Dietmar Dath Feldeváye

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Inhaltsangabe zu „Feldeváye“ von Dietmar Dath

Seit Jahrhunderten gibt es keine Kunst mehr. Sie gilt als überwunden – durch Techniken des Möglichen, von denen die Menschen nichts wussten, als sie noch auf der Erde lebten. Jetzt haben sie viele Welten besiedelt, viele intelligente Wesen kennengelernt. Auf Feldeváye aber, einem abgelegenen Planeten, kehrt die Kunst zurück – als Geschenk einer fremden Spezies. Ein junges Mädchen, Kathrin Ristau, stellt große Fragen: Was war Kunst, warum kommt sie wieder, was geschieht mit uns, wenn wir sie neu entdecken? Der Roman erzählt die Geschichte einer Frau, die auf die Fragen der Kunst bis ins hohe Alter persönliche und politische Antworten finden muss, weil nichts, das sie betrifft, von der großen Liebe über den Weg zum Ruhm bis hin zu den Schrecken von Krieg und Bürgerkrieg, sich den lebensentscheidenden Fragen nach der Kunst entziehen kann.

Dath kann nicht schreiben. Seine 'Romane' lesen sich wie Gebrauchsanweisungen fuer technische Geraete.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Lesenswert, aber nicht ganz unanstrengend

— ralf_boldt

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    Feldeváye

    ralf_boldt

    09. December 2014 um 16:43

    Die Menschheit in einer nicht definierten Zukunft hat sich der Kunst entledigt. Technik hat diese Nische für sich eingenommen. Nur auf dem Planeten Feldeváye spielt Kunst in allen Ausprägungen eine Rolle. Eine fremde Rasse läßt menschliche Kunst hier materialisieren und einsammeln. Die Menschheit hat sich im All auf einer Vielzahl von Planeten ausgebreitet und sich dabei sozial und gesellschaftlich verändert. Beziehungen müssen nicht aus zwei Personen bestehen und erst recht nicht aus Menschen verschiedener Geschlechter. Das Geschlecht ist frei wählbar oder auch abwählbar. Menschen versuchen sich selbst zu finden, indem sie ihr Geschlecht, ihren Körper und ihre Lebensweise und die Art und Weise des Zusammenlebens ändern, testen, ausprobieren. Nichts scheint am Menschen mehr statisch zu sein, vorhersehbar und unveränderlich. Matriarchalische Strukturen bestimmen zu Beginn des Romans die Gesellschaft, dies ändert sich jedoch unmerklich. Das Männliche scheint mehr Einfluß zu bekommen. Technik ist allgegenwärtig, wird nicht als solche wahrgenommen und einfach benutzt. Diese Technologie ist von der unserer Gegenwart weit entfernt. Pharmazie und Biologie sind unendlich weiter entwickelt worden. Selbst schwerste Krankheiten brechen nicht mehr aus, da es immer Mittel dagegen gibt. Ohne Kunst mit einer hochtechnologischen Umgebung ändert sich die Gesellschaft. Der Mensch an sich bestimmt sein Leben und sein Zusammenleben. Doch das Leben und die sozialen Strukturen auf Feldeváye ändern sich, Geld wird wieder eingeführt, Macht und Reichtum werden wieder wichtig. Auf mehr als 800 Seiten macht es Dietmar Dath dem Leser nicht einfach. Er schildert eine heute noch nicht vorstellbare Welt als Selbstverständlichkeit. Der Leser muss sich diese Welt erarbeiten, da einiges einfach nicht erklärt wird oder sehr spät im Verlauf erst deutlich wird. Doch diese Zukunft ist keine reine stringente Weiterentwicklung der heutigen Gesellschaft. Der Autor bringt seine Protagonisten in verschiedenste Situationen, die aus heutiger Sicht noch unmöglich erscheinen. Die allgegenwärtige Frage lautet, wo beginnt der Mensch, das Menschsein und wo endet dieses Sein. Ist der Mensch in seinem Menschsein selbst- oder fremdbestimmt? Können auch andere Strukturen oder Lebewesen menschlich werden oder wird es immer bei einem Versuch bleiben? Die Menschen entwickeln sich im Roman weiter, bisweilen aber auch scheinbar zurück. Schlangen können fliegen und entwickeln Intelligenz. Sind sie aber dadurch menschlich? Oder können sie sogar menschlicher werden als der Mensch selbst? Stilistisch geht der Roman diesen Weg mit und stellt alles in Frage. Dietmar Dath nimmt keine Rücksicht auf althergebrachte Lesegewohnheiten und damit auch nicht auf den Leser selbst. Parallelität statt sequentieller Erzählung. Verflechten von Handlungssträngen ohne wieder zu entwirren oder gar aufzulösen. Die Figuren werden teilweise eingeführt, sind aber bisweilen nicht sofort verständlich in ihren Handlungen und ihrem Einfluss auf die Handlung des Romans. Hat der Roman überhaupt eine durchgehende Handlung? Oder sind es Fragmente und in Wirklichkeit mehrere Romane in einem Band? Ein typischer Roman ist das Buch sicher nicht und auch hier muss der Leser für sich entscheiden, ob er den Weg des Autors mitgehen will. Feldeváye ist auf alle Fälle ein lesenswertes Buch und bei weitem auch bei dem Umfang kein Pageturner oder gar ein Thriller, der durch spannende Handlung den Leser packt. Das Buch will erarbeitet werden und verlangt vom Leser eine Menge Einsatz, wenn er bis zur letzten Seite mit dabei sein will. 

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