Als die Kirche den Fluss überquerte

von Didi Drobna 
4,0 Sterne bei27 Bewertungen
Als die Kirche den Fluss überquerte
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Positiv (19):
OliverBaiers avatar

Zerrissener junger Mann und sein Platz in der Welt- bewegend

Kritisch (1):
herrzetts avatar

Sprachlich toll, ansonsten eher chaotisch und verwirrend.

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Inhaltsangabe zu "Als die Kirche den Fluss überquerte"

Daniels Welt gerät aus den Fugen. Am letzten Urlaubstag beschließen seine Eltern völlig überraschend, sich zu trennen. Daniel erklärt den Vater zum Schuldigen und stürzt sich mit aberwitzigem Eifer in die Überkompensation: Er verliebt sich in seine Schwester Laura, will für sie der einzige Mann sein, will Künstler werden wie seine schräge Großcousine Miriam und Lebemann wie sein Onkel Billy. Und scheitert dabei kolossal. Beinahe entgeht ihm, dass auch seine Mutter unter der Situation leidet. Ihre schlummernde Parkinson-Demenz macht sich bemerkbar. Und während sie immer schwächer und vergesslicher wird, sortiert sich die Familie um sie herum neu. Tragikomisch erzählt dieser Entwicklungsroman von großen Verlusten und ebenso großen Chancen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492059206
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.08.2018

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    OliverBaiers avatar
    OliverBaiervor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Zerrissener junger Mann und sein Platz in der Welt- bewegend
    Erwachsenwerdung mit Konflikten

    Inhalt/ Klappentext:


    Daniels Welt gerät aus den Fugen. Am letzten Urlaubstag beschließen seine Eltern völlig überraschend, sich zu trennen. Daniel erklärt den Vater zum Schuldigen und stürzt sich mit aberwitzigem Eifer in die Überkompensation: Er verliebt sich in seine Schwester Laura, will für sie der einzige Mann sein, will Künstler werden wie seine schräge Großcousine Miriam und Lebemann wie sein Onkel Billy. Und scheitert dabei kolossal. Beinahe entgeht ihm, dass auch seine Mutter unter der Situation leidet. Ihre schlummernde Parkinson-Demenz macht sich bemerkbar. Und während sie immer schwächer und vergesslicher wird, sortiert sich die Familie um sie herum neu. Tragikomisch erzählt dieser Entwicklungsroman von großen Verlusten und ebenso großen Chancen.

    Persönliche Meinung:

    Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Daniel, zweifellos ein völlig zerrissener junger Mann, dem die Trennung der Eltern den Boden unter den Füßen wegreißt. Alles verschwindet, löst sich auf, ist irreal und fragil. Ihm gehen so viele Gedanken durch den Kopf in seinen Beziehungen zu anderen Menschen. Er strauchelt emotional und setzt auf für die Außenwelt und Gesellschaft unverständliche Verhaltensmuster, die jeden erst einmal verstören. Was bleibt sind scheinbar kaputte Protagonisten, die eine scheinbare Distanz zum Leser herstellen- "oh mein Gott, was für Personen"- mag vielleicht der eine oder andere denken. Aber dann geht der Blick nach innen, wie man selbst mit Verlust und familiären Konflikten umgeht, was man festhalten und nicht loslassen möchte. was sich im familiären Umfeld entwickelt und verselbständigt hat.
    Didi Drobny entwickelt für mich einen gefühlvollen Bogen , der reich an Facetten und Stimmungen ist, der einen bitter oder auch lauthals auflachen lässt, mit einer gewissen Portion Scham, die man dann auch hinterfragt. Wie hätte man selbst gehandelt. ..Ein Buch, das kein einfaches ist, aber den Leser mit einem guten und vielschichtigen Gefühl zurücklässt und auch nachdenklich macht.

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    camilla1303s avatar
    camilla1303vor 12 Tagen
    Ein Protagonist, den man nicht versteht/nicht verstehen kann

    Der Roman „Als die Kirche den Fluss überquerte“ von Didi Drobna ist 2018 im Piper Verlag erschienen.

