Dieter Bührig Der Tod der Bänkelsängerin

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Inhaltsangabe zu „Der Tod der Bänkelsängerin“ von Dieter Bührig

DIE GLUT IM KOPF Was heute der Fernsehreporter ist, war früher der Bänkelsänger. Unterstützt von Bildtafeln singt er von Gräueltaten und Kriegswirren, um sein Publikum zu unterhalten und moralisch zu belehren. Doch wehe, er verlernt es, zwischen seiner Bilderwelt und der Wirklichkeit zu unterscheiden und begeht im Wahn selbst eine Gräueltat. So wie Friederike Louise von Rantzau. Trotz mancher Schicksalsschläge und einer psychischen Krankheit gelingt es ihr, sich immer wieder hochzurappeln. Denn sie hat eine starke Waffe: ihr musikalisches Talent. Bis sie eines Tages dem zwielichtigen Leutnant Seecki begegnet … - Ein spannender Einblick in das Leben vor 300 Jahren - Roman über eine unangepasste Frau, deren Schicksal bereits damals die Debatte über den Sinn der Todesstrafe anheizte.

ein ungemein spannendes und detailverliebtes Psychogramm einer Kindesmörderin. Krimiliteratur der anderen Art. Sehr empfehlenswert.

— foxfire
foxfire

Für mich war es eher eine Biografie, kein Krimi

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Ist der Tod eine gerechte Strafe?

— Huschdegutzel
Huschdegutzel

Eine junge Frau entgleitet der Wirklichkeit!

— mabuerele
mabuerele

Viel Tragig, wenig Liebe und Desorientierung führten zum Dessaster

— Postbote
Postbote

Wer einen gut recherchierten, historisch belegbaren, interessanten Roman abseits des Mainstreams zu schätzen weiß, liegt hier richtig.

— hasirasi2
hasirasi2
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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. August 2015 um 17:45
  • Leserunde zu "Der Tod der Bänkelsängerin: Ein Lübecker Kriminalfall von 1740" von Dieter Bührig

    Der Tod der Bänkelsängerin
    DieterBuehrig

    DieterBuehrig

    Hiermit lade ich euch zu einer Leserunde über meinen eben erschienenen Roman "Der Tod der Bänkelsängerin" ein. Wenn ihr euch dafür bewerbt, würde ich mich über eine kurze Begründung freuen, inwiefern euch die Thematik interessiert. Zum Inhalt: DIE GLUT IM KOPF   Was heute der Fernsehreporter ist, war früher der Bänkelsänger. Unterstützt von Bildtafeln singt er von Gräueltaten und Kriegswirren, um sein Publikum zu unterhalten und moralisch zu belehren. Doch wehe, er verlernt es, zwischen seiner Bilderwelt und der Wirklichkeit zu unterscheiden und begeht im Wahn selbst eine Gräueltat. So wie Friederike Louise von Rantzau. Trotz mancher Schicksalsschläge und einer psychischen Krankheit gelingt es ihr, sich immer wieder hochzurappeln. Denn sie hat eine starke Waffe: ihr musikalisches Talent. Bis sie eines Tages dem zwielichtigen Leutnant Seecki begegnet … - Ein spannender Einblick in das Leben vor 300 Jahren - Roman über eine unangepasste Frau, deren Schicksal die Debatte über den Sinn der Todesstrafe anheizte. Ich freue mich auf eine spannende Leserunde.

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  • Der Tod der Bänkelsängerin

