Dianne Touchell Kleiner Wahn

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Inhaltsangabe zu „Kleiner Wahn“ von Dianne Touchell

Rose liebt Michael. Und Michael liebt Rose. Sie haben zum ersten Mal Sex. Schüchtern und liebevoll. Dass sie keine Kondom benutzen, ist nicht so schlimm. Schließlich ist es für beide das erste Mal, da kann ja nicht viel passieren. Zwei Monate später zählt Rose die Tage: 61 seit ihrer letzten Periode und der Schwangerschaftstest ist eindeutig positiv. Was werden ihre Eltern, was werden die Leute sagen? Das kann nicht sein und das darf nicht sein.
Rose verdrängt, dass sie schwanger ist. Und Michael verdrängt, dass Rose schwanger ist. Und das Unheil nimmt seinen Lauf …

Das Buch hat mich auf so verschiedene Weise berührt.. allerdings nichts für schwache Nerven..

— LiveReadLove

Hach Königskinder <3

— Schnudl

So wundervoll poetisch geschrieben und mit einer großen Prise Wahrheit. Dianne Touchell nimmt kein Blatt vor den Mund.

— LillianMcCarthy

Erschütternd und überraschend auf fast jeder Seite und dazu eine authentische, leicht poetischer Sprache. Sehr gelungen!

— Poesiesoso

Ein verstörendes, beängstigendes Jugendbuch über eine ungewollte Schwangerschaft - leider auch mit einem Hang zum Unrealistischen.

— Buechereuphorie

Ein erschütterndes Buch, dass etwas in einem tief drin bewegt!

— AnnaBerlin

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  • Ein unfassbar eindrückliches Buch, das mich sehr berührt hat..

