Dieter Jörgensen

 3.3 Sterne bei 14 Bewertungen

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Rezension zu "Der Rechenmeister" von Dieter Jörgensen

fehlende worte
Sabinvor 5 Jahren

Eine Geschichte von Niccolo Tartarglia, der die anderern Menschen um des sprechens, den Glanz der Worte und der Sprechpausen beneidet.

Niccolo ist ein berühmter Rechemneister von Venedig. Der mit seinen Ideen das aristokratische Weltbild zum Einsturz hätte bringen können.
doch Niccolo ist anders- so begabt er auch ist wenn es um Zahlen und MathemathischeGleichungen geht- so hat er in einem anderen Bereich große Defizite- dem Sprechen. Niccolo ist ein Stotter, Worte sind für ihn eine Qual.


WOW- was für ein Buch. keine einfache Lektüre....
ich muss gestehen ich hätte dieses Buch nicht freiwillig gelesen, doch dank einer LR kam ich in den "Genuss" dieses Werkes.
Am Anfang hatte ich schon große Schwierigkeiten in das Buch hinein zu kommen, es hat seine längen da es nur so von Zahlen, Gleichungen und mathematischen Rechnungen wimmelt. Nach und nach habe ich mich vorsichtig durch die Seiten gelesen und irgendwann habe ich den Schreibstil und die Thematik angenommen und es wurde besser. Trotzdem war es für mich nicht das angenehmste Buch zum lesen- und doch bereue ich es nicht. auch wenn ich hin und wieder ans aufhören dachte. ja, auch mehr als einmal.

Zudem ist es ein interessantes Thema welches Dieter Jörgensen hier aufgriffen hat. Stotterer oder Menschen die in irgendeiner anderen Form nicht der Norm entsprachen hatten es damals schwer und wurden von den andren "besseren Menschen" als Ausgestoßene, ja gar als nicht Gotteswürdig, geachtet. 

Hinzukommen das die Recherchen zu Italien wie auch der Mathematik ausgesprochen gut gelungen sind.

Es ist wirklich ein interessanter Mathematik Roman und jeder der sich für diese Wissenschaft begeistern kann, hat daran seinen Spaß.
Für mich sei gesagt: ich bin froh dieses buch doch gelesen zu haben aber genauso froh es endlich beendet zu haben.





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simonegs avatar

Rezension zu "Der Rechenmeister" von Dieter Jörgensen

Rezension zu "Der Rechenmeister" von Dieter Jörgensen
simonegvor 7 Jahren

Venedig, 1535: Als Rechenmeister bietet der Gelehrte Niccolo Tartaglia den Kaufleuten seine Dienste an. Im Umgang mit Maßen und Gewichten ist er ein wahres Genie. Doch ein Gebrechen steht der Anerkennung seiner Genialität im Wege: Er stottert und wird deshalb immer wieder belächelt und verspottet. Erst recht stürzt er sich auf mathematische Probleme, die als unlösbar gelten und läßt sich so auf einen der vehementesten Gelehrtenstreits der Geschichte ein...

Nach 50 Seiten habe ich das Buch zur Seite gelegt. Es hat mich total gelangweilt. Mein Freund hat zwar immerhin die Hälfte geschafft, aber mit dem gleichen Ergebnis. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

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Novembers avatar

Rezension zu "Der Rechenmeister" von Dieter Jörgensen

Rezension zu "Der Rechenmeister" von Dieter Jörgensen
Novembervor 9 Jahren

Wir reden, plaudern, diskutieren, erzählen und sprechen; zumeist als sei es keine große Sache; eher ein notwendiger, irgendwie unbewusster Vorgang. Denn wenn wir nicht gerade die Kunst des Sprechens als unseren Beruf erwählt haben, schenken wir dem gesprochenen Wort oftmals nur geringe Aufmerksamkeit, schludern gern damit.
Ganz anders bei Niccolo Tartaglia. Der begnadete Mathematiker Venedigs des 16.Jahrhunderts hört genau hin und ist sich der Kunst der Rhetorik ständig bewusst. Denn seine ging in der Kindheit verloren, als er die Vergewaltigung seiner Mutter miterleben musste. Seitdem stottert er; hegt fürchterliche Angst vor dem Sprechen und beneidet zugleich all jene, die so verschwenderisch und prahlerisch mit dem fließend gesprochenen Wort umzugehen vermögen.
Dieter Jörgensen ist es in seinem Roman "Der Rechenmeister" gelungen die Schönheit, die Großartigkeit des Sprechens und die Sehnsucht danach auf eine bildhafte und wortgewandte Art bewusst zu machen, sodass es eine Freude ist darüber zu lesen. Er schildert nicht nur detaliert die verschiedenen Sprechweisen, Stimmenfärbungen und Mimiken, sondern er vermittelt auch den Schmerz jener Menschen, für die das Sprechen bei jeder Silbe zur Herausforderung wird und die dem Spott ihrer sprechbefähigten Mitmenschen ausgesetzt sind.
Doch dies ist nur ein (großer) Aspekt des Romans. Ein anderer beschäftigt sich mit Tartaglias Liebe zur Mathematik und ihren Rätseln. So gelingt es ihm zum sehr angesehenen Rechenmeister aufzusteigen, der fast ohne zu Stottern über Euklid und die Innenwinkelsumme in anschaulicher Weise lehrt und selbst wissbegierige Studenten aus umliegenden Städten anzieht. Durch eine Wettbewerbsherausforderung gelingt es ihm sogar die Lösung und den Beweis für die bis dahin unlösbare Kubusgleichung zu finden. Doch als seine Ergebisse von dem Mailänder Gerolamo Cardano unter dessen Namen veröffentlicht werden, entwickelt sich ein aufsehenerregender Gelehrtenstreit, der in seiner Größe und Heftigkeit bis dato einzigartig war.
Herr Jörgensen verbindet mathematische Geschichte und die Lebensgeschichte des Niccolo Tartaglia; bietet beides auf eine leichtverständliche und fesselnde Weise dem Leser dar. Fasziniert ihn vor dem mittelalterlichen Venedig und bringt seinem Leser nebenbei auch noch die gesellschaftlichen Zustände - besonders die widersprüchliche Behandlung der Juden - nah.
Auch wenn man sich nicht für die Mathematik begeistert, so schaftt es der Autor ein gewisses Interesse daran wachsen zu lassen; jedoch außerordentlich fasziniert an diesem Roman hat mich die unermüdliche Bewusstmachung des gesprochenen Wortes, sodass sich meine Begeisterung für das Sprechen (und die hält sich bei mir sonst in Grenzen) enorm gesteigert hat. Allein deswegen möchte ich euch dieses Erstlingswerk ans Herz legen.

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