Dieter Thomä

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Dieter ThomäHeidegger-Handbuch
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Heidegger-Handbuch
Heidegger-Handbuch
 (1)
Erschienen am 15.07.2013
Dieter ThomäDer Einfall des Lebens - Theorie als geheime Autobiographie
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Der Einfall des Lebens - Theorie als geheime Autobiographie
Dieter ThomäVaterlosigkeit
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Vaterlosigkeit
Vaterlosigkeit
 (1)
Erschienen am 02.12.2009
Dieter ThomäVom Glück in der Moderne
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Vom Glück in der Moderne
Vom Glück in der Moderne
 (1)
Erschienen am 16.08.2007
Dieter ThomäDie Zeit des Selbst und die Zeit danach
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Die Zeit des Selbst und die Zeit danach
Die Zeit des Selbst und die Zeit danach
 (1)
Erschienen am 17.05.1990
Dieter ThomäPuer robustus: Eine Philosophie des Störenfrieds
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Puer robustus: Eine Philosophie des Störenfrieds
Dieter ThomäUnter Amerikanern
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Unter Amerikanern
Unter Amerikanern
 (0)
Erschienen am 04.05.2001
Dieter ThomäAnalytische Philosophie der Liebe
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Analytische Philosophie der Liebe
Analytische Philosophie der Liebe
 (0)
Erschienen am 01.07.2000

Neue Rezensionen zu Dieter Thomä

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M

Rezension zu "Heidegger-Handbuch" von Dieter Thomä

Leben – Werk und Wirkung in umfassender Darstellung
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

 

„Einer der Autoren hat die Arbeit an diesem Buch ---- mit einem Kreisspiel verglichen....... Jemand malt den Kopf eines Menschen, faltet dann das Papier  ....... und dieser gibt das Blatt an seinen Nachbarn, dieser malt den Hals des Menschen, faltet wieder um ... und so fort, bis der Mensch fertig gemalt ist“.

 

Dieses anschauliche Beispiel trifft die Herangehensweise dieses Buches sehr gut. Differenziert und je aus eigener Perspektive wenden sich die verschiedenen Beiträge der Autoren im Buch den vielfachen Facetten Heideggers zu. Mit einem gravierenden Unterschied zum „Kreisspiel“. Während dort meist eine zum lachen anreizende Verzerrung der fertigen, gemalten Figur letztlich vor Augen steht, versteht es dieses Handbuch durchaus, die einzelnen Elemente nahtlos aneinander anzupassen. Den Lebensweg Heideggers, in ausführlicher Weise seine Gedanken und Werke und zu guter letzt auch die Rezeption und den Einfluss Heideggers zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.

 

Insofern ist das  Buch als ein Ganzes zu sehen und zu lesen, bietet aber, dem Begriff „Handbuch“ gemäß, ebenso dem Leser die Möglichkeit, gezielt zu einzelnen Themen oder Gedankenreihen Heideggers sich einzulesen und diese zu vertiefen.

 

In der Struktur bietet der erste Teil des Buches eine chronologische Darstellung von Heideggers Werk und berücksichtigt dabei in guter Form die spezielle Arbeitsweise Heideggers, der im überwiegenden Teil seine Gedanken in Vorlesungen und einzelnen Aufsätzen und zudem über lange Zeiträume hinweg entwickelt hat. Das Handbuch bietet demzufolge ebenfalls verschiedene Darstellungsweisen. Nehmen viele Beiträge konkrete Bezug auf ein einzelnes Werk, eine Abhandlung, eine Vorlesung, stehen daneben auch Beiträge im Buch, die sich mit Textgruppen befassen, mithin einen bestimmten Entwicklungsschritt Heideggers über die Zeiten hinweg verfolgen. So bietet dieser erste Teil auch einen Blick der Übersicht auf die Entwicklung Heideggers als Momentaufnahmen und in Zusammenhängen.

 

Der zweite Teil des Buche stellt im Folgenden zentrale Begriff Heideggers („Sein“, „Welt“, „Wahrheit“, „Kunst“, Ereignis“ u.a.) heraus und erläutert diese in zugänglicher Form.

 

Im dritten Teil des Handbuches steht die Rezeption, der Kontext und die Wirkung Heideggers im Mittelpunkt der Darstellung mit einem Schwerpunkt auf jene Denker, die direkt oder indirekt von Heidegger beeinflusst wurden (Heidegger hatte einen beachtlichen Schülerkreis). Im besonderen achtet das Buch darauf, jene Schüler hervorzuheben, die al „eigenständige Entwickler“, initiiert durch Gedanken Heideggers, gelten können.

