Dianne Touchell

 3.6 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Zwischen zwei Fenstern, Kleiner Wahn und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dianne Touchell

Dianne Touchell hatte früher Angst vor dem Weihnachtsmann, dem Osterhasen, der Zahnfee und sonstigen nächtlichen Besuchern. Sie arbeitete als Sängerin in einer Bar, als Köchin und als Buchhändlerin. Ihr erster Roman, "Zwischen zwei Fenstern", bekam in der australischen Presse begeisterte Rezensionen. Dianne Touchell lebt in Perth, Western Australia.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dianne Touchell

Cover des Buches Zwischen zwei Fenstern9783551560049

Zwischen zwei Fenstern

 (30)
Erschienen am 21.11.2014
Cover des Buches Kleiner Wahn9783551560094

Kleiner Wahn

 (18)
Erschienen am 02.10.2015
Cover des Buches Foster vergessen9783551560421

Foster vergessen

 (9)
Erschienen am 21.03.2018
Cover des Buches Zwischen zwei Fenstern9783867372015

Zwischen zwei Fenstern

 (2)
Erschienen am 01.10.2014

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Rezension zu "Kleiner Wahn" von Dianne Touchell

Eine Geschichte, mit der ich so nicht gerechnet hatte
DrunkenCherryvor 2 Monaten

Wow, dieses Buch hat wirklich mehr bereit gehalten, als ich gedacht hätte.

Mit einem für ein Jugendbuch doch sehr anspruchsvollen Schreibstil voller Metaphern und Worten zwischen den Zeilen ist das Buch für mich auf jeden Fall etwas besonderes. Auf nicht einmal 300 Seiten wird eine Menge erzählt.

Die Hauptfiguren Rose und Michael sind wirklich gut gezeichnet, wobei ich mir bei Rose fast noch mehr Tiefgang zu Beginn gewünscht häte, um ihre Handlungen später besser nachvollziehen zu können.

Wenn man den Klappentext liest, erhält man den Eindruck, es gehe um eine dramatische Liebesgeschichte - im Grunde richtig, aber da ist noch so viel mehr, was aber jeder Leser für sich selbst entdecken sollte. Auf jeden Fall bekommt man eien Story, die ich so im Jugendbuchbereich bisher nicht lesen durfte und die einem wirklich an die Nieren geht.

Die Geschichte wird glaubhaft geschildert, allerdings fand ich, dass die Autorin einiges an Potenzial verschenkt hat. Und so war es nicht einmal das relativ offene Ende, das mich mit einem Gefühl der Unfertigkeit zurückgelassen hat. Deswegen gibt es von mir auch nur 3 Sterne.


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Rezension zu "Zwischen zwei Fenstern" von Dianne Touchell

Ehrlich. Klischeefrei.
wortberauschtvor einem Jahr

| © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

Eine Geschichte um Jugendliche. Für Jugendliche? Bei weitem nicht! Diese Geschichte ist einnehmend und keinesfalls mit einer durchschnittlichen Liebesgeschichte zu vergleichen. Und wer meinen Buchgeschmack kennt, weiß dass solche bei mir auch nicht Klischeeform zu finden sind. Hier geht es um zwei Jugendliche in zerrüttenden Familienverhältnissen. Eine Feindschaft beider Elternpaare untereinander. Ein Hass der Nachbarschaft. Ein Hass gegenüber der eigenen Ehe. Dazwischen zwei Fenster in denen sich die zwei Jugendlichen gegenüberstehen. Wortlos.

"Dad hat unserem Hund, Dobie Squires, beigebracht, Mum zu beißen."
(CD 1, Erster Satz)

Dies sind die ersten Worte des Protagonisten Creepy. Ein Satz der die Familienverhältnisse sehr gut zusammenfasst.
Anders bei der Protagonistin Maud. Ihre Eltern sprechen kaum noch miteinander. Macht es auch nicht besser.