    Im Mittelpunkt des Romans steht der 20-jährige Daniel, dessen Eltern sich überraschend trennen und sein Leben so kräftig durcheinanderbringen. Im Mittelpunkt seines Lebens scheint die Familie zu stehen. Ausbildung und Freunde werden nicht einmal erwähnt. In der Krise erklärt er seinen Vater zum Schuldigen und verliebt sich in seine eigene Schwester, Laura. Daniels Mutter ist an einer Parkinson-Demenz erkrankt, die sich nach und nach verschlimmert.

    „Als die Kirche den Fluss überquerte“ ist ein Coming-of-Age-Roman, der die Verbundenheit und den Zusammenhalt der Familie in den Vordergrund stellt. Die Erkrankung der Mutter ist dabei so berührend, dass die Geschichte rund um die Parkinson-Demenz ein ganzes Buch füllen hätte können. Daniels übertriebene Verliebtheit in die Schwester habe ich dabei eher störend empfunden. Auch Daniels Selbstmitleid und der Sexismus, den man zwischen den Zeilen seiner Gedanken herausliest, haben mich mit dem Hauptprotagonisten nicht warm werden lassen.


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    Zuzi1989s avatar
    Zuzi1989vor 20 Tagen
    Empfehlenswert

    Klappentext
    Daniels Welt gerät aus den Fugen. Am letzten Urlaubstag beschließen seine Eltern völlig überraschend, sich zu trennen. Daniel erklärt den Vater zum Schuldigen und stürzt sich mit aberwitzigem Eifer in die Überkompensation: Er verliebt sich in seine Schwester Laura, will für sie der einzige Mann sein, will Künstler werden wie seine schräge Großcousine Miriam und Lebemann wie sein Onkel Billy. Und scheitert dabei kolossal. Beinahe entgeht ihm, dass auch seine Mutter unter der Situation leidet. Ihre schlummernde Parkinson-Demenz macht sich bemerkbar. Und während sie immer schwächer und vergesslicher wird, sortiert sich die Familie um sie herum neu. Tragikomisch erzählt dieser Entwicklungsroman von großen Verlusten und ebenso großen Chancen.

    Meinung
    Ich empfinde das Cover sehr sommerlich. 4 Menschen sitzen zusammen am Strand plaudern und essen. Ein sehr stimmiges Cover.

    Didi Drobna hat einen flüssigen Schreibstil und ich war sofort in der Geschichte, welche mich überzeugt hat. Der Hauptprotagonist ist Daniel, man kann mit ihm teilweise nicht warm werden, weil er komische Ansichten bzw ein teilweise frauenfeindliches Bild hat und des Öfteren zum Selbstmitleid neigt.

    Drobna versteht es, den Leser emotional mitzunehmen. Mir gefiel auch der Familienzusammenhalt. auch wenn Krisen passieren, sie halten zusammen. 

    Fazit
    Mich konnte dieses Buch begeistern. Am besten gefiel mir der Zusammenhalt der Familie, der heutzutage leider nicht immer gegeben ist. Eine Empfehlung von mir

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    Walli_Gabss avatar
    Walli_Gabsvor 23 Tagen
    Kurzmeinung: Anfangs holprig wird dieser Roman besser und besser. Momente größter Krisen werden herzzerreissend intensiv geschildert. Großes Kino!
    „In our family portrait we look pretty happy … let’s go back to that.”

    „Als die Kirche den Fluss überquerte“ ist eine in zwei Teile zerfallende Familiengeschichte. Sie kreist um die beiden tiefen Einschnitte im Leben des Ich-Erzählers Daniel, die zusammenhanglos relativ dicht aufeinanderfolgen – oder besser gesagt: Der Ich-Erzähler selbst kreist um diese zwei Ereignisse und der Leser dreht sich gezwungenermaßen mit. Während der ersten Romanhälfte fühlte ich mich teils wie auf einem Karussell, aus dem es keinen Ausstieg gab, das änderte sich dann jedoch abrupt. Aber der Reihe nach.

