Dieter E. Zimmer

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Lebenslauf von Dieter E. Zimmer

Dieter E. Zimmer, geb. 1934, ist freier Autor und Übersetzer. Von 1959–1999 war er Redakteur bei DIE ZEIT, davon 1973–1977 Leiter des Feuilletons, danach als Wissenschaftsjournalist mit den Schwerpunkten Psychologie, Biologie, Medizin und Linguistik. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt er den Preis für Wissenschaftspublizistik der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Bei Rowohlt ist er u. a. als Herausgeber und Übersetzer für die Nabokov-Gesamtausgabe verantwortlich.

Alle Bücher von Dieter E. Zimmer

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Dieter E. ZimmerSo kommt der Mensch zur Sprache
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So kommt der Mensch zur Sprache
So kommt der Mensch zur Sprache
 (8)
Erschienen am 03.12.2007
Dieter E. ZimmerDeutsch und anders
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Deutsch und anders
Dieter E. ZimmerDie Wortlupe
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Die Wortlupe
Die Wortlupe
 (1)
Erschienen am 01.03.2006
Dieter E. ZimmerIst Intelligenz erblich?
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Ist Intelligenz erblich?
Ist Intelligenz erblich?
 (1)
Erschienen am 16.01.2012
Dieter E. ZimmerSprache in Zeiten ihrer Unverbesserlichkeit
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Sprache in Zeiten ihrer Unverbesserlichkeit
Sprache in Zeiten ihrer Unverbesserlichkeit
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Erschienen am 01.04.2005
Dieter E. ZimmerWirbelsturm Lolita
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Wirbelsturm Lolita
Wirbelsturm Lolita
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Erschienen am 01.09.2008
Dieter E. ZimmerDie Bibliothek der Zukunft
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Die Bibliothek der Zukunft
Die Bibliothek der Zukunft
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Erschienen am 01.05.2000
Dieter E. ZimmerRedens Arten. Über Trends und Tollheiten im neudeutschen Sprachgebrauch
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Redens Arten. Über Trends und Tollheiten im neudeutschen Sprachgebrauch

Neue Rezensionen zu Dieter E. Zimmer

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Rezension zu "So kommt der Mensch zur Sprache" von Dieter E. Zimmer

Rezension zu " So kommt der Mensch zur Sprache" von Dieter E. Zimmer
Mario_Veraguthvor 4 Jahren

Zimmer gelingt es, einen guten Überblick über die verschiedenen Ansätze von Sprachforschern, Anthropologen und Medizinern zur Erklärung der Entwicklung der Sprachfähigkeit des Menschen zu liefern. Wobei grundsätzlich, außer sich entweder krass entgegen gesetzten Theorien oder bereits widerlegten Thesen, die teils extreme Einschläge durch die zur Zeit der Entstehung modische Weltanschauung hatten, bis heute nichts wirklich Handfestes zur Entwicklung der menschlichen Sprache gesagt werden kann. Im Gegensatz zu anderen Forschungsbereichen, in denen das Voranschreiten der technischen Möglichkeiten noch viele Offenbarungen liefern wird, stellen sich bei verbalen Angelegenheiten Probleme ein.

Zum einen lässt sich vom Neurologischen her nur die Zeitspanne des modernen Menschen als Kontrollinstanz nutzen, wodurch alle von vor über 100.000 Jahren vollzogene Entwicklungsschritte nur Vermutungen darstellen. Der soziokulturelle Faktor in verschiedenen Kulturkreisen hat einen wesentlichen Einfluss und dadurch auch zur Herausbildung vieler unterschiedlicher Sprachen beigetragen, dass sich deren Entwicklungsgeschichten aufgrund der schnellen Veränderung von Sprachen selbst heute nur schwer nachvollziehen lassen. Somit bleiben ein paar Jahrtausende mit schriftlichen Zeugnissen der einstigen Hochkulturen als einzige zuverlässige Indikatoren für Teilabschnitte der Sprachentwicklung. 

Wie stark sich Ideologien in die wissenschaftliche Debatte eingraben konnten, zeigen die Unmengen an Widersprüchen und gegensätzlichen Behauptungen von Nativismus, Interaktionismus, Kognitivismus und Behaviorimus, die teils unter heutigen Gesichtspunkten grenzwertig bis unsinnig erscheinen. Im Versuch, Klarheit ins Sprachenchaos zu bringen, wurde die Suche nach einer allen Sprachen zugrunde liegenden Grundgrammatik initiiert, um anhand der Sprachentwicklung zweisprachig aufwachsender Kinder, taubstummer Kinder und der Entwicklung von Kreolsprachen Parallelen finden zu können. Da allein bei diesen 3 Probandengruppen derartige Unterschiede in den Voraussetzungen bestehen und ein erzwungenes Finden von Zusammenhängen bar jeglicher experimenteller Seriosität keine Ultima Ratio darstellt, sind auch diese Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Denn der Unterschied zwischen dem gleichzeitigen Erlernen zweier Sprachen, dem Fehlen von 2 wesentlichen Sinnen oder der Entwicklung von Behelfssprachen in Zeiten von Sklaverei ist einfach zu eklatant.