Dazwischen ganz viel Schmerz, Sehnsucht und am Ende, ein klein wenig Hoffnung. Nicht weil es ein Happy End ist, sondern weil es offen bleibt, welchen Weg die Beiden tatsächlich einschlagen. Doch der Weg dahin ist schwer, das Leben von Creepy und Maud ist ein … ein Auf und Ab?! Ein wenig. Durch ihre Begegnung zwischen zwei Fenstern.

Creepy, ein Junge der von seinen Mitschüler*innen kaum gesehen und als etwas schräg wahrgenommen wird. Und das ist er. Anders als die Anderen, aber nicht schlechter. Heimlich ist er verliebt in seine Nachbarin, dem Mädchen gegenüber seines Fensters. Etwas unheimlich, wie er sie beobachtet. Doch aus dieser Heimlichkeit ergibt sich eine neue Heimlichkeit, ein zartes Annähern zwischen ihm und Maud.

Maud selbst wirkt zurückhaltend. Schaut man genauer ist es keine Zurückhaltung, sondern eine Distanz zu ihrer Umgebung, umhüllt von einer Sehnsucht. Sie will gesehen werden, von ihren Eltern, doch diese sind vertieft in ihre Probleme und die Erhaltung ihrer Fassade. Maud zieht sich immer mehr zurück, rupft immer intensiver an ihren Haaren. Ein Schmerz, der sich sie selbst spüren lässt.

"Das ist echt ein Phänomen […] Das Überbringen von Essen anlässlich eines Unglücksfalls.
[…] ‚Bitte bringt mir das, was ihr für Sandwiches ausgegeben hättet, in bar mit‘, dann sitzen wir nicht in ohrenbetäubender Stille da, sondern es kommt alles aufs Tapet was wir denken. Und wir reden laut und schnell und ehrlich miteinander."
(CD 3)

Gesellschaftlicher Gepflogenheiten und die Frage nach dem ‚Warum‘. Aus Unsicherheit, was gesagt werden darf? Innerhalb dieser Geschichte kommen einiger solcher Gedankengänge der Protagonist*innen, ohne sich jedoch ausschweifend damit zu befassen. Es sind Feststellungen und Hinterfragungen zweier Jugendlicher. Nicht mehr, nicht weniger. Und genau mittenrein.

Ein etwas unheimlicher Junge. Ein Mädchen mit einer psychischen Erkrankung. Eine zarte Verliebtheit ohne Klischee. Inmitten dessen ihre Sehnsüchte, ehrliche Worte und einiges zum Schmunzeln. Ein Jugendbuch das anders ist, als es der Klappentext vermuten lässt und eben deshalb überzeugt!

Minimale Kritik habe ich bezüglich der Sprecherin, deren Atmung leider etwas zu deutlich zu hören war. Ansonsten jedoch konnte mich die Geschichte absolut einnehmen. Es wird nicht psychologisch, keine Moral, aber viel Emotion. Ein Einblick zweier Familien, hinter deren weißer Fassade die Schwärze allumfassend ist. Keine lockerleichte Erzählung, aber auch keine die mich erschlug. Das Leben, ungeschönt und einnehmend.

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Rezension zu "Foster vergessen" von Dianne Touchell

Emotional, tiefgängig und mit ganz viel Humor
Benni_Cullenvor 2 Jahren

Ich bin bekanntermaßen ein Königskinder-Fan und da musste ich natürlich auch eine Geschichte aus dem neuen (und leider letzten) Programm des Verlags lesen. Welche, da konnte ich mich nicht entscheiden, umso schöner war es dann, als mich Überraschungspost aus dem Verlag erreichte und “Foster vergessen” von Dianne Touchell darin lag. Denn allein der Titel und die Art und Weise, wie dieser aufs Buch gedruckt ist, ließ mich erahnen, dass es eine Geschichte für mich sein würde. Und ich lag nicht falsch, denn innerhalb weniger Tage las ich alles rund um Foster und seine Familie – und war schwer beeindruckt.

