Dianne Touchell Zwischen zwei Fenstern

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Inhaltsangabe zu „Zwischen zwei Fenstern“ von Dianne Touchell

Er liebt das Nachbarmädchen mit dem tizianroten Haar und dem Leberfleck am Bein. Er sieht hinüber in ihr Zimmer, wo sie sitzt und zeichnet. Sie hat die verstörende Gewohnheit, sich die Haare auszureißen.
Sie beobachtet den Nachbarjungen, der sich beim Lesen unaufhörlich Notizen macht. Hinter dem Glas seines Fensters scheint er sich am sichersten zu fühlen. Genau wie sie.
Wie zwei Gefangene hängen sie für den anderen Botschaften ins Fenster. Am liebsten in fünf Silben, weil das schön klingt. Als sie irgendwann lächelt, ist das für ihn, als würde in einem heruntergekommenen Haus das Licht wieder angehen. Und beide wissen: Sie werden es besser machen.

Ich könnte versinken in den Worten, die mal eine abstoßende, dann wieder eine faszinierende Wirkung auf mich hatten. Kein Buch für jeden.

— buchstabentraeumerin

Leider überhaupt nicht mein Schreibstil.

— Buchharmonien

Wortgewaltiges Buch aus dem Königskinderverlag, ♥

— LillianMcCarthy

Hartes und sehr schlaues Buch.Super Schreibstil.Ich will mehr Bucher von Dianne Touchell lesen!!!!!!!

— Emi_

Unglaublich einfühlsam, poetisch und sensibel bei harten Themen um psychische Erkrankungen.

— loveisfriendship

Gnadenlos ehrlich, schockierend und trotzdem hoffnungsvoll.

— Fantasie_und_Träumerei

Ein Buch angefüllt mit reichlich Psychosen ☺

— MelE

Sprachlich genial, inhaltlich erschreckend! Man spürt den Schmerz fast körperlich. Für Jugendliche aber nach meiner Meinung ungeeignet!

— Daniliesing

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  • Ein faszinierendes Buch über zwei Außenseiter, das vor allem sprachlich begeistert

