Dieter Bührig Die verschollene Jungfrau

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Inhaltsangabe zu „Die verschollene Jungfrau“ von Dieter Bührig

Ein junger Restaurator wird mit der Restauration der Sandstein-Figurengruppe der Klugen und Törichten Jungfrauen im Lübecker St. Annenmuseum beauftragt. Sie gehörte einst zur Ausstattung der Burgkirche, die 1818 abgerissen wurde. Doch seither fehlt eine der Figuren. Was ist aus ihr geworden? Der Restaurator verliebt sich in die anmutigen Törichten. Sie verraten ihm ihr Schicksal, ein Lied von Liebe und Tod, Anpassung und Widerstand, Ehrgeiz und Verrat …

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  • Leserunde zu "Der Klang der Erde" von Dieter Bührig

    Der Klang der Erde

    DieterBuehrig

    Ich möchte euch wieder zu einer Leserunde einladen, diesmal jedoch nicht über einen Krimi sondern über meinen ersten historischen Roman "Der Klang der Erde". Zum Buch: Der Geiger Max Auerbach hat nach dem Scheitern seiner Ehe eine Anstellung beim Lübecker Stadtorchester unter Leitung des jungen Dirigenten Wilhelm Furtwängler gefunden. Als der glühende Verehrer Mahlers im Mai 1911 vom Tod des Wiener Meisters erfährt, verliert er jeden Halt: Auerbach entwickelt eine gefährliche Persönlichkeitsstörung. Er nimmt einen Doppelgänger wahr, der ihm aufträgt, in München die Orchesterpartitur von Mahlers „Lied von der Erde“ zu stehlen und den Dirigenten der Uraufführung, Bruno Walter, zu töten … Ein historischer Roman aus der Zeit des Fin-de-Siècle (also der turbulenten Zeit kurz vorm 1. Weltkrieg) nach Motiven aus dem "Lied von der Erde" von Gustav Mahler. Ein Roman über die Würde unerfüllter Träume. ... Nur für Leser, die keine Berührungsängste mit der Musik haben ... Zum Einstieg ein paar kleine Fragen: Warum lest ihr historische Romane ? Warum beschäftigt ihr euch mit der Vergangenheit? Wäre es nicht besser, den Blick in die Zukunft zu richten? Ich freue mich auf die Leserunde zu einem Buch, das mir besonders am Herzen liegt.

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    • 145
  • Leserunde zu "Die verschollene Jungfrau" von Dieter Bührig

    Die verschollene Jungfrau

    DieterBuehrig

    Ich möchte euch gern zu einer Leserunde über meinen vierten Roman "Die verschollene Jungfrau" einladen, habe so etwas aber noch nie gemacht. Deswegen bin ich sehr neugierig auf das, was auf mich zukommt und freue mich auf eure Kommentare. Ein junger Restaurator wird mit der Restauration der Sandstein-Figurengruppe der Klugen und Törichten Jungfrauen im Lübecker St. Annenmuseum beauftragt. Sie gehörte einst zur Ausstattung der Burgkirche, die 1818 abgerissen wurde. Doch seither fehlt eine der Figuren. Was ist aus ihr geworden? Und wer hat den Pastor dieser Kirche erschossen? Der Restaurator verliebt sich in die anmutigen Törichten. Sie verraten ihm ihr Schicksal, ein Lied von Liebe und Tod, Anpassung und Widerstand, Ehrgeiz und Verrat. Die Törichten führen den Leser in die Zeit der Franzosenherrschaft über Lübeck (1806 – 1813). Napoleons Truppen haben die Freie Reichsstadt Lübeck erobert und begraben damit endgültig die Epoche der hanseatischen Macht und der patrizisch-patriarchischen Kultur. Meine Frage an euch: Lest ihr lieber spannende, realistische, im Alltag angesiedelte Romane oder gefallen euch mehr diejenigen, die ihre Spannung aus einer Gradwanderung zwischen Fiktion und Realität schöpfen? Bitte begründet eure Meinung. Die zu verlosenden Bücher sind alle handsigniert. Wenn ihr mehr von mir und meinen Büchern wissen wollt, schaut bitte auf meine Homepage: www.dieterbuehrig.de   Ich habe auch einen Trailer zu dem Buch erstellt:

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  • Wenn Steinfiguren zum Leben erwachen...

