Bei einer komplexen Geschichte empfinde ich es immer als Segen, wenn es zu Beginn einer Fortsetzung eine kleine Zusammenfassung gibt, was im ersten Teil geschehen ist. Außerdem werden die 12 wichtigsten Köpfe der Geschichte gezeigt. So findet der Leser einen guten Einstieg in die Welt von Ken Folletts „Die Säulen der Erde“.
Es geht weiter mit den Verschwörungen und Intrigen. Tom möchte als Baumeister tätig werden und kämpft zuvor mit seinen zwei Kindern ums Überleben. Mit ihm reisen Ellen und Jack, die sie im ersten Band im Wald kennengelernt haben. Derweil buhlen die Kirchenleute um die Ländereien der Grafschaft Shiring, und jeder versucht seinen Vorteil zu erschleichen.
Mit hat dieser zweite Teil der Graphic Novel besser gefallen, weil deutlich mehr passiert und die Hintergründer der jeweiligen Parteien nicht mehr so lang und breit erklärt werden. Zudem spitzen sich die Konflikte zwischen den einzelnen Parteien zu, wodurch die Spannung weiter steigt. Mit einigen Wendungen wird dieser zweite Band recht gut abgerundet.
Diese Reihe ist auf vier Bände ausgelegt, wobei im französischen Original noch kein dritter Band in Sicht ist. Dieser zweite Band endet in etwa nach dem ersten Drittel des zweiten Buchs der Romanvorlage. Wenn man bedenkt, dass diese insgesamt in sechs Bücher (Kapitel) unterteilt ist, könnten noch einige Bände der Graphic-Novel-Adaption folgen.
Natürlich ist es unbefriedigend, wenn eine Geschichte mit einem kleinen Cliffhanger endet und man wissen möchte, wie es wohl weitergeht. Das lässt sich aber gut verschmerzen, denn dieser zweite Teil verfügt über ausreichend Spannung und verspricht eine gute Unterhaltung. Es ist definitiv ein ganz besonderes Erlebnis, den Roman als Graphic Novel zu lesen.






