Dieter Bührig Mauerriss

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Inhaltsangabe zu „Mauerriss“ von Dieter Bührig

1989: Die DDR hat abgewirtschaftet. Korrupte Funktionäre bereichern sich durch staatlichen Kunstraub und Enteignung privater Antiquitäten. Wahlfälschungen bringen das Fass zum Überlaufen. Wie soll es weitergehen? Das Regime will den realen Sozialismus reformieren, die Gegner fordern die Wiedervereinigung unter kapitalistischen Vorzeichen. Doch der junge Schriftsteller Christian träumt von einem dritten Weg, vom demokratischen Sozialismus. Und auch privat muss er eine Entscheidung treffen … sich zwischen Beata und Dorisa entscheiden. Wem wird er folgen?

Es stimmt wirklich, das Buch ist weniger ein Krimi als ein interessanter Roman zu den Ereignissen der Wende in der DDR 1989

— elisabethjulianefriederica

mehr Politik als Krimi oder Liebesgeschichte, aber interessanter Einblick in "Wir sind das Volk" Widerstand und die Endphase der DDR

— katze267

Interessanter und - da in einen Kriminalfall eingebetteter - teilweise spannender Blick auf die letzten Monate der DDR: ein Staat im Umbruch

— TochterAlice

Das Buch beschreibt sehr genau die Verhältnisse in Wismar und Umgebung in den letzten Monaten der DDR.

— mabuerele

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148
  • Krimi vor dem Hintergrund der Wende

    Mauerriss

    britta70

    "Mauerriss" ist kein gewöhnlicher Krimi. Wer mit der Erwartung das Buch liest, einen 'klassischen' Kriminalfall pràsentiert zu bekommen, wird vermutlich etwas enttäuscht sein. Lässt man sich dagegen auf die Geschichte ein, wird man um einen tiefen Einblick in die letzten Jahre der DDR Geschichte bereichert. Es geht um staatlich organisierten Kunstraub und Enteignungen, Westfluchten, zweifelhafte Wahlpraktiken, Verhaftungen und die Stimmung des Umbruchs kurz vor der Wende. Zum Personal gehören unter anderen ein Leuchtturmwärter, ein Pastor, eine Malerin, ein Zeitungsverleger, ein Parteifunktionär und diverse Schmuggler.  Dieter Bührig überzeugt in diesem Krimi mit einem brilliant recherchierten und authentisch gezeichneten Bild deutsch-deutscher Zeitgeschichte. Die Stimmung ist gut greifbar und man bekommt das Gefühl, nah am Geschehen dran zu sein. Die Charaktere mit ihren jeweiligen Beziehungen untereinander sind wie gewohnt plastisch dargestellt. Was dieses Mal für meinen Geschmack etwas zu kurz kommt ist die typisch Bührigsche Kompositionsweise des Romans. Sie wird kompensiert durch die musische Gabe einer Protagonistin. In jedem Fall ein höchst lesenswerter Krimi. Ich freue mich schon jetzt auf den Nachfolger, der sicher - wie jeder Bührig - wieder einen ganz eigenen Ton haben wird. 