    Zwischen zwei Fenstern

    buchstabentraeumerin

    09. May 2018 um 19:00

    DIESE HEIMLICHKEIT IST SPANNEND. UND SIE IST NOTWENDIG. DAS IST SCHLIESSLICH NICHT UNSER ORT. WIR HABEN UNSEREN EIGENEN ORT, DEN RAUM ZWISCHEN ZWEI FENSTERN (SEITE 57) Bedrückend, erschreckend, abstoßend, seltsam, wunderschön, still, tiefgründig, verstörend, hoffnungsvoll. Das sind Stimmungen und Empfindungen, die mir in den Sinn kommen, wenn ich an „Zwischen zwei Fenstern“ denke. Es gibt noch mehr davon, denn Dianne Touchell kann mit Worten umgehen. Sie braucht nur wenige Seiten, 256 um genau zu sein, um in mir die komplexesten Emotionen hervorzurufen. Teils gingen mir die Worte so nah, dass ich eine Pause brauchte von Maud und Creepy. So heißen die Protagonisten, die sich in benachbarten Häusern befinden und einen ungewöhnlichen, zarten Kontakt zueinander zwischen ihren beiden Fenstern aufnehmen. Sie sprechen nicht miteinander, auch wenn sie sich in der Schule begegnen, sie kommunizieren lediglich über auf Zettel geschriebene Notizen, die sie an die Scheibe halten. ICH ÜBERNEHME IMMER DIE GEDANKEN, ÜBERZEUGUNGEN UND EIGENSCHAFTEN VON DEM, DEM ICH AM MEISTEN GEFALLEN MÖCHTE. ICH HABE KEINE PERSÖNLICHKEIT. WIRF EIN, WAS DU WILLST, UND ES WIRD ZU MIR WERDEN, BIS JEMAND WICHTIGERES, PENETRANTERES KOMMT UND DICH VERDRÄNGT. (SEITE 48) Was nach einem harmonisch-romantischem Jugendbuch klingt, in dem sich zwei junge Außenseiter kennenlernen und ineinander verlieben, täuscht. Dieser Roman ist ganz anders. Denn Maud ist psychisch krank, sie reißt sich ihre Haare aus, teilweise bis ihre Kopfhaut blutet. Sie erfährt keine wundersame Heilung durch Liebe, wie es oft in Jugendbüchern dargestellt wird. Und Creepy, so nennen ihn alle an der Schule, ist … nun ja, unheimlich. Er beobachtet Maud durch ein Fernglas, liest unendlich viele Bücher und hat eine wahnsinnig seltsame Vorstellung von Liebe. Beide sind also tatsächlich etwas schräg. Mit Schuld daran sind sicherlich die Elternhäuser, denn die Mütter und Väter der beiden haben ziemlich handfeste Probleme. Creepy’s Eltern streiten unentwegt miteinander, so sehr, dass der Vater den Hund auf die Mutter hetzt. Maud wird von ihrem Vater geschlagen. Zu allem Überfluss liegen beide Elternpaare auch noch miteinander im Clinch. Angesichts dieses unangenehmen Alltags, versuchen Maud und Creepy irgendwie zurechtzukommen. Sie bauen sich ihre eigene kleine (Gedanken-)welt, was Touchell sprachlich außerordentlich gut aufbereitet. Ich könnte versinken in ihren Worten, die mal eine abstoßende, dann wieder eine extrem faszinierende Wirkung auf mich haben. ALLE SEHEN MICH AN, ALLE ERWARTEN ETWAS VON MIR, ABER MEINE STIMME GEHÖRT MIR NICHT MEHR. SIE WIRD AUS MIR HERAUSGESOGEN UND VERSCHWINDET IM NU UND DAS EINZIG REALE IST DAS ECHO, DAS ZURÜCKKEHRT. (SEITE 83) Besonders beleuchtet die Autorin die psychologische Verfassung von Maud und Creepy. Sie ließ mich so tief in die Köpfe von den beiden eintauchen, dass ich meinte, mich in ihnen zu verlieren. Zusätzlich reichert sie ihre Kapitelanfänge mit Gedanken von Maud sowie mit Buchzitaten von Creepy an, die sehr aufschlussreich und immer enorm passend sind. Sie zeigen, wie sehr Maud sich in ihre eigene Gedankenwelt zurückzieht, während Creepy versucht, in der Literatur eine Antwort zu finden. Inwiefern ist dieses Buch nun positiv? Ich weiß es nicht. Kleiner Spoiler: Allerdings erlaube ich mir, aus der letzten Seite so etwas wie eine neue, hoffnungsvolle Ausrichtung herauslesen zu können. Doch letztendlich erwartet den Leser ein offenes Ende, das er zu interpretieren frei ist. Fazit „Zwischen zwei Fenstern“ von Dianne Touchell ist ein sehr faszinierendes Buch, das mich vor allem sprachlich begeistert hat. Es liest sich jedoch nicht leicht und es ist für empfindliche Leser sicherlich des Öfteren schwer verdaulich – ich musste oft schlucken. Die psychologische Tiefe, die sich darin jedoch auftut, entschädigte mich dafür mehr als genug. Es ist mit 256 Seiten nicht lang und dennoch wurden so viele Empfindungen in mir wachgerüttelt, dass ich noch immer einzelnen Momenten nachhänge. Klar ist: Es spaltet die Gemüter, aber ich finde, das Lesen lohnt sich!

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  • Sprachlich gewaltig, thematisch wichtig, der Rest nicht ganz mein Fall !

