Didier Alcante

 4,3 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf

Als erfahrener Autor und Drehbuchautor hat Didier Alcante nach vielen anderen von der Kritik gelobten Projekten 2023 mit der Adaption von Ken Folletts Meisterwerk DIE SÄULEN DER ERDE begonnen, die er zusammen mit Steven Dupré umsetzt. Er lebt in Belgien.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Didier Alcante

Cover des Buches Die Säulen der Erde - Das Feuer Gottes (ISBN: 9783757700881)
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Rezension zu "Die Säulen der Erde - Das Feuer Gottes" von Ken Follett

Flaventus
Eine gute Adaption spannend fortgesetzt

Bei einer komplexen Geschichte empfinde ich es immer als Segen, wenn es zu Beginn einer Fortsetzung eine kleine Zusammenfassung gibt, was im ersten Teil geschehen ist. Außerdem werden die 12 wichtigsten Köpfe der Geschichte gezeigt. So findet der Leser einen guten Einstieg in die Welt von Ken Folletts „Die Säulen der Erde“.


Es geht weiter mit den Verschwörungen und Intrigen. Tom möchte als Baumeister tätig werden und kämpft zuvor mit seinen zwei Kindern ums Überleben. Mit ihm reisen Ellen und Jack, die sie im ersten Band im Wald kennengelernt haben. Derweil buhlen die Kirchenleute um die Ländereien der Grafschaft Shiring, und jeder versucht seinen Vorteil zu erschleichen.


Mit hat dieser zweite Teil der Graphic Novel besser gefallen, weil deutlich mehr passiert und die Hintergründer der jeweiligen Parteien nicht mehr so lang und breit erklärt werden. Zudem spitzen sich die Konflikte zwischen den einzelnen Parteien zu, wodurch die Spannung weiter steigt. Mit einigen Wendungen wird dieser zweite Band recht gut abgerundet.


Diese Reihe ist auf vier Bände ausgelegt, wobei im französischen Original noch kein dritter Band in Sicht ist. Dieser zweite Band endet in etwa nach dem ersten Drittel des zweiten Buchs der Romanvorlage. Wenn man bedenkt, dass diese insgesamt in sechs Bücher (Kapitel) unterteilt ist, könnten noch einige Bände der Graphic-Novel-Adaption folgen.


Natürlich ist es unbefriedigend, wenn eine Geschichte mit einem kleinen Cliffhanger endet und man wissen möchte, wie es wohl weitergeht. Das lässt sich aber gut verschmerzen, denn dieser zweite Teil verfügt über ausreichend Spannung und verspricht eine gute Unterhaltung. Es ist definitiv ein ganz besonderes Erlebnis, den Roman als Graphic Novel zu lesen.

Der Einstieg in die Reihe der Graphic Novel Adaption

Der Autor Didier Alcante hat sich daran gewagt, den Erfolgsroman „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett zusammen mit Steven Dupré als Graphic Novel zu adaptieren. Herausgekommen ist ein aufwändig gestaltetes Werk in mehreren Teilen. Die Geschichte ist vor dem Hintergrund historischer Ereignisse eingebettet, als England nach einem Schiffbruch eines Schiffs, auf dem sich viele Adlige befanden, in Chaos versank. Erzählt wird die Geschichte des Baumeisters Tom Builder, der mit seiner Familie immer kurz vor dem Exodus durch die Landen zieht, um irgendwie über die Runden zu kommen. Ein zweiter Handlungsstrang widmet sich den Ereignissen in einem Kloster und den Intrigen des Klerus und dem Hochadel bzw. der Krone.

Die Graphic Novel ist zwar zeichnerisch aufwändig gestaltet, aber auch sehr textlastig. Bei der Romanvorlage auch kein Wunder. Klar, Intrigen lassen sich nur schwer zeichnerisch gut darstellen, weshalb es notwendig ist, die Hintergründe als Text zu erläutern. Zudem kommen relativ viele Figuren vor, die nicht immer eindeutig erkennbar gezeichnet wurden. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Zeichner Dupré zu ein paar Tricks gegriffen hätte, wie in Graphic Novels Figuren eindeutig erkennbar dargestellt werden. Allerdings ist dies der einzige Kritikpunkt an seiner Zeichenkunst, denn die Optik als Ganzes ist außerordentlich gut gelungen.

Die Romanvorlage hat knapp 1.300 Seiten. Da bleibt es nicht aus, dass einiges gekürzt dargestellt werden muss. In diesem ersten Band hegt der Baumeister noch lediglich den Wunsch eine Kathedrale zu bauen und der Klerus streitet sich noch, wer die Machtpositionen einnimmt. Welches Detail gekürzt wurde, spielt weniger eine Rolle, denn es kommt darauf an, dass die Graphic Novel selbst in sich stimmig ist. Und das ist sie meiner Meinung nach.

Wie viele Bände die Reihe insgesamt haben wird, lässt sich aktuell nicht in Erfahrung bringen. Auch im französischen Original sind erst zwei Bände erschienen, womit die Reihe definitiv noch nicht abgeschlossen ist. Dieser Band endet in etwa nach zweidrittel des ersten Buchs (die Romanvorlage hat insgesamt sechs Bücher (Kapitel)).

Egal, ob die Romanvorlage bekannt ist oder nicht, diese Graphic Novel ist gut gestaltet und verständlich, obgleich sie eine für historische Romane typische Komplexität hat. Es gibt nur wenig an dieser Adaption auszusetzen, so dass jeder, der die Vorlage kennt und zu schätzen weiß, auch mit dieser Graphic Novel etwas anzufangen weiß.

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