Diane Setterfield

 4.1 Sterne bei 329 Bewertungen
Autorin von Die dreizehnte Geschichte, The Thirteenth Tale und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Diane Setterfield

Diane Setterfield wurde im August 1964 in Großbritannien geboren. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie Romanistik und arbeitete danach einige Jahre als Lehrerin in Frankreich. Ihr großes Debüt feierte Setterfield mit ihrem Roman "Die dreizehnte Geschichte", der in insgesamt 38 Länder veröffentlicht und mittlerweile mehr als drei Millionen mal verkauft wurde. Ihr aktueller Roman "Aufstieg und Fall des Wollspinners William Bellman" erscheint im November 2014.

Alle Bücher von Diane Setterfield

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Die dreizehnte Geschichte

Die dreizehnte Geschichte

 (277)
Erschienen am 02.06.2008
Die dreizehnte Geschichte

Die dreizehnte Geschichte

 (7)
Erschienen am 10.04.2007
The Thirteenth Tale

The Thirteenth Tale

 (23)
Erschienen am 08.12.2011
Bellman&Black

Bellman&Black

 (1)
Erschienen am 10.06.2014
L'home que perseguia el temps

L'home que perseguia el temps

 (0)
Erschienen am 01.01.2015
Trinadcataja skazka

Trinadcataja skazka

 (0)
Erschienen am 15.12.2013

Neue Rezensionen zu Diane Setterfield

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MikkaGs avatar

Rezension zu "Die dreizehnte Geschichte" von Diane Setterfield

Familiengeheimnisse und Literatur
MikkaGvor einem Jahr


'Ein großartiges, magisches, wunderbares Buch!', wurde mir vorgeschwärmt 'Total öde, langatmig, voller endloser Beschreibungen!', wurde mir vorgejammert. Aber nach bestimmt drei Jahren, in denen dieses optisch wunderschöne Werk in meinem Regal ungelesener Bücher Staub sammelte, war es an der Zeit, mir meine eigene Meinung zu bilden.


Und während ich definitiv dazu tendiere, der ersten Meinung zuzustimmen, kann ich doch verstehen, warum zumindest ein kleiner Teil der Leser enttäuscht zur zweiten Meinung kommt. Ich denke, es ist zum großen Teil eine Frage der Erwartungen, die man an das Buch hegt.


Es ist spannend – aber es ist keine rasante Thrillerspannung, sondern eine unterschwellige, die sich in gemessenem Tempo aus den menschlichen Abgründen der wichtigsten Charaktere nährt. Düster, ja. Perfide. Aber auch philosophisch, und manchmal sogar schön. Es wirft Fragen auf, die es nicht alle beantwortet, und beantwortet dafür Fragen, bei denen man erst ganz am Schluss begreift, dass sie die ganze Zeit im Raum standen.


Das Buch erzählt eine außergewöhnliche Familiengeschichte: der Wohnsitz der Angelfields ist wie eine Parallelwelt, ein abgesonderter Mikrokosmos, in dem menschliche Gepflogenheiten und Moralvorstellungen nur bedingt Gültigkeit haben. Ein Großteil meiner Faszination lag daher auch in den Charakteren begründet, die alle nicht ganz der gesellschaftlichen Norm entsprechen; von Generation zu Generation setzt sich etwas fort, das an Wahnsinn grenzt (oder darüber hinausgeht?), und dennoch fand ich die Charaktere glaubhaft und überzeugend, wenn auch nicht unbedingt sympathisch. Es geht viel um die Dynamik verschiedener Geschwisterpaare: Charlie und Isabelle, verbunden durch Obsession und eine gemeinsame Veranlagung zur Grausamkeit. Adeline und Emmeline, Zwillinge, die unterschiedlicher nicht sein könnten – wild, aggressiv und beinahe animalisch die eine, sanftmütig und liebevoll die andere.