    Der Tod der Bänkelsängerin
    Blaustern

    Blaustern

    23. July 2015 um 11:50

    Friederike Louise von Rantzau ist ein Kind des Landadels. Doch sind sie leider verarmt, und der Vater wünschte sich sehnlichst einen Jungen, damit er aus ihn Großes machen kann und sie wieder zur gehobenen Gesellschaft gehören. So lief Friederike mehr nebenher und wurde in der Schule, in der ihre Mutter arbeiten musste, in die Ecke geschoben, in einem Korb unter einer Decke, die ihr jede Luft nahm. Dazu wurde sie von den Schulkindern gehänselt, was sie psychisch ihr ganzes Leben begleitete. Aber auch die drei Murmeln, die ihr eines der netten Kinder schenkte. Diese Murmeln gaben ihr die Ruhe und Sicherheit in allen erdenklichen Situationen, die sie in ihrem Leben vergeblich suchte. Noch dazu war sie mit einer psychischen Krankheit, die ihr der Vater vererbte, behaftet, die sie von Zeit zu Zeit, meist in schwierigen Umständen, aus der Bahn warf. Durch die Nichtbeherrschung des Vaters ging die Familie kaputt und Friederike kam zu einem verwandten Onkel. Hier durfte sie endlich ihrer großen Begabung folgen, der Musik. Auch verhalf er ihr zu einer Stellung am Hofe der Königin. Aber Friederike ist eigenwillig und kann sich der Gesellschaft nicht anpassen. Und als sie dann auch noch dem Betrüger Seecki über den Weg läuft, ihrer Liebe, bei der sie meint, endlich angekommen zu sein, setzt das ihrem Leben ein grausames Ende. Wir landen in der historischen Zeit von 1740 im Norden Deutschlands und sind mittendrin im lebendigen und harten Treiben des Volkes. Die Straßenverhältnisse werden hier mehr als deutlich beschrieben, so kann man sich die Situationen gut vorstellen und auch dem Trubel auf den Märkten mit seinen ersten Theatervorstellungen folgen. Die haargenaue Recherche macht das Buch absolut authentisch, und das erschütternde Schicksal Friederikes geht einem so sehr nahe. Heute würde jemand wie sie psychologische Betreuung erhalten, damals war sie verloren. Trotzdem hält sich der Roman an historische Tatsachen und ist keinesfalls weichherzig geschrieben. Durch die Erlebnisse der jungen Frau ist man jedoch tief berührt, und das Ende lässt einem erstarren. Aber so war es in der damaligen Zeit, Recht und Ordnung gingen vor. Somit wurde die Angst vor Wiederholungstaten geschürt. Der Schreibstil lässt sich wunderbar flüssig lesen.

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  • Die packende Lebensgeschichte

    Der Tod der Bänkelsängerin
    Athene100776

    Athene100776

    12. July 2015 um 12:22

    Friederike von Rantzau wird als erstes Kind eines verarmten Landadelsgeschlechtes geboren. Die Eltern sind enttäuscht, dass nicht der langersehnte Stammhalter geboren wurde, somit beginnt für Friederike das Leben bereits sehr trostlos. Ihr Vater lehnt sie ab und auch von ihrer Mutter wird sie mehr geduldet als geliebt. Ihre Mutter unterrichtet an einer kleinen Schule, zum Unterricht nimmt sie Friederike mit, aber auch dort wird sie selbst als Säugling und Kleinkind von den anderen Kindern geärgert. Eine Decke, die ihre Mutter über den kleinen Korb wirft, in dem Friederike liegt,um sie am Schreien zu hindern,  wird zu einer Angst und  Wut auf Kinder, die sich ihr ganzes Leben hindurchzieht.Nur ein Mädchen, welches Friederike drei kleine Murmel schenkt, scheinen sie zu beruhigen, diese trägt sie von nun an mit sich. Als ihre Familie nach und nach stirbt, ist Friederike ein kleines unscheinbares Kind, sie kommt zu einem Onkel, bei dem sie das erste Mal sie selbst sein darf, wo sie ihrer geliebten Musik nachgehen kann. Friederike trifft immer wieder neue Menschen, denen sie sich anschließt, wo sie Halt und das Gefühl der Sicherheit , sowie Liebe versucht zu finden. Oft wird sie enttäuscht und fällt in der Entwicklung ihrer Person stark zurück, was zu ganz extremen Veränderungen in ihrem Inneren führt. Das Buch ist sehr interessant und versetzt den Leser schnell in die Zeit von 1740. Friederikes Leben wird erzählt, nichts wird verschönt, nichts wird dramatisiert. Zwischenzeitlich hat man als Leser Mitleid, dann wieder Wut in sich.  Ich würde dieses Buch den Leser empfehlen, die tiefer schauen möchten, die auch zwischen den Zeilen lesen können und gespannt sind auf eine Zeit , die hart war , aber doch ihren Reiz hat.

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  • Ein historischer Mordfall - gleichzeitg ein Psychogramm...

