Dietmar Dath Die salzweißen Augen

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Inhaltsangabe zu „Die salzweißen Augen“ von Dietmar Dath

Liebe Sonja«, schreibt David in diesen aufklärerischen und verzweifelten Briefen an eine angebetete Mitschülerin von einst, »zurückzuschauen ist nicht immer die beste Idee: Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war. Und Lots Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule.« Dennoch hält er Rückschau: Damals, in den »klebrigen siebziger Jahren«, wollte Sonja wissen, was ihn an Heavy Metal, an Zombie- und Pornofilmen und Horrorcomics denn fasziniere. Jetzt, in den Briefen, holt er aus, zitiert Gräßliches und definiert theoretisch: Drastik, das ist »die kulturindustrielle Form, die das Selbstwunsch- und -angstbild von modernen Menschen annimmt, wenn die sozialen Versprechen der Moderne nicht eingelöst werden ...« Doch angetrieben wird seine Erklärung von der eigenen Geschichte: einem kaputten Elternhaus, der Sonjafixierung, Drogenerfahrungen, einem Zusammenbruch.Nein, die Liebe zur Drastik ist kein Spiel, sagt der Briefschreiber, und die zu Sonja, der er Drastik und Deutlichkeit erklären möchte, erst recht nicht. Wie gehören beide zusammen? Dietmar Daths waghalsiger Romanessay gräbt in der Geschichte einer Jugend nach Antwort.

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  • Rezension zu "Die salzweißen Augen" von Dietmar Dath

    Die salzweißen Augen
    damentennis

    damentennis

    25. February 2009 um 19:32

    hallo l., du willst also jetzt wissen, ob das buch etwas für dich ist. wegen des "sujets", wie du das schriebst, wegen deines "faibles für italienische zombiefilme". drastik und deutlichkeit, deutlich kann ich das aber nicht sagen, nur diffus. und der reihe nach. tatsächlich, die ersten beiden briefe, das ist bestes dathsches namedropping - kennst du denn daths andere bücher? ich habe jetzt keine lust, das in deinem buchregal zu überprüfen. jedenfalls geht das so: film x von regisseur y, der beste film, aus diesen und jenen gründen, guter splatter, schlechter splatter, splatterkategorisierung, so muss drastik (easton ellis!) sein. theoretisches geballer auf hoher stufe, für freunde des "sujets" sicher geeignet, für freunde von dath vielleicht auch, du verstehst schon. es nimmt dann die wende, die man schon fast erwarten muss, denn es wird eine liebesgeschichte. vom zombie über den hardcoreporno zum liebesgeschichte. drastik und aufklärung, klärungsversuche dieses verhältnisse, weitere theoretische ambitionen - foucault, rorty, adorno, etcetera. das sind dann die folgenden briefe, doch spätestens mit dem "brief über uns", dem siebten dieses buches, wird es klar: grau ist alle theorie, rot ist lieben. höhö. sowas halt. zwar bleibt es auch danach noch theoretisch ambitioniert, denn dath bleibt ja dath, oder dalek bleibt dalek (er heißt david, der schreiber), aber schon durch die hinzunahme der person paul, einem alten schulfreund, wird die handlung grandioser, klarer, praktischer. dath/dalek theoretisiert bis brief zwölf munter weiter, auch deine zombies kommen noch mal aufs papier (lucio fulci, wird dir dann wohl ein begriff sein), bis dann dath/dalek und paul trinken, gemeinsam, whiskey. und paul es dann auf den punkt bringt: schöne zwölf briefe, aber schreib doch einfach einen: den nächsten nämlich. was er dann auch tut, der "brief über ein nichtverbrechen". dann ist alles klar, man weiß bescheid, über dath/dalek, über sonja, über paul, über das ewige theoretisieren und über die rolle der liebe in alldem. also, l., ob das buch nun etwas für dich ist, das kann ich eben nicht sagen. ich drücke dir aber die daumen, dass es so ist. du interessierst dich doch auch für die liebe, oder? d. p.s.: ich habe mir erlaubt, aus dieser mail auch eine rezension zu machen. das spart zeit.

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