Diethard H Klein Celle

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Inhaltsangabe zu „Celle“ von Diethard H Klein

Über die alte Residenzstadt Celle, von alters her berühmt durch Schloß und Schloßtheater, Ober-Appellationsgericht und Landgestüt und heute nicht zuletzt durch die Fülle erhaltener Fachwerkbauten, sind hier nicht weniger als achtzig Beiträge zusammengetragen - Zeugnisse von Besuchern, Schilderungen bekannter Reiseschriftsteller, Texte berühmter Dichter ebenso wie Auszüge'aus alten Quellen. Als Autoren gesellen sich dabei zu den Ausländern, die vor allem zur Zeit Herzog Georg Wilhelms reichlich am Hofe lebten (wie Louis Rousseau de Chamoy oder der Marquis d'Arcy-Martel) oder aufgrund der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover hierherkamen (etwa Sir William Dutton Colt) fürstliche Besucher wie der Schwedenprinz Karl Philipp oder Fürst Ludwig zu Anhalt-Köthen. Von fröhlichen Gelagen, festlichen Empfängen und Diners mit königlichen Gästen berichten Hans von Schweinichen, Georg Christoph Lichtenberg und Ernst Spangenberg, von historischen Ereignissen u. a. Hans Kaspar von Bothmer und Matthaeus Merian. Die Bauten und Sehenswürdigkeiten der Stadt, vom Schloß über den Französischen Garten, den Marstall und die "angenehmen Vorstädte" zu "Celles schönen Fachwerkhäusern", aber auch die Lebensart der Bewohner schildern neben seinerzeit berühmten Reiseschriftstellern wie Karl Baedeker, Joachim Heinrich Campe, Gustav von Heinemann, Adolph von Knigge, Urban Friedrich Christoph Manecke oder Zacha-rias Conrad von Uffenbach auch zeitgenössische Verfasser wie Oskar Karpa und Werner H. König. Besonderer Rang ist dem Celler Schloßtheater mit Berichten und Dokumenten aus seiner Geschichte eingeräumt, und neben alten Sagen finden sich Texte über die drei bedeutenden Frauen, deren Namen sich mit Celle verbinden: Herzog Georg Wilhelms Gemahlin Eleonore d'Olbreuse, Sophie Dorothea, die unglückliche "Prinzessin von Ahlden" und Gattin des nachmaligen Königs Georg I. von England, und die dänische Königin Caroline Mathilde. Neben den heimischen Autoren, die in besonderer Beziehung zu Celle und seinem Umland stehen, (allen voran der seinerzeit hochgerühmte Ernst Schulze und aus jüngster Zeit Arno Schmidt im nahen Bargfeld, aber auch H. Dehning, der frühere Oberbürgermeister Denicke, Franz Diederich, Georg Finke, Bernhard Flemes, Wilhelm Nikolaus Freudentheil, Karl Goedeke u. a.) sind mit Beiträgen viele weitere deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vertreten, von denen wir hier nur Joseph von Eichendorff, Hans Fallada, Jeremias Gotthelf, Otto Erich Hartleben, Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Hermann Löns, Julius Rodenberg und Heinrich Zschokke nennen. Persönliche Erinnerungen, Texte über Wirken und Bedeutung des Ober-Appellationsgerichts, über Synagogen im Cellischen, die Schäferei in der Heide, geistiges Leben in der Stadt, das Vaterländische Museum, Bräuche im Umland, die berühmten Bildteppiche im nahen Wienhausen oder auch Johann Heinrich Wicherns Weisungen für die Anstalt in Altencelle runden das Bild.
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