Dietmar Dath

 4 Sterne bei 320 Bewertungen
Autor von Die Abschaffung der Arten, Dirac und weiteren Büchern.
Autorenbild von Dietmar Dath (© Uwe Dettmar)

Lebenslauf von Dietmar Dath

Gesellschaftskritische Literatur: Dietmar Dath wurde am 3. April 1970 in Rheinfelden (Baden) geboren und ist als Autor, Übersetzer und Journalist tätig.

Er studierte Physik und Literaturwissenschaften in Freiburg. Nach seinem Abschluss fing er an Artikel über popkulturelle- und gesellschaftliche Themen in renommierten Zeitungen und Zeitschriften zu veröffentlichen.

Darüber hinaus war er als Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig und arbeitete als Chefredakteur der Musik- und Popkulturzeitschrift "Spex". Sein bislang populärster Roman, "Die Abschaffung der Arten" erschien im Januar 2009 und schaffte es in kürzester Zeit auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis.

Daths literarisches Schaffen ist vor allem durch seine kritische und gesellschaftlich-politische Haltung geprägt, die er in seinen Roman wie auch in seinen Gedichten anspricht.

Für seine Werke wurde der Autor unter anderem mit dem Förderpreis zum Lessing-Preis, dem Literaturpreis der Akademie der Künste, dem Kurd-Laßwitz-Preis und dem Günther Anders-Preis für kritisches Denken ausgezeichnet.

Neue Bücher

Cover des Buches Gentzen oder: Betrunken aufräumen (ISBN: 9783751800358)

Gentzen oder: Betrunken aufräumen

 (1)
Neu erschienen am 26.08.2021 als Hardcover bei Matthes & Seitz Berlin.
Cover des Buches Cordula killt dich! oder Wir sind doch nicht die Nemesis von jedem Pfeifenheini (ISBN: 9783957324917)

Cordula killt dich! oder Wir sind doch nicht die Nemesis von jedem Pfeifenheini

Erscheint am 28.10.2021 als Hardcover bei Verbrecher.

Alle Bücher von Dietmar Dath

Cover des Buches Die Abschaffung der Arten (ISBN: 9783518461457)

Die Abschaffung der Arten

 (56)
Erschienen am 25.01.2010
Cover des Buches Drive-In (ISBN: 9783453676725)

Drive-In

 (25)
Erschienen am 10.08.2015
Cover des Buches Dirac (ISBN: 9783518752715)

Dirac

 (18)
Erschienen am 20.06.2021
Cover des Buches Die Gelehrtenrepublik (ISBN: 9783518224106)

Die Gelehrtenrepublik

 (20)
Erschienen am 28.08.2006
Cover des Buches Waffenwetter (ISBN: 9783518419168)

Waffenwetter

 (15)
Erschienen am 17.09.2007
Cover des Buches HEGEL to go: Vernünftige Zitate (ISBN: 9783355018951)

HEGEL to go: Vernünftige Zitate

 (13)
Erschienen am 29.06.2020
Cover des Buches Maschinenwinter (ISBN: 9783518260081)

Maschinenwinter

 (15)
Erschienen am 16.04.2008
Cover des Buches Pulsarnacht (ISBN: 9783453314061)

Pulsarnacht

 (15)
Erschienen am 10.12.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Dietmar Dath

Cover des Buches Gentzen oder: Betrunken aufräumen (ISBN: 9783751800358)yellowdogs avatar

Rezension zu "Gentzen oder: Betrunken aufräumen" von Dietmar Dath

Ideenreich, aber sehr speziell
yellowdogvor 7 Stunden

Gentzen oder: Betrunken aufräumen ist ein sehr ungewöhnliches Buch, zu dem man schwer Zugang findet. Der Untertitel Kalkülroman irritiert zusätzlich.


Der Mathematiker Gerhard Gentzen ist 1945 gestorben. Seine Leistungen haben viel für die Informatik getan. Mir war er vor diesem Roman nicht bekannt. Die wenigen Passagen im Roman, die ihn als handelnde Figur in seiner Zeit zeigen, sind recht interessant. Es werden aber auch andere Personen ins Spiel gebracht.

Ditemar Dath geht frei assozierend mit der historischen Figur Gentzen um, z.B. wenn der zusammen mit Lady Gaga ins Kino geht.