    Zwischen zwei Fenstern

    InaVainohullu

    21. December 2017 um 08:16

    Zwischen zwei Fenstern erzählt die Geschichte von zwei Außenseitern, Maud und Creepy, die für ihre Umwelt, selbst für ihre Eltern, die meiste Zeit einfach nur unsichtbar sind. Der Raum zwischen ihren beiden Fenstern wird ihre Schutzzone, hier können sie sein wie sie sind, denn hier nehmen sie einander ganz bewusst wahr. Zwischen zwei Fenstern ist die erste Geschichte aus dem Königskinder Verlag, bei der sich meine Begeisterung leider sehr in Grenzen hält. Zwar kann mich Dianne Touchell mit ihrem wunderbar poetischen Schreibstil und ihrer unbändigen Wortgewalt für sich gewinnen, und trotzdem war dieses Buch nicht ganz mein Fall. Man muss viel zwischen den Zeilen lesen, was mich in der Regel nicht stört, eher das Gegenteil ist der Fall, doch hier empfand ich es oft als anstrengend und mühselig. Vielleicht auch deshalb, weil ich keinen wirklichen Bezug zu den Figuren hatte. Sowohl Creepy als auch Maud wirkten auf mich recht distanziert. Ihre Gedanken kreisen oft um, für mich als Leserin, völlig unwichtige Dinge, halten sich mit seltsamen Wirrungen und Ausschweifungen auf, was mich manchmal echt an meine Grenzen trieb und in Versuchung brachte, das Buch vielleicht doch einmal erst zur Seite zu legen. Ich habe es aber nicht getan, in der Hoffnung auf Besserung. Die leider ausblieb. Es ist ein psychologisch ausgeklügelter Roman der wichtige Themen aufs Tapet bringt. Es geht dabei um Selbstverletzung, um psychische Probleme und um die damit einhergehende Ohnmacht unserer Gesellschaft in Bezug auf ebenjene Themen. Man schaut lieber weg oder konzentriert sich darauf an einem Menschen schlechte Eigenschaften zu finden, statt sich mit dem Offensichtlichen zu beschäftigen. Das fand ich sehr gut und greifbar beschrieben. Gestört hat mich dagegen das die "Liebesgeschichte" eine sehr seltsame war. Creepy ist verliebt in Maud, die ihm gegenüber wohnt, mit der er gemeinsame Unterrichtsfächer belegt, mit der er zwischen den Fenstern einen sehr privaten und intimen Raum teilt und doch kennt er nicht einmal ihren Namen. Er beobachtet sie durch sein Fernglas, was auf mich wirklich unglaublich unheimlich wirkte. Er kommt mir vor wie ein Stalker und macht seinem Namen "Creepy" damit wirklich alle Ehre. Ich bin wirklich sehr hin und hergerissen in meiner Meinung. Thematisch ist es ein wirklich interessantes und wichtiges Buch, sprachlich ist es eine Wucht, aber der Rest ? Konnte mich nicht so recht erreichen und berühren. Leider. Noch eine Anmerkung am Rande: Von der Atmosphäre her erinnerte mich das Buch sehr an den Film Harold & Maud, falls den mal jemand von Euch gesehen hat. Auch da verbindet die beiden Hauptcharaktere eine sehr merkwürdige Art der Freundschaft, die ähnlich morbide Züge hat, wie die zwischen Creepy & Maud. Vielleicht ist die Namenswahl, also MAUD, ja hier gar kein Zufall :) Wer weiß.

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  • Außergewöhnlich und wunderschön

    Zwischen zwei Fenstern

    LillianMcCarthy

    19. February 2016 um 14:03

    Inhalt: Er liebt das Nachbarmädchen mit dem tizianroten Haar und dem Leberfleck am Bein. Er sieht hinüber in ihr Zimmer, wo sie sitzt und zeichnet. Sie hat die verstörende Gewohnheit, sich die Haare auszureißen. Sie beobachtet den Nachbarjungen, der sich beim Lesen unaufhörlich Notizen macht. Hinter dem Glas seines Fensters scheint er sich am sichersten zu fühlen. Genau wie sie. Wie zwei Gefangene hängen sie für den anderen Botschaften ins Fenster. Am liebsten in fünf Silben, weil das schön klingt. Als sie irgendwann lächelt, ist das für ihn, als würde in einem heruntergekommenen Haus das Licht wieder angehen. Und beide wissen: Sie werden es besser machen. (Quelle: Klappentext) Meine Meinung:  Als belletristische Lektüre für die Zeit nach meiner Klausur habe ich ein kurzes Buch gesucht, das leicht in der Tasche verstaubar ist und mir so im vollen Hörsaal ein paar schöne Leseminuten beschert. Lange habe ich überlegt, was ich mitnehme, bis mein Blick auf das kleine Buch aus dem Königskinder Verlag fiel. Schon häufiger wollte ich es unbedingt lesen und das war die perfekte Gelegenheit dazu. Schon nach wenigen Seiten war ich begeistert und auch sehr überrascht. Nicht nur die sehr poetische und gefühlvolle Sprache konnte mich überzeugen. Zwischen zwei Fenstern kommt auch zu 98% ohne direkte wörtliche Rede aus. Das nimmt der ganzen Geschichte zwar sehr an Fahrt, die braucht sie aber auch gar nicht. Nicht viel Spannung steht im Vordergrund sondern die Menschen, Charaktere, Schicksale, Beziehungen. Wir verfolgen Ausschnitte im Leben von Maud und Creepy. Das sind nicht ihre richtigen Namen aber die sind auch gar nicht wichtig. Maud und Creepy sind Nachbarn und kommunizieren über den Raum zwischen ihren zwei Fenstern. Die Familien liegen im Streit miteinander und zusätzlich hat jede Familie ihr eigenes Päckchen zu tragen. Es entsteht eine ganz komische Stimmung, wenn man das Buch liest, denn man ist todtraurig aber manchmal auch über kleine Dinge und Entwicklungen überglücklich. Jedes Wort dieses kurzen Buches scheint mit Bedacht gewählt und befindet sich an der richtigen Stelle. So steckt weit mehr in ihm, als in manchen Büchern mit doppelt so vielen Seiten. Maud und Creepy habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie sind normal und doch in einigen Punkten so herrlich unnormal, dass man sie einfach lieben muss. Es ist Creepy, der stille und unscheinbare Junge, der in der Schule diesen Spitznamen bekam und nachmittags nichts anderes tut als Lesen. Und Maud, die sich ihre Haare ausreißt und 5-silbige Sätze liebt… Bewertung: Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich nicht nur die Beiden sondern auch das ganze Buch fest in mein Herz geschlossen habe. Trotz seiner Kürze trifft es den Leser mit Ehrlichkeit und Wortgewalt. Dafür gibt es von mir 5 von 5 Füchschen. 

