Dieter Wellershoff Der lange Weg zum Anfang

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Inhaltsangabe zu „Der lange Weg zum Anfang“ von Dieter Wellershoff

Dieter Wellershoff und seine Zeit – Rückblicke, Ausblicke, StellungnahmenMit dem Roman Der Liebeswunsch feierte Dieter Wellershoff im Jahr 2000 seinen größten literarischen Erfolg. Parallel dazu entstanden viele Essays, Reden und Gespräche, in denen Dieter Wellershoff sein Leben und Schreiben in historische, biographische und politische Zusammenhänge stellt.Der Band versammelt ausgewählte Äußerungen eines aufmerksamen und kritischen Zeitgenossen, der sich mit Gegenwart und Vergangenheit, Architektur und Literatur, Politik und Moral, Krieg und Gesellschaft, Liebe und Tod eindringlich und anschaulich auseinandersetzt. Dieter Wellershoff stellt seinen Werdegang als Schriftsteller neben seine Arbeit als Lektor, seine Kriegserfahrung neben sein Studium in der jungen Bundesrepublik, seine Auseinandersetzung mit dem Christentum neben seine Haltung zum Irak-Krieg und seine Beschäftigung mit der Kölner Stadtgeschichte neben die Beschreibung gesamtgesellschaftlicher Wandlungen. Und eines greift ins andere, sodass ein aufeinander bezogenes Ganzes entsteht, das zeigt, wie die Zeitgeschichte die Lebensgeschichte prägt und das eigene Erleben in Literatur mündet.In seiner wandlungsfähigen und fesselnden Sprache führt Dieter Wellershoff hinein in seine Welt und Weltwahrnehmung und eröffnet dem Leser ungeahnte Einblicke und tiefgreifende Erkenntnisprozesse.
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  • Rezension zu "Der lange Weg zum Anfang" von Dieter Wellershoff

    Der lange Weg zum Anfang
    loretta

    loretta

    03. October 2007 um 00:08

    Aufsätze, Reden und Gespräche über ein intensives Leben als Lektor und Schriftsteller. Angegangen von seinen Kriegserlebnissen und der prägenden Erfahrung des Zusammenbruchs am Ende des zweiten Weltkrieges als “ Verlust der Ideologie und Chance zur Menschwerdung “ Daneben persönliche Reflexionen eines aufmerksamem Beobachters der Kölner Stadtgeschichte und seine Sicht der Literaturgeschichte nach 1945. Vor allem aber gewährt Wellershoff interessante Einblicke in den Prozess des Schreibens, z. B. ganz detailliert bei seinem Meisterwerk “ Der Liebeswunsch “. Schreiben ist für ihn nie Weltflucht, sondern die fiktive Ausgestaltung eines Grundkonfliktes, der immer die persönliche Lebenserfahrung des Autors tangiert. Von einander getrennte Erlebnisse, Berichte, die er gelesen hat, fließen bei der Ausgestaltung der Charaktere und in das dramatische Geschehen ein. Fasziniert hat ihn immer am Schreiben die Möglichkeit erlebte Zeit in unterschiedlichen Rhythmen darzustellen. Entspannt dahinfließend, sprunghaft durch eine unvorhergesehene Wendung, quälend lange in Momenten der plötzlichen Erkenntnis.

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