 

Erst im vierten, abschließenden Teil des Buches findet sich die Biographie Heideggers. Was in dieser Reihenfolge Sinn macht, denn gerade nach der gründlichen Vorarbeit zum Denken Heideggers und zur Aufnahme dieses Denkens im breiteren Rahmen findet sich das nötige Verständnis, in den Darstellungen zum Lebenslauf die Wechselwirkungen zur Zeit zu erkennen und die vielfachen Kommentare Heideggers zur je aktuellen Zeitlage sachgemäß einordnen zu können. „Eine politische und private Berg- und Talfahrt“ (gerade im kritischen Blick auf Heideggers Rolle im dritten Reich und sein persönliches Ergehen nach Ende des Krieges), so konzentriert sich der Blick auf das Leben Heideggers in diesem vierten Teil des Handbuches heraus.

 

Im Gesamten bietet das Handbuch eine fundierte, sehr breite und sehr differenzierte Darstellung von Leben, Werk und Wirkung jenes Philosophen, der wie kaum ein anderer Schüler und Denker seiner Zeit beeinflusst hat, weit über seine eigene Person und sein Leben hinaus. So, wie „das Denken Sartres oder Foucoults ohne Heidegger „nicht denkbar“ gewesen wäre“, so finden sich teils übermächtige Spuren vielfach im Werk anderer Denker und ziehen eine breite Spur nicht nur in der deutschen Philosophie vor und nach dem zweiten Weltkrieg.

 

In welchen Zusammenhängen und Assoziationen ein solcher „philosophischer Brocken“ steht, dies herauszufiltern, dazu dient dieses Handbuch in bester Weise.

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Rezension zu "Väter" von Dieter Thomä

Rezension zu "Väter" von Dieter Thomä
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Hätten Sie gedacht, dass die Ermordung des Königs während der Französischen Revolution etwas zu tun hat mit der seit längerem aktuellen Debatte um die "neuen Väter", die fehlenden Väter, die zu starken oder die zu schwachen, je nachdem, wer da spricht und analysiert ?

Der in St. Gallen lehrende Philosoph Dieter Thomä hat wohl auch aus eigener Betroffenheit ein wunderbares kulturhistorisches Buch geschrieben, eine "Heldengeschichte" die er all denjenigen gewidmet hat, "die wissen, das sie gemeint sind."

Der Rezensent, spät gewordener Vater eines mittlerweile fünfjährigen Sohns jedenfalls fühlte sich angesprochen bei der Lektüre dieses Buches und nicht nur hervorragend unterhalten, sondern auch vielfältig herausgefordert und in Frage gestellt. Und ich habe eine Menge beim Lesen gelernt, nicht zuletzt, dass es sinnvoll ist, als Vater seine eigene Rolle sehr pragmatisch anzugehen, sich von der ganzen Debatte um die schlechten oder guten Väter nicht dermaßen verunsichern zu lassen, dass man gar nicht mehr handlungsfähig ist. Denn seit jener am Anfang erwähnten Tat, der sich später dann durch den "Tod Gottes" (Nietzsche) noch ein Vatermord der transzendenten Kategorie anschloss, hat sich eine schmerzliche Lücke ergeben, die die heutigen willigen Männer nur mühsam füllen können. Sich dabei klar zu machen, dass man sich dabei auch aus Schlachten heraushalten kann, dien schon der eigene Großvater und Vater geschlagen haben, kann für die Männer eine große Entlastung sein.

Ich kann das Buch allen betroffenen Vätern, aber auch ihren Frauen nur empfehlen. Es vermittelt Dir in Deiner Situation, die Du wahrscheinlich als sehr vereinzelt empfindest, einen historischen Überblick, eine Einordnung und einen Sinnzusammenhang. Das , was Du da tust und auch lässt in Deiner Vaterrolle, das hat alles einen Sinn, es lohnt sich, darüber zu reflektieren, ohne sich gleich freiwillig klein zu machen.
Sei ein Mann, der seine Vaterrolle aktiv annimmt und sich nicht lediglich an dem orientiert, was er glaubt, dass Deine Frau oder wer auch immer von Dir erwartet. Lebe pragmatisch und im Eingeständnis Deiner Grenzen Dein Vatersein, auch als liebevoller und zugleich männlicher Partner Deiner Frau. Deine Kinder, Deine Töchter und Söhne werden es Dir danken, auch wenn Sie es Dir vielleicht nie so sagen werden. Aber Sie werden später ihre eigene Rolle als Vater oder Mutter besser und glücklicher leben können, ja sich überhaupt erst zu ihr trauen, weil sie einen Vater gehabt haben, der dazu stand mit allen seinen Stärken und Schwächen.

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