    Der Tod der Bänkelsängerin
    Schoneburg

    Schoneburg

    09. July 2015 um 10:27

    Der neue Roman von Dieter Bührig beweist nicht nur das Erzähltalent des Autors, sondern auch seine Gabe, Ergebnisse akribischer Recherche spannend aufzubereiten sowie einmal mehr seine Neigung zur Musik in all ihren Ausprägungen - und eben auch in historischen Facetten... Die Lebensgeschichte der Friederike Louise von Rantzau, deren Schilderung im Roman die Andeutung vorausgestellt ist, dass sie "unschuldig schuldig" hingerichtet werden wird, berührt auch und gerade weil Bührig unsentimental, faktenorientiert berichtet, nicht um Mitleid für die Protagonistin wirbt, sondern die historischen Geschehnisse für sich selbst sprechen lässt. Gleichzeitig begibt der Leser sich tief in den Norden Deutschlands des beginnenden 18. Jahrhunderts, lebendig werden ihm das tägliche Einerlei in den Städten und Märkten vor Augen geführt, das untergehende Rittertum, die aufkommende Unterhaltunsgkultur für das "gemeine Volk", die harten Verhältnisse, die auf der Straße regieren. Weder haben wir es hier mit einem klassischen Krimi zu tun, noch mit einem romantisch aufgeladenen historischen Roman über ein Frauenschicksal. Und gerade darin liegt der besondere Reiz vom "Tod der Bänkelsängerin".   

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  • Zum Tode verurteilt

    Der Tod der Bänkelsängerin
    Postbote

    Postbote

    Friederike von Pentz wird zum Tode verurteilt. Die Justiz hat es so entschieden. Sie wird von einem Seelsorger in den letzten Wochen vor ihrer Hinrichtung begleitet. Ihm gelang es ihr Vertrauen zu gewinnen, sodass sie sehr viel von ihrem Leben und ihrem inneren ihm anvertraute, mehr als jemanden anderen zuvor. Dieser Kriminalfall wird auch als Roman bezeichnet, was den meisten Inhalt dieser Geschichte ausmacht. Am Ende weis man erst warum es auch ein Kriminalfall ist. Das hat dieses Buch für mich interessant gemacht. Zurück zu Friederike. Sie wird 1705 in Norwegen Trondheim geboren. Ein Junge hätte sie werden sollen, damit der Vater aus "ihm" einen harten Mann machen hätte können, fürs Millitär. Die Mutter ist eine adlige von Pentz, aber eher in ärmlicheren Verhältnissen. Sie war Lehrerin und musste Friederike in einem Korb in die Schule mitnehmen da kein Geld für eine Kindsfrau da war. Friederike schrie oft oder wurde von den Kindern geärgert. Die Mutter warf eine Decke über den Korb und so bekam das Kind kaum Luft zum Atmen und die Angst nahm ihr das befreiende Schreien. Die Mutter machte ihren Unterricht einfach weiter. Von einem Mädchen bekommt das Kind 3 wunderschöne Glasmurmeln, die sie ihr Lebenlang begleiten werden. Die Mutter bekommt noch ein Kind, einen Sohn, endlich, aber er ist sehr zartbeseitet. Der Vater nimmt ihn hart ran. Er muss im Eiswasser baden, erzwungenen Hunger aushalten oder einen Tag lang sportliche Übungen machen. Züchtigung fürs Millitär, ein starker Junge soll es werden. Aber Frederick kommt zu Tode, alles war zuviel für den Jungen. Friederike findet Freude an der Musik, sie hat Talent und wird von einem nahen Verwandten gefördert. Der Vater stirbt und die Familie fällt auseinander. Die Mutter kommt in die Anstalt. Frederike ist mehr oder weniger auf sich gestellt. Und sie hat psychosomatische Probleme die zu der Zeit keinerlei Beachtung findet, weder in der Medizin noch in ihrem Leben sich äussern zu dürfen. Fredericke schliesst sich dem Fahrenden Volk an, sie darf gar für die Königin Musik am Hofe machen. Sie erlebt die Liebe und eine Tragik führt zum Ende. Nur in der Musik ist sie ein Mensch. Sie erlebt kurzeitig Fürsorge von ein paar guten Menschen. Friedericke lernt den zwielichtigen Leutnant Seecki kennen......, sie heiraten gar. Dieser Romankrimi, wie man es auch bezeichnen möchte, zeichnet das Leben vor 300 Jahren auf, und mittendrin das Schicksal der Fredericke von Pentz.Die Handlungen sind sehr verständlich beschrieben. Der Schreibstil ist verständlich und flüssig zu lesen. Das Schicksal und Leben dieser Fredericke ist hart fast durchs ganze Leben durch. Ich hätte ihr eine bessere Chance gegönnt. 4 Punkte für diese ausergewöhnliche Geschichte

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    • 2
  • packender Kriminalfall ...

