Dieter Hermann Schmitz Die Dackel sterben aus

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Inhaltsangabe zu „Die Dackel sterben aus“ von Dieter Hermann Schmitz

Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern. Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an. Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben … Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die » rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang.

Witzig, skuril, so wie das wahre Leben. Eine Geschichte, die verzaubert.

— Stylefluesterin
Stylefluesterin

Charmanter Roman über's Kasperltheater!

— Dion
Dion

Da könnte ich mich glatt in einen Rheinländer verlieben!

— agusia
agusia

Ich bin mit falschen Erwartungen an den Roman herangetreten. Statt einer Geschichte mit Hund ist es eine Geschichte rund ums Puppenspielen.

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Kurzweilige Geschichte für zwischendurch

— Ladybella911
Ladybella911

Ein wunderbares Buch mit vielen kleinen Geschichten die in einer großen Geschichte ihren Platz gefunden haben.

— DaniRoe
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  • Wenn das Kasperle kommt...

    Die Dackel sterben aus
    Frenx51

    Frenx51

    06. June 2017 um 01:00

    Karl ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Lokalreporter, der gemeinsam mit seinem fast erwachsenen Sohn in einem Haus lebt, doch dann verletzt er sich am Bein und fällt krankheitsbedingt einige Woche aus. In dieser Zeit nimmt er einige andere Aufgaben auf sich-kümmert sich immer wieder um die zwei Kinder seiner Schwester, die sich gerade von ihrem Mann trennt und später auch um Nachbars treuen Dackel. Durch Zufall entdeckt er auf den Dachboden alte Kasperlepuppen und eine alte Leidenschaft wird neu entfacht. Anfangs spielt er nur für die zwei Kinder, doch mit der Zeit kommt er an neue Figuren, Ideen und hat ein immer größeres Publikum. In dieser Zeit verändert sich sein Leben immer weiter-doch sterben die Dackel wirklich aus? Der Autor nimmt den Leser mit zurück in die eigene Kindheit und lässt ihn auf eigene Kasperleaufführungen zurück blicken. Mit viel Humor, Witz und rheinischen Dialekt zeigt er, dass alte und liebgewonnene Traditionen und Erfahrungen nicht gänzlich aussterben und man das was man liebt in Angriff nehmen sollte. Karl ist ein sehr sympathischer Mann, der manchmal ein wenig tollpatschig wirkt und nach dem Tod seiner Frau mit seinem Sohn Samuel zusammen lebt. Er hat sich in seinem Leben als Reporter eingerichtet, doch durch die Krankheit kommt er zurück zu seiner alten Leidenschaft und findet eine neue Aufgabe, die ihm große Freude bereitet. Nebenbei verändert sich auch in seinem Leben einiges, was ihn manchmal überfordert, ihn aber schnell auch daran wachsen lässt, denn Karl hat immer wieder Ideen mit einer neuen Herausforderung umzugehen. Der Autor hat einen lockeren und sehr humorvollen Schreibstil, der mir immer wieder ein Lächeln gezaubert hat. Dadurch schafft er einen kurzweiligen Roman, der sich besonders für das kleine Lesevergnügen zwischendurch eignet. Dabei nimmt der Autor, vor allem in den Kasperle-Vorstellungen kein Blatt vor den Mund und verwendet den einen oder anderen Kraftausdruck, welcher den Leser umso mehr schmunzeln lässt, ebenso wie die mit rheinischen Dialekt sprechende Oma. Die Vorstellungen wurden aber so detailliert beschrieben, dass ich zwischendurch selbst mit im Publikum saß. Ein Buch für zwischendurch, das humorvoll ist und den Leser an die eigene Kindheit mit Kasperle-Vorstellungen zurück versetzt. Aber auch verdeutlicht Träume zu leben, die anders sind und das alte bewahren.

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  • Lasst die Puppen tanzen!

