Dianne Case

 3.6 Sterne bei 8 Bewertungen
Dianne Case

Lebenslauf von Dianne Case

Dianne Case ist in Südafrika als Kinderbuchautorin bekannt. Nicht alles ist ein Zauberspiel (im Original: Toasted Penis and Cheese, 1999) ist ihr erster und einziger Roman für Erwachsene. Für ihre Werke erhielt die Autorin mehrere Auszeichnungen, zuletzt den Toronto South African Women for Women Award. Die Autorin lebt und arbeitet in Wynberg bei Kapstadt.

Alle Bücher von Dianne Case

Nicht alles ist ein Zauberspiel

Nicht alles ist ein Zauberspiel

 (8)
Erschienen am 01.03.2006

Neue Rezensionen zu Dianne Case

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Rezension zu "Nicht alles ist ein Zauberspiel" von Dianne Case

Liest sich sehr gut
Guerkkchenvor 2 Jahren

"Nicht alles ist ein Zauberspiel" erzählt die Geschichte einer meist unglücklichen Frau, die von ihrem Mann betrogen wurde und nun vor einem großen Haufen Scherben steht. Wie soll sie sich in dieser neuen Situation definieren? Wie mit ihren depressiven Phasen umgehen? Braucht sie wirklich einen Mann in ihrem Leben, um sie selbst sein zu können?


Begleitet wird sie von zwei Engeln, die ihre Gedanken und Handlungen à la Engelchen und Teufelchen kommentieren, sie ermuntern, ihr Dinge versuchen auszureden, sich lustig machen. 


Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und er hat mich gleich gefesselt. Die Dialoge sind herrlich, vor allem die Gespräche, die die Protagonistin mit ihren beiden Engeln führt. Die kleinen Diskussionen zwischen Pro und Contra haben mich an die innerlichen Abwägungen erinnert, die man selbst manchmal mit sich führt. Dadurch regt die Geschichte auch zum Nachdenken an, was das eigene Leben ausmacht und wie und worüber man sich definiert. 


Kurzum – ein schönes Buch, das sich gut liest, zum Nachdenken anregt, zum Schmunzeln bringt, mit der Protagonistin mitleiden lässt.

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Rezension zu "Nicht alles ist ein Zauberspiel" von Dianne Case

Die Emanzipation einer betrogenen Ehefrau
karrrtiganvor 2 Jahren

Das Buch schildert aus der Ich-Perspektive das Leben einer Frau, die von ihrem Mann betrogen und verlassen wurde, und in dieser Zeit allerlei Kämpfe mit sich selbst und ihrer Depression sowie den Erwartungen ihrer Umwelt ausfechten.

Thematisch hat mir das Buch jedoch gut gefallen. Es handelt von der Emanzipation einer Frau, die sich bisher nur über ihren Ehemann definiert hat, und nun nach dem Scheitern ihrer Ehe eine neue Beziehung für sich selbst und eine Wertschätzung für sich selbst finden muss. Wir begleiten sie dabei, wie sich sich von ihrem Exmann löst und zu einer eigenständigen Person wird, die durchaus nicht blind ist für ihre eigenen Fehler und Schwächen, aber dennoch ein neues Selbstbewusstsein findet. Sucht sie zu Anfang noch die Schuld für die Affäre ihres Mannes bei sich, so löst sie sich im Laufe der Zeit davon und kann sich distanzieren und die Schuld dorthin platzieren, wohin sie gehört.
Trotzdem ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, sondern die Depressionen sind selbstverständlich noch immer da und auch die Zukunft ist nicht sicher, aber das ist auch etwas, was das Buch realistisch macht.

