Dietmar Kauscheder

 4 Sterne bei 5 Bewertungen

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Cover des Buches Der Untergang Europas: Vorbei und lange vergessen (ISBN: B00IZNBABC)
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Rezension zu "Der Untergang Europas: Vorbei und lange vergessen" von Dietmar Kauscheder

KristinSchoellkopf
Fiktive Zukunft im besten Schreibstil!


Als ich zum ersten Mal den Klappentext von Der Untergang Europas - Vorbei und lange vergessen las, war ich der Meinung, einen "weiteren Endzeitroman" vor mir zu haben - mit Sicherheit gut, aber nichts Besonderes. Allerdings sollte ich nicht Recht behalten!

Das Cover ist düster gestaltet. Der größte Teil des Covers wird von einer Fotografie bedeckt, welche eine vertrocknete und spröde Landschaft zeigt. 
Es wirkt unheimlich und bedrohlich, was durch den schwarzen Einband noch verstärkt wird. Sobald man beginnt das Buch zu lesen, merkt man sehr schnell, dass das Cover den Inhalt des Buches sehr gut auf den Punkt bringt.

Die Geschichte dreht sich um Charaktere, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Alle erleben die "neue" Welt auf eine andere Weise. Auf der einen Seite verfolgt man das Schicksal der jungen Agneta, die sich verliebt, dann aber zwangsverheiratet werden soll. Jeffrey ist ein Soldat aus England, Lukas, der Sohn des Kaisers, sucht verzweifelt seine Schwester und Karo ereilt ein schreckliches Schicksal. So könnte ich jetzt für Stunden weitermachen, da es so viele interessante und schön beschriebene Charaktere in diesem Buch gibt, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Durch individuelle Merkmale und authentische Sprache, auf welche ich später noch eingehen werde, kann sich der Leser sehr gut in die Figuren einfühlen. Auch erfährt man zu Beginn nicht sofort jedes Detail über die Figuren, sondern kann sie langsam kennenlernen, was ich persönlich immer sehr schön finde.
Mir ging der erste Charakter, den man im Buch kennenlernt, Asen, sehr ans Herz.

Die Geschichte beginnt sehr aufregend und bleibt die ganze Lesezeit über spannend. Es gibt vor jedem Kapitel eine "historische Einführung", die dem Leser nochmal die Veränderungen und die Seriosität der Situation bewusst macht. Durch die verschiedenen Charaktere und ihre Situationen, die auch in verschiedenen Teilen der Erde spielen, bleibt Abwechslung in der Geschichte und es ist immer spannend. Besonders die Verschwörung eines Dorfes mit schrecklichen Auswirkungen hat mich sehr überrascht und begeistert. Wer sich nicht so sehr für die politischen Kapitel interessiert oder nicht so sehr auf diesem Gebiert bewandert ist, wird durch die Bemerkungen trotzdem gut in das Geschehen eingeführt, wie ich finde. 

Den Aufbau des Buches finde ich sehr gut gestaltet. Wie oben schon beschrieben, wird das Buch durch den Wechsel von "individuellen Geschichten", Ländern und Ansichten, ebenso wie das politische und geschichtliche Geschehen nicht langweilig und bleibt interessant. 
Zu Beginn des Buches ist eine Zeittafel abgebildet, welche sich vom Jahr 2011 bis zum Jahr 2050 erstreckt. So kann man sich gleich zu Anfang einen guten Überblick über das geschichtliche Geschehen verschaffen.

Die Sprache ist den Situationen und den Personen angemessen und authentisch. Einige Personen sprechen mit Dialekten (z.B. Popeye oder Bernie) und andere drücken sich sehr gewählt aus und etwas "sachbuchhaft". Dies allerdings ist den Charakteren sehr gut angepasst.
Durch die vielen Adjektive und die ausgeschmückte Beschreibung wirkt die Geschichte sehr real und man kann fast nicht mehr aufhören zu lesen.
Auch ist die Sprache einfach angenehm zu lesen, man muss sich nicht wahnsinnig auf jedes Wort konzentrieren, was das Lesen von knapp 500 Seiten zu einem großen Spaß macht.