    Die verschollene Jungfrau

    britta70

    07. July 2013 um 23:33

    Der junge Restaurateur Florian hat den Auftrag erhalten, im Lübecker St. Annenmuseum Sandsteinfiguren der törichten und klugen Jungfrauen aus dem 14. Jahrhundert stammend zu restaurieren. Anfangs begeistert ihn diese Aufgabe keineswegs, doch als er auf dem im Raum befindlichen Flügel die Nocturne 1 von John Field anstimmt, geschieht etwas Unglaubliches: die Figuren werden zum Leben erweckt. Sie berichten aus dem Leben von 5 Frauen, die sich zur Zeit der napoleanischen Besatzung zum Club der Nachtlilien zusammenschlossen und sich nachts heimlich trafen. Sie waren ihrer Zeit weit voraus, orientierten sie sich doch nicht nur für die Ideale der Französischen Revolution "Freisinn, Gleichberechtigung und Menschlichkeit", sondern strebten auch lange vor der Emanzpationsbewegung ihre Selbstverwirklichung an. Ein unzertrennlicher Bund, bis zu einem Verrat mit fatalen Konsequenzen. Wo ist Törichte Nummer 5 verblieben? "Die verschollene Jungfrau" ist ein sehr anspruchsvoller Roman, in dem philosophische Gedankengänge ebenso wie die Musik einen großen Raum einnehmen. Er ist historisch brilliant recherchiert und besticht nicht nur durch einen wunderschönen Sprachstil, sondern auch durch eine mitunter "experimentelle" Erzählweise, die u.a. Gleichnisse, Gedichte und ein Drehbuch zu einer Stummfilmszene umfasst. Fasziniert haben mich insbesondere die Visionen der Törichten. Insgesamt kann ich dieses Buch all jenen empfehlen, die geschichtsinteressiert sind und vor anspruchsvoller Lektüre nicht zurück schrecken. 

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  • Die verschollene Jungfrau

    Die verschollene Jungfrau

    manu1983

    03. July 2013 um 15:35

    Der Titel und der Klappentext dieses historischen Kriminalromans haben mich neugierig gemacht. Leider entsprach er dann nicht ganz meinen Erwartungen. Auf dem Cover ist eine Frau zu sehen, die sich in einer offenen Tür wahrscheinlich an einen Mann schmiegt. Ihr Blick ist zu Boden gerichtet, was mich auf ein Geheimnis schließen lässt. Das Buch handelt von einem jungen Restaurator, der hinter die Geschichte eines Kunstwerkes im Lübecker St. Annen-Museum kommen will. Es handelt sich um die Klugen und die Törichten Jungfrauen. Dazu verbringt er die Nacht dort und verliebt sich in die Törichten Jungfrauen. Diese verraten ihm einiges über ihr Schicksal. Der Schreibstil war einfach und daher gut zu lesen, jedoch waren mir die Szenen zu ausführlich geschildert. Dadurch ertappte ich mich dabei, wie ich einige Abschnitte nur grob überflogen habe. Trotzdem war die Geschichte gut zu verfolgen. Auch die Charaktere waren detailliert beschrieben. Ich konnte mich in manche gut hineinversetzen. Zweimal gibt es Zeitsprünge. Am Anfang befindet sich der Leser in der Gegenwart, in der der Restaurator von seiner Arbeit im Museum erzählt. Nach einem Zeitsprung spielt die Geschichte in der Vergangenheit, die Zeit, in der die Jungfrauen lebten. Eine der Jungfrauen berichtet ihre Geschichte und was mit ihnen geschah. Etwa in der Hälfte und dann am Ende gibt es noch einmal einen Sprung in die Gegenwart. Gefehlt in der Geschichte hat mir die Spannung. Aus diesem Grund machte ich viele Lesepausen. Noch nicht ganz in der Hälfte des Buches angelangt, war ich gelangweilt und überlegte mir aufzugeben. Ich wollte jedoch wissen, wie es weitergeht, daher habe ich durchgehalten. Positiv war für mich, dass ich viel über die Geschichte Lübecks erfahren konnte. Da ich die Stadt noch nicht kenne, war es sehr interessant zu lesen. Fazit: Ich hatte etwas mehr von diesem historischen Kriminalroman erwartet. Mir persönlich hat etwas Spannung gefehlt. Das Poetische war etwas zu viel, davon hätte man etwas weglassen können.

