Die Queen

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Die QueenMein königliches Tagebuch - top secret
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Mein königliches Tagebuch - top secret
Mein königliches Tagebuch - top secret
 (14)
Erschienen am 08.03.2012

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Rezension zu "Mein königliches Tagebuch - top secret" von Die Queen

Kalkulierte Komik
Duffyvor einem Jahr

Sicher keine allzu originelle Idee, aber irgendjemand musste es ja tun. Die geheimen Tagebücher der Queen aus dem Jahr 2011. Man merkt, dass ein Brite am Werk war, denn die kleinen Seitenhiebe, die hier, ab und an durchaus amüsant, verteilt werden, setzen schon ein wenig Kenntnis des Königshauses und der Hauptfiguren im Kabinett voraus. Trotzdem ist das alles noch im Rahmen des Kuschelns, beißender Spott oder Satire sieht anders aus. Immerhin gibt es den einen oder anderen Lacher, besonders Camilla eignet sich natürlich großartig für die groben Scherze und auch Charles bietet ja durch sein lebenslanges Prinzentum geeignete Angriffsflächen. Trotzdem - zu zahm das Ganze, manchmal sogar platt, aber schnell zu lesen und deswegen gut als kleines Häppchen zwischendurch. Wie die Queen sagen würde: "Haben uns mit einem Feierabendgin ins Bett begeben". Keine Offenbarung, aber wie erwähnt, einer (der/die Autor/in bleibt ungenannt) musste es ja tun.

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T

Rezension zu "Mein königliches Tagebuch - top secret" von Die Queen

Niveaulos und wiederholend.
Taayavor einem Jahr

Hier wird das Leben der Queen in Tagebuchform dargestellt, wobei es sich lediglich um Auszüge handelt, und zwischendurch Monate fehlen. 

Dabei redet Ihre Majestät von sich natürlich nie in der ersten Person Singular, und auch ihr Mann wird nur als HvE (Herzog von Edinburgh) betitelt, was schon die erste Hürde im Textfluss darstellt. 
Aber auch danach wird es nicht besser. Eigentlich besteht das ganze Buch nur aus drei Aussagen: Die Queen ist Alkoholikerin (ihr Alkoholkonsum spielt in beinahe jedem Eintrag eine Rolle), David Cameron und Nick Clegg hatten eine geheime Liebesbeziehung, und Prince Edward, Nick Clegg und Camilla sind unterbelichtet. 

Tatsächlich hatte ich lediglich eine Stelle, an der ich lachen musste, und die ist leider schon im Klappentext aufgeführt. Alles andere war infantil und dümmlich. Schade, denn das Königshaus bietet sicher allerhand Material für gepflegteren Humor. Gerade Prince Philipp hat in seiner Amtszeit doch einiges getan, dass für sich schon amüsant ist, und so noch weiter hätte beleuchtet werden können. Aber er und sein berühmter, doch sehr derber Humor sind hier selbst am Rande nur spärlich erwähnt. 

So ist das Buch reine Geldverschwendung. Leider. Ich hatte mir Großes davon erwartet. Vor allem trockenen, britischen Humor, nicht den, der eigentlich eher an deutsche 'Comedians' erinnert, die außerhalb des Fankreises eher als niveaulos angesehen werden.

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FabAustens avatar

Rezension zu "Mein königliches Tagebuch - top secret" von Die Queen

Rezension zu "Mein königliches Tagebuch - top secret" von Queen (2)
FabAustenvor 6 Jahren

Die königlichen Tagebücher

Es sind Die königlichen Tagebücher von Elisabeth II., ihres Zeichens Thronregentin des Vereinigten Königreichs. Obwohl sie zugibt, dass die Tagebücher vor ihrem Erscheinen redigiert wurden, erhält der Leser hier doch einen Eindruck vom Leben einer Monarchin. Sie hat es nicht leicht soviel wird klar. Da sind die Kinder, die beschäftigt sein wollen, da sie sonst doch nur auf komische Ideen kommen. Dann wollen die unzähligen Länder des Commonwealth betreut werden und auch die Politiker vor Ort wie z.B. der Premierminister David Cameron benötigen Aufsicht. Glücklicherweise gibt es Gin. Viel Gin und den Herzog von Edinburgh, liebevoll von Majestät HvE genannt.

