Dieter Kreutzkamp Weltreise

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Inhaltsangabe zu „Weltreise“ von Dieter Kreutzkamp

Dieter Kreutzkamp und seine Frau Juliana machen keine Reisen - ihr ganzes Leben ist eine Reise, seit über 30 Jahren schon. Mit einer Indien-Tour fing es an, dann kam die Idee einer Reise um die Welt, und als sie nach drei Jahren feststellten, dass sie noch nicht genug hatten, machten sie einfach weiter. Im Kanu quer durch Kanada: 3 500 Kilometer Wasser, Eisberge, Stromschnellen und Kälte. Mit dem Fahrrad durch Australien: 12 000 Kilometer Staub, Fels, Hitze und Dürre. Mit Schlittenhunden durch Alaska: 6 000 Kilometer Gletscher, Schnee und Tundra. Mit dem VW-Bus durch Afrika: 66 000 Kilometer Schlamm und Sand, Moskitos und Schlangen, Dschungel und Wüste. Ganz zu schweigen von Südamerika, von Indonesien und Nepal, Japan, den Philippinen ... Die (Zwischen-) Bilanz eines abenteuerlichen Lebens.

Ein Buch wie eine Spirale. Erst langsam und ausführlich, dann immer schneller. Zur zweiten Weltreise fast wie im Zeitraffer.

— arosa74

Von den Erlebnissen aus zwei Reisen um die Welt.

— Jacynthe
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  • "Weltreise" von Dieter Kreutzkamp

    Weltreise

    Jacynthe

    31. May 2014 um 15:58

    Inhalt Dieter Kreutzkamp, ein bekannter Autor, der schon viele Reisebücher veröffentlicht hat, erzählt in "Weltreise - 4300 Tage unterwegs auf fünf Kontinenten" von den beiden Weltreisen, die er mit seiner Frau Juliana und später auch mit seiner Tochter Bettina unternommen hat. Meine Meinung Puh, das war eine schwere Geburt! Zum Großteil lag es natürlich an meinen Prüfungen, dass sich das Lesen dieses Buches ein wenig in die Länge gezogen hat. Vielleicht kommt auch daher mein etwas nüchternes Urteil über dieses Buch.  Dieter Kreutzkamp, ein bekannter Autor, der schon viele Reisebücher veröffentlicht hat, erzählt in "Weltreise - 4300 Tage unterwegs auf fünf Kontinenten" von den beiden Weltreisen, die er mit seiner Frau Juliana und später auch mit seiner Tochter Bettina unternommen hat. Mir - und auch ihm selbst, wie er oft erwähnt - ist klar, dass man solche Erlebnisse nicht in ein kleines Buch packen kann. Auch, dass man immer nur die subjektiven Aspekte zu sehen bekommt, verstehe ich. Kreutzkamp selbst schreibt: "Ein Reisebuchautor kann nicht anders, als seine ganz persönliche Sicht der Dinge zu vermitteln. Er uss Schwerpunkte setzen, manche Episoden fortlassen, andere vertiefen. Sein eigenes Bild zeichnen. Darstellen, wie er die Welt sah." (S.214) Anfangs haben mich die Reiseberichte auch sehr begeistert und mitgerissen, doch der Schwerpunkt, der gegen Ende gesetzt wurde, war für mich weniger interessant. Hinzu kommt, dass die Berichte sehr veraltet sind. Die Kreutzkamps sind in den 70er Jahren zu ihrer ersten Weltreise aufgebrochen - vieles hat sich seither geändert, zum Beispiel was Ländergrenzen oder Lebensverhältnisse angeht. Das Buch ist daher nicht für aktuelle Reiseplanungen geeignet. Das war auch sicherlich nicht das Ziel, aber irgendwie war ich doch ein wenig enttäuscht, als mir das klar wurde. Desweiteren werden so viele Namen, Orte, Flüsse und Berge erwähnt dass ich glaube, dass man nicht durchblicken kann, wenn man diese Orte noch nie besucht hat. Mal gab es wieder einen riesigen Zeitsprung, dann wurde wieder bis ins kleinste Detail beschrieben. Gespickt ist das ganze mit Zitaten aus Zeitungsreportagen über die Familie, mit Tagebucheinträgen, Briefen an Freunde und Verwandte und an Briefe, die sich Dieter und Juliana schreiben, wenn sie mal nicht gemeinsam reisen. Mir persönlich gefällt Dieters Briefschreibstil überhaupt nicht, es klingt immer so hochgestochen und konstruiert. Der Schreibstil des Buches ist ganz anders, flüssiger. Ich fand es interessant zu lesen, wie sich die Reise immer mehr von Planungen verabschiedete und wie sich die Kreutzkamps mal hierhin, mal dorthin treiben ließen. Sie sind auf vielfältige Art und Weise unterwegs gewesen, am beliebtesten waren VW-Bullis, aber auch Fahrrad, Motorrad oder Pferdewagen waren dabei. Kreutzkamp beschönigt nichts, beschreibt durchaus auch die Schattenseiten und die finanziellen Engpässe und wie die Umstände ihn und seine Frau zusammengeschweißt haben. Hervorgehoben werden auch die vielfältigen wertvollen Begegnungen, die die beiden auf ihrer Reise gemacht haben. Gut hat mir auch gefallen, wie Kreutzkamp seinen inneren Zwispalt beschreibt, den er nach 7 Reisejahren empfand, als sie wieder in Deutschland waren. Während seine Frau sich freute, endlich sesshaft zu werden, war er im Kopf wieder unterwegs. Ich kann seine Gedanken zwar gut verstehen, es ist sicher nicht leicht, sich nach so viel Freiheit wieder in einen "normalen" Alltag einzuordnen. Dennoch begann mir Kreutzkamp von da an unsympatisch zu werden. Immer häufiger bricht er alleine auf und das nicht selten zu gefährlichen Touren. Als sich ihre zweite Weltreise dem Ende nähert, weil Tochter Bettina eingeschult werden soll, lässt er Mutter und Tochter kurzerhand alleine nach Hause reisen. "Ich fragte Juliana, ob es ihr sehr wichtig sei, dass ich Bettina die Zuckertüte zur Einschulung überreichte." "Nein, nicht unbedingt.", entgegnete sie." (S.364) Ähm, hallo, vielleicht wäre es dem Mädchen wichtig gewesen?? Aber nein, Kreutzkamp erlebte während der nächsten sechs Monate viele Abenteuer zwischen Südpazifik und Namibia, während seine Tochter in Deutschland eingeschult wird und ein wichtiger Lebensabschnitt für sie beginnt. *räusper* Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch spannende, interessante und humorvolle Passagen enthält, die zu eigenen Abenteuern einladen, insgesamt ist es aber zu viel Stoff für ein Buch. Kreutzkamp hat viele einzelne Bände zu den jeweiligen Abenteuern veröffentlicht, was ich für sinnvoller halte. Kanureisen in Kanada, Blockhaushütten bei -50 Grad in Alaska und Husky-Trails interessieren mich momentan nicht besonders, aber vielleicht wage ich mich bei Gelegenheit mal an eines seiner Bücher über wärmere Gefilde.  Ich vergebe 2 von 5 Wolken - ich denke, man ist mit den Einzelbüchern von Kreutzkamp besser beraten.

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