Dieter Breuers

 4.1 Sterne bei 64 Bewertungen
Autor von Ritter, Mönch und Bauersleut, In drei Teufels Namen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Dieter Breuers

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Ritter, Mönch und Bauersleut

Ritter, Mönch und Bauersleut

 (34)
Erschienen am 09.11.2007
In drei Teufels Namen

In drei Teufels Namen

 (11)
Erschienen am 11.08.2009
Die Kölner und ihr Dom

Die Kölner und ihr Dom

 (5)
Erschienen am 20.04.2004
Versklavt und verraten

Versklavt und verraten

 (3)
Erschienen am 14.08.2007
Colonia im Mittelalter

Colonia im Mittelalter

 (3)
Erschienen am 14.03.2013
Fenster, Pfeiler und Gewölbe

Fenster, Pfeiler und Gewölbe

 (1)
Erschienen am 26.10.1999
Die glühende Krone

Die glühende Krone

 (0)
Erschienen am 15.02.2005

Neue Rezensionen zu Dieter Breuers

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Viv29s avatar

Rezension zu "Ritter, Mönch und Bauersleut" von Dieter Breuers

So macht Mittelalter Spaß
Viv29vor 4 Monaten

Dieter Breuers Devise ist, "daß Geschichte ja gar nichts anderes ist als eine endlose Kette von Geschichten" und im Vorwort seines Buches bemängelt er zu Recht, daß all diese spannenden Geschichten, menschlichen Schicksale, Alltagsinformation im Geschichtsunterricht meistens gar nicht zur Geltung kommen, sondern dort trockene Jahreszahlen und Herrschernamen gelehrt werden. In diesem Buch über das Mittelalter läßt er nun die Geschichten der Geschichte in den Vordergrund treten und dies auf unterhaltsame Weise.

In zahlreichen kürzeren Kapiteln werden verschiedene Aspekte des Mittelalters geschildert, es handelt sich hier nicht um eine chronologische Abhandlung, so daß man auch mal ein Kapitel auslassen kann, wenn das jeweilige Thema nicht so interessant für einen ist. Die Weltgeschichte, ihre Herrscher und Jahreszahlen, fließt durchaus auch ein, aber dies als gut eingebrachte Hintergrundinformation, so daß man dieses Wissen gewissermaßen nebenbei mitnimmt. In manchen Kapiteln kommen Leute der Zeit selbst zu Wort, da schreibt Breuer mal als Tochter Karls des Großen, als Klostermönch oder Reliquienhändler, die den Leser direkt ansprechen. Die meisten Kapitel sind wie unterhaltsame Kurzreportagen gestaltet. Es gibt eine unglaubliche Vielfalt an Themen, von Kleidung und Ausbildung der Ritter über die Hygienesituation im Alltag, die Nahrung oder die sogenannten unehrlichen Berufe. Auch interessanten Persönlichkeiten wie Richard Löwenherz oder dem Stauferkönig Friedrich II. sind einzelne Kapitel gewidmet. So erliest man sich auf knapp 600 Seiten ein kurzweiliges Kaleidoskop des Mittelalters, flott geschrieben, vergnüglich zu lesen und mit einer Fülle an interessanten und teils ungewöhnlichen Informationen. So soll Geschichte vermittelt werden!

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fwieflorians avatar

Rezension zu "Ritter, Mönch und Bauersleut" von Dieter Breuers

Rezension zu "Ritter, Mönch und Bauersleut" von Dieter Breuers
fwieflorianvor 6 Jahren