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  • Eine interessante Charakterkonstellation

    Zwischen zwei Fenstern

    yumenomakki

    30. August 2015 um 12:47

    1 Erwartungen: Zu aller erst und weil ich denke, dass es hier wichtig ist möchte ich hervorheben, dass ich ganz andere Erwartungen an dieses Buch hatte. Dies führt meistens dazu, dass man sich erst auf die eigentlichen Schwerpunkte des Buches umstellen muss. Der Klappentext und die Zitate im Inneren lassen nämlich auf eine ungewöhnliche Liebesgeschichte hoffen bzw. spekulieren, was dieses Buch auf jeden Fall NICHT ist. (Nebenbei würde ich zu dem Hammerpreis von ca. siebzehn Euro gerne wissen, was ich da kaufe..) 2 Inhalt: Die Protagonisten Creepy (männlicher Protagonist) und Maud (weibliche Protagonistin) erzählen abwechselnd aus ihrer Perspektive von ihren familiären Problemen, eigenen Unsicherheiten und skurrilen Angewohnheiten. Besonders interessant ist hierbei, wenn auch nur kurz angesprochen, die Anpassung and die Norm, die von beiden erwartet wird und aber auch hiermit das zusammenhängend Alter (der Weg zu sich selbst wenn man so will, oder kurz die Pubertät), welches ihnen erschwert ihre Situation (Was ist so falsch daran anders zu sein. So falsch daran gerne in Lexiken zu stöbern etc.)zu erklären. Im Grunde genommen: "Lasst die Kinder doch so sein wie sie wollen und drückt sie nicht in irgendwelche Normen, die eure eigene Unsicherheit kompensieren soll" Das hätte ich gerne zu Mauds Eltern gesagt. 3 Meinung:  Positiv: Obwohl ich Schwierigkeiten hatte zu begreifen in welchem Genre ich mich befinde mochte ich dieses Buch. Die Charaktere sind einzigartig und erfrischend, interessant und menschlich (im Sinne von nicht perfekt). Negativ: Gestört haben mich vor allem die vielen Ansatzpunkte, die an sich richtig gut sind, aber unausgereift zurückgelassen wurden. Man muss sehr viel zwischen den Zeilen lesen. Ob dieser Minimalismus gewollt war, hat sich mir nicht genau erschlossen, aber es hätten ruhig einige Seiten mehr sein können. Außerdem hat mir dieses Buch zum Ende wenig bis nichts gegeben Man merkt dem Buch eben stark an, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt.  Fazit: Trotz der Negativen Kritik respektiere ich die Umsetzung und schätze diese kurze Periode der handelnden Personen, die mir gezeigt wurde. Ich finde es lobenswert über Charaktere zu lesen, die in ihrer Menschlichkeit und Verletzlichkeit (besonders in dem Alter) ein Weg finden glücklich zu werden, obwohl ihre Umgebung null Verständnis zeigt und die Familien keine Anstalten gemacht haben, dass ihnen etwas an ihren Kindern liegt. Meiner Meinung nach wäre dieses Buch um längen besser gewesen, wenn es mehr Seiten gehabt hätte! Hierbei sein noch gesagt: Guter Start der Autorin; ich freue mich auf mehr (obwohl ich bezweifele, dass noch was kommt). 3.5 Sterne (Ich tendiere ja zu 4, aber es haben mir eben die Seiten gefehlt) 