Eine der intuitiv richtig anmutenden Annahmen ist, dass Sprache primär als Kommunikationsinstrument zwischen Kindern und Müttern entstand und sich davon ausgehend in der Gesellschaft ausbreitete.

Interessant auch die Forschungen dazu, wie sich die Sprachen sogar unterschiedlich auf die Denkmuster und Mentalitäten der jeweiligen Bevölkerung auswirken und wie in der Primatologie versucht wird, durch Vergleiche von menschlichen und tierischen Kommunikationsformen den wesentlichen Unterschieden auf den Grund zu gehen. Anhand der laufenden Forschungen erhofft man zu einer schlüssigen Nachvollziehbarkeit der Entwicklung von Primaten- zu Menschensprache zu kommen.

Als anschauliches Beispiel der Veränderungsgeschwindigkeit nehme man nur zwei beliebige Texte aus den letzten 500 Jahren zur Hand, um zu erkennen, wie schwer es selbst kundigen Sprechern fällt, sich mit den Ahnen ihrer Muttersprache auseinander zu setzen. Und dass auch unser heutiges Deutsch in Zukunft nicht mehr als eine rustikale, fast unmöglich zu lesende oder gar ohne Detailinformationen zu Grammatik nachvollziehbare Fußnote der Geschichte sein wird. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint es fast anmaßend, auf die vermeintlich primitiven Sprachen der Vergangenheit zurück zu blicken.

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Rezension zu "Vierunddreißig neue Kurzgeschichten aus der ZEIT" von Dieter E. Zimmer

Rezension zu "Vierunddreißig neue Kurzgeschichten aus der ZEIT" von Dieter E. Zimmer
Morellavor 6 Jahren

Der vorliegende Band bietet Möglichkeiten zu vielen Begegnungen mit Schriftstellern unterschiedlichen Ausdurcks. Von den Kurzgeschichten, die unter Dieter E. Zimmers Ägide von Oktober 1978 bis Juni 1979 im ZEITmagazin erschienen, wurden die meisten deutschsprachigen und die von Lars Gustafsson für dieses Blatt geschrieben, die aus anderen Sprachen übersetzten dort zum ersten mal auf deutsch gedruckt. Dass bei der Außwahl die fremdsprachigen Kurzgeschichten und hier zumal solche aus Hispanoamerika überwiegen, ist Absicht, stößt doch namentlich die neue latainamerikanische Literatur gerade in Deutschlauf auf Vorbehalt wie kaum anderswo. So ist die Zusammenstellung auch gemeint als eine Einladung zur Unprovinzialität. Die Vielfalt der Autoren fordert dem Leser Gelenkigkeit ab; er muss sich Verschiedenem aussetzen und sich inmitten von Verschiedenen seine Orientierung suchen. Das aber gehörte immer zu den ergiebigsten Erfahrungen, die Literatur verschaffen kann.

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Rezension zu "So kommt der Mensch zur Sprache" von Dieter E. Zimmer

Rezension zu "So kommt der Mensch zur Sprache" von Dieter E. Zimmer
Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren

Die Frage, wie sich die Sprache beim Menschen entwickelt hat, ist nur eine von denen, die der Autor in diesem Buch behandelt.

Die behandelten Themen (obwohl alle mit Sprachentwicklung befaßt) sind vielfältig. Unüblicherweise werde ich hier nur die Fragen erwähnen, denen sich das Buch widmet - die Antworten muß man sich dann erlesen.

Was ist der Ursprung der Sprache? Entstand sie aus Nachahmung, Emotionsausdrücken, Lautmalereien?

Wie lernen Kinder die Komplexität der Sprache? Nur durch Nachahmung derEltern, oder haben sie eine angeborene Grammatik?

Was beinhaltet Chomskys Transformationsgrammatik, die nach seiner Theorie jedem Menschen angeboren ist, und welche Alternativen und Kritikpunkte gibt es zu dieser Theorie?

Gibt es eine ursprüngliche Grammatik und Sprachen, die dieser näher sind als andere? Und können Sprachen primitiver oder entwickelter sein?

Wie wird Sprache im Gehirn verarbeitet, und wie arbeiten die beiden Gehirnhälften zu diesem Zweck zusammen?

Inwieweit können Tiere Sprache lernen (nicht unsere gesprochene, denn dazu fehlt ihnen die richtige Physiologie, aber Zeichen- und Symbolsprache)?

Wie plausibel ist die (Sapir-)Whorf-Hypothese, nach der die Sprache das Denken regiert, also nur gedacht werden kann, wofür unsere Sprache Wörter hat?

Welche anatomischen Anpassungen waren für die Sprache nötig, und welche Hinweise gibt es zu der Geschichte dieser Anpassungen?

Es ist ein weites Feld, das Dieter Zimmer hier beackert, und er löst die Aufgabe im Rahmen des Möglichen gut.

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