    Kleiner Wahn

    LiveReadLove

    16. November 2017 um 12:56

    Inhalt Rose und Michael erleben die erste große Liebe. Michael ist der erste Junge, den Rose küsst. Er ist der Erste, mit dem sie schläft. Und bei ihrem ersten Mal vergessen die beiden ein Kondom zu benutzten. Beim zweiten Mal auch und ein paar Monate später behält Rose den Kalender fest im Auge. Die Zeit arbeitet gegen die beiden und sie haben keine Chance, sie anzuhalten. Was werden ihre Eltern sagen? Was werden alle sagen? Das darf einfach nicht passieren und doch, ist ihre Zukunft für immer verändert. Ein unfassbar eindrückliches Buch, das mich sehr berührt hat. Wie ich auf dieses Buch aufmerksam geworden bin, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Ich bin dieses Jahr grundsätzlich auf der Suche nach Büchern aus dem Königskinder Verlag, da ich die Aktion #JdKöKi auf Danis Blog Brösels Bücherregal sehr gerne verfolge. Es gibt so viele tolle Bücher aus diesem Verlag und ich bin sehr dankbar, dass diese Aktion ins Leben gerufen wurde. So habe ich schon wunderbare Geschichten lesen können und einige warten noch ungelesen in meinem Regal. „Kleiner Wahn“ hat es mir deshalb angetan, weil mich die Thematik unfassbar angesprochen hat und ich bin sehr froh, das Buch nun gelesen zu haben. Schon nach den ersten Seiten hat Dianne Touchell mich in ihren Bann gezogen. Ihre Art zu schreiben, zu erzählen, ist unglaublich besonders und wirklich sehr schön. Jedes ihrer Worte scheint eine besondere Bedeutung zu haben und so hat auch dieses Buch irgendwie an Wichtigkeit gewonnen. Sie beschreibt sehr fantasievoll, hat immer passende Vergleiche und ich habe mich wirklich sehr gut in die Hauptcharaktere Rose und Michael hineinversetzen können. Die Idee hinter der Geschichte hat mir gut gefallen, Rose und Michael erleben, wie die meisten Jugendlichen zwischen 17 und 18 Jahren, die erste große Liebe. An einem Strand erleben sie ihr erstes Mal, ohne auf Verhütung zu achten. Bereits hier haben meine Alarmglocken geschrillt. Als sie auch bei ihren weiteren Malen die Kondome vergessen ist klar gewesen, wohin das ganze führen wird. Touchell versteht sich darin, die Situation der beiden unfassbar eindrücklich darzustellen. Ich habe zwar nicht verstanden, wieso die zwei so reagiert und gehandelt haben, wie sie es getan haben, aber ich konnte mich recht gut in sie hineinversetzen. Ich selbst hätte für mich andere Entscheidungen getroffen, aber ich bin in diesem Alter nicht in einer solchen Situation gesteckt. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Touchell konsequent das umgesetzt hat, was sie sagen wollte und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es für viele Jugendliche hilfreich sein könnte, sich einmal mit einer solchen Situation auseinander zu setzen. Rose wächst in behüteten Verhältnissen bei ihrer Mutter auf. Sie muss sehr früh lernen, dass es wichtig ist immer die Fassade aufrecht zu erhalten und niemandem jemals zu zeigen, dass man traurig ist. Ihre Mutter kann das besonders gut und erwartet natürlich auch von Rose, dass sie es schafft, ihre Gefühle unter Kontrolle zu behalten. Außerdem plant ihre Mutter für sie bereits ihre Zukunft, denn es ist wichtig ein sicheres Ziel vor Augen zu haben und ihr schwebt es vor, dass Rose eines Tages Krankenschwester wird. Dass Rose aber am liebsten Schauspielerin sein möchte, spielt dabei keine Rolle, obwohl es ihr perfekt gelingt sich in andere Menschen hineinzuversetzen und auf der Bühne jemand anders zu sein. Dieses Talent verhilft ihr auch dazu, in ihren Augen, gut mit der Situation umzugehen, schwanger zu sein. Sie schafft es die Fassade perfekt aufrecht zu erhalten. Nichts und niemand scheint zu merken, was hinter ihrem Verhalten steckt und nur zwei Menschen wissen, was wirklich los ist. Michael wächst ebenfalls in guten Verhältnissen auf. Er hat einen sehr autoritären Vater, der vor allem in der Religion Antworten sieht. In seiner Familie werden Fehler nicht toleriert, denn er selbst macht schließlich auch keine und deshalb schon gar nicht seine Söhne oder seine Frau. Für Michael ist diese Situation normal. Egal welche Frage er auch an seinen Vater stellt, sie wird mit einer Gegenfrage beantwortet. Er muss immer den richtigen Weg gehen und es wird erwartet, dass er anständig bleibt. Als Rose Michael ihr Geheimnis offenbart, hilft es ihm plötzlich nicht mehr, das Gefühl zu haben, fehlerfrei sein zu müssen. Er weiß nicht wohin mit seinen Sorgen, denn was würde passieren, wenn sein Vater die Wahrheit erführe? Die einzige der Jugendlichen, die ich wirklich gerne mochte und verstehen konnte, war die beste und einzige Freundin von Rose: Liv. Sie wird als Schulschlampe beschimpft und ist doch die beste Freundin, die man sich nur vorstellen kann. Sie versucht den beiden so gut zu helfen wie sie nur kann, doch auch ihre Möglichkeiten sind begrenzt. Ich habe sie von Anfang bis Ende sehr gemocht und bin froh, dass die Autorin einen Charakter wie Liv mit in die Geschichte eingebaut hat. Auch sie hat ihr Päckchen zu tragen. Auch sie hat unter der Situation zu leiden und doch ist sie immer für Rose da und versucht auch, für Michael da zu sein. Viel mehr kann und will ich nicht zu diesem Buch sagen. Jedes weitere Wort wäre wohl eines zu viel. Wenn euch die Thematik anspricht, dann kann ich euch nur empfehlen genau zu diesem Buch zu greifen. Es ist etwas so besonderes und eindrückliches, dass ich es so schnell nicht mehr vergessen werdet. Natürlich gibt es bereits etliche Romane, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen aber ich kann euch dieses Buch wirklich ans Herz legen. Es lohnt sich. Fazit Ein Buch, das in mir noch sehr lange nachgehallt hat. Die Geschichte hat mich von Anfang an berührt und zum Nachdenken gebracht. Ich habe mit den Charakteren gelitten auch wenn ich ihre Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehen konnte. Am Ende hat mir die Autorin das alles irgendwie zu schnell abgehandelt, ich hätte mir hier etwas mehr Input gewünscht, denn letztlich kann man sich das Ende irgendwie selbst zusammenreimen, was ich sehr schade finde. Trotzdem gehört dieses Buch wohl zu denen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Etwas härtere Kost, die aber durchaus für Erwachsene geeignet ist.