    Die Dackel sterben aus
    EifelBuecherwurm

    EifelBuecherwurm

    09. April 2017 um 17:11

    Inhalt:Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern.Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an.Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben …Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die »rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang.Design:Das hauptsächlich in Gelb gehaltene Cover mit dem geteilten Dackel darauf (sollen das zwei sein?) und der Gedankenblase hat mir direkt den Eindruck vermittelt, dass ich hier ein komödiantisches Werk vor mir habe. Irgendwie hat sich Gelb ja in der lustigen Sparte festgesetzt. Auf jeden Fall hat mich das Cover angesprochen, aber auch nicht umgehauen. Im Regal hätte ich nicht danach gegriffen. Umso mehr freue ich mich, dass ich diese kleine Perle trotzdem gelesen habe. Meine Meinung:Ich wusste am Anfang nicht wirklich was ich von diesem Buch halten sollte. Die Inhaltsangabe hörte sich okay an, aber umgehauen hat sie mich nicht. Umso überraschter war ich, als ich mit dem Lesen anfing, und das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen wollte! Ich habe mich von Anfang an einfach wohl gefühlt mit dem Buch und habe mich nachträglich sogar über mich geärgert, dass es so lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher gelegen hatte. Karl ist Reporter für eine lokale Zeitung im Ressort "Gedöns", also das Mädchen für Alles. Er mag seinen Job, aber irgendwie ist er nicht ganz zufrieden. Als Witwer und allein erziehender Vater eines mustergültigen Schülers hat er ein durchschnittliches Leben. Kleines Haus, Fußball, Arbeit, Alltag. Nichts Besonderes halt. Doch nachdem er in Folge eines Unfalls eine Weile Zuhause bleiben muss, entdeckt er das Kasperle Theater und damit das Puppenspielen wieder für sich, und damit beginnt seine Reise.Als gebürtige Rheinländerin musste ich über viele Dinge schmunzeln. Wunderbar rheinisches Platt, teilweise jedoch nicht ganz urtümlich. Vermutlich, damit es alle Leser verstehen können. Besonders die Gespräche zwischen Kasperle und seiner Oma sind oftmals nicht gerade zimperlich und im Buch gibt es immer mal wieder Kraftausdrücke. Mir macht das nichts, aber zartere Gemüter könnte das stören. In Amerika wäre das Buch bestimmt zensiert worden. Wie gesagt, bin ich zwar im Rheinland aufgewachsen, dennoch habe ich nie was von Huckeln gehört. Ein neues Wort, das ich direkt in meinen Wortschatz aufgenommen habe.Meine Hunde habe ich übrigens jetzt auch schon ab und an Köttel genannt. Die Art des Humors hat mir total zugesagt, ich selbst habe einen sehr trockenen Humor. Das ist im Rheintal wirklich weit verbreitet, wenn ich mal so darüber nachdenke. Die wichtigen Personen des Buches sind genug ausgearbeitet, sodass sie glaubwürdig und nicht zu flach erscheinen. Ich habe die Charaktere richtig lieb gewonnen und habe mit Ihnen gefiebert und gelacht. Und das nicht nur bei den gut geschilderten Theaterstücken. Diese sind amüsant und so gut beschrieben, dass ich den Eindruck hatte mit im Publikum zu sitzen. Mir hat das gut gefallen. Wären die Theaterstücke nicht so ausführlich beschrieben worden, hätte mir etwas gefehlt. Dafür fand ich ab und an manche Szenen etwas langatmig. Das hat mich aber nicht zu sehr gestört.Das Buch ist aber nicht nur lustig. Man sollte es auf keinen Fall unterschätzen! Es spielt mit feinen zwischenmenschlichen Tönen und macht nachdenklich. Das menschliche Miteinander wird immer wieder zum Thema und wird aus verschiedenen Richtungen beleuchtet. Denn oft ist es im wahren Leben auch so, dass diejenigen, die die schlimmsten Verluste ertragen mussten, all dies mit einem Lächeln und einem Witz versuchen zu überspielen. Man wendet sich bewusst den lustigen Dingen zu, um nicht zu viel über die Traurigkeit nachdenken zu müssen. Am Ende ist das Buch recht philosophisch und sehr selbst reflektierend. Mir fehlte so ein wenig der abschließende Witz. Kasperle hat doch meistens auch einen kleinen Knaller am Ende. Das habe ich vermisst. Von der Handlung her hatte ich mit diesem Ende gerechnet, aber irgendwie hat mich das Seminar und der kurze Abschnitt danach ein wenig ernüchtert zurückgelassen. Ich weiß aber auch nicht wie der Autor das hätte besser lösen können. Vielleicht das Seminar etwas früher einbauen? Fazit:Ein wirklich unterhaltsamer Roman mit etwas Tiefgang, reichlich rheinischem Platt, Kasperle und zweiten Chancen. Denn das Leben läuft nicht immer Geradeaus, sondern macht auch gerne mal ein paar Schlenker. Für alle, die eine lustig-nachdenkliche Komödie lesen möchten ist dies auf jeden Fall eine Empfehlung von mir! An ein paar Stellen hatte ich leichte Kritik, daher gibt es 4 Sternchen mit einem + dazu. 

