Dieter Spethmann

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Dieter SpethmannDeutschland - Die Dritte Industrielle Revolution
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Deutschland - Die Dritte Industrielle Revolution
Dieter SpethmannGemeinsames Geld ist gemeinsames Schicksal
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Gemeinsames Geld ist gemeinsames Schicksal
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Erschienen am 04.10.2010
Dieter SpethmannDer Euro plündert Deutschland
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Der Euro plündert Deutschland
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Erschienen am 29.07.2011
Dieter SpethmannZeitbombe Staatsverschuldung
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Zeitbombe Staatsverschuldung
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Erschienen am 08.06.2012
Dieter SpethmannIm Namen des Euro arbeitslos
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Im Namen des Euro arbeitslos
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Erschienen am 01.12.2012

Neue Rezensionen zu Dieter Spethmann

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Rezension zu "Zeitbombe Staatsverschuldung" von Dieter Spethmann

Rezension zu "Zeitbombe Staatsverschuldung" von Dieter Spethmann
Admiralvor 6 Jahren

Einleitung
Der ehemalige Vorstandschef Thyssens formuliert hier kurz (50 Seiten ! ) und prägnant die Gefahr aus, die von der derzeitigen Staatsverschuldung ausgeht

Zusammenfassung
.Zunächst skizziert Spethmann die Geschichte der Staatsverschuldung Deutschlands, die seit dem Wiederaufbau Deutschlands recht stetig, aber zunächst noch passend zur Wirtschaft wuchs. Erst in der 70ern "explodierten" die Schulden unverhältnismäßig und ein weiterer rasanter Anstieg begründete sich im Aufbau Ost, der sehr popularistisch von der damaligen Regierung verwaltet und durch Kredite finanziert wurde: "Verantwortlich für diese Fehlentscheidungen war Kanzler Kohl."
Ziemlich nüchtern stellt er desweiteren fest, dass seit der Jahrtausendwende die Schulden mit noch größeren Schritten ansteigt und dennoch kaum ernsthafte Haushaltskonsolidierungen erkennbar wären. Als einen Hauptgrund der massiven Verschuldung sieht er den großen Betrag, der an Beamte bezahlt wird (in Form von Pensionen), womit er vermutlich indirekt fordert, dass der Staatsapparat verkleinert werden soll.
Nachfolgend listet er mehrere Punkte und Kostenfaktoren auf, die unnötig sind und den Staat nur allzu viel Geld abnehmen. Vo Gewerkschaften durchgesetzte Gehaltssteigerungen, Zuschüsse zur Rentenversicherung, Energiewende (z.B. Solarsubventionen), europäische Rettungssysteme (ESM) und zu niedrige Zinsen.
Als drastische Folgen dieser weiterhin wuchernden Staatsverschuldung sieht er fatale Folgen, wie Investitionseinbrüche, weitere Auslöschung unserer deutschen Ersparnisse (seit 2002 bereits um 2/3 gesunken), notwendige Verbesserungen und Zahlungen (für die Infrastruktur, Bildung, Kultur etc) werden vermindert oder gar eingestellt und die Verunsicherung von Konsumenten.
Maßnahmen gegen diese Entwicklungen wären eine Überarbeitung des Euro-Systems. Beispielsweise zu einem sogenannten "Nordeuro" für wirtschaftlich-standfestere Staaten Europas, ein Zurückschneiden des Finanzsektors, der schon lange nicht mehr der Realwirtschaft dient, wie er es eigentlich soll und wozu es ihn eigentlich gibt und besonders eine Volksabstimmung über dne Euro, also eine verstärkte Bürgerbeteiligung einzufordern.