    Zu Beginn des Buches trennen sich Daniels Eltern, scheinbar aus heiterem Himmel, was ihn schwer trifft. Der Sohn hat immense Schwierigkeiten, mit der neuen Situation klarzukommen. Die Familie scheint sein einziger Lebensinhalt zu sein: Freunde spielen keine Rolle, auch Hobbys, eine Ausbildung oder ein Studium werden nicht erwähnt. Tatsächlich hat sich mir lange nicht erschlossen, was der Protagonist den lieben langen Tag macht, und das fand ich höchst erstaunlich, ist er doch bereits zu Beginn des Buches 20 Jahre alt. Diese Altersangabe konnte ich lange nicht mit seinem Denken und Fühlen in Einklang bringen. Nicht nur aus diesem Grund blieb mir Daniel über viele Kapitel fremd – doch das änderte sich in Folge des zweiten lebensverändernden Ereignisses, das der Hauptfigur widerfährt. Daniels Mutter Lieselotte erkrankt schwer und ohne Hoffnung auf Genesung und plötzlich wurde das Gefühlschaos des Protagonisten absolut nachvollziehbar dargestellt. Hatte ich vorher das Gefühl, dass die Autorin keinen komplett stimmigen Ton traf, fuhren mir Trauer, Verzweiflung, Angst und Wut plötzlich in einer unterwarteten Intensität unter die Haut. Sprachlich steht der erste Teil dem zweiten in nichts nach, aber die Schönheit von Didi Drobnas Formulierungen konnte ich erst komplett würdigen, als ich mich nicht mehr unwillkürlich fragte, was mit dem Ich-Erzähler bloß nicht stimmt.

    Was beide Teile eint, sind die kapitelweise eingefügten Anekdoten aus Daniels Kindheit, in denen er sich an Ereignisse erinnert, die ihn und die ganze Familie geprägt haben. Passend zum Buchcover ging mir der Refrain eines Popsongs der Künstlerin Pink durch den Kopf: „In our family portrait we look pretty happy, we look pretty normal, let’s go back to that.“ Daniel sehnt sich nach einer unwiderruflich vergangenen Zeit, nach der vermeintlich heilen Welt seiner Kindheit. Seine Erinnerungen waren von Beginn an packend geschildert und halfen mir anfangs über die unreife Jammergestalt hinweg, die er in der Romangegenwart abgab. Überhaupt hat Autorin Drobna ein Händchen für die Schilderung von kuriosen, tragikomischen Geschichten so wie sie auch Emotionen sehr greifbar schildert. Bei der Schilderung dramatischster Krisen läuft sie zu Höchstform auf. „Als die Kirche den Fluss überquerte“ liest sich nicht einfach so weg, es hinterlässt Spuren. Am Ende war ich mit der Hauptfigur völlig versöhnt und kann mir überdies vorstellen, „Als die Kirche den Fluss überquerte“ irgendwann noch ein zweites Mal zu lesen. Es ist ein weises Buch über Familie, Beziehungen und Gefühle und nicht nur Daniel wächst an seinen schmerzhaften Erfahrungen, sondern nimmt die Leser des Romans auch in dieser Beziehung mit.

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    Edelstellas avatar
    Edelstellavor einem Monat
    Kurzmeinung: Die Trennung der Eltern aus Sicht des erwachsenen Sohnes und seine Befindlichkeiten.
    Daniels Versuch sich zu finden!

    Diese Geschichte ist Familien- und Entwicklungsroman voller Dramatischer Schilderungen aus der Sicht des jungen 20jährigen Daniel. Er und seine 24jährige Schwester müssen miterleben, dass sich die Eltern ohne ein Wort trennen, nach einem Familienurlaub, in dem sich der Vater permanent zurückzog. Überhaupt ist der Vater ein Mann, der wenig Worte gebraucht. Nachdem er wortlos geht, zerbrechen die Mutter, die Schwester, der junge Mann fast. Es gibt Rückblicke, teils zum Schmunzeln, teils sehr ernst, und immer wieder folgen die ewigen Klagen der eigenen Befindlichkeiten Daniels, aber es wird noch schlimmer. Die Mutter erkrankt an einer Parkinson-Demenz. Jetzt ist die Familie gefordert.......