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  • Witzig mit rheinischen Lokalkolorit

    Die Dackel sterben aus
    Stylefluesterin

    Stylefluesterin

    02. January 2017 um 23:15

    Inhalt:Karl ist verwitwet und kämpft sich als Lokalreporter durch das Leben. Regelmäßig hat sein Nachbar einen Ratschlag im reinsten Rheinisch für ihn parat. Dann kommt alles auf einmal: Karl wird krank und muss zu Hause bleiben. Seine Schwester will sich scheiden lassen und bringt ihre Kinder kurzfristig bei ihm unter. Der schrullige Nachbar bekommt einen Schlaganfall und der in rheinischer Mundart bezeichnete Köttel kommt auch noch bei Karl unter. Wie bekommt er das alles unter einen Hut? Karl beginnt für die Kinder Kasperle-Theater zu spielen und damit beginnt eine Entwicklung, die ungeahnte Folgen haben wird... Meine Meinung: Ein herzliches und absolut witziges Buch, das in einem Rutsch durchgelesen werden muss. Man kann es nicht aus der Hand legen. Der Protagonist Karl ist liebevoll gezeichnet und man kann die kleinen Widrigkeiten des Lebens (jeder erhält den Computer im Leben, den er verdient) nur allzu gut nachvollziehen. Das könnte einem selbst jeden Tag passieren und so liest sich der Titel spannend von Kapitel zu Kapitel. Schließlich stürmen die Kinder seiner Schwester in sein Leben und wie kann Karl sie beschäftigen, bzw. unterhalten? Karl nimmt einfach alte Kasperlepuppen und  beginnt Geschichten mit den Puppen zu erzählen. Kurze Zeit später entwickeln sich die kleinen Geschichten zu Theaterstücken, die begeistern. Karl motiviert zum politisch motivierten Puppenspieler. Zu herrlich seine Ansichten, die der Autodidakt vertritt. Autor Dieter Herrmann Schmitz hat einen Roman geschrieben, der witzig und leicht zu lesen ist, gleichzeitig durchaus Tiefgang ausweist. Fazit: Absolut lesenswert!

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  • Die Dackel sterben nicht aus!

    Die Dackel sterben aus
    JoJansen

    JoJansen

    02. January 2017 um 11:40

    Selbstfindungsbücher gibt es viele. Von Menschen, die den Jakobsweg gewandert sind, ihre Ernährung umgestellt, ihre Lebensweise geändert oder ihre Haare gefärbt haben. Dass jemand übers Kasperltheater zu sich selbst findet, ist neu, aber sehr amüsant zu lesen in diesem Roman von Dieter Hermann Schmitz. Karl, der Held der Geschichte, ist Witwer, Lokalreporter und in allem, was er tut und kann, unauffälliges Mittelmaß. Als Karl krankheitsbedingt zu Hause bleiben muss, bittet seine Schwester ihn, ihre Kinder zu hüten. So kommt es, dass Karl die alten Kasperlpuppen wieder herauskramt. Die Begeisterung seiner »Niften« (Nichte + Neffe) motiviert ihn, ein richtiges Kasperltheater zu bauen, damit im Kindergarten, auf Kindergeburtstagen und selbst in der Seniorenresidenz seiner Mutter aufzutreten. Nebenbei kümmert Karl sich auch noch um seinen liebenswert schrulligen Nachbarn und dessen dickbäuchigen Dackel, die Schwester seines türkischen Kollegen und die »Bert-Bande« von hinterm Gartenzaun. Mir haben an diesem Buch besonders Karls Gedanken gefallen. Karl denkt viel nach, über Gott und die Welt, seinen wohlgeratenen Sohn Samuel, Frauen, Computer (»... dass ein jeder im Leben den Computer erhält, den er verdient«). Je mehr ich über Karl erfuhr, um so liebenswerter erschien er mir. So einem netten Kerl wünscht man als Leser einfach nur das Beste, aber irgendwie geht auch ab und zu mal was schief. Wie im wirklichen Leben eben. Dass immer wieder rheinische Mundart auftaucht, macht das Buch noch authentischer. Der Hammer aber sind die von Karl selbst erdachten Theaterstücke für seine Kasperlpuppen. Politisch herrlich inkorrekt und doch hochaktuell. Bei dem Stück in der Seniorenresidenz hab ich echt Tränen gelacht. Das Buch ist KEIN Dackelbuch, auch wenn ein Dackel mitspielt. Es ist eine Geschichte über einen liebenswerten Menschen, der aus dem gewohnten Alltagstrott ausbricht, tut, was ihm Spaß macht und damit viele andere Menschen glücklich macht. Ein Buch, das Mut macht, sich auf seine Träume und Talente zu besinnen und einfach mal etwas anders zu machen. Vielleicht sogar besser. Ein Buch, das glücklich macht, wenn man es liest. Fazit: Sehr unterthaltsam und empfehlenswert. 5*****