Dietmar Dath tritt selbst in der Handlung auf. Es geht auch um Frank Schirrmacher. Daher gibt es neben den sehr vielen Diskussionen über Mathematik auch ein wenig um den Literaturbetrieb. Ein unerwartetes Kapitel dreht sich um den Science Fiction-Autor Harlan Ellison.


Das Buch krankt daran, dass es überfrachtet ist und an seiner Überlänge. Es ist sehr speziell. Daher wunderte es mich, dass es für den Deutschen Buchpreis 2021 auf der Longlist stand.

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Cover des Buches HEGEL to go: Vernünftige Zitate (ISBN: 9783355018951)Doreen_Klauss avatar

Rezension zu "HEGEL to go: Vernünftige Zitate" von Dietmar Dath

Für viele Lebenslangen
Doreen_Klausvor einem Jahr

Hegel war Philosoph, lebte 1770 bis 1831 und in diesem Jahr jährt sich sein Geburtstag zum 250. Male. Die Eulenspiegel Verlagsgruppe hat sich das zum Anlass genommen eine Zitatensammlung herauszugeben. Das Büchlein ist im Rahmen der "To Go" Reihe erschienen, in der es noch einige andere kluge Aussprüche, verschiedenster Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Epochen, zu entdecken gibt. Die Bücher haben ein handliches Mitnahmeformat und sind jeweils 96 Seiten stark. 

In Falle von Hegel wurden die Zitate von Dietmar Dath und Marlon Grohn zusammengestellt. Zu Beginn des Buches gibt es einen kurzen Abriss zu Leben und Wirken des Philosophen, dann ein kurzes Inhaltsverzeichnis. Das Buch ist unterteilt in 9 Kapitel zu verschiedenen Gebieten. Es gibt Zitate zu Religion, Politik, Weltgeschichte, Staat, Krieg, Frieden, Macht, Moral, Sittlichkeit, Wissenschaft, Bildung, oder der Philosophie an sich. Ein weites Feld, das ahnen lässt, wie umtriebig und interessiert Hegel gewesen ist. 

Viele seiner Aussprüche erschließen sich jetzt vielleicht nicht unbedingt auf den ersten Blick, ich würde als Laie auch empfehlen sich hier Zeit für die Lektüre zu nehmen, das Gelesene wirken zu lassen und auch gern mehrmals zu lesen. Bei vielen der Zitate muss man natürlich auch den damaligen Zeitgeist in Betracht ziehen. 

Alles in Allem eine schöne Sammlung, in der man sicher für sich etwas mithehmen kann. Für mich war es zb der Satz " Wo das Begreifen aufhört, hört das Universum auf und es fängt Gott an". Sehr gefallen hat mir aber auch der Ausspruch " Rezensenten sind Totengräber". So hab ich das noch nie betrachtet.

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Cover des Buches Die Abschaffung der Arten (ISBN: 9783518461457)G

Rezension zu "Die Abschaffung der Arten" von Dietmar Dath

Chaos aus Anspielungen, Überheblichkeiten und Beinaheplagiaten.
glasratzvor einem Jahr

Nachdem ich ein, zwei Folgen der Hörspielfassung dieses Buches im Bayerischen Rundfunk gehört hatte, habe habe ich mir eine Ausgabe ausgeliehen, da mich das gehörte sehr erstaunt und ein wenig begeistert hat. Ich glaubte, dass man in der Hörspielfassung wohl sehr vieles herausgelassen habe, da die Geschichte viele Sprünge machte und nicht sehr konsequent erschien. 

Doch im Buch war dies nicht viel besser. Ehrlich gesagt was es sogar viel, viel schlimmer. Die Hörspielfassung macht vieles erträglicher. Außerdem hebt es den häufig interessanten Klang der Sprache, Namen und Worte hervor, der Dath anscheinend wichtig ist, beim Lesen jedoch nicht in den Vordergrund tritt.


Ich möchte mich hier nicht über die vielen politischen, mathematischen und philosophischen Ergüsse aufregen, denn diese mögen -- wenn man von ihrer Sinnlosigkeit für den Plot einmal absieht -- tatsächlich mache interessieren. Nur so viel sei dazu gesagt: Wenn man in einem Werk so viel auf die Arbeit Anderer anspielen muss, sollten man sich überlegen, ob man wirklich noch etwas eigenes schreibt. 