    Ein trauriger, düsterer, runter ziehender Roman um den Protagonisten Daniel und auch aus seiner Sicht geschrieben. Leider kommen die anderen Protagonisten nicht zu Worte. Ich hätte gern von ihnen erfahren. Besonders hat mir die Großcousine Miriam gefallen, die als einzige mal versuchte, den Blickwinkel Daniels von sich selbst auf andere zu lenken. Auch hätte ich gern gewusst, was den Vater verstummen ließ. Die Sprache war sehr intensiv und manchmal sogar poetisch, aber sie konnte für mich nicht mit genug Inhalt gefüllt werden. Ein junger 20jähriger Mann, der in der pubertären Phase sehr lange verweilte und nur mit sich selbst beschäftigt war, hat mich als Leserin genervt und auch wütend gemacht. Die Geschwister waren erwachsen und sie waren hilflos nach der Trennung der Eltern. Natürlich konnte man sich selbst Gründe ausdenken, warum das so war. Es war viel Unerklärtes und Angedeutetes vorhanden. Ein bißchen hatte mich die Geschichte an den „Dichter der Familie“ von Gregoire Delacourt erinnert, nur das er den Drahtseilakt geschafft hat, eine runde Sache aus der Geschichte zu machen, er konnte provozieren und versöhnen. Der Sinn des Buches hat sich mir nicht ganz erschlossen und es gab sehr unschöne Szenen im Buch, die ich mir gern erspart hätte. Aber etwas versöhnt hat mich, die Art des Schreibens, so dass ich 3 Sterne vergeben kann, aber es war nicht das, was ich erwartet habe, von dem Buch. Aus der Sicht aller Beteiligten geschrieben hätte es mich mehr interessiert und vielleicht auch mitgenommen.

    Die Intention der Autorin mag sicher eine Wichtige gewesen sein und auch der erste Einblick in die Demenz ist zu begrüßen, aber mich hat sie nicht überzeugt.

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    Lilith79s avatar
    Lilith79vor einem Monat
    Kurzmeinung: Außergewöhnlicher Roman über den Zerfall einer Familie
    Außergewöhnlicher Roman über den Zerfall einer Familie

    "Als die Kirche den Fluss überquerte" von Didi Drobna ist nicht nur vom Titel her ein außergewöhnliches Buch. 
    Ich konnte mir anhand des Klappentextes relativ wenig vorstellen was mich erwartet und ging deswegen ganz unbedarft an das Buch heran.
    Hauptperson des Buches ist der ca. 20jährige Daniel, der zusammen mit seiner ebenfalls erwachsenen Schwester Laura noch bei den
    Eltern lebt. Am Beginn des Buches macht die Familie zum letzten Mal einen traditionellen Familienurlaub, am letzten Tag des Urlaubs
    trennen sich die Eltern und der Vater zieht aus. Für Daniel ist das ein Schock. Das Buch dreht sich in Folge darum, wie
    Daniel und der Rest seiner Familie diesen Einschnitt verkraftet und wie die Familie und damit Daniels ganzes Selbstverständnis mit der Zeit immer mehr auseinander bricht. 
    Zusätzlich zu den aktuellen Ereignissen erzählt das Buch in einigen Rückblenden von Daniels und Lauras Kindheit, die Daniel ziemlich verklärt. 

    Ich fand das Buch einerseits sehr beeindruckend und habe es innerhalb von 2 Zugfahrten verschlungen, es war aber für mich trotzdem nicht immer leicht mich mit Daniel als Hauptperson anzufreunden, denn er ist nicht gerade ein übermäßig sympathischer Charakter. Er nimmt sich und seine Rolle in der Familie übertrieben ernst, hat ein etwas merkwürdiges Frauenbild und neigt zu Selbstmitleid. Außerdem hat er keinen Job, scheint keine
    Ausbildung zu machen und hängt anfangs quasi nur zuhause rum, so dass man desöfteren das Bedürfnis hat ihn zu schütteln und ihn dazu zu bringen sein Leben in die Hand zu nehmen. Das macht es (zusammen mit einer etwas verstörenden Obsession) ziemlich schwierig ihn zu mögen und da das Buch in der Ich-Perspektive erzählt wird, ist das durchaus etwas irritierend wenn man die 
    Geschehnisse quasi aus dem Blickwinkel eines Erzählers betrachtet, mit dem man sich gar nicht identifizieren kann.

