"Stille Nacht, Heilige Nacht" Alle Jahre wieder an Weihnachten
1816, vor genau zweihundert Jahren wurde von Josef Mohr der Text für ein Lied verfasst, welches aber erst zwei Jahre später von Franz Gruber vertont wurde.
Kein Mensch konnte damals erahnen, dass dieses Lied zum bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslied aller Zeiten werden sollte.
Das Lied von der stillen, heiligen Nacht. Heute in dreihundert Sprachen übersetzt und von 3.5 Mrd. Menschen auf der Welt gesungen bzw. gehört.
Während vom Komponisten "Franz Gruber", welcher in der Stadt Hallein im Salzburger Land seine Ruhestätte fand, literarisch viel berichtet wurde, war vom Textdichter dieses Liedes nicht viel Greifbares vorhanden.
Doch das hat sich mit diesem Buch, verfasst von Frau Dietlinde Hlavak, bedeutend verändert.
In diesem, äußerst genau recherchierten, Werk erfährt der Leser viel über das Leben und Schicksal des Priesters Josef Mohr, welcher in Salzburg als lediges Kind einer damals gedemütigten Frau am 11.12.1782 zu Welt kam. Sein Taufpate, der Scharfrichter von Salzburg "F.J. Wohlmuter", wurde, da er einen "unehrlichen Beruf" ausübte, bei der Taufe durch eine gewisse Franziska Zachin vertreten. Eine Kindheit und Jugend voller Entbehrungen durchlebte Josef Mohr, bis er nach erfolgreichen Schulabschlüssen und Studium am 21. 8.1815 zum Priester geweiht wurde. Sein erster Einsatz als Hilfspriester war, für kurze Zeit, die Pfarrei Ramsau bei Berchtesgaden. Weitere Orte und Pfarreien im Salzburger Land waren danach seine Wirkungsstätten. In einer Zeit der wirtschaftlichen Armut und Not, wie wir sie uns heute überhaupt nicht mehr vorstellen können, schrieb er den Text eines gefühlvollen und trostspendenden Gedichtes um damit zur Weihnachtszeit 1816 einen kleinen Funken Licht und Hoffnung in die Herzen der Gläubigen zu bringen.
Mir hat dieses Buch, diese authentische und gefühlvoll verfasste Biografie, ausnehmend gut gefallen. Wissenschaftlich fundiert und ergänzt mit einem umfangreichen Anhang sowie mit Transkriptionen von Originaldokumenten das Leben des Dichters betreffend. Dazu noch die vielen Fotos, welche im Text eingefügt sind, ließen für mich das Buch zu einem Leseabenteuer 1. Klasse werden.
Der Autorin, wie auch dem Plenk Verlag in Berchtesgaden möchte ich zu diesem gelungenen Werk gratulieren und vergebe dafür gerne "Fünf Sterne".