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    Die Dackel sterben aus
    Goch9

    Goch9

    13. December 2016 um 09:54

    Schon die Überschrift des ersten Kapitels „Eine Null und sein Nachbar“ macht deutlich, dass bei Karl Pohlmann einiges im Argen liegt. Er fühlt sich als Versager und führt sich immer wieder vor Augen, was er alles nicht kann, dabei wäre er doch auch gerne ein Superheld.Das wäre auch immer so weiter gegangen, wenn er sich nicht bei einer nahezu heldenhaften Aktion sein Bein gebrochen hätte und somit ans Haus gefesselt wäre.Seine Schwester, die sich gerade von ihrem Mann trennt, nutzt die Gelegenheit, ihre beiden Kinder von Karl betreuen zu lassen, während sie auf Arbeits-und Wohnungssuche geht. Im Bestreben die Kinder sinnvoll zu beschäftigen, entdeckt Karl auf dem Dachboden die alten Kasperle-Handpuppen aus den Kindertagen seines Sohnes. Karl „spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke“. Die Kinder sind begeistert und wollen immer mehr. Karl entdeckt seine eigentliche Passion, erfindet immer neue Geschichten und begeistert nicht nur Kinder mit seinem Puppenspiel. Kurzerhand lässt er sich ein halbes Jahr beurlauben um seine neue Leidenschaft auszuprobieren. Ein neues Leben beginnt.Was hat den Autor nur dabei geritten diesen Titel zu wählen? Ich denke, bei dem Titel und dem „tierischen“ Cover greifen die Leser mit falschen Vorstellungen zum Buch. Dieter Hermann Schmitz hat hier einen Helden kreiert, der mir anfänglich etwas auf die Nerven ging, weil er ja nichts richtig konnte und nicht müde wurde noch etwas zu finden, was er nicht konnte. Die dramatischen Ereignisse, die sein Leben in diese eingefahrenen Bahnen gelenkt haben, lassen den Leser Karls Gemütsverfassung zwar verstehen, aber trotzdem möchte man ihn schütteln und aufrütteln. Da entdeckt er die Kasperlefiguren. Seine Kasperle-Vorführungen sind genial. Die Geschichten fliegen ihm nur so zu. Er hat für jedes Publikum die passende Geschichte. Mit den Geschichten und dem professionellen Puppenspielen ändert sich Leben. Viele Missgeschicke passieren ihm noch, aber er geht sein Leben positiv an und gewinnt. Auf humorvolle und unterhaltsame Weise wird uns Karls Weg in den Neuanfang geschildert. Augenzwinkernd werden wir zum Nachdenken angeregt und es klingt nach.Danke

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  • Karl kasperlt....