Wir lernen den kleinen Foster kennen und erhalten Einblick in sein Leben. Er lebt gemeinsam mit seinen Eltern in einem kleinen Haus und führt eigentlich ein recht normales Leben. Bis sein Vater anfängt, alltägliche Dinge zu vergessen und sich scheinbar immer weiter zurückzieht. Anfangs hat er diese vergesslichen Momente nur ganz selten, im Laufe des Buches wird es allerdings immer schlimmer und Foster fragt sich, ob es irgendwann so weit kommen wird und sein Vater auch ihn vergisst. Doch nicht nur das beschäftigt ihn, denn scheinbar verändert sich sein ganzes Leben – und ob aus den Trümmern wieder etwas neues entstehen kann?

Ich mochte Foster von Anfang an total gerne! Er ist ein wirklich süßer, aufmerksamer Junge und tut einem wirklich leid, wenn das mit seinem Vater richtig los geht. Schön fand ich, dass der Schreibstil Fosters Alter angepasst war und man tatsächlich aus den kindlichen Augen seiner Person die Geschehnisse wahrnimmt. Natürlich ist das manchmal auch sehr anstrengend, einfach weil das kindliche Auge Dinge anders beschreibt und wahrnimmt, allerdings war es meist auch einfach sehr interessant, wie sich Foster verschiedene Situationen erklärt und was er für Assoziationen hat, wenn bestimmte Dinge passieren. Daher empfand ich auch den Schreibstil und den Blickwinkel als stärkste Aspekte des Romans, der mich immer wieder mitreißen konnte und mich zum Nachdenken gebracht hat.

Auch das Thema des Romans und der Umgang mit der Krankheit wurde trotz der kindlichen Sichtweise sehr eingängig und tief dargestellt und in all seinen möglichen Formen gezeigt. Für mich ist es ein großartiges Werk, um Kinder und Jugendliche an das Thema Erkrankung heranzuführen und ihnen sehr eindringlich, aber eben auch in einem geschützten Rahmen mögliche Folgen darzustellen. Und neben all diesen sehr objektiven Aspekten schafft der Roman v. a. eins: Emotional zu berühren und nahe zu gehen. Es gab nicht nur eine Stelle im Buch, an der ich den Tränen nah war oder sie gar nicht mehr aufhalten konnte. Dadurch wird nicht nur die Thematik hervorgehoben, sondern der Leser auch emotional involviert, was ich immer begrüße – besonders bei so einer Thematik.

Doch nicht nur Emotionen und eine gute Thematik haben mich überzeugt – besonders der Humor, den die Autorin im Buch verstreut, hat mich ganz oft zum Schmunzeln gebracht. Bei einer solchen Thematik ist es natürlich immer schwierig, allerdings fand ich genau das so toll: Dass es der Autorin gelungen ist auch eine gewisse Leichtigkeit in den Roman zu bringen, die einen eigentlich gar nicht zum Lachen bringen dürfte – es aber dann doch schafft. Und so weint man nicht nur gemeinsam mit den Figuren, sondern lacht auch mit ihnen.

Mein Fazit:
Eine emotionale Geschichte mit einem zuckersüßen Protagonisten, einer sehr ernsten Thematik und einer wundervollen Umsetzung. Wer nach einer Geschichte mit ganz viel Tiefgang und einer dennoch gut gelungenen Leichtigkeit sucht, der macht mit “Foster vergessen” wirklich nichts falsch. Foster geht einem sofort ins Herz und begeistert mit seiner Art, aber auch mit seiner Art, wie er mit der Situation umgeht. Ich musste auch nach Beenden des Buches noch ganz oft an ihn denken und auch nach einigen Wochen denke ich gerne an ihn zurück. Dafür gibt es 5 Sterne und den Tipp: Lest und reflektiert – es wird euch gefallen!

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