Dieter Weißbach

 4.4 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Böse, Mordnacht und weiteren Büchern.
Dieter Weißbach

Lebenslauf von Dieter Weißbach

Dieter Weißbach, 1957 in Erding geboren, gelernter Bankkaufmann, war Schankkellner in Erding, Gläserwäscher im Englischen Garten, Flugzeugreiniger in Riem, DJ in Portugal, Bus- und Lkw-Fahrer in Italien und dem vorderem Orient, führte dreißig Jahre lang eine kleine Medizintechnikfirma, veröffentlichte mit seiner Band »Die Schmiede« drei Rock-CDs, erlernte die Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung KYUDAN KEMPO und lebt seit zehn Jahren mit Frau und Sohn Nr. 2 München. 2011 erschien sein vielbeachteter Debütroman »STOCKINGER, der letzte Bergbauer«, 2014 der Kriminalroman »MORDNACHT« und 2016 der Politthriller »BÖSE«. In »BÖSE« verbindet Dieter Weißbach aktuelle Politik mit Erlebnissen aus seiner Internatszeit.

Alle Bücher von Dieter Weißbach

Dieter WeißbachBöse
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Böse
Böse
 (9)
Erschienen am 01.07.2016
Dieter WeißbachStockinger
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Stockinger
Stockinger
 (6)
Erschienen am 04.04.2011
Dieter WeißbachMordnacht
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Mordnacht
Mordnacht
 (6)
Erschienen am 31.03.2014

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Neue Rezensionen zu Dieter Weißbach

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Rezension zu "Stockinger" von Dieter Weißbach

Auf der Alm da gibt's ao Sünd...
Aspasiavor einem Jahr

Klappentext:

Ein zeitloses, sehr menschliches Porträt eines Mannes, dem das Schicksal viel gegeben und noch mehr abverlangt hat.

Sein Großvater Adolf war ein Bergbauer vom alten Schlag und glühender Hitler-Verehrer, sein Vater Jacob dagegen verließ als junger Mann die Heimat, um im Ausland sein Geld zu verdienen, und kehrte erst im Alter in das Werdenfelser Land zurück. Alfons Stockinger wird 1937 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Er tritt nicht in die Fußstapfen seiner männlichen Vorfahren, denn Alfons Stockinger ist anders. Seine Kindheit auf dem elterlichen Hof nahe der tiefen Partnachklamm endet abrupt mit einem schrecklichen Ereignis, das von nun an sein Dasein überschattet und ihn nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Über Jahrzehnte folgt der Leser ihm ab diesem Zeitpunkt durch sein wechselvolles, pralles Leben, begleitet ihn durch seine Ehen, Affären, bei den Geburten seiner Kinder, in dunkelsten Zeiten und raren Momenten der Freude. Geschickt kreuzt Dieter Weißbach dabei das Genre Bauernroman mit modernen Erzählverfahren.

 

Wenn sich heute ein Autor traut, seinen Roman einen Bauernroman zu nennen, der ja der nicht zu weit entfernte Cousin des Heimatromans ist, der wiederum, den meisten potentiellen Lesern am ehesten noch in seiner Zelluloidvariante als verkitschter Technicolor 50er Jahre Streifen bekannt sein dürfte, dann hat er  definitiv schon mal eins: nämlich Chuzpe!

Dieter Weißbach beweis mit "Stockinger" aber nicht nur die, sondern auch, dass das trotz Postkarten würdigem Alpenpanorama, grasenden Kuhherden und reißenden Gebirgsbäche fern von jeder zuckerwattrigen Alpenglühnromantik geht. Mit einem interessante Plot in Sepiabraun statt Plastikbunt, mit wunderbar gezeichneten Figuren, Menschen, echt und erdig, die nach Schweiß und Tränen schmecken und als Rahmhäuptchen für den Leser sozusagen ist das Ganze auch noch sprachlich klasse!