    Der Tod der Bänkelsängerin
    foxfire

    foxfire

    08. July 2015 um 19:33

    ein ungemein spannendes und detailverliebtes Psychogramm einer Kindesmörderin. Krimiliteratur der anderen Art. Sehr empfehlenswert

  • Lebensgeschichte der Katharina von Pentz

    Der Tod der Bänkelsängerin
    Pucki60

    Pucki60

    Erzählt wird die Lebensgeschichte der Katharina von Pentz. Schon am Anfang des Buches ist klar, das Katharina zum Ende hingerichtet wird. Katharina wird als erstes Kind eines verarmten adligen Paares geboren. Vater ist enttäuscht, das sie kein Junge ist, erst als ihr Bruder geboren wird, verwöhnt er Katharina. Von ihrer Mutter erfährt sie keine Liebe. Sie arbeitet als Lehrerin und nimmt ihre Tochter immer mit zum Unterricht. Damit das kleine Kind nicht stört, wird es mit einem Tuch abgedeckt. Wahrscheinlich hat sie daher ihre psychische Erkrankung, die Anfang des 18. Jahrhunderts noch nicht diagnostiziert werden konnte. Nach dem Tod der Eltern kommt sie zu einem entfernten Verwandten, einem Kirchenmusiker und kann dort ihre Leidenschaft zur Musik ausleben. Es folgen verschiedene Episoden bei einem Zirkus, am dänischen Königshof und bei einer Schaustellertruppe. Immer wenn Katharina ihrer Musik nachgehen kann, geht es ihr gut. Wenn ihr Umfeld nicht passt, tritt jedoch ihre physische Erkrankung wieder auf. In solch einem Zustand begeht Katharina die Straftat, für die sie sterben muss. Die Geschichte ist gut geschrieben, bei mir ist der Funke jedoch nicht übergesprungen. Einzig die Episoden, in denen es Katharina gut ging und sie mit dem Zirkus und den Schaustellern durch die Lande zog, haben mich ansprechen können. Aufgrund dessen gebe ich dem Buch 2 Punkte. Insgesamt ist die Geschichte für mich eine Lebensgeschichte und nicht unbedingt ein Kriminalfall.

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    • 4
    Pucki60

    Pucki60

    08. July 2015 um 18:32
    DieterBuehrig schreibt "Insgesamt ist die Geschichte für mich eine Lebensgeschichte und nicht unbedingt ein Kriminalfall." - Das kann ich nicht nachvollziehen. (Oder meintest du den Begriff "Kriminalroman"? - welch ...

    Natürlich ist die Tötung zweier Kinder ein Kriminalfall und wenn du beschreibst, wie es dazu kommt, ist es die Lebensgeschichte von Friederike. Ich kann unter einem Kriminalfall aber auch ein ...

  • Meine 3-Sterne Rezension zu "Der Tod der Bänkelsängerin"