Ich möchte mich viel lieber über die plumpe und spannungslose Erzählweise echauffieren. Dath erschafft eine interessante, wenn auch geübten Science-Fiction-Lesern kaum neue Welt, die jedoch nur in wenig nützlichen Details erklärt wird. Ihre Mechanik selbst wird nicht verständlich, so dass man überhaupt keine Vermutungen anstellen kann, die über die nächsten kleinen Schritte im Plot hinausgehen. Man muss sich ständig fragen, ob getötete Charaktere wirklich tot sind, oder ob nicht auf den nächsten Seite eine neue biotische oder abiotische Technik ins Spiel kommt, die diesen das ewige Leben einhaucht. Der Autor verfällt teilweise in Technobabbel, das einer durchschnittlichen Star Trek TNG-Episode mit Wesley Crusher als Protagonisten die Schamesröte ins Gesicht gestiegen wäre. Er tut dies dabei nie, um zu erklären, wie etwas funktioniert, sonder lediglich genau jene Details zu verschleiern.
Dies passiert so oft, dass Plot, Charakter und Gesetze der Physik vollständig inkonsistent sind und ständig alles und nichts passieren kann. Dies ist bekanntlich der schwerste und grundlegendste Fehler, den man als Science Fiction-Autor begehen kann. Es wäre befriedigender gewesen, wenn Dath einfach gesagt hätte, es wäre eben alles zauberei.
Als schlimm empfand ich es auch, dass man über große Teile zu Beginn der Geschichte kein Gefühl für die Zeit bekommt. Äonen, Tage und Sekunden vergehen in gleicher Beschreibung, so das etwas, was gerade passiert ist, vielleicht schon Jahrzehnte zurück liegt.
Hinzu kommt, dass Dath sich all zu sehr abmüht den Leser zu provozieren. Seine erotischen Szenen erinnern mich jedoch an die unheilige Verschmelzung von Robert Anton Wilson mit dem Furry-Fandom, wobei alle Spielweisen, die dort bereits beschrieben, aufgegriffen werden.

Schlimmer noch, die gesamte Situation des Experimentum crucis und den Aristoi erinnert verdächtig an W. J. Williams Roman "Aristoi". Es ist wohl nicht ähnlich genug um den Vorwurf eines Plagiats zu erheben, doch der Leser bemerkt schnell, das Dath diesen Roman gelesen und seine Ideen daraus geschöpft haben muss. Da es sich bei Williams' Buch um einen gefeierten Klassiker handelt, ist das schon ein sehr starkes Stück finde ich. Man bemerkt, dass sich das Buch überwiegend an Leser richtet, die keine Science Fiction lesen und darum eventuell denken könnten, Daths Ideen seien etwas neues. Im Übrigen traut sich Williams bei weitem mehr als Dath, wenn es darum geht dem Leser das ungenehm Ungewohnte zuzumuten. Nur, bei Williams wird dies nicht aus dem Willen zur Provokation heraus getan, sonder um die Utopie einer idealen, schrankenlosen Gesellschaft zu beschreiben.

Allein die Tatsache, dass dieses Werk so abgedruckt wurde, gab mir Anlass zum Nachdenken. Es ist eigentlich ziemlich klar: Das Buch wurde nicht verlegt, weil es gut ist - es liest sich wie das unüberarbeitete Erstlingswerk eines Abiturienten - sonder weil Dath bereits etabliert ist. Ein guter Science-Fiction-Roman ist es auf jeden Fall nicht. Auch was postmoderne Satire angeht, so ziehe ich die Illuminatus!-Triologie diesem Wälzer schon allein aufgrund des geringer erscheinenden Umfangs -- ich habe jetzt nicht nachgemessen -- vor.

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Gespräche aus der Community

Einer Legende zufolge soll Georg Wilhelm Friedrich Hegel auf seinem Sterbebett gesagt haben, keiner hätte ihn verstanden – die Zitatensammlung »HEGEL to go« kann weiterhelfen: Dieser Band ist bestens für den Einstieg in das Denken des Philosophen geeignet!

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Zusätzliche Informationen

Dietmar Dath wurde am 30. April 1970 in Rheinfelden (Baden) (Deutschland) geboren.

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