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    • 4

    Sabine17

    31. August 2014 um 19:59
  • Leserunde zu "Mauerriss: Kriminalroman" von Dieter Bührig

    Mauerriss

    DieterBuehrig

    Hiermit lade ich euch zu einer Leserunde über meinen neuen Roman "Mauerriss" ein. Ein zeitgeschichtlicher Kriminalroman, der anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls erschien. DDR 1989: Die schlechte Versorgungslage, die Vetternwirtschaft und die Ausplünderung des Staates seitens der Parteibürokratie, die brutale Unterdrückung der freien Meinungsäußerung, ein gestiegenes Umweltbewusstsein und die Einschränkung der Reisefreiheit in den Westen lösen in weiten Teilen der Bevölkerung großen Unmut aus. Als die Kommunalwahlen zu massiven Wahlfälschungen führen, eskaliert die Situation. Noch geht es um den Traum, den sozialistischen Staat grundlegend reformieren zu können, d.h. den Weg eines demokratischen Sozialismus einzuschlagen. Nur wenige ahnen, dass dieser Traum platzen würde und dass die DDR schlichtweg der BRD einverleibt werden würde. Der Traum von einem dritten Weg, einem zwischen dem "Sozialismus in den Farben der DDR" à la Honecker und dem "Kapitalismus" à la Kohl, bleibt Utopie, als die Parole "Wir sind das Volk" umschlägt in das Motto "Wir sind ein Volk". In Wismar und auf der Insel Poel treten der junge Schriftsteller Christian und seine Freunde für diesen Weg ein. Aber Christian hat auch im privaten Bereich zu kämpfen. Soll er der erfolgreichen Malerin Beata folgen und mit ihr den staatlichen Kunstraub aufklären, oder Dorisa, dem scheuen Findelkind mit der schönen Gesangsstimme? Weitere Infos auf www.dieterbuehrig.de Wer Lust auf diese Leserunde hat, möge mir bei der Bewerbung kurz erklären, warum ihn das Thema interessiert. Ich freue mich auf eine spannende Leserunde.

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    • 180
  • Mauerriss : lesenswertes Gesellschaftsbild aus der DDR von 1989

    Mauerriss

    elisabethjulianefriederica

    20. August 2014 um 19:57

    DDR 1989: Die Zeit der Wende, der Staat hat abgewirtschaftet, Korruption unter Funktionären, Enteignungen und staatlich angeordneter Bilderraub mit einem Versteck an der Ostseeküste, Demonstrationen, das sind alles spannende Themen aus dieser Zeit, als alles im Umbruch war. Lebendig beschriebene, authentische Charaktere aus unterschiedlichen Bereichen treten auf : Pastor Laurentius, der Leuchtturmwärter und Sammler Hans de la Motte Fouqué, Beata. dieTochter eines Zeitungsverlegers, deren Verlobter, der junge Schriftsteller Christian, der von einem demokratischen Sozialismus träumt und sich entscheiden muss zwischen Beata und der geheimnisvollen Sängerin Dorisa, die bezaubernde Vokalisen singt und zum Austauschstudium zu einer Gesangslehrerin nach Lübeck geschickt wurde. Der Roman ist für mich weniger ein Kriminalroman als ein Gesellschaftsbild der DDR zur Zeit der Wende. Wenn ich auch diesen gesellschaftlichen Wandel nur aus der Distanz miterlebt habe, weckt es dennoch Erinnerungen. Dieter Bührig hat wie immer seinen eigenen Stil, dieses Mal auch wieder mit Musik verbunden, aber diesmal weniger intensiv als in den vorherigen Romanen. Flüssig geschrieben und lebendig gestaltet mit liebevoll gezeichneten Figuren, von denen mir der Leuchtturmwärter besonders ans Herz gewachsen ist. Ich empfehle diesen fesselnden Roman gerne weiter.

