So kommt der Mensch zur Sprache

von Dieter E. Zimmer 
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So kommt der Mensch zur Sprache
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Verständliche Erläuterung der zu größten Teilen auf Hypothesen fußenden Erklärungen zur Sprachentwicklung

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Inhaltsangabe zu "So kommt der Mensch zur Sprache"

Wie kommt der Mensch zur Sprache? Der Wissenschaftsjournalist Dieter E. Zimmer hat sich mit dem Spracherwerb des Kindes beschäftigt, mit der Sprachentstehung in der Menschheitsgeschichte und dem umfassenden Thema des Zusammenhangs zwischen Sprache und Denken. Es gelingt ihm, die oft schwer verständlichen Erklärungsmodelle in klare Worte zu fassen und die besonderen Eigenschaften der menschlichen Sprache allgemeinverständlich zu erklären.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453600652
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:03.12.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    Mario_Veraguthvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Verständliche Erläuterung der zu größten Teilen auf Hypothesen fußenden Erklärungen zur Sprachentwicklung
    Rezension zu " So kommt der Mensch zur Sprache" von Dieter E. Zimmer

    Zimmer gelingt es, einen guten Überblick über die verschiedenen Ansätze von Sprachforschern, Anthropologen und Medizinern zur Erklärung der Entwicklung der Sprachfähigkeit des Menschen zu liefern. Wobei grundsätzlich, außer sich entweder krass entgegen gesetzten Theorien oder bereits widerlegten Thesen, die teils extreme Einschläge durch die zur Zeit der Entstehung modische Weltanschauung hatten, bis heute nichts wirklich Handfestes zur Entwicklung der menschlichen Sprache gesagt werden kann. Im Gegensatz zu anderen Forschungsbereichen, in denen das Voranschreiten der technischen Möglichkeiten noch viele Offenbarungen liefern wird, stellen sich bei verbalen Angelegenheiten Probleme ein.

    Zum einen lässt sich vom Neurologischen her nur die Zeitspanne des modernen Menschen als Kontrollinstanz nutzen, wodurch alle von vor über 100.000 Jahren vollzogene Entwicklungsschritte nur Vermutungen darstellen. Der soziokulturelle Faktor in verschiedenen Kulturkreisen hat einen wesentlichen Einfluss und dadurch auch zur Herausbildung vieler unterschiedlicher Sprachen beigetragen, dass sich deren Entwicklungsgeschichten aufgrund der schnellen Veränderung von Sprachen selbst heute nur schwer nachvollziehen lassen. Somit bleiben ein paar Jahrtausende mit schriftlichen Zeugnissen der einstigen Hochkulturen als einzige zuverlässige Indikatoren für Teilabschnitte der Sprachentwicklung. 

    Wie stark sich Ideologien in die wissenschaftliche Debatte eingraben konnten, zeigen die Unmengen an Widersprüchen und gegensätzlichen Behauptungen von Nativismus, Interaktionismus, Kognitivismus und Behaviorimus, die teils unter heutigen Gesichtspunkten grenzwertig bis unsinnig erscheinen. Im Versuch, Klarheit ins Sprachenchaos zu bringen, wurde die Suche nach einer allen Sprachen zugrunde liegenden Grundgrammatik initiiert, um anhand der Sprachentwicklung zweisprachig aufwachsender Kinder, taubstummer Kinder und der Entwicklung von Kreolsprachen Parallelen finden zu können. Da allein bei diesen 3 Probandengruppen derartige Unterschiede in den Voraussetzungen bestehen und ein erzwungenes Finden von Zusammenhängen bar jeglicher experimenteller Seriosität keine Ultima Ratio darstellt, sind auch diese Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Denn der Unterschied zwischen dem gleichzeitigen Erlernen zweier Sprachen, dem Fehlen von 2 wesentlichen Sinnen oder der Entwicklung von Behelfssprachen in Zeiten von Sklaverei ist einfach zu eklatant.

    Eine der intuitiv richtig anmutenden Annahmen ist, dass Sprache primär als Kommunikationsinstrument zwischen Kindern und Müttern entstand und sich davon ausgehend in der Gesellschaft ausbreitete.

    Interessant auch die Forschungen dazu, wie sich die Sprachen sogar unterschiedlich auf die Denkmuster und Mentalitäten der jeweiligen Bevölkerung auswirken und wie in der Primatologie versucht wird, durch Vergleiche von menschlichen und tierischen Kommunikationsformen den wesentlichen Unterschieden auf den Grund zu gehen. Anhand der laufenden Forschungen erhofft man zu einer schlüssigen Nachvollziehbarkeit der Entwicklung von Primaten- zu Menschensprache zu kommen.

    Als anschauliches Beispiel der Veränderungsgeschwindigkeit nehme man nur zwei beliebige Texte aus den letzten 500 Jahren zur Hand, um zu erkennen, wie schwer es selbst kundigen Sprechern fällt, sich mit den Ahnen ihrer Muttersprache auseinander zu setzen. Und dass auch unser heutiges Deutsch in Zukunft nicht mehr als eine rustikale, fast unmöglich zu lesende oder gar ohne Detailinformationen zu Grammatik nachvollziehbare Fußnote der Geschichte sein wird. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint es fast anmaßend, auf die vermeintlich primitiven Sprachen der Vergangenheit zurück zu blicken.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "So kommt der Mensch zur Sprache" von Dieter E. Zimmer

    Die Frage, wie sich die Sprache beim Menschen entwickelt hat, ist nur eine von denen, die der Autor in diesem Buch behandelt.

    Die behandelten Themen (obwohl alle mit Sprachentwicklung befaßt) sind vielfältig. Unüblicherweise werde ich hier nur die Fragen erwähnen, denen sich das Buch widmet - die Antworten muß man sich dann erlesen.

    Was ist der Ursprung der Sprache? Entstand sie aus Nachahmung, Emotionsausdrücken, Lautmalereien?

    Wie lernen Kinder die Komplexität der Sprache? Nur durch Nachahmung derEltern, oder haben sie eine angeborene Grammatik?

    Was beinhaltet Chomskys Transformationsgrammatik, die nach seiner Theorie jedem Menschen angeboren ist, und welche Alternativen und Kritikpunkte gibt es zu dieser Theorie?

    Gibt es eine ursprüngliche Grammatik und Sprachen, die dieser näher sind als andere? Und können Sprachen primitiver oder entwickelter sein?

    Wie wird Sprache im Gehirn verarbeitet, und wie arbeiten die beiden Gehirnhälften zu diesem Zweck zusammen?

    Inwieweit können Tiere Sprache lernen (nicht unsere gesprochene, denn dazu fehlt ihnen die richtige Physiologie, aber Zeichen- und Symbolsprache)?

    Wie plausibel ist die (Sapir-)Whorf-Hypothese, nach der die Sprache das Denken regiert, also nur gedacht werden kann, wofür unsere Sprache Wörter hat?

    Welche anatomischen Anpassungen waren für die Sprache nötig, und welche Hinweise gibt es zu der Geschichte dieser Anpassungen?

    Es ist ein weites Feld, das Dieter Zimmer hier beackert, und er löst die Aufgabe im Rahmen des Möglichen gut.

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    Godelewavor 4 Jahren
    LESE-ESELs avatar
    LESE-ESELvor 6 Jahren
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    lunafayevor 6 Jahren
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    Eulevor 8 Jahren
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    HarryFvor 9 Jahren
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    Vanevor 9 Jahren

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