    Die Dackel sterben aus
    Dion

    Dion

    04. December 2016 um 13:45

    Karl hat vor acht Jahren seine Frau verloren und lebt mit seinem Sohn Samuel in einem Reihenhäuschen im Rheinland. Als er, Lokalreporter einer Zeitung, aufgrund widriger Umstände in den Krankenstand gehen muss, beginnt für ihn der Stress. Seine Schwester trennt sich von ihrem Mann und beglückt Karl mit ihrem Nachwuchs. Nachbar Willi erleidet einen Schlaganfall und Karl muss sich um den alten Dackel Herrn Brinkmann kümmern.Er gräbt ein altes Kasperltheater aus und entdeckt eine neue Leidenschaft: das Unterhalten von Menschen mit Puppen, denen er teilweise "rheinländisches" Leben einhaucht.Sehr charmant erzählt der Autor in diesem Buch von seinem Protagonisten Karl. Der Humor wirkt nicht überspitzt oder zu üppig. Man lacht über die Kasperlgeschichten des Karl, sieht alles vor sich und kann herzhaft lachen. Ich habe das Buch mit sehr viel Freude gelesen und wurde wieder zum Kind.Fünf Sterne!!

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  • Ein Rheinländer erfindet sich neu!

    Die Dackel sterben aus
    agusia

    agusia

    01. December 2016 um 19:14

    Der verwitwte Karl ist ein ziemlich resignativer Typ aus einem rheinischen Städtchen und seines Zeichens Reporter des Lokalblatts. Sein Leben plätschert so dahin, bis er genötigt wird, die Kinder seiner in Scheidung stehenden Schwester zu bespaßen. Zudem muss er sich auch noch um den Dackel seines kranken Nachbarn Willi kümmern. Und schon bald ist Karls Welt eine völlig neue: Weil die Kinder begeistert sind von seinem Puppenspiel, macht er die Passion seiner Kindheit zu seinem neuen Beruf: Er wird Puppenspieler!Ich durfte den Roman vor Erscheinen als Ebook lesen und hatte ehrlich gesagt eine albern-kitschige Komödie erwartet. Doch die Sprache des Autors und der Tiefgang in seiner Geschichte haben mich fasziniert, und zu schnunzeln gibt es trotzdem reichlich. Der Roman hat mich manchmal nostalgisch gestimmt. Ich bin keine Rheinländerin, könnte mr aber jetzt durchaus vorstellen, mich in einen Rheinländer verlieben.

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  • Das Kasperletheater stirbt (nicht) aus

    Die Dackel sterben aus
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    30. November 2016 um 18:21

    Aufgrund des Covers mit dem typisch deutschen Dackel und des Titels war ich in der Hoffnung auf eine amüsante Geschichte um einen Dachshund neugierig auf das Buch geworden.  Karl ist Lokalreporter im Städtchen Gürben im Rheinland, mit seiner Tätigkeit für das Ressort "Gedöns" allerdings nicht mehr glücklich. Ein dummer Unfall bei einem nächtlichen Ausspähversuch seiner asozialen Nachbarn führt dazu, dass Karl zunächst vier Wochen krankgeschrieben wird. In der Zeit kommt seine Schwester Katja, Mutter von Zwillingen und frisch getrennt von ihrem betrügerischen Ehemann, zurück ins Rheinland. Karl kümmert sich als Ersatzpapa liebevoll um seine "Niften" und entdeckt dabei seine Leidenschaft für das Puppenspielen wieder. Karl ersteigert online immer mehr Puppen, um sein Repertoire zu erweitern und entscheidet sich dafür, sechs Monate unbezahlten Urlaub zu nehmen, um sich ganz seinem Kasperletheater zu widmen. Nach einem ersten Auftritt bei einem Kindergeburtstag spricht sich sein Talent schnell herum und es folgen weitere Auftritte u.a. im Kindergarten, Schule und in der Seniorenresidenz seiner Mutter.  Dabei öffnet sich der Witwer auch für eine neue Frau in seinem Leben, der alleinerziehenden Finnin Mervi. Nach vielen Irrungen und geplatzten Dates kommen die beiden zusammen.  Ach so, der Dackel, Professor Brinkmann, ist der ältere Hund des Nachbarn, der während eines Krankenhausaufenthalts seines Herrchens bei Karl in Pflege war.  Der Roman dreht sich ganz um den Neuanfang von Karl. Er zeigt, dass es sich lohnt, mutig zu sein, ein Wagnis einzugehen und nicht nur auf die Sicherheit eines festen Arbeitsplatzes zu setzen und einen Traum zu leben.  Ich konnte Karls Leidenschaft für das Kasperletheater leider nicht so teilen, weshalb ich mich phasenweise bei den Darrstellungen der Auftritte von Karl langweilte und mich zudem arg konzentrieren musste, bei der rheinischen Mundart am Ball zu bleiben.  Vielleicht bin ich aufgrund von Cover und Titel auch mit falschen Erwartungen herangetreten und deshalb enttäuscht von dem Buch. Mir war "Die Dackel sterben aus" zu viel "Tritratrullala" und zu wenig Hund - der Roman hätte besser "Das Kasperletheater stirbt (nicht) aus" oder "Der Puppenspieler von Gürben" geheißen. Roberto Blancos Ohrwurm habe ich jetzt noch im Ohr...