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  • Die verschollene Jungfrau

    Die verschollene Jungfrau

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. June 2013 um 19:51

    Der junge Restaurator Florian Thormählen wird mit der Restauration der Sandstein-Figurengruppe der Klugen und Törichten Jungfrauen im Lübecker St. Annenmuseum beauftragt. Die Jungfrauen gehörten einst zur Ausstattung der Burgkirche, die 1818 abgerissen wurde. Seither fehlt eine der törichten Figuren. Was ist aus ihr geworden? Florian verliebt sich in die anmutigen Figuren der Törichten, und es gelingt ihm, sie durch seine vorsichtige und liebevolle Pflege zum „Sprechen“ zu bringen…. Der Schreibstil ist nicht unbedingt leicht und ich musste einige Stellen konzentriert lesen, damit ich der Geschichte folgen konnte. Es handelt sich auch nicht wirklich um einen historischen Kriminalroman, denn mit einem klassischen Krimi hat das Buch eher wenig zu tun. Es ist eher ein sehr anspruchsvoller und tiefgründiger historischer Roman. Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und authentisch. Mit den Protagonistinnen hatte ich am Anfang auch etwas Schwierigkeiten, diese auseinander zu halten. Das hat sich aber mit der Zeit gelegt. Dieser historische Roman, wo Musik auch eine große Rolle spielt, hat mich gut unterhalten und kann ich empfehlen. 

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  • Dieter Bühring - Die verschollene Jungfrau

    Die verschollene Jungfrau

    LESETANTE_CARO

    24. June 2013 um 17:32

    Den Inhalt lasse ich jetzt mal außen vor, denn die vorherigen Rezensionen und auch der Klappentext tun ihr übriges und erzählen dem neugierigen Leser ausreichend, um ihm diesen Roman zu zuführen.   Dieter Bühring hat es durchaus geschafft, um die törichten Jungfrauen einen schöne Geschichte aufzubauen.Mir hat die Beschreibung Lübecks in der Vergangenheit zur Zeit der Besatzung durch die Franzosen besonders gut gefallen. All die Geräusche und Gerüche schwirrten mir im Kopf herum. Etwas gefehlt hat mir die Kriminalgeschichte, die den letzten Kick in diesen Buch ausgemacht hätte. Auch die einzelnen Charaktere waren mir teilweise fremd und ich konnte mich in keiner so richtig hineinversetzen. Ziemlich langatmig empfand ich den Anfang des Buches, wobei jedoch die Szene mit dem Klavier mir schon gut gefallen hat. Auch der Teil mit der Stummfilm-Szene fand ich interessant. Teilweise plätscherte für mich aber doch die Geschichte so dahin, so dass ich schon fast gewillt war, das Buch beiseite zu legen. Ich habe es aber dennoch zu Ende gelesen. Alles in allem war es eine nette Geschichte, die mich in das alte Lübeck und in den Kampf der Frauen um Gleichberechtigung führte. Von mir gibt es für dieses Buch drei von fünf Sternen.

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  • Sehr interessant und informativ...

