Dieter Spethmann Der Euro plündert Deutschland

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Inhaltsangabe zu „Der Euro plündert Deutschland“ von Dieter Spethmann

Dieter Spethmann, der ehemalige Thyssenchef, Experte in Währungsfragen, Gegner des Euro, aber Freund der Europäischen Integration, fasst pointiert und leicht verständlich die krisenhaften Ereignisse der vergangenen Monate rund um den Euro zusammen. Ergebnis seiner Gesamtschau: Wir brauchen dringend eine Reform des Euro - nicht nur zum Wohle Deutschlands, sondern auch zum Wohle der Krisenstaaten der EU.

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  • Rezension zu "Der Euro plündert Deutschland" von Dieter Spethmann

    Der Euro plündert Deutschland

    michael_lehmann-pape

    11. October 2011 um 13:41

    Erfüllte Prophezeiung Das Spethmann nun einer wäre, der sich neu in den Reigen der Euro Skeptiker einreiht, das kann man beileibe nicht behaupten. Eher war er einer der damaligen „Propheten in der Wüste“, der jene Komplikationen und Risiken fast minutiös vorhergesagt hat, die nun aktuell (ganz) Europa an den Rand der Pleite bringen. Der ehemalige Thyssen Vorstand hat genau diese Gefahr in genau diesem Zusammenhang, der nun für Wankungen und Schwankungen sorgt im Blick auf die Schaffung der gemeinsamen Währung bereits im Jahre 2003 gesehen und postuliert. Der Verzicht einer Konvergenz unter den beteiligten Volkswirtschaften und der fehlenden Mut zu einer Bundesstaatlichkeit der Euro Zone, dieses nahm er damals zum Anlass, seine Befürchtungen zu veröffentlichen. Aus heutiger Sicht eine zutreffende Voraussage, die damals (wie auch heute) in manchen Teilen der Verantwortlichen nicht sonderlich gern (wenn überhaupt) gehört werden wollen („Halt die Fresse“ durfte sich jüngst der Skeptiker Bosbach vom Minister Profalla sagen lassen). Somit kann man sagen, dass die „Architekten“ des Euro letztlich die Gefahr übersehen (oder, schlimmer, sehend eingegangen sind), dass Jahrzehnte des Vermögensaufbaus und der soliden Wirtschaftlichkeit gerade Deutschlands nun „zum Fraß vorgeworfen wird“. Wer auch immer da am Trog stehen mag von unsolide wirtschaftenden Ländern, von Korruption bis zu Finanzhaien. Durch die Anfangsfehler des Euro stehen nun die Zeichen auf Gefahr und ein rechtes Gegenmittel will und will nicht gefunden werden. Weil eben, folgt man Spethmann in seinen Überlegungen, das „Kernproblem nicht gelöst ist“. Das Problem, dass die Wirtschaftsleistungen und Wirtschaftskraft sich eben einander nicht annähern, sondern seit Jahr und tag weiter auseinanderdriften. Und währungstechnisch darauf nicht reagiert werden kann. Diese Unterschiede in der Wirtschaftskraft sind Ursache der aktuellen Krise, die nicht von heute auf morgen kam (auch wenn es manchmal so schienen mag), sondern von Beginn des Euro an Fahrt aufgenommen hat, bis es eben vor die Wand lief. Mit einem gravierenden Problem gerade für Deutschland. Denn aufgrund der Bindung von hunderten Milliarden Euro zur Stützung des Euro Raumes und der Banken (die selbstredend bisher immer auf der Gewinnerseite standen) fehlen notwendige Mittel für die deutsche Realwirtschaft (bei den Straßen und der weiteren Infrastruktur mal angefangen). Nichts anderes steht zu befürchten, als dass eine negative Angleichung der Euro Länder in dem Sinne nun durchaus noch stattfinden kann, dass am Ende der Entwicklung alle Euro Länder bis zur Zahlungsunfähigkeit getrieben werden. Für Spethmann ist Fakt: „Das Euro Experiment ist gescheitert, und je länger daran herumgeflickt wird, umso schlimmer wird es“. In seinem schmalen Buch von gerade einmal 45 Seiten legt er keine großen Rettungspläne mehr vor, sondern legt den Finger auf die von Beginn an geschlagene Wunde des Euros, die mangels frühzeitiger Behandlung nun wohl nicht mehr zu heilen sein wird. Dies in Verbindung mit der Bobachtung, dass der Finanzsektor gegen den Trend der Realwirtschaft überproportional gewachsen ist und enorme Gewinne allein aufgrund des Versagens der staatlichen Aufsicht eingefahren wurden (Profite, die durch die Realwirtschaft bei weitem und schon lange nicht mehr gedeckt werden), macht jedem Leser logisch und nachvollziehbar deutlich, dass es fünf nach zwölf ist und nur ein radikaler und harter Schnitt die europäischen Staaten vor der Erfahrung bewahren kann, dass man Geld tatsächlich nicht essen kann. Spethmann legt ein schonungsloses und wichtiges Buch (quasi noch einmal!) vor, dass auch dem letzten Illusionisten die Augen über die existentiellen Probleme öffnet, die durch die deregulierten und unkontrollierten Finanztransaktionen (deren Gewinne auch noch wie zum Hohn durch Steuergelder abgesichert werden) über Jahrzehnte hinweg halbwegs solide Strukturen zerstört werden. Es sei zu wünsche, dass jeder verantwortliche Politiker dieses Buch leist (am Besten im Stillen, damit er nicht sofort wieder mit einem „Halt die Fresse“ widersprechen muss, um „das Volk“ nicht zu beunruhigen). Schön wäre es ja, wenn die Verantwortlichen auf das Wohlergehen der Staatengemeinschaft mehr achten würden, als auf die Zufriedenheit (und die Boni) der Finanzwirtschaft. Und hier spricht keiner, den man als „linken Spinner“, „Abweichler“ oder „Profilneurotiker“ abtun könnte.

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