Welcher Kaiser oder König wann und wo gelebt hat, welche Schlacht in welchem Jahr geschlagen wurde, das kann man in jedem besseren Geschichtsbuch nachschlagen. Das findet man auch in dem Buch „Ritter, Mönch und Bauersleut“ von Dieter Breuers. Aber da dienen diese Zahlen in erster Linie dazu, das, was ansonsten beschrieben ist, einzuordnen. Wichtiger, spannender und viel vergnüglicher zu lesen ist das, was den größten Teil des Buches ausmacht: die alltäglichen kleinen Dinge, die das Leben der Menschen im Mittelalter bestimmten. Was aßen sie? Wie wohnten sie? Wie arbeiteten sie? Wie reisten sie? Wie liebten und wie kämpften sie? Auf all das gibt Dieter Breuers erschöpfend Auskunft. Das setzt – ein aufmerksamer Leser kann das nur mit Bewunderung vermerken – ein riesiges Wissen um dieses so vielschichtige Zeitalter voraus. Auf beinahe jeder Seite erfährt man Dinge, oft nur Kleinigkeiten, um die man sich nie Gedanken gemacht hat, die aber für das Verständnis der Geschichte des Mittelalters von Bedeutung sind. Viele dieser Alltäglichkeiten finden wir heute noch in unserer Sprache wieder. So gab es im Mitterlalter keine Tische, an den man saß und aß. Stattdessen wurden zu jeder Mahlzeit Bretter und Tafeln auf Böcke gelegt und nach dem Essen wieder aus dem Saal getragen. Damit wurde die „Tafel aufgehoben“, wie wir heute noch sagen. Die Damen des horizontalen Gewerbes mussten immer am Ufer des Flusses oder des Sees wohnen und Ufer heißt im Französischen „bord“ und Wasser „eau“. Sie wohnten also am „bord d’eau“, am Ufer des Wassers. Dass davon unser heutiges „Bordell“ kommt, ist logisch, oder? So gibt es zahlreiche Worte, die aus mittelalterlichem Sprachgebrauch heute bei uns noch Verwendung finden. Sabotage, kredenzen, Stegreif, Schund, Erbsenzähler und ....und .....und. Das Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen, zumal es in einer problemlos zu verstehenden, angenehm zu lesenden Sprache geschrieben ist.

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Neonsonnes avatar

Rezension zu "In drei Teufels Namen" von Dieter Breuers

Rezension zu "In drei Teufels Namen" von Dieter Breuers
Neonsonnevor 8 Jahren

Hier geht es um Märchen und Mythen, Wunder und Visionen, Glaube und Aberglaube, Kampf den Ketzern, Justizmorde, Teufelsbuhlschaft, den Hexenhammer, Verlies und Folterkammer, um weise Frauen, Hexensabbat, Hirten und Wölfe, unschuldige Kinder, habgierige Halunken und um Angst und Abscheu. In diesem Buch geht es um Einzelschicksale, deren grausame Verurteilungen sehr detailliert beschrieben werden. Verfügte jemand über medizinische heilende Kentnisse, kam dies fast einem Todesurteil gleich. Machtpolitische Motive spielten in dieser Zeit eine grosse Rolle. Auch ging es häufig um Geld. Mit dem Christentum kam auch die Verteufelung der Frau und somit der Scheiterhaufen, Tod durch verbrennen..
...
Dieses Buch ist keineswegs ein Roman, geschrieben zur Unterhaltung. Sondern vielmehr finden wir hier Tatsachen, die von Dieter Breuers unglaublich gut erzählt werden. Dies ist keine monotone Auflistung der Urteile und deren Opfer, sondern Einzelschicksale die sich zugetragen haben und unter die Haut gehen. Ein geschichtlich tolles Buch, dass einige meiner Sichtweisen verändert hat. Ich fühlte mich teilweise mittendrin vor Ort und konnte die armen gefolterten Frauen, eingesperrt in einem stinkenden Kerker, sehen und kann zum Glück nur erahnen, was sie monatelang durchmachen mussten, mit der Gewissheit ganz bald auf dem Scheiterhaufen unschuldig verbrannt zu werden..
.
Lieblingsstelle:
In den nächsten Tagen gingen die Verhöre weiter. Ihre Hände hatten sich inzwischen in zwei blutige Klumpen verwandelt. Ihre Unterschenkel schienen mehrfach gebrochen, und die stachelige Walze an der Leiter hatte Lenden, Rücken und Schultern zerfleischt...!

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Dieter Breuers wurde am 05. August 1935 in Haan (Deutschland) geboren.

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