    Die verschollene Jungfrau

    Lesefieber

    21. June 2013 um 15:40

    .. aber nicht nur das! DIE VERSCHOLLENE JUNGFRAU von DIETER BÜHRIG ist ein sehr unterhaltsamer historischer Roman, der einen in die Vergangenheit Lübecks entführt. Der Restaurator Florian Thormählen reist in Lübeck an, um im St. Annenmuseum die Sandsteinfiguren der törichten Jungfrauen zu untersuchen. Ursprünglich 5, befinden sich seit langer Zeit nur noch vier Jungfrauen in dem Haus. Seine anfängliche Skepsis dieses Auftrags gegenüber, schwindet schnell, als er die erste Nacht mit Rotwein und Klavier dort verbringt. Denn mit seiner Musik schafft er es, die Sandsteinskulpturen zum Leben zu erwecken, und sie erzählen ihm, auf ihre Weise, ihre Geschichte, und lüften das Geheimnis, der verschwundenen Törichten. So kommen wir dann in das frühe Lübeck. Um 1800 rum, als die Franzosen in Lübeck einmarschierten, trafen sich die Nachtlilien, die aus fünf Frauen bestand regelmäßig heimlich. Sie hatten es im Sinn, das damals normale Bild der Frau zu verändern. Doch obwohl sie alle den gleichen Gedanken hatten, gerieten sie oft auch aneinander. Viele Gedanken, Sehnsüchte und Ängste werden hier der Bürgerdamen erläutert, und das macht die einzelnen Charaktere sehr tiefsinnig und ausdrucksstark! Auch die Art, des Autors, diesen Roman zu schreiben, war für mich neu und erfrischend. Tolle Gedichte, eine Stunmfilmszene wurden passend eingebaut, und zählten somit zu meinen Highlights in diesem Buch! Aber ganz besonders loben möchte ich, die Recherche und die Hingabe, mit der dieser Roman verfasst wurde. Ich kenne Lübeck gut, doch wurde mir diese Vergangene Zeit nun auch einmal sichtbar und vor allem verständlich gemacht. Es war aufregend in die Zeit der törichten Jungfrauen zu reisen, und zu erfahren, was sich damals in Lübeck abgespielt hat. Ein verständlicher Schreibstil, frische Stilmittel und die wunderbare Kapiteleinteilungen, die verziert wurden, von John Field's Nocturnen in Zahlenfolge, machen das Buch zu etwas besonderem!

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  • Die verschollene Jungfrau

    Die verschollene Jungfrau

    unclethom

    11. June 2013 um 02:38

    Das Buch: Ein junger Restaurator wird mit der Restauration der Sandstein-Figurengruppe der Klugen und Törichten Jungfrauen im Lübecker St. Annenmuseum beauftragt. Sie gehörte einst zur Ausstattung der Burgkirche, die 1818 abgerissen wurde. Doch seither fehlt eine der Figuren. Was ist aus ihr geworden? Der Restaurator verliebt sich in die anmutigen Törichten. Sie verraten ihm ihr Schicksal, ein Lied von Liebe und Tod, Anpassung und Widerstand, Ehrgeiz und Verrat … Der Autor: Abitur in Hannover. Ich studierte an der TU Berlin im Fachbereich Elektrotechnik und parallel dazu an der Hochschule für Musik Berlin im Studiengang Tonmeister. Mehrere Jahre arbeitete ich in Hamburg als Tonmeister in Musikstudios der Schallplattenindustrie und als Musikproduzent. Dann absolvierte ich ein Aufbaustudium an der Musikhochschule Lübeck. Seitdem unterrichtete ich in den Fächern Musik und Physik. Als Leiter der Schulchöre war ich jahrelang verantwortlich für eine überregional beachtete Chor- und Bandarbeit, insbesondere auf dem Gebiet des Musicals. Mehrere Jahre lang bildete ich als Studienleiter für Musik Referendare für den Unterricht an Gymnasien aus und war als Referent und Leiter zahlreicher regionaler und bundesweiter Fortbildungsveranstaltungen tätig. In Büchern, Unterrichtshandreichungen und Fachzeitschriften veröffentlichte ich eine Reihe von Beiträgen zu Fragen der Musikpädagogik, sowie Berichte zur Unterrichtspraxis. Des weiteren stammen aus meiner Feder zahlreiche Veröffentlichungen von Chor- und Bandarrangements. Ich promovierte am Fachbereich Musikpädagogik der Hochschule für Musik und Theater Hamburg über das Thema "Schule in der Musik". Mein erster Roman "Schattengold", ein musikalischer Kriminalroman nach den "Madagassischen Gesängen" von Maurice Ravel, erschien 2010 im Gmeiner-Verlag. Meine Hobbies: Segeln, Spanisch lernen, als Keyboarder, Bassist oder Gitarrist in einer Rockband spielen, Lesen. Meine Internetseite: www.dieterbuehrig.de Meine Rezension: Der flüssige Schreibstil macht es leicht in die Story hinein zu finden. Durch die bildhafte Beschreibung der Protagonisten und der Landschaften findet man sich schnell mitten in der Geschichte und nicht nur am Rande dabei. Als ganz besonderes Highlight habe ich das „Drehbuch einer schwarz-weißen Stummfilmszene“ empfunden, welches die Story in dem Teil des Buches richtig abrundet. Für mich war der einleitende Teil, der in der Gegenwart spielt ein klein wenig zu lange geraten, dennoch nicht so, dass ich es als extrem störend empfand. Insgesamt ein schöner Roman mit einem offenen Ende, was auf einen anschließenden Roman schließen lässt. Ich vergebe für diesen Roman 4 von 5 Sternen. Ich weise darauf hin, dass Die Informationen zum Buch und zum Autoren www.lovelybooks.de entnommen wurde.

