roman. Fazit: Soooo übel ist die Geschichte gar nicht, aber die wenig schmeichelhaft beschriebenen Charaktere, teilweise seltsame Formulierungen (mein "Favorit": Er streckte die Hand aus und kratzte Porthos am Kopf, an der kleinen Beule, die das Gehirn enthielt) und die stumpfe Widergabe der TV-Handlung ohne eigene Ideen sorgen dafür, dass der "Aufbruch ins Unbekannte" eher einen lahmen Start in die neue (Roman-)Serie darstellt.

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