Die Dackel sterben aus

von Dieter Hermann Schmitz 
4,0 Sterne bei13 Bewertungen
Die Dackel sterben aus
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Positiv (9):
Stylefluesterins avatar

Witzig, skuril, so wie das wahre Leben. Eine Geschichte, die verzaubert.

Kritisch (1):
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Ich bin mit falschen Erwartungen an den Roman herangetreten. Statt einer Geschichte mit Hund ist es eine Geschichte rund ums Puppenspielen.

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Inhaltsangabe zu "Die Dackel sterben aus"

Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern.
Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an.
Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben …
Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die » rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781503942745
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Tinte & Feder
Erscheinungsdatum:13.12.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    christiane_brokates avatar
    christiane_brokatevor 10 Monaten
    Die Dackel sterben aus

    Ein schönes und heiteres Buch für zwischendurch. Am Anfang habe ich etwas Probleme mit dem rheinischen Dialogen, aber nach einer Weile habe ich mich damit abgefunden und konnte in das Buch eintauchen.Dieses Buch nimmt uns mit auf eine Berg und Tal Fahrt des Lebens. Karl ist ein Mensch denn man einfach mögen muss aber hat sein Päckchen zu tragen, wie jeder Mensch.Er ist ein tiefsinniger Mensch der viel Nachdenkt und sich über vieles im Leben Gedanken macht.

    In diesem Buch begleitet der Leser auf dem Weg sich Selbstzufinden.Er entdeckt eine Liebe die einem hilft wieder Freude im Leben zu haben.
    Der Leser kann sich sofort auf die Protagonisten einlassen, seine Geschichte fühlen und alles ist sehr bildlich dargestellt, wie ein innerer Film .

    Mein Fazit:
    Ein Buch fürs Herz und Humor, detaliert beschriebenen Charakteren und Seiten die man in einem Rutsch lesen kann. Ein tolles Buch für zwischendurch.

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    christiane_brokates avatar
    christiane_brokatevor 10 Monaten
    Die Dackel sterben aus


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    Frenx51vor einem Jahr
    Wenn das Kasperle kommt...

    Karl ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Lokalreporter, der gemeinsam mit seinem fast erwachsenen Sohn in einem Haus lebt, doch dann verletzt er sich am Bein und fällt krankheitsbedingt einige Woche aus. In dieser Zeit nimmt er einige andere Aufgaben auf sich-kümmert sich immer wieder um die zwei Kinder seiner Schwester, die sich gerade von ihrem Mann trennt und später auch um Nachbars treuen Dackel. Durch Zufall entdeckt er auf den Dachboden alte Kasperlepuppen und eine alte Leidenschaft wird neu entfacht. Anfangs spielt er nur für die zwei Kinder, doch mit der Zeit kommt er an neue Figuren, Ideen und hat ein immer größeres Publikum. In dieser Zeit verändert sich sein Leben immer weiter-doch sterben die Dackel wirklich aus?

    Der Autor nimmt den Leser mit zurück in die eigene Kindheit und lässt ihn auf eigene Kasperleaufführungen zurück blicken. Mit viel Humor, Witz und rheinischen Dialekt zeigt er, dass alte und liebgewonnene Traditionen und Erfahrungen nicht gänzlich aussterben und man das was man liebt in Angriff nehmen sollte.

    Karl ist ein sehr sympathischer Mann, der manchmal ein wenig tollpatschig wirkt und nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn Samuel zusammen lebt. Er hat sich in seinem Leben als Reporter eingerichtet, doch durch die Krankheit kommt er zurück zu seiner alten Leidenschaft und findet eine neue Aufgabe, die ihm große Freude bereitet. Nebenbei verändert sich auch in seinem Leben einiges, was ihn manchmal überfordert, ihn aber schnell auch daran wachsen lässt, denn Karl hat immer wieder Ideen mit einer neuen Herausforderung umzugehen.