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  • Mauerriss

    Mauerriss

    Blaustern

    20. August 2014 um 16:23

    DDR 1979: Hochgeschätzte Gemälde werden in Gotha im Auftrag der Regierung gestohlen, die dann in Wismar gegen harte Währung über die Grenze gebracht werden sollten. Doch der Auftrag schlug fehl, und die Gemälde wurden daraufhin auf der Insel Poel bei Wismar geheim bewahrt. Bürger dieses Staates wurden einfach enteignet, und auch alte Wertgegenstände wurden ihnen genommen. DDR im Umbruch 1989: Proteste gegen die Staatsmacht werden laut. Immer mehr Menschen gehen auf die Straße und in die Kirche, um friedlich für Freiheit, freie Meinungsäußerung usw. zu demonstrieren. Gegenreaktionen werden laut, aber es nimmt kein Ende. Der Staat ist fällig, zugrunde gerichtet und erschöpft. Auch in Pfarrer Laurentius‘ Kirche gibt es Kundgebungen, und Dorisa singt dazu. Währenddessen wird auf Poel die Journalistin Nadine schwer verletzt, die über die verschwundenen Gemälde recherchiert. Schriftsteller Christian und seine Verlobte, die Malerin Beate, führen das Werk schließlich weiter, wobei Christian sich allerdings mehr mit der Politik befasst und einen demokratischen Sozialismus anstrebt. Außerdem führt er nebenbei auch noch eine Liebesbeziehung mit Dorisa, wo recht bald eine weitere Entscheidung ansteht. Die politische Lage in dem Jahr vor dem Mauerfall wird hier von dem Autor sehr authentisch und bestens vorgetragen. Ich fühlte mich in die Zeit zurückversetzt und habe alles noch einmal hautnah erlebt, so gut konnte man hier die Atmosphäre spüren. Aber die eigentliche Handlung des Gemälderaubes und die Dreiecksbeziehung zwischen Christian, Beata und Dorisa sind hier auch gut in die Zeit des Umbruchs integriert. Der Autor hat gute Recherchearbeit geleistet und seine Figuren passgenau gezeichnet. Zum Beispiel der Leuchtturmwärter mit seiner Wortkargheit, der genau an die Küste passt. Außerdem fehlt auch in diesem Roman die Musik wieder nicht. Dorisas begabte Stimme ist hier wunderbar mit eingeflochten. Der Schreibstil ist wieder gewohnt kultiviert und lässt sich angenehm flüssig lesen. Sehr interessant fand ich auch die kursiv eingesetzten Dokumente und Ausschnitte aus Zeitungen.

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  • Mehr als ein Krimi

    Mauerriss

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. August 2014 um 23:25

    Ich muß ehrlich sagen, es ist nicht einfach über dieses Buch eine Rezi zu schreiben.  Der Roman ist sehr vielfältig, zwar aus Kriminalroman ausgezeichnet, jedoch ist es mehr. Politik, Liebe, Kunstraub, Musik alles spielt eine Rolle. Der Roman hat mich deshalb interessiert, da er die letzten Monate der DDR beschreibt. deshalb stand nicht so sehr der Kunstraub für mich im Vordergrund des Buches, sondern die Empfindungen der Menschen von damals. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung wird gut eingefangen, aber auch ihre Hoffnung auf Veränderungen. Die Handlung ist sehr gut rechachiert, dadurch wurde bei mir so manche Errinnerung wach gerufen. Die Protagonisten bekommen dadurch für mich auch Glaubwürdigkeit. Mir ist aufgefallen, dass von den Gedanken eines dritten Weges heute niemand mehr spricht, aber damals oft im Gespräch war. Über die ausführlichen Anmerkungen habe ich auch viel neues erfahren. Aber keine Angst, es gibt auch eine interessante Handlung. Beides ist sehr toll miteinander verbunden.

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  • Interessanter, spannender Einblick in die "Endpase" der DDR