Fazit
Selten hat mich ein derartiges (kurzes) Buch so entzweigerissen.
Ich schwankte regelmäßig, zwischen lautstarker Empörung gegen und einer vorbehaltlosen Zustimmung für seine Aussagen.
Manche seiner Aussagen stützten meine Meinungen über politische Begebenheiten und Gefahren dermaßen, dass ich beinahe in grimmiges, heftiges Nicken ausbrach. Die Schuld am Debakel der Ostintegration Kohl zuzuweisen udn das auch noch in dieser schön pointierten Form, sah ich bisher eher selten in der zeitgenössischen Literatur. Ebenfalls sehe ich, wie Spethmann, die politische Machtlosigkeit unserer Regierungen, weil ihnen nachhaltige, sinnvolle Entscheidungen gegen den Strich gehen. Fast alle Politiker sind auf kurzfristige, popularistische Erfolge aus, selbst wenn sie langfrsitig sogar schädlich sind. Auch sein Urteil "der Hauptgrund für das rasante Anwachsen der Staatsverschuldung ist jedoch der Zinseszinseffekt" ist wunderbar richtig und kritisch ! Wenige wagen dies so auf dne Punkt zu bringen. Und noch viel mehr !

Doch es gab auch Punkte und Aussagen, die mich zum enttäuschten und entsetzten Kopfschütteln brachten. Er scheint völlig außen vor zu lassen, dass die Idee des Schuldenmachens prinzipiell sehr sinnvoll ist. Manche Investitionen zeigen erst in der Zukunft ihre Wirkung oder wirken über mehrere Generationen, wodurch auch kommenden Menschen durchaus zugemutet werden kann, Heutiges (Infrastrukturverbeserungen, Schulbauten etc) mitzubezahlen. Besonders geschockt war ich bei seinem sehr langen Rumhacken auf der Energiewende. Ein derart vernünftiges, nachhaltiges und naturkonformes Vorhaben so schlechtzureden ist mir absolut schleierhaft. Es mag sein, dass dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht oder falsche Schwerpunkte gesetzt werden, aber alles über einen Kamm geschert zu verteufeln ist unverantwortlich. Was mir auch sauer aufstößt ist die nicht Erwähnung des ledenswichtigen Binnenmarktes. Erst ein gut funktionierender Binnenmarkt garantiert Wohlstand, steigenden Reichtum, hohe Steuereinnahmen und eine vernunftsbegabte Gemeinschaft. Kommt hier deutlich zu kurz. Und auch die Idee eines Nordeuros halte ich zwar nicht für grundfalsch, aber um letzten Punkt zu erreichen (funktionierender Binnenmarkt) wäre eine vorläufige Rückkehr zur DM sinnvoller. Um ANSCHLIEßEND den Prozess der europäischen Bindungen zu wiederholen. Und diesmal richtig. Erst politisch, dann finanziell. Und vielleicht erst mit Frankreich, das mit uns gemeinsam den (besonders wirtschaftlichen) Kern Europas bildet.

PS
Nur bedingt empfehlenswertes Buch. Es ist zwar sehr lesenswert und Spethmann gibt hier sehr interessante Denkansätze, aber der Leser benötigt auf jeden Fall eine intakte und ausgeprägte Kririkfähigkeit.

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Rezension zu "Zeitbombe Staatsverschuldung" von Dieter Spethmann

Rezension zu "Zeitbombe Staatsverschuldung: Keine Euro-Bonds und kein ESM" von Dieter Spethmann
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Wider das Flickwerk der Politik

Spethmann bleibt sich treu, keine Frage. Und er kann dies mit durchaus innerer Autorität auch in diesem schmalen Band ohne weiteres tun. Denn er war einer derer (wenigen), die schon vor der Einführung des Euro und vor aktuellen Krisen auf die Schwachpunkte der Konstruktion hingewiesen hat und fast prophetisch sämtliche Verwerfungen bereits vor einem Jahrzehnt benannt hat, die nun nach und nach eingetreten sind.

Im Ton und im Inhalt wird deutlich, wie Spethmann auch nun und gegenwärtig darunter leidet, dass die gleiche Haltung wie damals und die gleiche fehlerbehaftete Handlungsweise weiterhin und immer noch und schon wieder die Handlungen bestimmen. Hin zu mehr Verschuldung, mehr Transfer, mehr Ausgleich.