    Der Tod der Bänkelsängerin
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Ein Lübecker Kriminalfall vom 1740 Klappentext: DIE GLUT IM KOPF Was heute der Fernsehreporter ist, war früher der Bänkelsänger. Unterstützt von Bildtafeln singt er von Gräueltaten und Kriegswirren, um sein Publikum zu unterhalten und moralisch zu belehren. Doch wehe, er verlernt es, zwischen seiner Bilderwelt und der Wirklichkeit zu unterscheiden und begeht im Wahn selbst eine Gräueltat. - So wie Friederike Louise von Rantzau. Trotz mehrerer Schicksalsschläge und einer psychischen Krankheit gelingt es ihr, sich immer wieder hochzurappeln. Denn sie hat eine starke Waffe: ihr musikalisches Talent. Bis sie eines Tages dem zwielichtigen Leutnant Seecki begegnet … - Ein spannender Einblick in das Leben vor 300 Jahren - Ein Lübecker Kriminalfall von 1740 - Roman über eine unangepasste Frau, deren Schicksal bereits damals die Debatte über den Sinn der Todesstrafe anheizte. ************* Meine Meinung: Ich habe mich wohl vom Untertitel "Ein Lübecker Kriminalfall..." etwas in die Irre führen lassen. Denn statt des erwarteten historischen Krimis, handelt es sich bei diesem Buch eher um eine Biografie. Zugegeben, die Geschichte um die Protagonistin ist sehr gut recherchiert und detailgetreu erzählt. Auch die Sprache hat der Autor sehr gut gewählt, so dass der Leser gedanklich in die vergangene Zeit reisen kann. Durch die ausführlichen Beschreibungen fühlt man sich gelegentlich nicht nur als Leser, sondern fast schon als Zuschauer. Dennoch blieb ich etwas enttäuscht zurück. Wo war der Kriminalfall? *************** Fazit: Wer sich für historische Persönlichkeiten interessiert, wird mit diesem Buch voll auf seine Noten kommen. Leider war der Untertitel, für mich, etwas unglücklich gewählt.

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    • 3
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    08. July 2015 um 10:07
  • Die Glut im Kopf

    Der Tod der Bänkelsängerin
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    02. July 2015 um 15:10

    Weil der Gerichtsherr, der auch Ratsherr ist, der Meinung ist, dass die Menschen sehen müssen, dass Recht und Ordnung herrscht, wird Friederike von Pentz zum Tode verurteilt. Ein Seelsorger betreut sie in ihren letzten Wochen und ihm vertraut sie ihre Geschichte an. Sie wird leider als Mädchen geboren, was den Vater enttäuscht, denn er hat sich vorgestellt, den Sohn zu einer erfolgreichen Karriere beim Militär zu erziehen. Ihre Mutter ist eine verarmte Adlige und Lehrerin, die ihre Tochter in einem Korb mit in die Schule nimmt. Die Kinder ärgern Friederike und wenn sie weint, wirft die Mutter eine Decke über sie, so dass sie kaum Luft bekommt. Ein Mädchen schenkt ihr drei Murmeln, die Friederike ein Leben lang begleiten und ihr Halt geben. Der Bruder, der nach ihr geboren wird ist weich und dem Drill des Vaters nicht gewachsen. Er stirbt. Dann stirbt der Vater, und die Mutter verliert den Boden unter den Füßen und kommt schließlich in eine Anstalt. Friederike ist musikalisch sehr begabt und ihr Talent wird erst gefördert, als sie bei einem Verwandten unterkommt. Aber dort hält Friederike nichts. Sie schließt sich dem fahrenden Volk an, kommt an den Hof der Königin, wird für politische Zwecke benutzt, erlebt eine große Liebe und wird wieder weggejagt. Für die junge Frau mit psychischen Problemen ist das sehr tragisch. Nirgends findet sie Halt und ein Zuhause. Nur ihre Murmeln und die Musik geben ihr Halt und Zuversicht. Dann lernt sie Seecki kennen, der sie aber auch nur enttäuscht. Ihre Tat ist eine Verzweiflungstat, die in einem Anfall von Wahnsinn passiert. Sie hätte eine Behandlung benötigt, was aber zu jener Zeit nicht möglich war. So zeigt sich erst zum Ende des Buches der Kriminalfall, doch für mich ist es eine tragische Geschichte über eine junge Frau, die Liebe, Hilfe und Unterstützung gebraucht hätte, aber nur Unverständnis bekommen hat. Die Geschichte zieht einen von Anfang in den Bann. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Das Cover ist auffällig und außergewöhnlich. Ein empfehlenswerter historischer Roman, der auf einem wahren Fall basiert.

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  • Ist der Tod eine gerechte Strafe?