    Der Autor hat einen lockeren und sehr humorvollen Schreibstil, der mir immer wieder ein Lächeln gezaubert hat. Dadurch schafft er einen kurzweiligen Roman, der sich besonders für das kleine Lesevergnügen zwischendurch eignet. Dabei nimmt der Autor, vor allem in den Kasperle-Vorstellungen kein Blatt vor den Mund und verwendet den einen oder anderen Kraftausdruck, welcher den Leser umso mehr schmunzeln lässt, ebenso wie die mit rheinischen Dialekt sprechende Oma. Die Vorstellungen wurden aber so detailliert beschrieben, dass ich zwischendurch selbst mit im Publikum saß.

    Ein Buch für zwischendurch, das humorvoll ist und den Leser an die eigene Kindheit mit Kasperle-Vorstellungen zurück versetzt. Aber auch verdeutlicht Träume zu leben, die anders sind und das alte bewahren.

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    EifelBuecherwurms avatar
    EifelBuecherwurmvor 2 Jahren
    Lasst die Puppen tanzen!

    Inhalt:

    Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern.

    Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an.

    Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben …

    Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die »rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang.

    Design:

    Das hauptsächlich in Gelb gehaltene Cover mit dem geteilten Dackel darauf (sollen das zwei sein?) und der Gedankenblase hat mir direkt den Eindruck vermittelt, dass ich hier ein komödiantisches Werk vor mir habe. Irgendwie hat sich Gelb ja in der lustigen Sparte festgesetzt. Auf jeden Fall hat mich das Cover angesprochen, aber auch nicht umgehauen. Im Regal hätte ich nicht danach gegriffen. Umso mehr freue ich mich, dass ich diese kleine Perle trotzdem gelesen habe.

    Meine Meinung:

    Ich wusste am Anfang nicht wirklich was ich von diesem Buch halten sollte. Die Inhaltsangabe hörte sich okay an, aber umgehauen hat sie mich nicht. Umso überraschter war ich, als ich mit dem Lesen anfing, und das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen wollte! Ich habe mich von Anfang an einfach wohl gefühlt mit dem Buch und habe mich nachträglich sogar über mich geärgert, dass es so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher gelegen hatte.

    Karl ist Reporter für eine lokale Zeitung im Ressort "Gedöns", also das Mädchen für Alles. Er mag seinen Job, aber irgendwie ist er nicht ganz zufrieden. Als Witwer und allein erziehender Vater eines mustergültigen Schülers hat er ein durchschnittliches Leben. Kleines Haus, Fußball, Arbeit, Alltag. Nichts Besonderes halt. Doch nachdem er in Folge eines Unfalls eine Weile Zuhause bleiben muss, entdeckt er das Kasperle Theater und damit das Puppenspielen wieder für sich, und damit beginnt seine Reise.

    Als gebürtige Rheinländerin musste ich über viele Dinge schmunzeln. Wunderbar rheinisches Platt, teilweise jedoch nicht ganz urtümlich. Vermutlich, damit es alle Leser verstehen können. Besonders die Gespräche zwischen Kasperle und seiner Oma sind oftmals nicht gerade zimperlich und im Buch gibt es immer mal wieder Kraftausdrücke. Mir macht das nichts, aber zartere Gemüter könnte das stören. In Amerika wäre das Buch bestimmt zensiert worden. Wie gesagt, bin ich zwar im Rheinland aufgewachsen, dennoch habe ich nie was von Huckeln gehört. Ein neues Wort, das ich direkt in meinen Wortschatz aufgenommen habe.
    Meine Hunde habe ich übrigens jetzt auch schon ab und an Köttel genannt. Die Art des Humors hat mir total zugesagt, ich selbst habe einen sehr trockenen Humor. Das ist im Rheintal wirklich weit verbreitet, wenn ich mal so darüber nachdenke.