Ich gestehe, fast hätte ich das alles gar nicht schreiben können, da die Gefahr bestand, das Buch schon nach der ersten Seite in die Ecke zu schleudern. Ich bin nämlich als Leserin auch nur eine impulsive Sexistin! Gerade wenn ein männlicher Autor mit einer prallen Sexszene einsteigt, vermute ich gerne, er wolle so mehr sich selbst eine Freude beim wiederholten Korrekturlesen bereiten als mir als Leserin und damit eigentlich nur von seiner literarischen Schreibschwäche ablenken ;-)

Nicht so hier, die Szene macht Sinn!

Außerdem erinnert es mich immer an den schon fast historischen Streit zwischen Sigrid Löffler und Marcel Reich-Ranicki über den Umgang mit Erotik/Sex in der Literatur und ich denke an R.-R.s Ausspruch: „Sie halten die Liebe für etwas Anstößig-Unanständiges. Aber die Weltliteratur befasst sich nun mal mit diesem Thema.“ 

Die Geschichte, obwohl mir als Stadtkind, für das eine Erhebung von 351 m schon ein Berg sind, das erzählte Leben so fremd war, hatte die Geschichte Sogwirkung auf mich.

 Ich finde die Story gut konstruiert, mir gefällt, dass sich im Verlauf des Buches, immer mehr Geschichten hinter der Geschichte auftun, dass nicht nur Alfons Geschichte erzählt wird, sondern der Leser auch etwas über die Vergangenheit der Nebenfiguren erfährt, wie sie zu den Charakteren wurden. Die Geschichte verzweigt sich, aber nicht als Selbstzweck, und findet aber immer wieder zum Hauptstrang zurück.

Eine kurze Passage im zweiten Drittel habe ich kurz etwas gehadert, mir waren da Entwicklungen etwas zu "klamaukig", zu sehr darauf bedacht den Spannungsbogen, und wohl auch den Leser bei Laune, zu halten. Aber dann kam Swetlana! Und ich war wieder versöhnt :-) Eine tolle Figur, verhältnismäßig spät in die Geschichte eingeführt,  um so erstaunlicher, wie sie dem Leser nach x-Seiten noch so selbstverständlich etwas Neues über Alfons zeigen kann.

Begeistert haben mich auch die wunderbare Dialoge! Traurig & witzig zugleich. Wirklich erstaunlich wie hier jeder Figur eine hörbar, unterschiedliche Stimme gegeben wird. Glücklich gemacht hat mein Leserherz auch, dass dem Charakter des treuen Freundes & Nachbarn, Peter, kurz vor Schluss noch etwas Platz gegeben wurde. Die Figur hat es verdient, seinen Blick aufs Geschehen mit den Lesern zu teilen. Ein sehr schönes & passendes Ende: 

 Denn es kann nur eine große Liebe im Leben eines Mannes geben ;-)

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I

Rezension zu "Böse" von Dieter Weißbach

Spannend, unerwartet und Überraschungsmomente garantiert ;-)
Ivonne_Gerhardvor einem Jahr

BÖSE - ein Thriller der bis zum Ende eine Menge zu bieten hat ;-) es ist einfach toll, den Ermittlungen bei zu wohnen und diese zu begleiten ;-) die Ermittlungen um Hauptkommissarin Christine Paulig sind einfach grandios :-) das gesamte Buch ist wirklich sehr gut ausgearbeitet, die Geschichte schafft es die Spannung bis zum Schluss stetig zu steigern ohne dabei an Tempo zu verlieren,... Für Thriller Fans eine klare Empfehlung ;-) der Autor schreibt wirklich sehr leicht und locker, immer wieder kommen Wendungen mit Überraschungsmoment und man wird wieder mitgerissen in der Handlung und der Geschichte ;-) Das Cover fand ich von Anfang an sehr schön, ich mag persönlich eh Cover mit klarem Bild und Titel, wo man nicht im Chaos von Collagen suchen muss ;-) die Geschichte mit Nonnen, Kloster und verschwundenen Kindern hat es wirklich in sich.