    Der Tod der Bänkelsängerin
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    27. June 2015 um 20:06

    DIE GLUT IM KOPF Was heute der Fernsehreporter ist, war früher der Bänkelsänger. Unterstützt von Bildtafeln singt er von Gräueltaten und Kriegswirren, um sein Publikum zu unterhalten und moralisch zu belehren. Doch wehe, er verlernt es, zwischen seiner Bilderwelt und der Wirklichkeit zu unterscheiden und begeht im Wahn selbst eine Gräueltat. - So wie Friederike Louise von Rantzau. Trotz mehrerer Schicksalsschläge und einer psychischen Krankheit gelingt es ihr, sich immer wieder hochzurappeln. Denn sie hat eine starke Waffe: ihr musikalisches Talent. Bis sie eines Tages dem zwielichtigen Leutnant Seecki begegnet … - Ein spannender Einblick in das Leben vor 300 Jahren - Ein Lübecker Kriminalfall von 1740 - Roman über eine unangepasste Frau, deren Schicksal bereits damals die Debatte über den Sinn der Todesstrafe anheizte. So besagt es die Kurzbeschreibung und da diesem Buch ein realer Fall zugrunde liegt, war mein Interesse geweckt. Friederike von Pentz - wie sie sich an ihrem Lebensende nennt - wird zur Kindsmörderin und daher zum Tode verurteilt. "Der Tod der Bänkelsängerin" ist also kein gewöhnlicher Roman. Wer hier Romantik oder gar seichte Unterhaltung sucht, wird enttäuscht werden. Das Schicksal Friederikes ist alles andere als romantisch - es ging mir als Leser unter die Haut. Ungeliebt und in einen engmaschigen Käfig der Erwartungen anderer gepfercht, verkümmert ihr Geist immer mehr bis sie schließlich dem Wahnsinn verfällt. Sie leidet neben den Äußerlichkeiten, die ihr widerfahren, an einer nicht näher benannten Geistesstörung - ob durch Inzucht vererbt oder ein Anfallsleiden, bleibt unklar. Hier steckt viel Recherche dahinter und auch die genannten Liedtexte sind authentisch. Autor Dieter Bühring hat für mein Dafürhalten eher eine psychologische Persönlichkeitsstudie verfasst, die die Entwicklung von Friederikes Leben aufzeigt, welche Hilfe weder fand - noch suchte. Dabei bleibt der Autor nahezu wertfrei - er überlasst es dem Leser, sein eigenes Urteil über sie zu fällen: „...Niemand fragt, ob wir überhaupt das Recht haben, andere Menschen zum Tode zu verurteilen, aus welchen Gründen auch immer..." ( dem Vorspiel im Buch entnommen ) Das Buch hat mich nachdenklich zurückgelassen - zu welchem Urteil gelangen Sie? Sehr lesenswert, auch wenn mir manchmal der Zugang zu den erwähnten Gefühlen fehlte.

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  • Friederike von Pentz - ein Lebensbild