    Die wichtigen Personen des Buches sind genug ausgearbeitet, sodass sie glaubwürdig und nicht zu flach erscheinen. Ich habe die Charaktere richtig lieb gewonnen und habe mit Ihnen gefiebert und gelacht. Und das nicht nur bei den gut geschilderten Theaterstücken. Diese sind amüsant und so gut beschrieben, dass ich den Eindruck hatte mit im Publikum zu sitzen. Mir hat das gut gefallen. Wären die Theaterstücke nicht so ausführlich beschrieben worden, hätte mir etwas gefehlt. Dafür fand ich ab und an manche Szenen etwas langatmig. Das hat mich aber nicht zu sehr gestört.

    Das Buch ist aber nicht nur lustig. Man sollte es auf keinen Fall unterschätzen! Es spielt mit feinen zwischenmenschlichen Tönen und macht nachdenklich. Das menschliche Miteinander wird immer wieder zum Thema und wird aus verschiedenen Richtungen beleuchtet. Denn oft ist es im wahren Leben auch so, dass diejenigen, die die schlimmsten Verluste ertragen mussten, all dies mit einem Lächeln und einem Witz versuchen zu überspielen. Man wendet sich bewusst den lustigen Dingen zu, um nicht zu viel über die Traurigkeit nachdenken zu müssen.

    Am Ende ist das Buch recht philosophisch und sehr selbst reflektierend. Mir fehlte so ein wenig der abschließende Witz. Kasperle hat doch meistens auch einen kleinen Knaller am Ende. Das habe ich vermisst. Von der Handlung her hatte ich mit diesem Ende gerechnet, aber irgendwie hat mich das Seminar und der kurze Abschnitt danach ein wenig ernüchtert zurückgelassen. Ich weiß aber auch nicht wie der Autor das hätte besser lösen können. Vielleicht das Seminar etwas früher einbauen?

    Fazit:

    Ein wirklich unterhaltsamer Roman mit etwas Tiefgang, reichlich rheinischem Platt, Kasperle und zweiten Chancen. Denn das Leben läuft nicht immer Geradeaus, sondern macht auch gerne mal ein paar Schlenker. Für alle, die eine lustig-nachdenkliche Komödie lesen möchten ist dies auf jeden Fall eine Empfehlung von mir! An ein paar Stellen hatte ich leichte Kritik, daher gibt es 4 Sternchen mit einem + dazu. 

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    Stylefluesterinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Witzig, skuril, so wie das wahre Leben. Eine Geschichte, die verzaubert.
    Witzig mit rheinischen Lokalkolorit

    Inhalt:
    Karl ist verwitwet und kämpft sich als Lokalreporter durch das Leben. Regelmäßig hat sein Nachbar einen Ratschlag im reinsten Rheinisch für ihn parat. Dann kommt alles auf einmal: Karl wird krank und muss zu Hause bleiben. Seine Schwester will sich scheiden lassen und bringt ihre Kinder kurzfristig bei ihm unter. Der schrullige Nachbar bekommt einen Schlaganfall und der in rheinischer Mundart bezeichnete Köttel kommt auch noch bei Karl unter. Wie bekommt er das alles unter einen Hut? Karl beginnt für die Kinder Kasperle-Theater zu spielen und damit beginnt eine Entwicklung, die ungeahnte Folgen haben wird...

    Meine Meinung:

    Ein herzliches und absolut witziges Buch, das in einem Rutsch durchgelesen werden muss. Man kann es nicht aus der Hand legen. Der Protagonist Karl ist liebevoll gezeichnet und man kann die kleinen Widrigkeiten des Lebens (jeder erhält den Computer im Leben, den er verdient) nur allzu gut nachvollziehen. Das könnte einem selbst jeden Tag passieren und so liest sich der Titel spannend von Kapitel zu Kapitel. Schließlich stürmen die Kinder seiner Schwester in sein Leben und wie kann Karl sie beschäftigen, bzw. unterhalten? Karl nimmt einfach alte Kasperlepuppen und  beginnt Geschichten mit den Puppen zu erzählen. Kurze Zeit später entwickeln sich die kleinen Geschichten zu Theaterstücken, die begeistern. Karl motiviert zum politisch motivierten Puppenspieler. Zu herrlich seine Ansichten, die der Autodidakt vertritt. Autor Dieter Herrmann Schmitz hat einen Roman geschrieben, der witzig und leicht zu lesen ist, gleichzeitig durchaus Tiefgang ausweist.