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  • Hat mich nicht wirklich überzeugt

    Die verschollene Jungfrau

    PMelittaM

    09. June 2013 um 15:04

    Wer das biblische Gleichnis von den törichten und den klugen Jungfrauen kennt, weiß, dass es jeweils fünf sein müssen. In Lübeck gibt es eine Figurengruppe bei der eine der törichten verloren gegangen ist. Als der Restaurator Florian diese Gruppe bearbeiten soll, erfährt er durch eine „Reise in die Vergangenheit“ der Restaurator Florian, wie es gewesen sein könnte. Zur Zeit der französischen Besetzung Lübecks haben fünf sehr unterschiedliche Frauen einen Geheimbund „Die Nachtlilien“ gegründet, ihre Ideale lehnen sich dabei an die der französischen Revolution an, bezogen auf Freiheit und Gleichheit der Frau. Der Autor nutzt in seinem Roman verschiedene Stilmittel. So ist eine besonders dramatische Szene wie eine Drehbuchszene geschrieben, zudem gibt es regelmäßig „Visionen“ in Gedichtform. Weiterhin spielt Musik eine große Rolle im Roman, vor allem die John Fields. Während ich die Drehbuchszene sehr interessant finde, kann ich mit Gedichten allgemein nichts anfangen. Auf die Musik John Fields bin ich dagegen richtig neugierig geworden. Die Rahmenhandlung des Romans spielt in der Gegenwart und führt die Geschichte der Nachtlilien ein. Sie wird in der Mitte des Romans und am Ende fortgeführt, meiner Meinung nach hätte allerdings die Einführung am Anfang gereicht. Die Sinnhaftigkeit der beiden Fortführungen hat sich mir nicht erschlossen, ich fand sie eher störend. Sehr gut gelungen ist dem Autor die Wiedergabe der Stimmung in der zunächst von den Franzosen eroberten und dann besetzten Stadt, die Kämpfe, das Elend, aber auch die Kollaboration und das langsame Normalisieren der Situation. Weniger gelungen ist meiner Meinung nach die Charakterdarstellung. Die Nachtlilien blieben mir fast alle sehr fremd, ein Zugang zu ihnen wird nicht geschaffen. Nicht dargestellt wird leider auch, wie die Frauen sich kennenlernten und beschlossen sich zusammenzutun. Da alle doch sehr unterschiedlich sind und sich teilweise noch nicht einmal mögen, wäre das doch sehr interessant gewesen. Ebenso konnte ich nicht nachvollziehen, warum sie konspirative Treffen nötig haben, ist eine von ihnen doch alleinstehend und einem Treffen in deren Haus hätte nichts entgegengestanden. So kommt mir dieser wichtige, handlungstragende Punkt doch sehr aufgesetzt vor. Der Roman wartet mit zahlreichen Wiederholungen auf, die nicht nur unnötig sind sondern auf mich auch sehr störend wirkten, besser hätte der Autor die Geschichte der Frauen ausführlicher erzählt. Ebenso störend fand ich die ständigen Perspektivewechsel, die ich sonst in der Regel begrüße, die hier aber nur dazu beitrugen, dass man keine der Frauen – und auch keinen der handelnden Männer – wirklich kennenlernte. Auch gibt es einige Szenen, die meiner Meinung nicht handlungsrelevant sind, die nur irritieren und die dann auch nicht weitergeführt werden, auch auf sie hätte man gut verzichten können, auch hier hätte man besser die Erzählung mehr auf die Frauen fokussiert. Die Geschichte kommt mir daher etwas unausgegoren vor. Der Autor hat offenbar eine Message, bei mir kam die jedoch nicht an. Der Roman wird als „historischer Kriminalroman“ betitelt. Ich finde das etwas irreführend und nicht wenige Fans historischer Kriminalromane werden letztlich enttäuscht sein, denn eine Krimihandlung konnte ich nicht wirklich ausmachen. Insgesamt hat mich der Roman eher enttäuscht, ich hatte mir mehr erwartet. Eine Empfehlung kann ich daher nur bedingt aussprechen. Wer Freude an klassischer Musik hat, wird möglicherweise das Buch genießen können. 