Im Mittelpunkt steht Vida Winter, die wohl berühmteste Autorin ihrer Zeit, über deren Vergangenheit jedoch rein gar nichts bekannt ist. In jedem Interview spinnt sie eine neue Wahrheit und erzählt Geschichten, die sich dann doch als Fiktion erweisen. Aber jetzt sieht sie das Ende ihres Lebens nahen und erwählt eine Biografin, Margaret, der sie die ungeschminkte Wahrheit diktieren will. Unter anderem die, dass sie Adeline Angelfield hieß, bevor sie zu Vida Winter wurde...


Ihre Figur fand ich unglaublich gut geschrieben, und man fragt sich das ganze Buch über, wie und wann aus Adeline, dem verrohten, vernachlässigten Kind, die kultivierte Vida wurde. Es ist jedoch auch eine Geschichte über die Macht der Literatur, den manchmal fließenden Übergang zwischen Wahrheit und Fiktion.


Das Buch hat eine dieser unerwarteten Wendungen zu bieten, bei denen man am liebsten direkt noch einmal auf der ersten Seite beginnen würde, um herauszufinden, wo man möglicherweise Hinweise überlesen hat – auf einmal ist alles ganz anders, aber eigentlich hat man die Puzzleteile nur die ganze Zeit falsch zusammengesetzt. Mir sind direkt ein paar Szenen eingefallen, die mit dieser neuen Informationen einen ganz anderen Sinn ergaben! Sehr geschickt konstruiert. 


Der Schreibstil ist einfach ein Gedicht, die Autorin hat eine ganz besondere, außergewöhnliche Ausdrucksweise. Sie liest sich lyrisch, beinahe poetisch, und das auch dann, wenn sie Schmutz und Verfall beschreibt, und die Atmosphäre ist immer so dicht, dass man sie schneiden könnte. 


Fazit:
Diane Setterfield erzählt eine originelle, abgründige Familiengeschichte, die vor allem von ihren ungewöhnlichen Charakteren und dem wunderbaren Schreibstil lebt. Wer das Buch lesen möchte, sollte der Atmosphäre (viel!) Zeit geben, sich zu entfalten, und damit leben können, dass manche Fragen unbeantwortet bleiben. 

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Lennys avatar

Rezension zu "Die dreizehnte Geschichte" von Diane Setterfield

Die dreizehnte Geschichte / Diane Setterfield
Lennyvor 2 Jahren

Eine Autorin, die ein Buch mit dem Titel die dreizehnte Geschichte veröffentlicht hat, doch es waren nur 12 Geschichten, die 13. Geschichte fehlt noch..und eines Tages ist sie bereit die 13. Geschichte zu erzählen und hat da jemand ganz besonderes ausgewählt. Eine Junge Frau, die eigentlich ein Zwilling ist, doch die Zwillingsschwester früh verloren hat.....und diese junge Frau ist in der Buchhandlung ihres Vaters groß geworden und liebt Bücher sehr.....passender geht es wohl kaum.

Dieses Buch ist an manchen Stellen etwas gruselig, es reißt einen mit und oft kann man es kaum weglegen. Ich hätte mir ein etwas anderes Ende gewünscht. An manchen Stellen etwas sehr ausfühlich, doch ich hab mich in der Umgebung oft wohl gefühlt. Eine unbedingte Leseempfehlung von meiner Seite!

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Maki7s avatar

Rezension zu "Die dreizehnte Geschichte" von Diane Setterfield

Nicht gut umgesetzt
Maki7vor 2 Jahren

Margaret Lea erhält von der Bestseller-Autorin Vida Winter eine Einladung, sie soll ihre Biografie schreiben. Margaret ist von dieser Idee nicht so angetan, hat sie doch noch nie ein Buch von Vida gelesen, obwohl sie Bücher über alles liebt und in einem Buchladen arbeitet und lebt. Sie folgt trotzdem der Einladung.

Vida, die immer ein Geheimnis um ihre Herkunft gemacht hat, will nun endlich ihre Geschichte erzählen. Die Geschichte ihrer Herkunft, die Geschichte der Familie Angelfield und von den beiden Zwillingen Adeline und Emmeline.