    Fazit: Absolut lesenswert!


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    JoJansenvor 2 Jahren
    Die Dackel sterben nicht aus!

    Selbstfindungsbücher gibt es viele. Von Menschen, die den Jakobsweg gewandert sind, ihre Ernährung umgestellt, ihre Lebensweise geändert oder ihre Haare gefärbt haben. Dass jemand übers Kasperltheater zu sich selbst findet, ist neu, aber sehr amüsant zu lesen in diesem Roman von Dieter Hermann Schmitz. Karl, der Held der Geschichte, ist Witwer, Lokalreporter und in allem, was er tut und kann, unauffälliges Mittelmaß. Als Karl krankheitsbedingt zu Hause bleiben muss, bittet seine Schwester ihn, ihre Kinder zu hüten. So kommt es, dass Karl die alten Kasperlpuppen wieder herauskramt. Die Begeisterung seiner »Niften« (Nichte + Neffe) motiviert ihn, ein richtiges Kasperltheater zu bauen, damit im Kindergarten, auf Kindergeburtstagen und selbst in der Seniorenresidenz seiner Mutter aufzutreten. Nebenbei kümmert Karl sich auch noch um seinen liebenswert schrulligen Nachbarn und dessen dickbäuchigen Dackel, die Schwester seines türkischen Kollegen und die »Bert-Bande« von hinterm Gartenzaun.  

    Mir haben an diesem Buch besonders Karls Gedanken gefallen. Karl denkt viel nach, über Gott und die Welt, seinen wohlgeratenen Sohn Samuel, Frauen, Computer (»... dass ein jeder im Leben den Computer erhält, den er verdient«). Je mehr ich über Karl erfuhr, um so liebenswerter erschien er mir. So einem netten Kerl wünscht man als Leser einfach nur das Beste, aber irgendwie geht auch ab und zu mal was schief. Wie im wirklichen Leben eben. Dass immer wieder rheinische Mundart auftaucht, macht das Buch noch authentischer. Der Hammer aber sind die von Karl selbst erdachten Theaterstücke für seine Kasperlpuppen. Politisch herrlich inkorrekt und doch hochaktuell. Bei dem Stück in der Seniorenresidenz hab ich echt Tränen gelacht. 

    Das Buch ist KEIN Dackelbuch, auch wenn ein Dackel mitspielt. Es ist eine Geschichte über einen liebenswerten Menschen, der aus dem gewohnten Alltagstrott ausbricht, tut, was ihm Spaß macht und damit viele andere Menschen glücklich macht. Ein Buch, das Mut macht, sich auf seine Träume und Talente zu besinnen und einfach mal etwas anders zu machen. Vielleicht sogar besser. Ein Buch, das glücklich macht, wenn man es liest. 

    Fazit: Sehr unterthaltsam und empfehlenswert. 5*****

    Kommentare: 1
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    Goch9vor 2 Jahren
    Amüsantes Mutmachbuch