    Der Tod der Bänkelsängerin
    mabuerele

    mabuerele

    25. June 2015 um 16:13

    „...Niemand fragt, ob wir überhaupt das Recht haben, andere Menschen zum Tode zu verurteilen, aus welchen Gründen auch immer..." Wir schreiben das Jahr 1739. Der Ich-Erzähler, ein Seelsorger, geht über den Lübecker Jahrmarkt und hört einer Bänkelsängerin zu. Ein Jahr später wird er der jungen Frau als Gefängnisseelsorger erneut gegenüberstehen. Dann erzählt sie ihm ihr Leben. Der Autor hat einen fesselnden historischen Krimi geschrieben. Wer allerdings einen Krimi im herkömmlichen Sinne erwartet, wird überrascht sein. Es geht nicht um das Verbrechen an sich, sondern um die psychische Analyse der Täterin. Und es geht um die Frage nach Schuld und Sühne. Obiges Zitat steht ziemlich am Anfang des Romans und wird vom Seelsorger ausgesprochen. Seine Spannung nimmt das Buch aus dem komplizierten Beziehungsgeflecht, in das die Protagonistin immer wieder gerät, und aus der Auslotung der psychischen Situation der Täterin. Friederike von Pentz, wie sich die junge Frau am Ende nennt, ist die Tochter des verarmten Adeligen Maximilian von Rantzau und seiner Ehefrau Margarethe, geborene von Pentz. Ihre Kindheit verbringt Friederike zum großen Teil in einer Schulstube, wo sie von den Zöglingen der Mutter schon als Baby geärgert wird. Diese Zeit hat unauslöschliche Spuren hinterlassen, die sie ihr Leben lang begleiten werden. Ob ihre psychischen und neurologischen Probleme Folge dieser Kindheitserinnerungen sind oder ob es sich um eine von Vater ererbte Krankheit handelt, bleibt offen. Friederikes Sehnsucht nach einer Heimat, nach Zuneigung und Anerkennung erfährt in ihren wenigen Lebensjahren eine ständiges Auf und Ab. Halt und Selbstbestätigung findet sie in der Musik. Trotzdem sind Phasen der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit selten. Der Schriftstil des Buches ist ausgereift. Die Geschichte beruht auf konkreten historischen Fakten. Der Roman zeugt von exakter und ausführlicher Recherche des Autors. Selbst die Dichter und Komponisten der von Friederike gesungenen Lieder und Bänkelgesänge sind meist historisch verbürgt. Erstaunlich war für mich, welche Rolle dabei Frauen schon in dieser Zeit spielten. Land und Leute werden ausführlich und detailgenau beschrieben. Wenn ich zum Beispiel an den Lübecker Jahrmarkt denke, so hatte man das Gefühl, den Ort mit seinen Buden originalgetreu vor Augen zu haben. Auch Schauspielkunst und Artistik der damaligen Zeit werden umfangreich und vielseitig dargestellt. Sehr gut werden die Emotionen der handelnden Personen in das Geschehen einbezogen. Das zeigt sich insbesondere im Zusammenspiel von Friederikes alltäglichen Tun und ihrer psychischen Labilität. Schritt für Schritt wird herausgearbeitet, wie Friederike mit jedem Verlust und jeder Trennung mehr und mehr den Bezug zur Realität verliert, Das Leben wird zur Bühne, zum Spiel. Neid, Missgunst, Unverständnis und Untreue des Partners sind die Stationen, die zur Katastrophe führen. Das ungewöhnliche Cover weckt Interesse. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf gekonnte Art wurde ein Lebensschicksal in den Mittelpunkt gestellt, dass an fehlender gesundheitlicher Betreuung und Unverständnis der Umwelt zerbrochen ist.

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  • Schonungslose ungeschönte Milieustudie

    Der Tod der Bänkelsängerin
    hasirasi2

    hasirasi2

    Friederike ist das Kind verarmter Adeliger, die sich eigentlich einen Sohn erhofft hatten. Weil sie „nur“ ein Mädchen ist, wird sie vernachlässigt, vor allem nachdem ihr Bruder als langersehnter Stammhalter geboren wird. Ihre Mutter unterrichtet in einer Schule und nimmt Friederike schon als Baby mit zum Unterricht. Damit sie still bleibt, legt ihre Mutter einfach eine Decke über Friederikes Körbchen. Trotzdem wird sie immer wieder von den Schülern gequält und gehänselt. Der einzige Halt im Leben scheinen 3 Glasmurmeln zu sein, auf die sie regelrecht fixiert ist. Als Friederike ungefähr 11 Jahre alt ist, sterben kurz nacheinander ihr Bruder und ihr Vater. Ihre Mutter landet im Irrenhaus. Das Mädchen wird zu einem verwitweten Onkel gebracht, der endlich auch ihre Begabung für Musik erkennt und fördert. Doch ihre Vergangenheit lässt Friederike nie los, sie leidet unter Realitätsverlust und ist in ihrer eigenen Welt gefangen. Durch die Erlebnisse und großen Verluste auch im späteren Leben hat sie ihren Halt im Leben verloren. Sie ist rastlos, und kann nicht zur Ruhe kommen. Außerdem kann sie kaum Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen.   Cover Das Buch fällt durch seine ungewöhnliches Format und das untypische, aber schöne,  Cover auf.   Fazit „Der Tod der Bänkelsängerin“ ist nicht der typische, oft romantisch verklärte, historische Roman. Eher schon eine Milieustudie. Friederike von Pentz gab es wirklich und ihre Lebensgeschichte wird so authentisch wir möglich erzählt. Die begnadeten Sängerin / Musikerin litt wahrscheinlich an einer bipolaren Störung und Epilepsie. Sie hatte eine grausame Kindheit und verfiel zusehends dem Wahnsinn. Ihre Lebensgeschichte wird schonungslos dargestellt, nichts wird beschönigt. Wer einen gut recherchierten, historisch belegbaren, interessanten Roman abseits des Mainstreams zu schätzen weiß, liegt mit der „Bänkelsängerin“ genau richtig.

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    • 5
    hasirasi2

    hasirasi2

    21. June 2015 um 14:21