    Trotz meiner Probleme mit der Hauptfigur hat mir das Buch insgesamt aber trotzdem sehr gut gefallen, die Entwicklung der Familie wird einfühlsam, dramatisch und trotzdem humorvoll geschildert und mit der Zeit lernt man an Daniel auch seine positive Seiten kennen, so dass die eher traurigen Geschehnisse am Ende
    des Buches auch tatsächlich berühren können. Für mich eines der Bücher, die 2018 am Meisten aus dem "Mainstream" herausgestochen sind. Übrigens hatte ich anhand des Autorennamens die ganze Zeit einen älteren männlichen Autor vor Augen und war beim Googeln recht überrascht, dass Didi Drobna eine noch recht junge weibliche Autorin ist ;-)

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    Isadors avatar
    Isadorvor einem Monat
    Kurzmeinung: Sprachlich einzigartig! Vom Inhalt her anfangs nicht so berauschend, aber etwa ab der Hälfte bis zum Schluss steigert es sich deutlich.
    Sehr spezielle Familiengeschichte

    Daniels Welt gerät aus den Fugen, als sich seine Eltern unerwartet trennen. Er klammert sich auf unangemessene Art und Weise an seine Schwester, und auch sonst läuft es in der Familie nicht so gut. Doch plötzlich wird bei der Mutter eine Krankheit diagnostiziert, die die Familie wieder zusammenrücken lässt.

    Etwa die erste Hälfte des Buches hat mir kaum gefallen und ich konnte den Erzählungen kaum Positives abgewinnen. Daniel ist für sein Alter außergewöhnlich naiv, und es scheint mir so, dass die ganze Familie ziemlich viele Probleme mit sich selbst hat. Gut gefallen hat mir lediglich Großcousine Miriam, die sehr pragmatisch ist und es schafft, Daniel etwas aufzufangen.


    Doch als die Mutter dann krank wird, geht es aufwärts. Alle raufen sich wieder zusammen und die Geschichte wurde für mich mit jedem Kapitel lesenswerter.

    Die Krankheitsgeschichte der Mutter ist sehr berührend geschrieben. Und überhaupt war das Beste an diesem Buch der tolle Schreibstil der Autorin, der mich etwas für den Inhalt entschädigt hat. Auch der außergewöhnliche Titel des Buches gefällt mir sehr gut.

    Aus diesen Gründen vergebe ich dem Buch vier Sterne, obwohl mich der Inhalt letztendlich nicht vollends überzeugen konnte.

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    Linatosts avatar
    Linatostvor einem Monat
    Zwei große Ereignisse im Familienleben

    Der Klappentext zu diesem Buch hat mich sehr neugierig gemacht. Ich darf hier schon verraten er hält was er verspricht! Allerdings erzählt er auch sehr viel von der Story, man darf keine weiteren überraschenden Ereignisse mehr erwarten.

    Für mich war das Buch von der Thematik ein bisschen Neuland. Ich lese selten Bücher in denen es um Scheidung oder schwere Krankheiten geht. Ich war daher sehr neugierig, gerade weil Humor noch mit versprochen wurde. Und tatsächlich gab es einige Szenen in denen ich Lachen musste. Allerdings darf man kein durchgängig witziges Buch erwarten. Dies würde dem Thema auch nicht gerecht werden. Wo wir auch schon bei meinem Hauptkritikpunkt sind. Nach ab ca. ¾ des Buches habe ich mich gefragt ob die Autorin sich vorher Gedanken gemacht hat von was sie erzählen will. Das Buch beginnt mit der Scheidung und endet mit der Krankheit. Beide Themen hätten schon für einen guten Roman gereicht. Die Autorin entschloss sich jedoch beide Themen zu verbinden. Sie zeigt damit ein drittes Hauptthema auf, den Familienzusammenhalt. Auch wenn die Eltern kein Liebespaar mehr sind können trotzdem alle ein Familie sein.

    Dieses Buch wartet nicht mit durchweg sympathischen Charakteren auf, auch die Hauptperson hat keinen Identifizierungscharakter. Mich persönlich störte es nicht. Ich habe beim Lesen immer den Anspruch andere Blickwinkel kennen zu lernen.