    Mauerriss

    katze267

    15. August 2014 um 12:57

    Der Roman beginnt spektakulär 1979 mit einem Kunstraub in der DDR, wertvolle Gemälde werden als "Auftragsraub" der Regierung gestohlen. Dann geht es 10 Jahre später weiter,in der Endphase der DDR. Durch eine Panne vor 10 Jahren sind die damals geraubten Gemälde auf einer kleinen Insel in der Nähe von Wismar versteckt.Der Leser erfährt schnell, dass sie zur Devisenbeschaffung verplant waren und bekommt auch durch die "kalte Enteignung" der Antiquitätensammlung des Leuchtturmwärters einen Einblick in die damaligen Methoden . Gleichzeitig formiert sich Widerstand, in Wismar kommt es zu friedlichen Protesten, Pfarrer Laurentius, der Inselpfarrer, organisiert auch friedliche Proteste in seiner Kirche. Dort singt auch Dorisa, das Findelkind des Fährmanns. Zwischen Dorisa und dem angehenden Schriftsteller Christian, der noch mit Beate, Malerin und Tochter eines Zeitungsverlegers, verlobt ist entsteht eine Liebesbeziehung.. Zwischen der Suche nach den Gemälden, die auch zu brutalen Zwischenfällen führt, der Dreiecksbeziehung zwischen Christian, Beate und Dorisa und Einblicken in die damaligen Praktiken werden immer wieder Einblicke in die Entwicklung des Widerstandes ("Wir sind das Volk") gegeben, so dass eine lebendige Geschichte der letzten Monate der DDR entsteht. Der Roman endet auch folgerichtig mit der Öffnung der Grenzen. Wer politisch , besonders an der Endphase der DDR interessiert ist,eingebettet in eine nette Rahmenhandlung, für den ist der Roman unbedingt empfehlenswert, für denjenigen, der unbedingt einen spannenden Krimi oder sehr viel Romantik erwartet vielleicht nicht ganz so.

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  • Spannende Unterhaltung...

    Mauerriss

    unclethom

    Der Klappentext: AM SCHEIDEWEG 1989: Die DDR hat abgewirtschaftet. Korrupte Funktionäre bereichern sich durch staatlichen Kunstraub und Enteignung privater Antiquitäten. Wahlfälschungen bringen das Fass zum Überlaufen. Wie soll es weitergehen? Das Regime will den realen Sozialismus reformieren, die Gegner fordern die Wiedervereinigung unter kapitalistischen Vorzeichen. Doch der junge Schriftsteller Christian träumt von einem dritten Weg, vom demokratischen Sozialismus. Und auch privat muss er eine Entscheidung treffen … sich zwischen Beata und Dorisa entscheiden. Wem wird er folgen? Quelle: http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/1012-mauerriss.html Der Autor: Abitur in Hannover. Studium an der TU Berlin/Elektrotechnik und an der Hochschule für Musik Berlin/Diplom-Tonmeister. Mehrere Jahre als Tonmeister in Musikstudios und als Musikproduzent tätig. Dann Aufbaustudium an der Musikhochschule Lübeck/Musik für das Lehramt an Gymnasien. Unterricht in Musik und Physik. Als Leiter der Schulchöre verantwortlich für eine überregional beachtete Chorarbeit. Zeitweise bildete er als Studienleiter Musikreferendare aus. In Büchern und Fachzeitschriften Publikationen zur Musikpädagogik sowie Chorarrangements. Promotion an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Seit 2010 Autor von Kriminal- und anderen Romanen. Mitglied im Verband Schriftsteller in SH, im Lübecker Autorenkreis und im Syndikat. Nähere Infos finden Sie unter: www.dieterbuehrig.de Quelle: http://www.gmeiner-verlag.de/autoren/autor/208-dieter-buehrig.html Die Rezension:  Mauerriss entführte mich in die Zeit des Mauerfalls. In die Zeit kurz nachdem ich meine Dienstzeit bei der Bundeswehr beendete. Es war die Zeit als wir beim Bund den Feind immer im Osten erwarteten. Dieter Bührig ist es wunderbar gelungen, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen. Eine Zeit gegenseitigen Misstrauens und eine Zeit als die Menschen in der ehemaligen DDR aufstanden um sich ihre Freiheit zu erkämpfen. Wie immer schafft es der Autor in seiner Story die Musik einzubinden. Irgendeiner seiner Protagonisten hat immer mit Musik zu tun und immer lernt der geneigte Leser etwas hinzu was die Musik angeht. Für mich war das Buch wieder ein Erlebnis und es war wieder sehr lehrreich. Vieles was man aus dieser Zeit noch kennt, wurde einem erneut in Erinnerung gerufen und es bedrückte einen ebenso wie damals. Die Repressalien die dort an der Tagesordnung waren, erschienen im Buch so realistisch als sei es kein Buch, es war eher so als wäre man dabei, als wäre man selbst davon betroffen. Wie üblich erscheinen die Figuren so real, dass man wirklich das Gefühl hat dass sie wie in einem Kinofilm vor einem ablaufen. Für mich sind das fast wie üblich 5 von 5 Sternen.