Margaret erzählt aus der Ich-Perspektive, sehr langatmig, anfangs kommt die Geschichte nicht in die Gänge. Erst als Vida Winter auf der Bildfläche erscheint, geht es endlich vorwärts und es wird spannend. Vida erzählt auch aus der Ich-Perspektive obwohl sie nur von "sie" spricht, später wechselt sie dann zu "ich" Was mich verwirrte, als sie als "sie" erzählt, dann weiss sie sehr viele Details, obwohl sie nicht dabei war. Ich hab mich gefragt, wie kann sie wissen, wie die anderen unter sich geredet haben oder was jemand, mit dem sie kaum Kontakt hatte, gedacht und getan hat. Als sie dann zu "ich" wechselt, sind ihre Beobachtungen plötzlich sehr dürftig, dafür wechselt sie dann auch ins detailreiche und zieht die Geschichte unendlich mit Nebensächlichkeiten in die Länge.

Ich habe die Jahresangaben vermisst. In welcher Zeit lebt Margaret? Heute, vor 50 Jahren, vor 100? Wie sie aus ihrem Alltag schreibt, wie alles beschrieben wird, Details, könnte es anfangs 20 JH sein. Aber dann wiederum stimmen andere Details nicht, scheint doch die Moderne zu sein. Ich hab mich während des Lesens zu sehr auf die Zeit konzentriert und nach Anhaltspunkten gesucht, wo wir uns befinden. Für mich war durch dieses fehlende Detail Margret nicht einzuordnen. Mit jeder Seite nervt sie nur noch mehr. Ja, sie leidet unter dem Verlust ihrer Zwillingsschwester, nach der 100sten Wiederholung ist es angekommen! Trotz der detailreichen Erzählungen waren für mich die Personen nicht greifbar. Ich konnte zu keiner einen Bezug aufbauen und wurde nicht in ihre Zeit hineingezogen, weil in meinem Hinterkopf ständig die Frage war, in welcher befinden wir uns denn?

Nach der Hälfte ging es auch mit Vidas Geschichte abwärts und beim letzten Drittel wurde es richtig schwer dranzubleiben, Die Gedanken schweifen dann zu schnell ab und man fällt aus der Erzählung raus. Die Geschichte verliert bis zum Ende völlig an Spannung, so dass die Auflösung am Ende auch keinen "Aha"-Effekt auslöst sondern "zum Glück bin ich durch" Ich glaube, gegen Ende ist der Autorin, wie mir, die Luft ausgegangen. Das Finale war nicht der Knaller, den ich erwartet habe, Hauptsache endlich vorbei.

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Gespräche aus der Community

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Cat0890s avatar
Hallo zusammen,

ich verlose auf meinem Blog z.z. drei Bücher. Je nachdem wie viele Teilnehmer dabei sind, kommen noch ein weiteres Buch und ein Hörbuch dazu. Ich verlose auch einen Trostpreis unter denen die nicht gewonnen haben :)


Die Verlosung findet auf meinem Blog statt: http://buecherjunky.de/gewinnspiel-ostern-steht-vor-der-tuer/

Wenn ihr Lust habt schaut vorbei, alle Infos gibt es dort.

Zur Buchverlosung
Hallo! Meine Mutter lässt nach Buchempfehlungen fragen! Naja ich soll sagen das ihr zum Beispiel "Die dreizehnte Geschichte" von Diane Setterfield gefallen hat! Sie bedankt sich schonmal!
Zum Thema
kerst2607s avatar
Hallo, ich bin auf der Suche nach einem (oder mehreren) Buch welches dem Schreibstil von Diane Setterfield "Die dreizehnte Geschichte" sehr ähnlich ist. Das Genre ist mir dabei völlig egal, wichtig ist nur, dass der Sprachstil ziemlich viel Gefühl ausdrückt und trotzdem fesselt. Als ich dieses Buch laß, hat es die Autorin geschafft, mich völlig in dem Buch eintauchen zu lassen. Leider gibt es bis jetzt nur das eine Buch von dieser Autorin, deshalb suche ich vergleichbare Literatur! Liebe Grüße Kerstin
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Diane Setterfield wurde am 22. August 1964 in Großbritannien geboren.

Community-Statistik

in 607 Bibliotheken

auf 49 Wunschlisten

von 13 Lesern aktuell gelesen

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