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    Germaniavor einem Monat
    Eine ungewöhnliche Familiengeschichte

    Klappentext:  Daniels Welt gerät aus den Fugen. Am letzten Urlaubstag beschließen seine Eltern völlig überraschend, sich zu trennen. Daniel erklärt den Vater zum Schuldigen und stürzt sich mit aberwitzigem Eifer in die Überkompensation: Er verliebt sich in seine Schwester Laura, will für sie der einzige Mann sein, will Künstler werden wie seine schräge Großcousine Miriam und Lebemann wie sein Onkel Billy. Und scheitert dabei kolossal. Beinahe entgeht ihm, dass auch seine Mutter unter der Situation leidet. Ihre schlummernde Parkinson-Demenz macht sich bemerkbar. Und während sie immer schwächer und vergesslicher wird, sortiert sich die Familie um sie herum neu. Tragikomisch erzählt dieser Entwicklungsroman von großen Verlusten und ebenso großen Chancen.

    Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, der Klappentext hatte mich neugierig gemacht. Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil ist flüssig und teilweise poetisch. Manche Abschnitte, wie die Krankheit der Mutter oder das Ende haben mich auch inhaltlich überzeugt. An anderen Stellen war mir das Buch zu wirr und chaotisch, die Gedankensprünge des immerhin schon 20-jährigen Daniels zu groß. Einen großen Raum nehmen auch Rückblenden ein, die mir teilweise zu obszön waren. Kein Buch für jeden! 

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    Estrelass avatar
    Estrelasvor einem Monat
    Die Tragikomik von Familie

    Daniel versucht, sich in der Welt und in der Familie zurechtzufinden, nachdem seine Eltern sich trennen. „Ich fragte mich, ab wann man keine Familie mehr war. Wie viele Mitglieder mussten wegfallen, gab es eine Mindestteilnehmerzahl?“ Jedenfalls sind da nach des Vaters Weggehen noch seine Mutter, die an Parkinson-Demenz erkrankt, seine Schwester, in die er sich verliebt, eine Tante und ein Onkel, die beide als exzentrisch einzustufen sind. Trotz aller Dramatik und Traurigkeit, die die Umstände mit sich bringen, erwartet den Leser ein außergewöhnliches Buch mit einigen schrägen Szenen. Das verursacht Schnappatmung, weil die Stimmung zwischen Schock und Amüsement schwankt. Meine Meinung ist entsprechend ambivalent. An manchen Stellen wurde mir zu dick aufgetragen, aber ich mochte die Originalität der Handlung und die sprachlichen Bilder. „Wir waren dicke Kreisel, die von Hindernissen abprallten, um dann bewegungslos in irgendeiner Ecke liegen zu bleiben.“ Wer eine Familiengeschichte abseits vom Kuschelkurs lesen möchte, sollte hier zugreifen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Piper_Verlags avatar

    »So ist das, das Leben. Chaos. Zufall. Willkür.«


    Lakonisch, anekdotenreich, mit sprühend skurrilem Witz und anrührendem heiligen Ernst erzählt Didi Drobna davon, dass Familie einen krankmacht, aber nicht immer unbedingt umbringt. Himmelhoch jauchzend und zu Tode vergnügt!

    Mehr zum Buch:
    Für Daniel ist das Leben eine feste Größe. Bis sich seine Eltern trennen. Im aberwitzigen Versuch, alles zusammenzuhalten, wütet er gegen den Vater, verliebt sich in seine Schwester Laura, lernt von seinem lebensklugen Onkel Billy und wird bei Großcousine Miriam zum Künstler. Erst als sich bei seiner Mutter eine Parkinson-Demenz bemerkbar macht, muss sich die Familie neu sortieren …

    Über die Autorin:
    Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava geboren und lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Sprachkunst in Wien. Ihre literarische Arbeit wurde bereits mit mehreren Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet. 2018 lehrt Didi Drobna an der Universität für angewandte Kunst, hauptberuflich leitet sie die Kommunikation & Presse für ein IT-Forschungszentrum.

    Für neugierige Leser vergeben wir 30 Exemplare dieses tragikomischen und berhürenden Familienroman. Bewerbt euch über den »Jetzt bewerben«-Button bis zum 26. Juli 2018 und antwortet auf folgende Frage:

    Ein Ehepaar mit Kindern beschließt, sich zu trennen. Du hast für einen Tag die Möglichkeit, die Rolle eines der Familienmitglieder einzunehmen. Wer möchtest du sein?

    Wir sind gespannt auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück! 

    buecherwurm1310s avatar
    Letzter Beitrag von  buecherwurm1310vor einer Stunde
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