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  • Karl und sein Kasperltheater

    Die Dackel sterben aus
    Ladybella911

    Ladybella911

    30. November 2016 um 01:31

    Inhaltsangabezu „Die Dackel sterben aus“ von Dieter Hermann Schmitz Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern. Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an. Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben … Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die » rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang. ******** Karl fällt vom Baum als er seine ungeliebten Nachbarn, die prolligen „Berts“, ausspähen möchte und damit ändert sich sein Leben von Grund auf. Er wird krank geschrieben und kann somit seinen Job als Lokalreporter vorläufig nicht ausüben – aber gerade, als es ihm ein wenig zu langweilig wird nur auf Krücken herumzulaufen, nimmt das Schicksal seiner Schwester auch eine dramatische Wendung. Die hat genug von ihrem fremdgehenden Ehemann und möchte sich von ihm in Ruhe trennen, aber wohin mit ihren Zwillingen? Es ist nur folgerichtig, dass sie Sören und Wiebke, die beiden sehr wohlerzogenen Vorschulkinder bei ihrem Bruder parkt, denn der hat ja nun nichts Besseres zu tun. Da Karl außerdem ein fürsorgliches Gemüt hat und sich liebevoll um seinen Nachbarn Willi kümmert, nimmt er auch noch dessen Dackel, Prof. Brinkmann in seine Obhut, als Willi nach einem Schlaganfall ins Krankenhaus muss. Wie gut, dass es auch noch Samuel gibt, den intelligenten, heranwachsenden Sohn unseres Protagonisten, der ein absoluter Vorzeigesohn ist und seinen Vater nach besten Kräften unterstützt. Ab sofort gibt es im Hause Pohlmann Spaß, Spiel und Spannung und Karl entdeckt seine Leidenschaft fürs Kasperltheater und die Puppenspielerei. Wir erleben mit den Kindern und der ganzen Familie fröhliche und abwechslungsreiche Tage und Karl wird sogar für Veranstaltungen und Geburtstage engagiert. Dass er nebenbei auch noch eine neue Liebe findet ist einem wohlgesinnten Schicksal zu verdanken. Insgesamt muss ich sagen, ist es eine nette Geschichte, die Spaß macht, aber nicht das, was ich mir aufgrund des Titels erwartet hatte.Mehr Hundeabenteuer hätten mir, auch in Verbindung mit den Kindern, wesentlich besser gefallen als die vielen Kasperl – Stücke, denen durchaus phantasievolle und witzige Ideen zugrunde lagen. Aber mir war es dann doch ein wenig too much. Der Schreibstil ist locker, sehr lebendig und leicht zu lesen, die Handlung zwar facettenreich und die Charaktere kamen auch sehr authentisch rüber, dennoch hat mir so ein gewisser Kick gefehlt. Mein Fazit: Eine nette lesenswerte Geschichte für zwischendurch

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  • Leserunde zu "Die Dackel sterben aus" von Dieter Hermann Schmitz

    Die Dackel sterben aus
    DieterHermannSchmitz

    DieterHermannSchmitz

    Zum Buch (Klappentext):Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern. Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an. Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben … Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die » rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang.

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  • Die Welt ist so, wie wir sie uns schaffen...