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  • Gar nicht töricht

    Die verschollene Jungfrau

    tedua

    07. June 2013 um 18:17

    Eine Wiedergabe des Inhalts lasse ich mal außen vor, denn ich denke, der Klappentext lässt schon ganz gut auf den Inhalt des Buches schließen. Es geht in der Geschichte natürlich um viel mehr, aber das vorab zu verraten, würde natürlich den Lesespaß sehr verderben. Was ich auf jeden Fall sagen kann: dieser Roman ist ganz und gar gut durchdacht und recherchiert. Es ist ein anspruchsvoller Roman, den man nicht eben mal so zwischendurch lesen sollte. Man muss sich wirklich Zeit für die Lektüre nehmen und sich darauf einlassen können. Inhalt und Sprache sind nicht ganz einfach; ich musste auf jeden Fall recht konzentriert lesen, um meine Gedanken bei der Geschichte zu belassen. Was nicht heißen soll, dass die Geschichte langweilig ist - das ist sie ganz und gar nicht. Doch ein einfacher Unterhaltungsroman ist es eben auch nicht. Auch finde ich die Bezeichnung "Historischer Kriminalroman" nicht gerade glücklich, denn so geht man mit ganz anderen - und falschen - Erwartungen an das Buch heran. Ein Krimi ist es nämlich (in meinen Augen) wirklich nicht. Ein Historischer Roman ist es dagegen sehr wohl. Man lernt viel über Lübeck um 1800 herum. Ich denke, wer sich gerade für Lübeck und auch für Musik interessiert, der wird viel Vergnügen mit diesem Buch haben.

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  • Spannendes Buch auf hohem Niveau

    Die verschollene Jungfrau

    Jarven

    06. June 2013 um 11:22

    Das Buch die verschollene Jungfrau von Dieter Buehrig spielt an dem St. Annenmuseum in der Hansestadt Lübeck. Es geht dabei um einen Restaurator, der die Sandsteinfiguren der klugen und törichten Jungfrauen restauriert. Aber leider fehlt eine von diesen Figuren. Die Figuren erwachen zum Leben und erzählen von dem Napolionkrieg und was noch viel wichtiger ist, dass sie von dem Frauenbund "Club der Nachtlilien" erzählen, deren Ziel es ist sich selbst zu verwirklichen. Ihre Ideale entsprechen denen der Französischen Revolution (Gleichberechtigung, Freisinn und Menschlichkeit). Jedoch zerbricht diese Vereinigung auf Grund von einigen Differenzen. Dieses Buch ist meiner Meinung nach ein sehr anspruchsvoller Historischer Roman. Er legt den Leser zum Nachdenken an und man merkt, dass der Autor sehr viel recherchiert hat. Der Leser erfährt sehr viel über die Stadt Lübeck, als sie von den Franzosen besetzt gewesen war. Außerdem merkt man, dass der Autor sehr Musik begeistert ist und sich auch sehr gut damit auskennt. Die Musik spielt in dem ganzem Buch eine sehr wichtige Rolle. Das passt auch vor allem gut zu Lübeck, weil das auch eine sehr "musikalische" Stadt ist (Knabenkantorei, Marienkirche, Dom etc). Besonders gut gefallen mir die außergewöhnlichen Stilmittel, die der Autor genutzt hat, wie zum Beispiel ein Drehbuch von einer Stummfilmszene, die man aber erst später, im weiteren Verlauf des Buches verstehen kann. Außerdem baut Dieter Buehrig mehrere Gedichte ein, die den Lesefluss unterbrechen und somit auch noch mehr zum Nachdenken anregen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das liegt vor allem daran, weil es auf einem sehr hohem Niveau geschrieben ist. Trotzdem ist es aber auch noch sehr spannend und regt zum Nachdenken an. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.

