Didier Eribon Rückkehr nach Reims

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Inhaltsangabe zu „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon

Als sein Vater stirbt, reist Didier Eribon zum ersten Mal nach Jahrzehnten in seine Heimatstadt. Gemeinsam mit seiner Mutter sieht er sich Fotos an – das ist die Ausgangskonstellation dieses Buchs, das autobiografisches Schreiben mit soziologischer Reflexion verknüpft. Eribon realisiert, wie sehr er unter der Homophobie seines Herkunftsmilieus litt und dass es der Habitus einer armen Arbeiterfamilie war, der es ihm schwer machte, in der Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Darüber hinaus liefert er eine Analyse des sozialen und intellektuellen Lebens seit den fünfziger Jahren und fragt, warum ein Teil der Arbeiterschaft zum Front National übergelaufen ist. Das Buch sorgt seit seinem Erscheinen international für Aufsehen. So widmete Édouard Louis dem Autor seinen Bestseller »Das Ende von Eddy«.

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    Rückkehr nach Reims
    Alira

    Alira

    18. December 2016 um 11:45

    Der Autor wird 1953 geboren und wächst mit drei Brüdern in einer Arbeiterfamilie in Reims auf, wo seine Lehrer auf ihn aufmerksam werden. Durch Fabrik- und Putzarbeiten seiner Mutter, die ebenfalls gerne studiert hätte sowie durch Stipendien wird ihm sein Studium ermöglicht. Sein Vater hat wenig Verständnis für die Ambitionen des Sohnes und lehnt ihn aufgrund seiner Homosexualität später ab. Heute ist Didier Eribon Journalist, Soziologe und Philosoph und gilt als einer der wichtigsten Intellektuellen Frankreichs. Bei dem Buch handelt es sich um einen soziologischen Erfahrungsbericht über das Arbeitermilieu und wie (doppelt) schwer es für einen (homosexuellen) Jugendlichen ist, diesem Milieu zu entkommen. Obwohl viele Situationen geschildert werden, in denen sich Eribon aufgrund seiner Herkunft geschämt bzw. diese Herkunft verleugnet hat, habe ich weder Mitleid mit ihm (er besitzt genug Selbstmitleid) noch Sympathie für ihn empfunden. Vermutlich liegt es daran, dass Eribon über die ganze Studiererei seine Herzensbildung vernachlässigt hat, was seinen höchsten Ausdruck anlässlich der Testamentseröffnung des Vaters findet. (Der Autor hatte zu Studienbeginn Reims verlassen und erst wieder Kontakt mit der Familie aufgenommen, nachdem sein Vater beerdigt worden war.) Zitat: <<... Außer einem sauer zusammengesparten Sparbuch hatten meine Eltern nichts. Und dieses Geld, da war meine Mutter ziemlich eindeutig, stand ganz alleine ihr selbst zu…. Die Idee, dieses Gemeinschaftskonto nun aufzulösen und das Geld an die Kinder zu verteilen, kam ihr ungerecht und unlogisch vor. „Das steht mir doch zu! Das war unsere letzte Reserve, vom Mund abgespart ….!“ Sie war entrüstet, als ihr der Bankbeamte eröffnete, wie wenig von den paar tausend Euro ihr selbst zukommen sollte. Wir unterzeichneten schließlich ein Papier, das ihr die Alleinverfügung über dieses „Erbe“ zusprach.>>

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