Dietger Lather Für Deutschland in den Krieg

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Inhaltsangabe zu „Für Deutschland in den Krieg“ von Dietger Lather

Auslandseinsätze prägen immer mehr das Erscheinungsbild der Bundeswehr. Doch was bedeutet es konkret, in den Krieg zu ziehen? Wie bewältigen Familien diese Situation? Wie kann man mit den Themen Tod und Verletzung umgehen? Was passiert nach einem Anschlag mit den Soldaten? Dietger Lather war selbst im Kosovo im Einsatz und als Kommandeur in Afghanistan. Sein Buch ist nicht nur ein praktischer Ratgeber für Soldaten und deren Angehörige. Er will auch einer breiten Öffentlichkeit vermitteln, was es heißt, wenn deutsche Soldaten im Auftrag ihres Landes im Kriegseinsatz sind. Die Spannweite der Themen reicht dabei von Mängeln in der Ausrüstung der Soldaten über den außergewöhnlichen Fall des Oberst Klein und persönliche Gewalterfahrungen bis hin zu Überlegungen zu einer oft verdrängten „Ethik des Tötens“.

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  • Aus persönlicher Erfahrung geschrieben

    Für Deutschland in den Krieg

    michael_lehmann-pape

    08. October 2015 um 15:08

    Aus persönlicher Erfahrung geschrieben Bei Weitem keine heroisierenden Geschichten über das eigene Erleben sind es, die Dieter Lather in diesem Buch aufzeichnet. Aber die eigenen Erfahrungen im Auslandseinsatz als Bundeswehrsoldat )in Afghanistan als Kommandeur), zeigen an vielen Stellen im Buch die Kompetenz aus reflektierter Praxis heraus auf, mit der Lather sein sehr informatives Buch von der Grundlage her schon füllt. Von den grundlegenden Fragen her angefangen im Blick auf Deutschland als „jungem Staat“ und seine militärische Rolle in der Welt hin zu den Streitkräften als dezidiertes „Instrument der Außenpolitik“ (und damit eben nicht nur als rein defensive Schutztruppe), Einzelheiten aus der Ausbildung und eine Darstellung des Ausrüstungsstandes, der teilweise Ausrüstungsprobleme (oder Probleme mit der vorhandenen Ausrüstung, was allen das Tragen und den Transport der einzelnen Dinge auf einmal angeht), all das führt den Leser in sehr sachlichem, nüchternen Ton informiert ein in die „Welt in Uniform“. Was nun konkret möglich und nötig ist in einem Auslandseinsatz, wie man sich in der Partnerschaft zu Hause darauf vorberietet, wie man „im Feld“ rein praktisch alleine schon Kontakt halten kann, welche Ängste bei den Angehörigen auftreten und wie mit diesen in ruhiger Weise aktiv Umgang gepflegt werden kann, kein relevantes Thema lässt Lather aus, um zumindest in überblicken, teils aber auch sehr genau, zu schildern, was im Vorfeld eines Auslandseinsatzes auf den einzelnen Soldaten zukommt (und wie man damit einen konstruktiven Umgang finden kann). Selbst ein (durchaus kritischen) Exkurs über die „mediale Präsenz des Einsatzes“ (in dem Lather auf den Umgang mit Journalisten vorberietet, aber auch über die Medienlage an sich spricht), wird im Buch ebenso sachlich betrachtet, wie die beiden Exkurse (zur interkulturellen Kompetenz und zum ethischen Handeln im Einsatz). Besonders interessant, wenn auch relativ kurz nur gehalten in der Darstellung sind die konkreten Eindrücke und Bewertungen der rein praktischen Seite des aktiven Einsatzes. Monotonie des Lagerlebens, ständige Vorsicht (und Erleben) von Anschlägen, den Umgang mit Gewalterlebnissen, wie man in extremen Situationen dennoch „funktionieren“ kann und ob die Bundeswehr einfach einen integralen Bestandteil der bundesdeutschen Gesellschaft darstellt oder eine Parallelgesellschaft bildet. Eine Gefahr, die Lather durchaus sieht: „Das Versagen der Bundeswehr….liegt in der mangelnden Bereitschaft, die Vorhersehbarkeit des Tötens und Getötet-Werdens zu erklären“. Es geht eben nicht um den „archaischen Kämpfer“, der mit einem „normalen Leben“ wenig Verbindung hat, sondern um den „mündigen Staatsbürger in Uniform“. Und das setzt, wie Lather folgerichtig ausführt, eine „offene, nichts beschönigende…Kommunikation voraus, die derzeit selbst innerhalb der Streitkräfte zu vermissen ist“. Bis hin zum letzten Kapitel, der „Rückkehr in die neue, alte Welt“ bietet Lather somit, im Stil allerdings äußerst trocken, praktische Hilfestellungen, Hinweise zur Reflexion der eigenen Situation und ein Plädoyer für eine „kommunikative“ und darin „offene“ Bundeswehr, die er zumindest in wichtigen Teilen vermisst und daher kritisch einfordert.

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