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  • Hach Königskinder...

    Kleiner Wahn

    Schnudl

    26. July 2017 um 17:48

    Kleiner Wahn - Das ist mal wirklich eine WAHNsinns Geschichte.Die Hauptcharaktere Rose und Michael sind Jugendliche, die ihre erste große Liebe (und vielleicht auch die einzige) leben. Sie haben zum ersten Mal Geschlechtsverkehr und das ohne Verhütung. Sie denken sich nichts dabei und machen es gleich nochmal ohne Verhütung. Und da passiert es Rose wird schwanger und sie können es niemandem (außer Roses bester Freundin Liv) erzählen...Hach Königskinder.. Wie vom Königskinderverlag erwartet, ist es keine 0815 Geschichte. Eine außergewöhnliche Story mit außergewöhnlichen Charakteren. Auch wenn man das erst beim Klappentext nicht wirklich erkennt. Wie sich die Geschichte dann doch noch dreht und wendet und was so alles passiert ist echt krass. Ein sehr empfehlenswertes Buch aber nichts für schwache Nerven. Ein Stern Abzug gibt es aber leider, weil mir der Schluss nicht gefällt. Es bleiben zu viele Fragen offen. Aber manchen gefällt es ja, da noch seine eigenen Ideen hinein zu interpretieren.

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  • Kleines Meisterwerk.

    Kleiner Wahn

    LillianMcCarthy

    19. September 2016 um 16:37

    Inhalt: Rose liebt Michael. Und Michael liebt Rose. Sie haben zum ersten Mal Sex. Schüchtern und liebevoll. Dass sie keine Kondom benutzen, ist nicht so schlimm. Schließlich ist es für beide das erste Mal, da kann ja nicht viel passieren. Zwei Monate später zählt Rose die Tage: 61 seit ihrer letzten Periode und der Schwangerschaftstest ist eindeutig positiv. Was werden ihre Eltern, was werden die Leute sagen? Das kann nicht sein und das darf nicht sein. Rose verdrängt, dass sie schwanger ist. Und Michael verdrängt, dass Rose schwanger ist. Und das Unheil nimmt seinen Lauf … (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Zwischen zwei Fenstern war das erste Buch, das ich von der Autorin Dianne Touchell gelesen habe, und es hat mich sehr beeindruckt. Sie hat das große Glück, Emotionen übermitteln zu können, indem sie Wörter auf Papier bringt und diese Emotionen übertragen sich beim Lesen wie von Zauberhand auf den Leser. So war es auch bei Kleiner Wahn wieder. Anfangs hatte ich Bedenken, dass dieses Werk blass hinter Zwischen zwei Fenstern zurückbleibt aber es konnte definitiv mithalten. Auch hier schockt das Thema wieder. Rose ist schwanger und sie möchte es nicht wahrhaben, verdrängt es, fällt in eine Art Wahn und will sich von niemandem helfen lassen. Ein Thema, das sicher vielen von uns völlig fremd ist und eigentlich schwer nachvollziehbar sein sollte. Aber das war es nicht. Beim Lesen fühlte ich die gleiche Verzweiflung, wie Roses Mitmenschen, ich bin eingedrungen in Roses Gedanken und in die ganze Situation von Rose und Michael und obwohl mir das mehr als einmal das Herz gebrochen hat, war ihre Geschichte wunderschön und voller Hoffnung. Obwohl Dianne Touchell sehr poetisch und in wundervollen Tönen schreibt, so darf man nie vergessen, welche schlimmen und erschreckenden Themen sie doch anspricht. Diesen krassen Gegensatz finde ich immer wunderschön und er berührt mich sehr, doch ich kann nicht behaupten, dass ich das Thema des Buches leicht verdauen kann. Das ist ein Punkt, den man jederzeit bedenken sollte, wenn man zu Werken von Dianne Touchell greifen möchte. Fazit: Dianne Touchells Kleiner Wahn ist ein Werk der Schönheit. Und somit ein Glück für immer, um es mit Ruta Sepetys Worten auszudrücken. Das poetisch geschriebene Werk ist ein kleines Gesamtkunstwerk und das Thema, welches dahinter steckt, umso erschreckender. Beim Lesen saugt man die Gefühle, die das Buch vermittelt direkt in sich auf und durchlebt mit Rose und Michael die Handlung. Fühlt das, was sie fühlen. Leichte Gemüter sollten hier aufpassen aber für mich ist und bleibt es ein Gesamtkunstwerk. Vielen herzlichen Dank an den Carlsen Verlag für das Buch zur *Blogtour.