Die Tagebücher umspannen ein Jahr und zwar von Winter 2010 bis Winter 2011. In diese Zeit fielen wichtige Ereignisse wie die Hochzeit von Kate und William, der erste Besuch des Monarchenpaares in Irland oder der European Song Contest.
….
Dieses Buch bietet leichten schwungvollen Spaß für Zwischendurch. Es hat seine Stärken und Schwächen.

Die einzelnen Tage sind sehr knapp gehalten, so dass man das Buch flott durchlesen kann. Jeder Tag ist mit einer Überschrift versehen, die aber zu 90% aus Sätzen besteht, die sich im darauffolgenden Text wiederfinden. Das nervt auf die Dauer. Allerdings kann man sie nicht einfach überlesen, denn hin und wieder sind sie nicht im Text zu finden und bieten zusätzliche Infos.
Die Tage gleichen sich häufig insofern, dass der HvE gerne das Frühstück zubereitet und die Aufzählung der Bestandteile liest sich auf Dauer etwas langatmig. Außerdem spricht Majestät sehr gerne dem Alkohol, vor allem dem Gin, zu. Wie sie so ihre Regierungsgeschäfte erledigen kann, ist ein Wunder. Vielleicht macht es das jahrelange Training. Sehr glaubwürdig ist es jedoch nicht, aber darauf ist dieses Buch auch nicht angelegt. Auf jeden Fall wiederholt es sich oft und das ist langweilig. Leider scheint es aufgrund der Wiederholungen und der Kürze bzw. Auslassung mancher Tage so als wären hier dem Verfasser die Ideen ausgegangen. Darüberhinaus wirkte die Ausdrucksweise der Queen manchmal unpassend. Obwohl das Buch von Übertreibungen und witzigen Einfällen lebt, sollten die Figuren in sich schlüssig sein, damit der Humor umso stärker hervortritt.

Doch es gibt auch sehr witzige Ideen und man lernt die königliche Familie von einer ganz anderen Seite kennen. Charles läuft beispielsweise sehr gerne mit einer Papierkrone herum, da er die Richtige wohl nie tragen wird. Den Musikgeschmack der Queen konnte ich sehr gut nachvollziehen. Er zeigt sich nicht nur während des Karaokeabends anlässlich der Hochzeit ihres Enkels. Sie setzt auch alles daran, dass der Papst endlich Freddie Mercury selig spricht.
Am besten gefielen mir die Fernsehabende der Queen und die dazugehörigen Mottoparties auf denen Camilla und Charles schon mal als Torpfosten auftauchen. Allerdings bringt es wohl nur den Lesern wirklich Spaß, die sich mit den angesprochenen Shows auskennen. Dies trifft ebenfalls auf britische Lebensmittel, berühmte Persönlichkeiten u.a. zu. Das Glossar ist für Nichtkenner vielleicht hilfreich, aber den dahinterstehenden Humor kann es nicht vermitteln.


Insgesamt ziehe ich dennoch eine positive Bilanz.  Das königliche Tagebuch bietet wenn auch nicht königliche so doch solide Unterhaltung, die allerdings Großbritannien-Fans mehr begeistern wird als gänzlich Unkundige. Ich hoffte auf einen interessanten und komischen Blick hinter die Kulissen und der wurde geboten. Es hätte besser sein können aber auch schlechter und bei der Queen drücke ich gerne mal ein Auge zu.


Achja, die Queen hat dieses Tagebuch natürlich nicht verfaßt.

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