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    • 2

    DieterBuehrig

    05. August 2014 um 07:55
    unclethom schreibt als sei es kein Buch, es war eher so als wäre man dabei, als wäre man selbst davon betroffen.

    das ist schön formuliert ... Das ist für mich der zentrale Aspekt beim Schreiben. Ganz herzlichen Dank für die wuderbare Rezension :)

  • Ungewöhnlich, unterhaltsam, gut recherchiert

    Mauerriss

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. August 2014 um 17:02

    1989, an der Ostseeküste: Staatlich angeordneter Bilderraub gegen Devisen, Menschenschmuggel in den Westen, Enteignung von Kunstbesitz, Verbote, Demonstrationen und Verhaftungen. Im Inneren der DDR brodelt es heftig... In diesem "Kriminalroman", der als solcher eher ungewöhnlich ist und nicht ins Schema passt (wie man es als Leser bei Herrn Bührig schon gewohnt ist ;-) ), treten ein Leuchtturmwärter, ein Pastor, ein Fischersohn, seine Verlobte, Tochter des Zeitungsverlegers "Ostsee-Zeitung", ein ungewöhnliches Gesangstalent und ein örtlicher Parteifunktionär und Schmuggler mit ihren unterschiedlichen Interessen auf und zeichnen so ein stimmiges und interessantes Bild von der DDR in ihren letzten Zügen. Mir hat das Buch wie schon die anderen vom Autor gut gefallen. Für Leser, die den Autor noch nicht kennen, empfehle ich eine Leseprobe, da der Erzählstil und auch die erzählten Geschichten nicht dem Gewöhnlichen entsprechen, was man sich von einem Kriminalroman erwartet. Ich hätte auch diesen Begriff anstelle des Verlages auch eher vermieden und es eher Gesellschaftsroman genannt. Das trifft den Inhalt nämlich meiner Meinung nach besser. Wenn man sich darauf einlässt, dass man nicht einfach die gewohnte 0815-Krimikost bekommt, kann man auf unterhaltsame Art und Weise viel Wissenswertes und Neues über die DDR und ihre Bewohner lernen. Daher kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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  • In einem anderen Land..

    Mauerriss

    TochterAlice

    war man als DDR-Bürger vor dem 9. November 1989, wenn man die Bundesrepublik Deutschland besuchte: das war nicht vielen möglich. In diesem Krimi geht es um Ost-West-Kontakte vor allem in den Bereichen Bildende Kunst und Musik - hier ist es zumindest einigen gelungen, im Rahmen eines Austausches über die Grenze zu gelangen, so auch Künstlern aus Wismar, die in Lübeck ausstellen durften. So auch Beata, eine der Protagonistinnen in "Mauerriss", die damit beschäftigt ist, das Verschwinden von Kunstwerken im Besitz der DDR aufzudecken. Dabei erhofft sie sich Hilfe von ihrem Verlobten, dem Dichter Christian, der allerdings mehr damit beschäftigt ist, neue politische Wege zu gehen - zusammen mit anderen Protagonisten träumt er von einem neuen, bürgernahen Sozialismus in der DDR selbst - und auch in Liebesdingen Gefahr läuft, auf Abwege zu geraten. Ein interessanter und - da in einen Kriminalfall eingebetteter - teilweise spannender Blick auf die letzten Monate der DDR - ein Staat im Umbruch! Wobei: Der Hauptakzent dieses Buches liegt auf der sorgfältigen Recherche und Wiedergabe sowohl der Ereignisse als auch der Stimmung in der DDR bzw. in Wismar im Jahr 1989 - die Spannung dagegen geht ein bisschen flöten und auch alle Handlungsstränge des Kriminalfalls bzw. der Rahmenhandlung werden nicht ganz schlüssig aufgedeckt, was mich ein bisschen störte.  Insgesamt aber überwogen die positiven Eindrücke: ein überaus ungewöhnliches Buch, das mir sicher lange im Gedächtnis bleiben wird und in dem zahlreiche Details aus den letzten Monaten der DDR aufgeführt werden, die mir bisher nicht präsent waren.