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  • Historischer Lübeck-Roman: John Fields Nocturnes, ein Restaurator und 5 steinerne Jungfrauen

    Die verschollene Jungfrau

    elisabethjulianefriederica

    05. June 2013 um 13:54

    Klappentext: Ein junger Restaurator wird mit der Restauration der Sandstein-Figurengruppe der Klugen und Törichten Jungfrauen im Lübecker St. Annenmuseum beauftragt. Sie gehörte einst zur Ausstattung der Burgkirche, die 1818 abgerissen wurde. Doch seither fehlt eine der Figuren. Was ist aus ihr geworden? Der Restaurator verliebt sich in die anmutigen Törichten. Sie verraten ihm ihr Schicksal, ein Lied von Liebe und Tod, Anpassung und Widerstand, Ehrgeiz und Verrat. .... Mein Leseeindruck: In der Rahmenhandlung aus der Gegenwart spielt ein junger Restaurator ein Nocturne von John Field und erweckt die Törichten Jungrauen zum Leben ....Dieser fantastische Kunstgriff ermöglicht es Dieter Bührig, ohne historischen Beleg seine Geschichte der Törichten Jungfauen zu erzählen, von 5 freidenkerischen Frauen in Lübeck zur Zeit der napoleonischen Besatzung, jede von ihnen mit einer anderen Kunst begabt – Der Club der Nachtlilien, der sich heimlich des nachts trifft. Wie ein roter Faden zieht sich die Musik John Fields durch den Roman, die Wirren der französischen Besatzungszeit sind äusserst lebendig dargestellt, auch das Alltagsleben der Zeit.Ein sprachlich schön erzählter historischer Roman, wenn auch meiner Meinung nach kein Kriminalroman: niemand ermittelt; Gewalttaten kommen zwar schon vor, aber zumindest eine geschieht aus Notwehr und es ist eine Zeit des Krieges. Das offene Ende war mir ein wenig unbefriedigend. Nichts desto trotz habe ich diesen anspruchsvollen historischen Roman mit Vergnügen gelesen mit ein bisschen Klaviermusik von John Field im Hintergrund ... Eine klare Leseempfehlung : Freunde historischer Romane und Musikliebhaber werden ihre Freude daran haben.

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  • Die verschollene Jungfrau

    Die verschollene Jungfrau

    Blaustern

    03. June 2013 um 21:18

    Der junge Restaurator Florian wird mit der Restauration der Sandsteinskulpturen der vier törichten Jungfrauen im Lübecker St. Annenmuseum beauftragt. Während er sie auf Schäden untersucht, überlegt er, wo die fünfte törichte Jungfrau geblieben ist. Als er am Klavier ein Stück von John Field spielt, erwacht die erste Jungfrau zum Leben und erzählt ihm von ihrer Zeit, dem Lübeck des Jahres 1806 während des Napoleonkrieges und die Geschichte ihres Geheimbundes, dem Club der Nachtlilien, den die fünf Frauen gründeten. Sie orientierten sich an den Idealen der französischen Revolution; Freisinn, Gleichberechtigung, Menschlichkeit, und trafen sich nachts. Sie wollten sich selbst verwirklichen, doch dann zerbricht der Bund wegen Verrat untereinander. Dieser historische Roman ist sehr anspruchsvoll und keine leicht Kost und regt zum Nachdenken an. Wir erfahren hier ausgiebig über die Geschichte des damals von den Franzosen besetzten Lübecks, was von dem Autor sehr gut recherchiert wurde. Eine große Rolle spielt hier auch die Musik, mit der sich der Autor hervorragend auskennt, seien es die Instrumente oder deren Effekt. Der Club der Nachtlilien war eine interessante Sache, bloß leider war das Handeln der Frauen nicht immer nachvollziehbar.    

