Dieter Kühn Ich war Hitlers Schutzengel

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Inhaltsangabe zu „Ich war Hitlers Schutzengel“ von Dieter Kühn

Der große Biograph, Historiker und Romancier Dieter Kühn entwirft ein faszinierendes Szenario: Geschichte, wie sie hätte verlaufen können. Hatte Hitler einen Schutzengel? Ausgerechnet Hitler? In Dieter Kühns ebenso provozierenden wie brillanten historischen Szenarios über das Ende Adolf Hitlers wird der Lauf der Geschichte umgekehrt: die Attentate von Georg Elser und Henning von Tresckow gelingen, der Krieg kommt zum Stillstand und Hitlers Schutzengel ins Grübeln. Vier sehr verschiedene Varianten von Geschichte und ein faszinierendes Gedankenspiel gegen alle historische Überlieferung.

Aufreizende Gedankenspiele.

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  • Rezension zu "Ich war Hitlers Schutzengel" von Dieter Kühn

    Ich war Hitlers Schutzengel
    ChiefC

    ChiefC

    22. August 2010 um 14:04

    Eines der Bücher, die ich schnell gelesen habe - damit ich schnell damit fertig werde. Warum ich überhaupt bis zum Ende durchgehalten habe? Weil der Inhalt vier Fiktionen über einen jeweils alternativen Ausgang der Gesichte des Hitler-Regimes verspricht. Pech nur, dass die erste nach meinem Geschmack noch die beste ist, trotz der sperrigen Schreibweise, die zum Teil daher rührt, dass die "Höllenmaschine" des gescheiterten Hitler-Attentäters Georg Elser in dessen Worten en detail beschrieben wird. Allerdings gelingt in dieser Fiktion das Attentat, Göring übernimmt die Reichsführung mit großem Pomp, eine Ausweitung des Krieges und der Judenverfolgung findet nicht statt. Eigentlich keine schlechte Idee, auch wenn es nicht wirklich neu ist, über andere Geschichtsvarianten nachzudenken. Jedoch verliert sich der Autor, obwohl er sich für diese Variante gerade mal knapp 50 Seiten einräumt, auch noch auf "künstlerischen" Nebenschauplätzen. Warum? Wohl weil die darin eingeführten Personen auch in den anderen Versionen wieder auftauchen sollen. Nun ist es natürlich absolut legitim, sich auch darüber Gedanken zu machen, wie eine Kulturpolitik unter Göring ausgesehen haben könnte. Aber dafür scheint mir einfach die gewählte Kurzform zu knapp. Mit dem titelgebenden "Ich war Hitlers Schutzengel" kann ich nun gar nichts anfangen: verquast, peudo-philosophisch-religiös und mit einer Ironie, wenn's denn Ironie sein soll, die mir nicht gefällt. Aber nun, vielleicht bin ich auch eine völlig ungeeignete Zielperson, da nicht gebildet genug. Denn es wäre gut, beherrschte der Leser das Lateinische. Zitate, darunter einen vierzeiligen Reim, die man meint, nicht übersetzen zu müssen, tja, das nenne ich unverblümt intellektuelle Arroganz. Die Variante "Auf Hitler folgt Rommel" enthält immerhin einige interessante historische Aspekte, wohingegen "Gitler kaputt?" eine Farce ist, einfach lächerlich. Gut, vielleicht muss man die Phantasie des Autors bewundern, den ich ansonsten schätze, aber ihre Ausgeburt hat mich leider nur genervt.

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  • Rezension zu "Ich war Hitlers Schutzengel" von Dieter Kühn

    Ich war Hitlers Schutzengel
    taciturus

    taciturus

    22. February 2010 um 16:37

    In diesem Buch versammelt Dieter Kühn vier Essays, die sich mit der Vergangenheit, und wie sie hätte sein können, beschäftigen. In zwei Essays entwirft er Szenarien eines alternativen Geschichtsverlaufs. Eines der Attentate auf Hitler führt zum Erfolg. Die erste dieser Erzählungen nimmt sich der Frage an, wie die Geschichte unter einem Kanzler Göring verlaufen hätte können. Welche Maßnahmen hätte dieser ergriffen, wo hätte sich seine Vorgehensweise von jener Hitlers unterschieden. Die zweite dieser Abhandlungen entwirft darüberhinaus ein Szenario, wie die Machtübernahme nach einem Attentat vor sich gegangen wäre. Wie ein Kampf um die Nachfolge entschieden worden hätte können und welche weltpolitischen Umwälzungen sich daran hätten knüpfen können. Für mich war aber eine andere Geschichte klar und eindeutig das Herzstück dieses Buches und zugleich die lesenswerteste Geschichte. Ein Rechenschaftsbericht eines Schutzengels, aber nicht irgendeines Schutzengels, sondern jener, der die Aufgabe hatte, Hitler zu schützen. So berichtet dieser von seiner inneren Zerrissenheit sechs Jahrzehnte nach dem Tod Hitlers. Einerseits nach Anerkennung und Lob heischend, da er seinen Auftrag erfolgreich erfüllen konnte, seine Pflicht getan hat, andererseits von den Zweifeln zerfressen, da sein Einschreiten, mit dem er ein Leben bewahrt hat, die Ermordung von Millionen Leben ermöglicht. Zum Abschluss findet sich eine weitere Geschichte zum Umgang mit der Vergangenheit. Ein Taucher, der am Grunde eines Sees Statuen von Hitler und einen Nazischatz entdeckt. Wie damit umgehen. Diese Figur findet einen besonders „political correcten“ Weg. Insgesamt sind alle vier Geschichten sehr lesenswert, regen zum Nachdenken kann, haben Humor und eröffnen neue Perspektiven auf die Vergangenheit.

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