Im Gegensatz zu vielen anderen kritischen Stimmen aber, und das ist der eigentliche Gewinn dieses Buches, setzt Spethmann Alternativen (und nicht nur eine).

Ein Kerneuro, eine Rückkehr zu nationalen Währungen, ein gezielter Ausstieg einzelner Euro-Teilnehmer, alle Varianten legt er in knappen Worten vor und erläutert einsichtig, dass der vielbeschriebene (und beschriene) Gau, der „Untergang des Abendlandes“ und das Drohen eines neuen Mittelalters bei weitem nicht zu erwarten sind, wenn die Euro Konstruktion verändert wird (selbst, wenn diese Veränderung grundlegender Natur wäre). Es ist doch interessant, alle Polemik mal weg zu lassen und einfach zu schauen, wie es Ländern in Europa geht, die aktuell keinen Euro haben oder wie Deutschland da stand, als es noch keinen Euro hatte. Ebenso interessant, in Ruhe Ausstiegsszenarien nachzulesen und zu spüren, dass dies alles nicht der Untergang der bekannten Welt sein müsste.

Wohl aber eben auch noch einmal deutlich argumentativ nach zu vollziehen, dass ein „weiter so“, ein Verschulden bis zur Oberkante des Halses und ein Hineinziehen auch Deutschlands in diesen Strudel letztlich für ganz Europa viel zerstörerischer wirken wird, als alle Notbremsen.

Schon Watzlawick hat (aus ganz anderer Richtung) offengelegt, wie Menschen dazu neigen, in vertrauten Strategien zu bleiben, auch wenn diese nachweislich „es nicht tun“. Wie Menschen individuell, aber dann eben auch als Gruppe, ein „Mehr vom Gleichen“ ständig verfolgen, wenn bis dato kein durchbrechender Erfolg vorhanden war. Ohne zu bedenken, dass nicht ein „Mehr“ an falscher Strategie die Probleme löst, nur weil die Strategie gewohnt und bekannt ist, sondern genau dieses „Mehr“ die Situation noch verfahrener gestalten wird („Anleitung zum Unglücklichsein“).

Wahrscheinlich wird auch dieser Ruf Spethmanns im politischen Getriebe verhallen oder zerrieben werden, zu wünschen wäre aber, dass politische Gestalter den Mut aufbrächten, sich seine Argumente in Ruhe anzulesen und dementsprechend ihr Handeln zu überprüfen.

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Rezension zu "Der Euro plündert Deutschland" von Dieter Spethmann

Rezension zu "Der Euro plündert Deutschland" von Dieter Spethmann
michael_lehmann-papevor 7 Jahren

Erfüllte Prophezeiung

Das Spethmann nun einer wäre, der sich neu in den Reigen der Euro Skeptiker einreiht, das kann man beileibe nicht behaupten. Eher war er einer der damaligen „Propheten in der Wüste“, der jene Komplikationen und Risiken fast minutiös vorhergesagt hat, die nun aktuell (ganz) Europa an den Rand der Pleite bringen.

Der ehemalige Thyssen Vorstand hat genau diese Gefahr in genau diesem Zusammenhang, der nun für Wankungen und Schwankungen sorgt im Blick auf die Schaffung der gemeinsamen Währung bereits im Jahre 2003 gesehen und postuliert. Der Verzicht einer Konvergenz unter den beteiligten Volkswirtschaften und der fehlenden Mut zu einer Bundesstaatlichkeit der Euro Zone, dieses nahm er damals zum Anlass, seine Befürchtungen zu veröffentlichen. Aus heutiger Sicht eine zutreffende Voraussage, die damals (wie auch heute) in manchen Teilen der Verantwortlichen nicht sonderlich gern (wenn überhaupt) gehört werden wollen („Halt die Fresse“ durfte sich jüngst der Skeptiker Bosbach vom Minister Profalla sagen lassen).