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  • Die törichten Jungfrauen - damals und heute

    Die verschollene Jungfrau

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. June 2013 um 20:51

    *INHALT* Florian Thormählen ist ein junger Restaurator und nur mäßig begeistert, als er den Auftrag erhält, im Lübecker St. Annenmuseum die Klugen und Törichten Jungfrauen zu restaurieren. Doch schon bald beginnen die Sandsteinfiguren, ihn in ihren Bann zu ziehen, und er beschäftigt sich mit der Frage, was aus der fünften Törichten geworden ist, die seit 1818 verschollen ist. Und so lässt er sich von den Jungfrauen auf eine Reise entführen, die im November 1806 beginnt und in der die Figuren für weit mehr stehen als nur für das biblische Gleichnis.. *MEINE MEINUNG* Meiner Meinung nach führt der Untertitel "Historischer Kriminalroman" ein wenig in die Irre, denn mit einem klassischen Krimi hat das Buch nur wenig zu tun. Es ist vielmehr eine sanfte, tiefgründige Geschichte, die der Autor hier erzählt, über den Freigeist von fünf Frauen, die einen geheimen Bund gründeten und mit ihren emanzipierten Zielen ihrer Zeit weit voraus waren. Dieter Bührig beginnt mit einer Rahmenhandlung, die im Jetzt spielt und in der Florian Thormählen mehr zufällig das Geheimnis der Figuren entdeckt; im weiteren Verlauf des Buches kehrt der Autor zweimal zur Rahmenhandlung zurück, der Rest spielt im Lübeck des begonnenen 19. Jahrhunderts. Unterbrochen wird die historische Szenerie jedoch auch durch fünf Gedichte -Visionen der Törichten-, und eine Szene mit besonderer Bedeutung, die ebenfalls sehr außergewöhnlich hervor gehoben wird. Mir haben diese kleinen Intermezzen sehr gut gefallen, mir gefielen die philosophischen Ansätze darin genauso wie die Fähigkeit des Autors, mit den Worten zu spielen. Mit den Protagonistinnen hatte ich leichte Probleme - da es gleich 5 gibt, hatte ich anfangs leichte Schwierigkeiten, mich zurecht zu finden und sie auseinander zu halten, doch das gab sich mit der Zeit. Die vielen Nebenfiguren fand ich anfangs auch teilweise verwirrend, doch der Autor hat einige wichtige Zusammenhänge auch wiederholt, um sie dem Leser präsent zu halten. Insgesamt bin ich mit diesem Buch prima unterhalten worden und kann ihn jedem Fan von historischen Romanen und auch Anhängern der Stadt Lübeck nur ans Herz legen.

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  • Die verschollene Jungfrau

    Die verschollene Jungfrau

    Linda-Marie

    28. May 2013 um 22:07

    5 Frauen mit unterschiedlichen Interessen und Leidenschaften finden sich um 1800 in Lübeck. Sie wollen gemeinsam für mehr Menschlichkeit in ihrem Leben  kämpfen. Die politischen und gesellschaftlichen Lebensumstände sind für die Frauen und die ärmeren Schichten denkbar schlecht. Mit ihren bescheidenen Mitteln versuchen die Frauen sich gegenseitig heimlich aufzubauen und zu unterstützen. Herr Bühring schafft es diese Umstände in seinem Buch mit sehr klaren Bildern darzustellen. Das Buch ist ein schön zu lesender Roman, der mit vielen künstlerischen Bildern lebendig zu lesen ist . Vielen Dank!

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