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jutschas avatar

Rezension zu "Stockinger" von Dieter Weißbach

Die Naivität des Protagonisten, die Beschreibung seines Lebens sind so verstörend wie faszinierend
jutschavor einem Jahr

Protagonist Stockinger ist ein Bergbauer des alten Schlages. Zeit seines Lebens hat er geschuftet und vieles entbehrt. Dennoch empfand er sein Leben als abwechslungsreich, ohne wirklich etwas zu vermissen. Doch auch ein Bergbauer hat seine kleinen und großen Geheimnisse, die ihm zu schaffen machen.

Autor Dieter Weißbach erzählt die Geschichte Stockingers in drei Teilen. Seine Kindheit war hart und von einschneidenden Erlebnissen geprägt, überschattet vom frühen Tod der Mutter, der ihn bis ins hohe Alter beschäftigt. Der mittlere Teil der Geschichte beschreibt gleichzeitig das zweite Lebensdrittel Stockingers, der mehr oder weniger unfreiwillig heiratet und dessen Frau einen unglaublichen Tatendrang beweist, der ihn nahezu unbeeindruckt lässt. Teil drei beschreibt dann den Lebensabend bis zu seinem Schlaganfall.

Was anscheinend als Heimatroman daherkommt, lässt sich tatsächlich nicht in ein Genre pressen. Krimi oder Drama könnte da genauso gut passen. Tatsache ist, dass das Leben des Bergbauern schonungslos mit mehr Tiefen als Höhen dargestellt wird. Einerseits kamen mir der Protagonist und seine Mutter irgendwie dümmlich vor, gleichzeitig konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Auch wenn die Ereignisse im Buch oft sehr extrem sind, so finde ich die Beschreibung der Menschen und der Lebensweise in den Alpen in dieser Zeit sehr authentisch, unterstützt durch die einfache Sprache. Beides zusammen bewirkte bei mir eine seltsame Faszination, die von Seite zu Seite mehr zunahm.

Anfangs war ich wirklich skeptisch, doch im Nachhinein muss ich sagen, dass mich das Buch extrem gefesselt hat und ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte an sich und die Art der Erzählung suchen wirklich seinesgleichen, so dass ich 5 von 5 Sternen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung gebe.

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Gespräche aus der Community

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Ein zeitloses, sehr menschliches Porträt eines Mannes, dem das Schicksal viel gegeben und noch mehr abverlangt hat.

Sein Großvater Adolf war ein Bergbauer vom alten Schlag und glühender Hitler-Verehrer, sein Vater Jacob dagegen verließ als junger Mann die Heimat, um im Ausland sein Geld zu verdienen, und kehrte erst im Alter in das Werdenfelser Land zurück. Alfons Stockinger wird 1937 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Er tritt nicht in die Fußstapfen seiner männlichen Vorfahren, denn Alfons Stockinger ist anders. Seine Kindheit auf dem elterlichen Hof nahe der tiefen Partnachklamm endet abrupt mit einem schrecklichen Ereignis, das von nun an sein Dasein überschattet und ihn nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Über Jahrzehnte folgt der Leser ihm ab diesem Zeitpunkt durch sein wechselvolles, pralles Leben, begleitet ihn durch seine Ehen, Affären, bei den Geburten seiner Kinder, in dunkelsten Zeiten und raren Momenten der Freude. Geschickt kreuzt Dieter Weißbach dabei das Genre Bauernroman mit modernen Erzählverfahren.

In Absprache mit dem Verlag verlose ich 10 E-Books. Wenn ihr mitlesen möchtet, schreibt einen kurzen Kommentar und sagt mir, welches Format ihr möchtet (Pdf oder ePub).
Viel Vergnügen!