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    • 4

    DieterBuehrig

    01. August 2014 um 21:34
  • Gut recherchiert

    Mauerriss

    mabuerele

    29. July 2014 um 20:33

    „…Ich träume von einem Land, in dem menschliche Würde über aller Ideologie steht…“ Man schreibt das Jahr 1979. Im Schloss Friedenstein in Gotha werden einige klassische Gemälde entwendet. In Wismar sollen sie gegen Devisen in den Westen geschleust werden. Der Deal muss abgebrochen werden. Zehn Jahre später wird auf der Insel Poel eine schwerverletzte Frau gefunden. Nadine ist Journalistin. Der Autor hat einen gut recherchierten Krimi geschrieben. Die Protagonisten sind ausreichend charakterisiert. Auf der Insel sind das der alte Leuchtturmwärter und der Pastor Laurentius. Beide sind von der norddeutschen Landschaft und den Eigenheiten der Gegend geprägt. Das zeigt sich besonders in ihren Gesprächen. Es fällt kein Wort zu wenig und kein Wort zu viel. Beim Schachspiel zwischen den beiden ist der Weg das Ziel, so hat es der Autor ausgedrückt. In Wismar lebt die Malerin Beate. Ihr Vater gibt ihr den Auftrag, die Ermittlungen von Nadine weiterzuführen. Christian, ihr Verlobter, soll sie dabei unterstützen. Es geht um verschwundene Gemälde. Die Geschichte um den Bilderraub macht nur einen Teil des Romans aus. Wie vom Autor bekannt, kommt das Thema Musik nicht zu kurz. Dorisa, Adoptivtochter des Fährmanns der Insel, hat eine begnadete Stimme. Allerdings hat sie Probleme, manche Buchstaben auszusprechen. Deshalb singt sie die Lieder auf einfache Silben. Der Roman spielt größtenteils im Jahre 1989. Die letzten Monate vor der Maueröffnung bestimmen die Rahmenhandlung. Sehr realitätsnah werden die politischen Entwicklungen wiedergegeben. Der zuerst eher leise Widerstand, die zunehmende Unsicherheit der Staatsorgane und die Suche nach einem dritten Weg sind nur einige der Themen. Der zukünftige Leser muss selbst die Atmosphäre auf sich wirken lassen. Jedes weitere Wort wäre hier zu viel. Das Buch lässt sich zügig lesen. Der Schriftstil ist im gehobenen Bereich angesiedelt. Das zeigt sich in der exakten Verwendung von Fachbegriffen und politischen Termini, in den ausgefeilten Gesprächen und in der genauen Beschreibung von Land und Leuten. Dazu kommt, dass der Roman mit Vorspiel beginnt und Nachspiel endet. Man könnte sagen, er ist wie ein Musikstück komponiert. Originaldokumente und Zeitungsausschnitte wurden kursiv eingefügt. Im Anhang weist der Autor auf die verwendeten Tatsachen hin. Das Cover mit dem Hafenbild passt zum Handlungsort. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die vielschichtige Handlung wurde geschickt in die politischen Verhältnisse gebettet. Dadurch wird ein Stück Zeitgeschichte lebendig, aber auch gezeigt, dass nicht alle Träume des Widerstandes gegen Stasi und Partei wahr wurden. Außerdem habe ich über die Wirkung von Musik einiges Neues dazugelernt.

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