    Schon die Überschrift des ersten Kapitels „Eine Null und sein Nachbar“ macht deutlich, dass bei Karl Pohlmann einiges im Argen liegt. Er fühlt sich als Versager und führt sich immer wieder vor Augen, was er alles nicht kann, dabei wäre er doch auch gerne ein Superheld.
    Das wäre auch immer so weiter gegangen, wenn er sich nicht bei einer nahezu heldenhaften Aktion sein Bein gebrochen hätte und somit ans Haus gefesselt wäre.
    Seine Schwester, die sich gerade von ihrem Mann trennt, nutzt die Gelegenheit, ihre beiden Kinder von Karl betreuen zu lassen, während sie auf Arbeits-und Wohnungssuche geht.
    Im Bestreben die Kinder sinnvoll zu beschäftigen, entdeckt Karl auf dem Dachboden die alten Kasperle-Handpuppen aus den Kindertagen seines Sohnes. Karl „spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke“. Die Kinder sind begeistert und wollen immer mehr. Karl entdeckt seine eigentliche Passion, erfindet immer neue Geschichten und begeistert nicht nur Kinder mit seinem Puppenspiel. Kurzerhand lässt er sich ein halbes Jahr beurlauben um seine neue Leidenschaft auszuprobieren. Ein neues Leben beginnt.

    Was hat den Autor nur dabei geritten diesen Titel zu wählen? Ich denke, bei dem Titel und dem „tierischen“ Cover greifen die Leser mit falschen Vorstellungen zum Buch.

    Dieter Hermann Schmitz hat hier einen Helden kreiert, der mir anfänglich etwas auf die Nerven ging, weil er ja nichts richtig konnte und nicht müde wurde noch etwas zu finden, was er nicht konnte. Die dramatischen Ereignisse, die sein Leben in diese eingefahrenen Bahnen gelenkt haben, lassen den Leser Karls Gemütsverfassung zwar verstehen, aber trotzdem möchte man ihn schütteln und aufrütteln. Da entdeckt er die Kasperlefiguren. Seine Kasperle-Vorführungen sind genial. Die Geschichten fliegen ihm nur so zu. Er hat für jedes Publikum die passende Geschichte. Mit den Geschichten und dem professionellen Puppenspielen ändert sich Leben. Viele Missgeschicke passieren ihm noch, aber er geht sein Leben positiv an und gewinnt.

    Auf humorvolle und unterhaltsame Weise wird uns Karls Weg in den Neuanfang geschildert. Augenzwinkernd werden wir zum Nachdenken angeregt und es klingt nach.
    Danke

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    Dionvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Charmanter Roman über's Kasperltheater!
    Karl kasperlt....

    Karl hat vor acht Jahren seine Frau verloren und lebt mit seinem Sohn Samuel in einem Reihenhäuschen im Rheinland. Als er, Lokalreporter einer Zeitung, aufgrund widriger Umstände in den Krankenstand gehen muss, beginnt für ihn der Stress. Seine Schwester trennt sich von ihrem Mann und beglückt Karl mit ihrem Nachwuchs. Nachbar Willi erleidet einen Schlaganfall und Karl muss sich um den alten Dackel Herrn Brinkmann kümmern.
    Er gräbt ein altes Kasperltheater aus und entdeckt eine neue Leidenschaft: das Unterhalten von Menschen mit Puppen, denen er teilweise "rheinländisches" Leben einhaucht.

    Sehr charmant erzählt der Autor in diesem Buch von seinem Protagonisten Karl. Der Humor wirkt nicht überspitzt oder zu üppig. Man lacht über die Kasperlgeschichten des Karl, sieht alles vor sich und kann herzhaft lachen. Ich habe das Buch mit sehr viel Freude gelesen und wurde wieder zum Kind.

    Fünf Sterne!!

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    agusiavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Da könnte ich mich glatt in einen Rheinländer verlieben!
    Ein Rheinländer erfindet sich neu!

    Der verwitwte Karl ist ein ziemlich resignativer Typ aus einem rheinischen Städtchen und seines Zeichens Reporter des Lokalblatts. Sein Leben plätschert so dahin, bis er genötigt wird, die Kinder seiner in Scheidung stehenden Schwester zu bespaßen. Zudem muss er sich auch noch um den Dackel seines kranken Nachbarn Willi kümmern. Und schon bald ist Karls Welt eine völlig neue: Weil die Kinder begeistert sind von seinem Puppenspiel, macht er die Passion seiner Kindheit zu seinem neuen Beruf: Er wird Puppenspieler!