Euer Dieter Weißbach
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Letzter Beitrag von  jutschavor einem Jahr
So, hier nun die Links zu meiner Rezi: Kurzmeinung auf Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Dieter-Wei%C3%9Fbach/Stockinger-814505941-w/ jutscha, 09.06.2017 Rezension auf Lovelybooks: https://www.lovelybooks.de/autor/Dieter-Wei%C3%9Fbach/Stockinger-814505941-w/rezension/1464275589/ jutscha, 12.06.2017 Rezension auf amazon.de: https://www.amazon.de/product-reviews/B005E87RRM/ref=cm_cr_arp_d_viewopt_srt?ie=UTF8&reviewerType=all_reviews&showViewpoints=1&sortBy=recent&pageNumber=1 jutscha, 12.06.2017 Rezension auf wasliestdu.de: http://wasliestdu.de/rezension/einfach-faszinierend-1 jutscha, 12.06.2017 Nochmals vielen herzlichen Dank für das Rezensionsexemplar und damit die Möglichkeit zur Teilnahme an der Leserunde. Hat viel Spaß gemacht und es war ein tolles Leseerlebnis!
Zur Leserunde
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NACH EINER WAHREN BEGEBENHEIT IN EINEM KLEINEN ORT VOR GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Nichts deutet im Leben von fünf befreundeten Männern darauf hin, dass sie irgendetwas anderes sind als alteingesessene, honorige Bürger ihrer Heimatorte Garmisch-Partenkirchen und Farchant. Sie führen jeweils ein solides Leben zwischen Arbeit, Stammtisch und Gebirgsschützen. Doch als eines Tages zwei von ihnen ermordet im Schnee aufgefunden werden, kurz darauf ein dritter verschwindet und eine Fremde im Ort auftaucht, ist klar: Jemand hat noch eine Rechnung mit ihnen offen. Hauptkommissarin Paulig aus München tappt lange im Dunkeln, bis sich ihr das ganze Ausmaß einer Tragödie zeigt.

In Absprache mit dem Verlag verlose ich 10 E-Books. Wenn ihr mitlesen möchtet, schreibt einen kurzen Kommentar und sagt mir, welches Format ihr möchtet (Pdf oder ePub).
Viel VergnügenEuer Dieter Weißbach
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Was mit einer toten Nonne beginnt, endet mit der Wahl der ersten schwarz-grünen Regierung im Bund.
Südlich von München findet ein Schwammerlsucher eine erwürgte Nonne, an einem Kran baumelt ein toter Junge und in der Rechtsmedizin liegt ein exhumiertes Politikerehepaar, das auf Polonium untersucht werden soll. Zwei Tage später sind aller vier Leichen weg. Hauptkommissarin Paulig übernimmt es, sie zurückzubringen. Ohne es zu ahnen, gerät sie in das Fadenkreuz von Mächten, die das unter allen Umständen verhindern wollen. Als auf sie geschossen wird und ein Ärzteehepaar, das zu viel weiß, getötet wird, weiß sie, dass auch sie in Gefahr ist.
Im Höhenkirchner Forst findet sie die verschwundenen Leichen, aber nicht nur sie. An kleinen Tischen und Stühlen sitzen fünf Nonnen und ein Dutzend tote Kinder, über Jahrzehnte zusammengetragen, dazu verdammt, auf ewig einander beim Verfaulen zuzusehen. Mittendrin derjenige, der das alles angerichtet hat. Oder nicht? Paulig kann ihn nicht mehr befragen. Er stirbt im Kugelhagel des SEK, das es übernimmt, die Leichen zurückzubringen. Aber sie kommen nie an. Wer hat ein Interesse daran? Vielleicht eine der Parteien, die in Berlin an einer Regierungsbildung arbeiten? Und wer ist es der, der über Jahrzehnte eine Nonne und einen Jungen nach dem anderen von der Straße gepflückt hat, um mit ihnen seine Internatserlebnisse nachzuspielen?

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Letzter Beitrag von  Booky-72vor einem Jahr
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Zusätzliche Informationen

Dieter Weißbach wurde am 12. September 1957 in Erding (Deutschland) geboren.

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