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  • LL rezensiert..

    Kleiner Wahn

    lenasbuecherwelt

    06. November 2015 um 14:26

    Rose liebt Michael. Und als sie mit ihrem Freund das erste Mal Sex hat, beide ohne große Erfahrungen, wird nicht verhütet. Doch beim 2. und 3.Mal ist es nicht anders und plötzlich hält Rose einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand und viele Tage sind seit ihrer letzten Periode vergangen. Und was jetzt? Rose verdrängt die Tatsache, dass sie schwanger ist und Michael macht es nicht anders. Und es kommt wie es kommen muss… Ich denke, dass man sich bei dem Klappentext schon denken kann, in welche Richtung die Geschichte verlaufen wird. Rose hat Sex, wird schwanger und verdrängt diese Tatsache. Und Monat für Monat rechnet sie mit einer Fehlgeburt. Und dann… Generell finde ich, dass man über dieses harte, dennoch sehr wichtige Thema mehr lesen sollte. Jugendschwangerschaften sind definitiv keine Seltenheit mehr und solche Bücher sensibilisieren den Leser doch sehr. Als ich das Buch anfing, stellte ich mich zwar auf ein schweres, tiefgehendes Buch ein, doch mit dieser Härte hätte ich nicht gerechnet! Jeder Satz in diesem Buch geht unter die Haut und erschreckt, von Anfang bis Ende. Zu Beginn kann der Leser sich schon einiges denken und der Klappentext verrät den Anfang ja schon, doch dieser ruhige, dennoch beklemmende Einstieg sorgt dafür, dass man sich leicht in das Geschehen einfinden kann. Nach dem ersten Mal geht es dann wirklich los, dennoch kriegt der Leser während der Geschichte hauptsächlich den Gefühlszustand von Rose mit,und findet hier keine spektakuläre Handlung mit vielen Höhepunkten vor. Ich verfolgte immer weiter,wie Rose geistig immer schwächer und kränker wird, von außen allerdings immer härter und selbstbewusster wirkt. Als Leser kriegt man wirklich eine Gänsehaut, wenn man von Rose geistigem Zustand liest, dennoch ist das Ganze absolut authentisch geschildert und ich habe mich gefühlt,als wäre ich in der Geschichte drinne und würde sie als Zuschauer miterleben. Wer sich dieses Buch greift, muss sich auf eine harte, erschreckende und für den ein oder anderen sicher auch verstörende Geschichte einstellen, die den Leser nicht kalt lässt. Ich kann meine Gefühle während dem Lesen gar nicht beschreiben, ich war gleicher Maßen erschreckt, als auch verwirrt wie die Protagonistin, und dann wieder unheimlich berührt. Während dem Lesen erlebt sicherlich nicht nur Rose ein Wechselbad der Gefühle, sondern auch der Leser! Das Ende ist absolut stimmig und passend, dennoch saß ich nach der letzten Seite erst einmal einige Minuten vor dem Buch und war baff, erschreckt – mir fehlten schlichtweg die Worte. Ein kleines Buch mit harter Geschichte. Wäre die Geschichte an einigen Stellen nicht ganz so langatmig, bzw.wäre sie schneller fortgeschritten, würde ich volle Punktzahl geben. So gibt es allerdings „nur“ eine 2!

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  • Ein erschütterndes Buch, das unter die Haut geht

