Dieter Thomä Heidegger-Handbuch

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Inhaltsangabe zu „Heidegger-Handbuch“ von Dieter Thomä

Martin Heidegger gilt neben Wittgenstein als der bedeutendste Philosoph des 20. Jahrhunderts. Durch seine Einlassungen mit dem Nationalsozialismus ist er allerdings sehr umstritten. - Dieses Handbuch versucht, die Gründe für die anhaltende Faszination durch Heideggers Werk nachzuverfolgen. Es stellt die zentralen Werke und Werkgruppen vor und erklärt die Schlüsselbegriffe, die sich durch meh-rere Werke ziehen. Ein umfangreicher Teil verfolgt die Wirkung, die Heidegger auf Zeitgenossen und Schüler etc. hatte (wie etwa Jaspers, Hannah Arendt, Blumenberg, Sartre, Hans Jonas, Foucault und Habermas) und beschreibt den Einfluss von Heideggers Denken auf philosophische Richtungen (wie Anthropologie, Pragmatismus, Dekonstruktion), andere Disziplinen (wie Technikgeschichte, Psychi-atrie, Theologie, Literaturwissenschaft) sowie auch seinen Einfluss auf die Künste. Eine umfangrei-che Chronik zu Leben und Werk schließt den Band ab.
Für die zweite Auflage wurde das Handbuch insgesamt gründlich überarbeitet, aktualisiert und um neue Themen erweitert. Rund 15 Kapitel wurden ergänzt: Sie widmen sich z.B. den Schüsselbegriffen Kunst, Mitsein, Sprache und Seinsgeschichte und dem Werk "Die Frage nach der Technik"; sie be-schreiben die Rezeption durch Oskar Becker und Franz Rosenzweig sowie durch die neue politische Philosophie (von Agamben bis Žižek); weitere neue Kapitel gelten der Rezeption in Musik, Kunst, Film und neuen Medien.

Verkaufsargumente
- Als umfassendes Überblickswerk über Leben, Werk und Wirkung Heideggers konkurrenzlos.
- Eingeführtes Standardwerk in stark erweiterter Neuauflage.
- Heidegger ist der einflussreichste deutsche Philosoph des 20. Jahrhunderts
- Etliche philosophische Strömungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beruhen auf seinen Werken.

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    Heidegger-Handbuch

    michael_lehmann-pape

    06. August 2013 um 13:11

      „Einer der Autoren hat die Arbeit an diesem Buch ---- mit einem Kreisspiel verglichen....... Jemand malt den Kopf eines Menschen, faltet dann das Papier  ....... und dieser gibt das Blatt an seinen Nachbarn, dieser malt den Hals des Menschen, faltet wieder um ... und so fort, bis der Mensch fertig gemalt ist“.   Dieses anschauliche Beispiel trifft die Herangehensweise dieses Buches sehr gut. Differenziert und je aus eigener Perspektive wenden sich die verschiedenen Beiträge der Autoren im Buch den vielfachen Facetten Heideggers zu. Mit einem gravierenden Unterschied zum „Kreisspiel“. Während dort meist eine zum lachen anreizende Verzerrung der fertigen, gemalten Figur letztlich vor Augen steht, versteht es dieses Handbuch durchaus, die einzelnen Elemente nahtlos aneinander anzupassen. Den Lebensweg Heideggers, in ausführlicher Weise seine Gedanken und Werke und zu guter letzt auch die Rezeption und den Einfluss Heideggers zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.   Insofern ist das  Buch als ein Ganzes zu sehen und zu lesen, bietet aber, dem Begriff „Handbuch“ gemäß, ebenso dem Leser die Möglichkeit, gezielt zu einzelnen Themen oder Gedankenreihen Heideggers sich einzulesen und diese zu vertiefen.   In der Struktur bietet der erste Teil des Buches eine chronologische Darstellung von Heideggers Werk und berücksichtigt dabei in guter Form die spezielle Arbeitsweise Heideggers, der im überwiegenden Teil seine Gedanken in Vorlesungen und einzelnen Aufsätzen und zudem über lange Zeiträume hinweg entwickelt hat. Das Handbuch bietet demzufolge ebenfalls verschiedene Darstellungsweisen. Nehmen viele Beiträge konkrete Bezug auf ein einzelnes Werk, eine Abhandlung, eine Vorlesung, stehen daneben auch Beiträge im Buch, die sich mit Textgruppen befassen, mithin einen bestimmten Entwicklungsschritt Heideggers über die Zeiten hinweg verfolgen. So bietet dieser erste Teil auch einen Blick der Übersicht auf die Entwicklung Heideggers als Momentaufnahmen und in Zusammenhängen.   Der zweite Teil des Buche stellt im Folgenden zentrale Begriff Heideggers („Sein“, „Welt“, „Wahrheit“, „Kunst“, Ereignis“ u.a.) heraus und erläutert diese in zugänglicher Form.   Im dritten Teil des Handbuches steht die Rezeption, der Kontext und die Wirkung Heideggers im Mittelpunkt der Darstellung mit einem Schwerpunkt auf jene Denker, die direkt oder indirekt von Heidegger beeinflusst wurden (Heidegger hatte einen beachtlichen Schülerkreis). Im besonderen achtet das Buch darauf, jene Schüler hervorzuheben, die al „eigenständige Entwickler“, initiiert durch Gedanken Heideggers, gelten können.   Erst im vierten, abschließenden Teil des Buches findet sich die Biographie Heideggers. Was in dieser Reihenfolge Sinn macht, denn gerade nach der gründlichen Vorarbeit zum Denken Heideggers und zur Aufnahme dieses Denkens im breiteren Rahmen findet sich das nötige Verständnis, in den Darstellungen zum Lebenslauf die Wechselwirkungen zur Zeit zu erkennen und die vielfachen Kommentare Heideggers zur je aktuellen Zeitlage sachgemäß einordnen zu können. „Eine politische und private Berg- und Talfahrt“ (gerade im kritischen Blick auf Heideggers Rolle im dritten Reich und sein persönliches Ergehen nach Ende des Krieges), so konzentriert sich der Blick auf das Leben Heideggers in diesem vierten Teil des Handbuches heraus.   Im Gesamten bietet das Handbuch eine fundierte, sehr breite und sehr differenzierte Darstellung von Leben, Werk und Wirkung jenes Philosophen, der wie kaum ein anderer Schüler und Denker seiner Zeit beeinflusst hat, weit über seine eigene Person und sein Leben hinaus. So, wie „das Denken Sartres oder Foucoults ohne Heidegger „nicht denkbar“ gewesen wäre“, so finden sich teils übermächtige Spuren vielfach im Werk anderer Denker und ziehen eine breite Spur nicht nur in der deutschen Philosophie vor und nach dem zweiten Weltkrieg.   In welchen Zusammenhängen und Assoziationen ein solcher „philosophischer Brocken“ steht, dies herauszufiltern, dazu dient dieses Handbuch in bester Weise.

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