    Ich durfte den Roman vor Erscheinen als Ebook lesen und hatte ehrlich gesagt eine albern-kitschige Komödie erwartet. Doch die Sprache des Autors und der Tiefgang in seiner Geschichte haben mich fasziniert, und zu schnunzeln gibt es trotzdem reichlich. Der Roman hat mich manchmal nostalgisch gestimmt. Ich bin keine Rheinländerin, könnte mr aber jetzt durchaus vorstellen, mich in einen Rheinländer verlieben.

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ich bin mit falschen Erwartungen an den Roman herangetreten. Statt einer Geschichte mit Hund ist es eine Geschichte rund ums Puppenspielen.
    Das Kasperletheater stirbt (nicht) aus

    Aufgrund des Covers mit dem typisch deutschen Dackel und des Titels war ich in der Hoffnung auf eine amüsante Geschichte um einen Dachshund neugierig auf das Buch geworden. 

    Karl ist Lokalreporter im Städtchen Gürben im Rheinland, mit seiner Tätigkeit für das Ressort "Gedöns" allerdings nicht mehr glücklich. Ein dummer Unfall bei einem nächtlichen Ausspähversuch seiner asozialen Nachbarn führt dazu, dass Karl zunächst vier Wochen krankgeschrieben wird. In der Zeit kommt seine Schwester Katja, Mutter von Zwillingen und frisch getrennt von ihrem betrügerischen Ehemann, zurück ins Rheinland. Karl kümmert sich als Ersatzpapa liebevoll um seine "Niften" und entdeckt dabei seine Leidenschaft für das Puppenspielen wieder.

    Karl ersteigert online immer mehr Puppen, um sein Repertoire zu erweitern und entscheidet sich dafür, sechs Monate unbezahlten Urlaub zu nehmen, um sich ganz seinem Kasperletheater zu widmen. Nach einem ersten Auftritt bei einem Kindergeburtstag spricht sich sein Talent schnell herum und es folgen weitere Auftritte u.a. im Kindergarten, Schule und in der Seniorenresidenz seiner Mutter. 

    Dabei öffnet sich der Witwer auch für eine neue Frau in seinem Leben, der alleinerziehenden Finnin Mervi. Nach vielen Irrungen und geplatzten Dates kommen die beiden zusammen. 

    Ach so, der Dackel, Professor Brinkmann, ist der ältere Hund des Nachbarn, der während eines Krankenhausaufenthalts seines Herrchens bei Karl in Pflege war. 

    Der Roman dreht sich ganz um den Neuanfang von Karl. Er zeigt, dass es sich lohnt, mutig zu sein, ein Wagnis einzugehen und nicht nur auf die Sicherheit eines festen Arbeitsplatzes zu setzen und einen Traum zu leben. 

    Ich konnte Karls Leidenschaft für das Kasperletheater leider nicht so teilen, weshalb ich mich phasenweise bei den Darrstellungen der Auftritte von Karl langweilte und mich zudem arg konzentrieren musste, bei der rheinischen Mundart am Ball zu bleiben. 

    Vielleicht bin ich aufgrund von Cover und Titel auch mit falschen Erwartungen herangetreten und deshalb enttäuscht von dem Buch. Mir war "Die Dackel sterben aus" zu viel "Tritratrullala" und zu wenig Hund - der Roman hätte besser "Das Kasperletheater stirbt (nicht) aus" oder "Der Puppenspieler von Gürben" geheißen. Roberto Blancos Ohrwurm habe ich jetzt noch im Ohr...

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    D
    Zum Buch (Klappentext):
    Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern.

    Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an.

    Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben …

    Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die » rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang.

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