    Die Dackel sterben aus
    DaniRoe

    DaniRoe

    27. November 2016 um 14:16

    <<“Möglicherweise wäre ich in meinem tiefsten Inneren gerne ein Superheld – so einer, der nie an unpassenden Stellen einschläft, selten husten muss, mehr als zweimal um den Block laufen kann und bei dessen Auftreten immer ein schmetterndes >>TAA-DAAA<< zu hören ist. Aber das wahre Leben kennt keinen Soundtrack.“ >> Inhaltsangabe: Karls eingefahrenes Leben als rheinischer Lokalreporter ändert sich eines Tages schlagartig: Krankheitsbedingt fällt er einige Wochen von der Arbeit aus, seine Schwester liefert ihre Zwillinge im Kindergartenalter bei ihm ab, um sich in Ruhe von ihrem Mann trennen zu können und kurz darauf übernimmt er auch noch für einen Nachbar die Aufgabe, sich um einen dickwanstigen Dackel »Professor Brinkmann« zu kümmern. Für die Kinder kramt Karl alte Kasperlepuppen heraus und spielt ein paar eigenwillige, politisch unkorrekte und keinesfalls pädagogisch wertvolle Stücke. Die Kleinen sind begeistert. Auch in der Seniorenresidenz seiner Mutter kommt eine Geschichte über Kasperls Oma und Sex im Alter gut an. Nachdem die alleinerziehende Mutter der kleinen Essi ihn für einen Kindergeburtstag engagiert, ist es endgültig vorbei mit Karls altem Leben … Mit Tiefgang, Witz und einer Prise Lokalkolorit begleitet die » rheinische Dramödie« Karl auf seinem Weg in einen Neuanfang. Cover: Sehr freundlich gestaltet, in knalligen Farben. Mit Dackel und dem typischen Dackelblick. Köstlich. Das Buch ist auffällig, sieht ansprechend aus und man hat sofort Lust darin zu schmökern. Inhalt: Karl, der Hauptdarsteller, ist eher Mittelmaß. Mittelmaß von allem. Nicht zu groß, nicht zu schlank, nicht zu clever, nicht handwerklich begabt, nicht sonderlich sportlich. Unauffälllig. Gerade weil er so durchschnittlich ist möchte man Karl gerne als Freund haben. Er ist manchmal – absichtlich oder unabsichtlich – witzig oder ironisch und tut keiner Fliege was zuleide. Sein Leben ist auch eher unspekatulär und Ereignislos – mal davon abgesehen, dass er bereits seit über 8 Jahren Witwer ist und keine Frau an sich heran lässt. Man(n) ist ja treu. Für immer. Aber dann geschehen viele ungeplante Dinge auf einmal. Der alte Nachbar Willi wird beim Gassigang mit seinem Dackel Professor Brinkmann von den pöbelnden Nachbarn mit Bierdosen beschmissen. Karl gerät in Rage und möchte das Pack namens „Die Berts“ ausspionieren. Dazu klettert er nachts auf einen Baum, nur vergisst er dabei seine mangelnde Sportlichkeit kombiniert mit einer gewissen Tollpatschigkeit. Es kommt wie es kommen musste. Karl kracht vom Baum, erst auf den Schuppen und dann auf den Boden. Die Ärzte verdonnern ihn zu einer vierwöchigen Auszeit um die diversen Verletzungen auszukurieren. In der ersten Zeit ist Karl echt langweilig, was soll er nur mit sich machen? Dann wird ihm die Entscheidung abgenommen. Plötzlich zieht seine Schwester aus Hamburg wieder zurück in die alte Heimat. Grund: Scheidung. Ihre beiden Kinder (Zwillinge im Kindergartenalter) parkt sie nun öfter beim Onkel. Und was macht ein Onkel mit so zwei Zwergen Zuhause – gerade wenn Onkel sich kaum bewegen kann, weil das Knie kaputt ist? Er kramt die Kasperlefiguren heraus und bespaßt die Kinder auf einmalige Weise. Es entstehen Abenteuer um Abenteuer… Auch die Liebe kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Meinung: Frisch und lebendig kommt dieses Buch herüber. Schon ab den ersten Kapiteln hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht. Oft musste ich schmunzeln oder mich auch mal Fremdschämen und als die Geschichte über den Tod seiner Frau drankam, hätte ich am liebsten Geweint. Immer wieder überrascht das Buch mit Wendungen und kleinen Geschichten, mal lustig, mal nachdenklich. Dies ist „Ein Buch für alle Fälle“. Fazit: Ein sehr lebendig geschriebenes Buch, mit Charme, Witz und Tiefgang. Absolut lesenswert. Deshalb von mir 5 von 5 Sterne.

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