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Zwischen zwei Leben

    Zwischen zwei Fenstern

    Fantasie_und_Träumerei

    25. March 2015 um 10:00

    "Diese Heimlichkeit ist spannend. Und sie ist notwendig. Das ist schließlich nicht unser Ort. Wir haben unseren eigenen Ort, den Raum zwischen den Fenstern." Er beobachtet sie täglich. Von Fenster zu Fenster schaut er zu dem Mädchen, das sich die Haare ausreißt. Er hat sie Maud getauft, denn ihren richtigen Namen kennt er nicht. Er weiß nur, dass sie sich nah sind. Irgendetwas gibt es, das sie beide verbindet, obwohl ihre Eltern sich auf den Tod nicht ausstehen können. Beiden fällt es schwer sich mitzuteilen. Er flüchtet in Bücher, sie zeichnet sich ihre Probleme von der Seele. "Ich mag's hier drin. In meinem Kopf, meine ich. Es sind die anderen, die sich Sorgen machen, was da drinnen vorgeht. Ich hab beschlossen, nicht aus meinem Kopf rauszukommen." Durchs Fenster sehen sie die Geheimnisse des jeweils anderen. Den Vater, dessen Berührungen sie nicht ertragen kann und seine Mutter, die sich in schwierigen Situationen "ein Schlückchen" genehmigt. Sie sehen sich wirklich an, nicht so wie die Menschen in ihrem Umfeld, die nur das sehen, was sie sehen wollen. Sie machen sich die Mühe tiefer in ihren Gegenüber hineinzuschauen. Doch Ehrlichkeit wird bestraft. "Er beobachtet mich durch ein Fernglas. Er sieht mich von näher, als ich mich je gesehen habe." Diane Touchell benutzt in ihrem Debüt "Zwischen zwei Fenstern" schöne Worte, um hässliche Dinge zu beschreiben, die auf diese Art noch eindringlicher auf den Leser wirken. Irgendwie philosophisch und sehr schockierend schreibt sie die Geschichte zweier Außenseiter, die sich ihre eigene Welt aufbauen, weil sie gnadenlos von der Realität ausgeschlossen werden. Poetisch verziert und doch ganz ohne Schnörkel trifft den Leser die volle Wucht. Es gibt nur ganz wenige Kritikpunkte, die ich im wieder sehr schön gestalteten Buch aus dem Königskinderverlag anzukreiden habe und die vielleicht auch persönliches Empfinden sind. Letztendlich ist "Zwischen zwei Fenstern" ein lesenswerter Roman, der bedrückend und doch hoffnungsvoll ist.

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  • Zwischen zwei Fenstern

    Zwischen zwei Fenstern

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2015 um 22:27

    Zwei Jugendliche wohnen sich gegenüber und sind sehr eng miteinander verbunden, und doch getrennt. Er ist in sie verliebt und nennt sie „Maud“. Sie nennt ihn „Creepy“ und unterhält sich auf eine besondere Art mit ihm: Sie kommunizieren über Botschaften am Fenster. „Zwischen zwei Fenstern“ ist der erste Roman von Dianne Touchell, erschienen 2014 im Königskinder Verlag. Am Anfang eines jeden Kapitels steht ein Zitat und das Buch ist abwechselnd aus seiner und ihrer Sicht geschrieben. Einerseits erfährt der Leser eine Menge über die Jugendlichen, aber auch nicht alles. Während Maud die ganze Zeit in ihrem Zimmer sitzt und malt oder sich die Haare raus rupft bis sie blutet, ignorieren sich ihre Eltern. Creepy sieht es und erkennt ihre Krankheit. Maud schreibt Creepy Botschaften ans Fenster. Von ihren Gefühlen bekommt der Leser allerdings nichts mit. Dagegen ist Creepy sehr gefühlvoll. Er fühlt sich mit Maud verbunden und denkt die ganze Zeit an das Mädchen gegenüber, wenn er nicht gerade liest. Creepy wirkt recht intelligent, aber er versucht nicht aufzufallen und hat auch keine Freunde. Seine Eltern sind, wie auch Mauds, nicht glücklich miteinander. Doch im Gegensatz zu Mauds Eltern schreien sie sich an. Die beiden Jugendlichen leben in kaputten Familien, sind Einzelgänger und auf eine Art und Weise ziellos. Zwischenzeitlich gibt es auch sehr merkwürdige Gespräche und Dialoge zwischen den Eltern und ihren Kindern. Dieses Buch lässt den Leser schon etwas ratlos und mit vielen Fragen zurück. Irgendwie erhofft man sich zum Ende noch eine Erklärung, aber es kommt nichts. Selbst die Aufmachung dieses Buches ist schon anders. Öffnet man die Titelseite, steht alles auf dem Kopf, also muss man das Buch mit der Rückseite vor sich liegen haben, um es richtig lesen zu können. Dieses Buch ist mit das Merkwürdigste, was man in den Händen halten kann.

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