Somit kann man sagen, dass die „Architekten“ des Euro letztlich die Gefahr übersehen (oder, schlimmer, sehend eingegangen sind), dass Jahrzehnte des Vermögensaufbaus und der soliden Wirtschaftlichkeit gerade Deutschlands nun „zum Fraß vorgeworfen wird“. Wer auch immer da am Trog stehen mag von unsolide wirtschaftenden Ländern, von Korruption bis zu Finanzhaien. Durch die Anfangsfehler des Euro stehen nun die Zeichen auf Gefahr und ein rechtes Gegenmittel will und will nicht gefunden werden.

Weil eben, folgt man Spethmann in seinen Überlegungen, das „Kernproblem nicht gelöst ist“. Das Problem, dass die Wirtschaftsleistungen und Wirtschaftskraft sich eben einander nicht annähern, sondern seit Jahr und tag weiter auseinanderdriften. Und währungstechnisch darauf nicht reagiert werden kann. Diese Unterschiede in der Wirtschaftskraft sind Ursache der aktuellen Krise, die nicht von heute auf morgen kam (auch wenn es manchmal so schienen mag), sondern von Beginn des Euro an Fahrt aufgenommen hat, bis es eben vor die Wand lief. Mit einem gravierenden Problem gerade für Deutschland. Denn aufgrund der Bindung von hunderten Milliarden Euro zur Stützung des Euro Raumes und der Banken (die selbstredend bisher immer auf der Gewinnerseite standen) fehlen notwendige Mittel für die deutsche Realwirtschaft (bei den Straßen und der weiteren Infrastruktur mal angefangen). Nichts anderes steht zu befürchten, als dass eine negative Angleichung der Euro Länder in dem Sinne nun durchaus noch stattfinden kann, dass am Ende der Entwicklung alle Euro Länder bis zur Zahlungsunfähigkeit getrieben werden.

Für Spethmann ist Fakt: „Das Euro Experiment ist gescheitert, und je länger daran herumgeflickt wird, umso schlimmer wird es“.

In seinem schmalen Buch von gerade einmal 45 Seiten legt er keine großen Rettungspläne mehr vor, sondern legt den Finger auf die von Beginn an geschlagene Wunde des Euros, die mangels frühzeitiger Behandlung nun wohl nicht mehr zu heilen sein wird. Dies in Verbindung mit der Bobachtung, dass der Finanzsektor gegen den Trend der Realwirtschaft überproportional gewachsen ist und enorme Gewinne allein aufgrund des Versagens der staatlichen Aufsicht eingefahren wurden (Profite, die durch die Realwirtschaft bei weitem und schon lange nicht mehr gedeckt werden), macht jedem Leser logisch und nachvollziehbar deutlich, dass es fünf nach zwölf ist und nur ein radikaler und harter Schnitt die europäischen Staaten vor der Erfahrung bewahren kann, dass man Geld tatsächlich nicht essen kann.

Spethmann legt ein schonungsloses und wichtiges Buch (quasi noch einmal!) vor, dass auch dem letzten Illusionisten die Augen über die existentiellen Probleme öffnet, die durch die deregulierten und unkontrollierten Finanztransaktionen (deren Gewinne auch noch wie zum Hohn durch Steuergelder abgesichert werden) über Jahrzehnte hinweg halbwegs solide Strukturen zerstört werden. Es sei zu wünsche, dass jeder verantwortliche Politiker dieses Buch leist (am Besten im Stillen, damit er nicht sofort wieder mit einem „Halt die Fresse“ widersprechen muss, um „das Volk“ nicht zu beunruhigen). Schön wäre es ja, wenn die Verantwortlichen auf das Wohlergehen der Staatengemeinschaft mehr achten würden, als auf die Zufriedenheit (und die Boni) der Finanzwirtschaft. Und hier spricht keiner, den man als „linken Spinner“, „Abweichler“ oder „Profilneurotiker“ abtun könnte.

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