Dieter Wischnewski Pudel, Nerd und Nymphe

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Inhaltsangabe zu „Pudel, Nerd und Nymphe“ von Dieter Wischnewski

Wintersonnenwende irgendwo am Rhein. Eine Ente mit französischem Akzent. Eine Nymphe in der Gestalt eines Pornostars. Der Gott der Unterwelt gefangen im Körper eines Pudels. Ein kopfloser Daimon, der mit seiner Horde mordend durch die eisige Nacht zieht. Und ein abgebrühter Kommissar, der glaubt, dass Siggi an allem Schuld ist. Dabei ist der nur ein kleiner, lüsterner Nerd mit zwei Doktortiteln, der leider den falschen Vater hat. Es ist Poseidon, der ein paar Schätze aus dem Olymp vermisst und Siggi deshalb in einen Krieg schickt, den der eigentlich gar nicht gewinnen kann. Dieter Wischnewski vermischt ungeniert in seinen Games of Siggi griechische Mythologie und die Nibelungen mit moderner Fantasy zu einem eigenen Pandämonium.

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  • Endlich mal wieder was zum Schmunzeln - so sind se, die Götter

    Pudel, Nerd und Nymphe
    Sandra1978

    Sandra1978

    11. June 2016 um 12:13

    Rezension zu: „Pudel, Nerd und Nymphe“ von Dieter Wischnewski Inhalt Dieser Roman ist an Skurrilität kaum zu überbieten. Der uneheliche Sohn Poseidons Sigurd alias Doktor Doktor Siggi Antiopus lebt als kleiner, halbkahler Nerd mit Bauchansatz unerkannt unter den Menschen und fristet ein Dasein als Professor, der sich besonders dem Studium von Comics , Ihrer Helden und Ihrer Entstehung gewidmet hat. Sein bester Freund ist sein altersschwaches Auto oder besser gesagt der Geist Charley, der in das Auto gefahren ist, und er ist ein Frauenheld. Als er zu einem gut bezahlten Vortrag kurz vor Weihnachten in ein verschneites Kaff gebeten wird, ahnt er nichts Böses. Doch dann hat er eine unverhoffte Begegnung mit seinem Vater Poseidon. Für ihn soll er einige verlorengegangene Artefakte wiederbesorgen. Dummerweise ist auch die Kappe des Hades dabei, die dieser verschlampt hat, was nun dazu führt, dass Hades nur in Gestalt eines Pudels unterstützen kann. Die Sekretärin des Bürgermeisters, die Siggi während seines Aufenthalts betreut, ist aber glücklicherweise eine magisch begabte Nymphe, so dass sie ein recht schlagkräftiges Trio bilden. Bedauerlicherweise kommt Ihnen die wilde Jagd in die Quere, eine mächtige, unabhängige Gruppe von Dämonen, und beginnt auf einem Metalkonzert das halbe Dorf abzuschlachten und aufgrund der besonderen Jahreszeit treiben sich allerlei Halbwesen aus einer anderen Dimension in der Örtlichkeit herum. Und so müssen Siggi und seine Truppe versuchen, nicht nur Poseidons verlorengegangene Artefakte, sondern auch noch die Menschheit zu retten.   Beurteilung Allein der Titel des Buches hat mich schon wahnsinnig neugierig gemacht und lässt ja auf eine völlig verrückte Geschichte schließen. Schon nach den ersten zwei Seiten kommt man aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Der Erzählstil von Dieter Wischnewski ist einfach herrlich. Mit der größten Selbstverständlichkeit werden diese eigentlich völlig albernen Sachverhalte in großer Ernsthaftigkeit dargestellt. Betont wird dies noch durch Fußnoten auf fast jeder Seite, die dem Leser zusätzliche Informationen über die von Siggi erwähnten Sachverhalte über Gottheiten, andere Dimensionen oder magische Fähigkeiten liefern. Dieses Buch ist eine erholsame Abwechslung zur klassischen Fantasy und bietet erstklassige Unterhaltung für alle, die die Welt der Götter und Mythen auch mal von der nicht so ernsten Seite betrachten können. Sehr fantasiereich spickt der Autor seine Geschichte mit Elementen aus allen Göttermythen, die allgemeinhin so bekannt sind – weder vor den nordischen Göttersagen noch der griechischen Götterwelt wird halt gemacht. Zwischendurch treffen wir niedliche, lustige, traurige und grausame Geister, Kobolde, Golems, Phönixe und alles, was sonst noch in der magischen Welt zu finden ist. Das Buch ist superleicht durchzulesen, etwa 250 Seiten haben wir hier vor uns. Am Anfang ist es ein bisschen anstrengend, immer zwischen der Handlung und den Fußnoten zu springen (man kann sie auch weglassen, aber das würde ich nicht empfehlen, da sie das Buch eindeutig reicher machen). Man gewöhnt sich aber schnell daran und sie sind so gesetzt, das man aus dem Lesefluss nicht rauskommt, wenn man die Fußnoten mitnimmt. Am Ende erwartet uns ein grandioser Showdown mit viel Action und einem durchwachsenen Ende, das durchaus einer Fortsetzung würdig wäre. Sehr schön finde ich auch, dass es ein ausführliches Glossar gibt, in dem alle Götter und magischen Begrifflichkeiten –mit dem gebührenden Ernst^^ - noch einmal zusammenfassend beschrieben sind. Diese Perle der Literatur aus dem Periplaneta Verlag Edition Drachenfliege sollte man sich keinesfalls entgehen lassen !        

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