Der Grund, wieso ich dennoch vergleichsweise lange für dieses Buch gebraucht habe lag darin, dass der Schreibstil des Buches nicht besonders mein Fall war - Bücher aus der Ich-Perspektive gehen generell schwer an mich, auch wenn ich sagen muss, dass es für die Geschichte und die Art, wie sie erzählt wurde, durchaus passend war. Oftmals war mir aber die Erzählung etwas zu wenig zusammenhängend und hat mich als Leser emotional nicht erreicht. Die Hauptfigur Jenny steht als Stand-In für viele Frauen in ihrer Situation. Diese Funktion erfüllt sie sehr gut und ihre inneren Kämpfe konnte ich gut nachvollziehen, jedoch kam sie leider darüber hinaus nicht als eigenständiger Charakter, über den ich gerne mehr lesen würde, zur Geltung.

Das Buch ist vermutlich keines, an das ich mich noch in Jahren besonders gut erinnern werde, ich halte es aber für guten Lesestoff, insbesondere wenn man sich für feministische Literatur interessiert. Einen großen Spannungsbogen sollte man nicht erwarten, aber doch einige gute Gedanken und Inhalte, mit denen sich viele Frauen sicher gut identifizieren können.

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abuelitas avatar

Rezension zu "Nicht alles ist ein Zauberspiel" von Dianne Case

leider
abuelitavor 2 Jahren

Leider fand ich keinen richtigen Zugang zu diesem Buch. Das zeigt sich schon daran, dass ich mindestens drei mal neu angefangen habe zu lesen und mich dann auch wirklich durch die Seiten gequält habe.

Was habe ich erwartet? Jennifer – eine verwirrte moderne Frauengestalt, die den Herausforderungen des Lebens fantasievoll und komisch, oft auch grotesk begegnet –das hörte sich ursprünglich gut an, auch für mich. 

Den Anfang fand ich bereits verwirrend und bis ich mal verstanden habe, dass Jennifer durch die Affäre ihres Mannes mit ihrer Freundin so durcheinander kam – das dauerte. Das mag auch durchaus an mir liegen, keine Frage.


 Schon alleine mit den „guten“ und „bösen“ Engeln in dieser Form vermochte ich gar nichts anzufangen – was mich imgrunde selber verwundert, da es dieses Szenario doch öfters gibt in Romane und mir bisher meistens gut gefallen hat.

Vielleicht sollte ich es später noch einmal lesen…..im Moment aber vermag ich nichts anders zu sagen, so leid mir das auch tut. Und, das möchte ich nochmals betonen, ICH persönlich konnte mit dieser Art der Art der Depressionsbewältigung einfach nichts anfangen. 




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Gespräche aus der Community

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kalliopepaperbackss avatar

Auch in Südafrika gibt es die starken, schwachen und witzigen Frauen in der Literatur, wie sie seit Eva Heller, Hera Lind, Gaby Hauptmann und anderen in Deutschland als verlegerische Erfolgsrezepte gelten. Nach Marita van der Vyver und Rachelle Greeff, die die afrikaanssprachige Männerlandschaft aufmischten, begab sich Dianne Case ins Getümmel um Frauen mit viel Drive und einigen Defiziten.

Fantasievoll, urkomisch und manches Mal auch auf groteske Weise begegnet Jennifer, mit der tatkräftigen Unterstützung ihres „guten” und „bösen” Schutzengels, den Herausforderungen des Lebens.



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kalliopepaperbackss avatar

Auch in Südafrika gibt es die starken, schwachen und witzigen Frauen in der Literatur, wie sie seit Eva Heller, Hera Lind, Gaby Hauptmann und anderen in Deutschland als verlegerische Erfolgsrezepte gelten. Nach Marita van der Vyver und Rachelle Greeff, die die afrikaanssprachige Männerlandschaft aufmischten, begab sich Dianne Case ins Getümmel um Frauen mit viel Drive und einigen Defiziten.

Fantasievoll, urkomisch und manches Mal auch auf groteske Weise begegnet Jennifer, mit der tatkräftigen Unterstützung ihres „guten” und „bösen” Schutzengels, den Herausforderungen des Lebens.



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