    Kleiner Wahn

    AnnaBerlin

    Inhalt: Rose und Michael lieben sich. Sie haben auch zum ersten Mal Sex zusammen. Dass sie das Kondom vergessen haben, fanden sie nicht so schlimm. Schließlich war es für beide das erste Mal. Doch zwei Monate später wartet Rose auf ihre Periode und stellt fest, es sind zu viele Tage vergangen: der Schwangerschaftstest ist positiv. Aus Angst, wie alle reagieren werden, ignorieren sie diese „kleine“ Tatsache einfach. Rose verdrängt, dass sie schwanger ist und Michael verdrängt es ebenfalls und kommt schon bald nicht mehr an Rose ran…    Der Story-Stapel ***Erster Satz: „Er hatte eine Apfelsine gegessen.“ Die Geschichte entwickelt sich sehr schnell. Wir werden direkt in das Geschehen geworfen und mit den beiden Protagonisten konfrontiert. Wir erleben ihre Gefühle direkt mit. Es gibt in dem Buch keine große Vorgeschichte und keine langen Erzählungen. Stattdessen rennt die Geschichte in ihrer Erschütterung durch den Leser durch und mit jeder Seite bleibt dieser fassungsloser zurück.   Der Charakter-Stapel Rose ist die weibliche Protagonistin, die ihre eigene Schwangerschaft ignoriert. Natürlich ist es nicht leicht, während der Schulzeit schwanger zu werden, sondern eine große Herausforderung und eine Schwangerschaft selber ist ja auch eine riesige Sache. Doch die Art und Weise, wie Rose damit umgegangen ist, ihre Kälte und ihre absolute Realitätsverweigerung haben mich geschockt und mich nicht an Rose heran gelassen. Sie bleibt so kalt, wie sie zu ihrer Schwangerschaft ist. Michael ist der männliche Part und irgendwie gefühlvoller. Man kann sich ihm eher nähern und hat das Gefühl, ihn zu verstehen, dennoch konnte ich auch sein Handeln nicht verstehen. In meinen Augen hat er Roses Wahn ebenso ignoriert wie Rose ihre Schwangerschaft. Liv ist ein Nebencharakter und gleichzeitig meine Heldin in der Geschichte. Sie ist selbstbewusst und steht zu sich. Sie ist eine tolle Freundin, die selbst, wenn sie beleidigt wird, trotzdem weiß, wem ihre Loyalität gilt. Sie ist auch überaus intelligent und in meinen Augen nicht nur herzensgut, sondern auch sehr warm. Sie war der wichtige Kontrast und Anker in dem Buch zu Kälte von Rose und Michael.   Der Stil-Stapel Die Erzählperspektive ist in der dritten Person gewählt. Dadurch haben wir die Möglichkeit, in einer Situation die Gedanken viele Charaktere zu erfahren. Somit bekommt man ein besseres Verständnis für die Handlungen. Das Buch liest sich flüssig, auch wenn es in meinen Augen keine leichte Kost ist. Die Sätze sind teilweise kurz und prägnant, andersrum wieder sehr bildlich beschrieben. Dadurch werden Emotionen im Leser geweckt und gleichzeitig wird er an das Buch gefesselt, so dass es kaum aus der Hand zu legen ist.   Der Kritik-Stapel Das Buch ist erschütternd und heftig! Es ist keine leichte Lektüre für Zwischendurch, sondern lässt den Leser nicht los, selbst, wenn die Buchdeckel zugeschlagen sind. Die Handlung der Charaktere ist so schockierend, dass man eigentlich nur den Kopf schütteln möchte oder gerne die Protagonisten durchschütteln und dann an die Hand nehmen möchte. Das Ende ist mein Kritikpunkt an dem Buch. Es kam sehr plötzlich und war sehr oberflächlich. Auf eine Art wurde es von der Autorin wunderschön rund geschrieben, gleichzeitig fehlt mir aber auch die kritische Stimme der Autorin zu dem Thema. Was sind die Konsequenzen? Wie geht es mit den Charakteren weiter? Hier hätte ich gerne mehr Informationen bekommen, um mit diesem extrem schwierigen Thema abschließen zu können.   Auf den Lesen-Stapel? Ja, wer vor erschütternde Geschichten, die unter die Haut gehen und den Leser nicht mehr loslassen, nicht zurückschreckt, kann hier getrost zugreifen. Das Buch ist keine leichte Kost und das Thema auf jeden Fall ein Grenzakt, der niemanden kalt lässt und in jedem Emotionen hervorrufen wird. Mich hat es gepackt, teilweise eiskalt und voller Kummer über die Handlungen der Charaktere und dann wieder voller Verständnis. Für dieses kleine Büchlein, dass mich in einen emotionalen Lesewahn geführt hat, gibt es erschütternde 4 Sterne.

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    • 7

    AnnaBerlin

    07. October 2015 um 07:11
    Floh schreibt Macht mich neugierig. Ein sehr minimalistisches Cover, wie ich finde.

    Ja es ist wirklich sehr reduziert und sagt auch nicht so richtig etwas über die Geschichte dahinter aus. :)

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