Ich finde, dass die "Message" des Buches sehr gut auf unsere heutige Zeit passt. Es gibt alles nicht mehr, was wir heute für selbstverständlich halten. Elektrizität, unser Klima, Wasser, Computer, Internet, ein sicheres Leben, alle Lebensmittel... 
Aus diesem Grund denke ich, dass das Buch in gewisser Weise auch einen "Appell" an die Menschheit darstellt, da man sich unweigerlich über sein eigenes Leben und die Zukunft der Erde Gedanken macht.
Auch muss ich hier noch die Genauigkeit des Autors loben, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie viel Arbeit es gekostet haben muss, all die Details so auszuarbeiten und das Buch so realistisch darzustellen. Von einem Artikel der FAZ bis zum englischen König William und allen geographischen Besonderheiten passt einfach alles und an Abwechslung (Artikel, Geschichte, Diskussionen, Ratssitzungen, jugendliche Romanzen, Verschwörung eines Dorfes...) fehlt es wirklich nicht.




Fazit:

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch zu meiner Top 10 der besten Bücher zählt. Ich bin selbst sehr positiv überrascht, nicht einmal wirklich einen Kritikpunkt gefunden zu haben, und kann das Buch nur jedem empfehlen. Außerdem freue ich mich jetzt sehr, den zweiten Teil der Reihe zu lesen.
Aus diesem Grund kann ich nur 5 Sterne vergeben.

Ich bin begeistert und hoffe auf noch viele Bücher von Herrn Kauscheder.
Ich möchte mich hier auch noch für das Rezensionsexemplar bei Herrn Kauscheder bedanken. Ich hatte sehr viel Spaß, beim Lesen und Rezensieren Ihres Buches.

Geteilter Meinung....

Katastrophen suchen die Erde heim
Die Menschen sind nur noch ein Elend ihrer selbst...
Wie wird die Menschheit überleben können?

Eckdaten zum Buch:


Erscheinungsdatum:04.02.2014
Verlag : CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 9781495443756
380 Seiten
Genre: Dystopie
Art: Reihe (?)
Autor:

Dietmar L. Kauscheder lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Wolkersdorf im Weinviertel (nördlich von Wien). Seit der Schulzeit beschäftigt er sich immer wieder mit kurzen Texten ohne jedoch eine Veröffentlichung anzustreben. Das Lesen von Romanen im Fantasy und Fiction Genre gehört seit seiner Jugend zu seiner Leidenschaft. Nach der Erstellung einer Vielzahl von beruflichen Dokumentationen, Spezifikationen und dergleichen entsteht der Wunsch einen vollständigen Roman in Form eines mehrteiligen Zyklus auszuarbeiten. Mit „Das Ende der Diaspora“, dem 1. Band aus dem Zyklus „Der Untergang Europas“, legt er einen mitreißenden Endzeit-Roman im Europa gegen Ende des 21. Jahrhunderts vor.

Klappentext:

Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben.

Lukas Esterházy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten. Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tilsdale, ein Soldat der Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in Südfrankreich.

Der Erste und Zweite Teil der Serie sind bereits veröffentlicht.
Die Veröffentlichung des Dritten Teiles ist gegen Ende 2015 geplant.

Cover:

Das Cover ist sehr schlicht und eigentlich unauffällig - so fehlt das Buch trotz des interessanten Inhalts sicherlich oftmals einfach durch den Rost....

Schreibstil:

Der Schreibstil von Herrn Kauscheder ist zwar interessant aber im großen und ganzen etwas anstrengend zu lesen - sein Schreibstil ist mit vielen Details und Fakten versetzt die den Leser wirklich in diese "So ist es und nicht anders" Gefühl, durch diese ganzen Fakten wirkt der Schreibstil gleichzeitig auch sehr trocken und so konnte ich leider nu sehr wenig Seiten am Stück lesen, wobei ich diese wenigen Seiten immer sehr genossen habe.

Meinung:

Ware Protagonisten die man mögen muss, finde ich persönlich gibt es eigentlich nicht - das Buch baut eher Amtosphäre auf und will den Leser in seine Welt hineinziehen - in eine düstere Welt die wir uns so gar nicht vorstellen zu vermögen. Man bündle einfach alle erdenklichen Möglichkeiten die passieren könnten und schon hat man den Kollaps der Extraklasse. Die Gesellschaft ist auf diesesn Strudel des Chaos nicht vorbereitet und so nimmt der Teufelskreis kein Ende. Jedoch schafft es Dietmar L. Kauscheder so überzeugend diese ganzen Geschehnisse zu schildern, dass man ihm das glaubhaft abnimmt. Dennoch hapert es meiner Meinung nach ab und zu etwas an der Umsetzung da mache Formulieren etwas holprigen klingen und so etwas aus dem Kontext fallen.

Interessanterweise muss ich sagen hat diese Dystopie eher weniger mit einer klassichen Dystopie zu tun sondern eher mit einer "Was wäre wenn..." Geschichte die sehr glaubhaft und erschreckend zu gleich ist. Fans von klassischen Dystopien könnten eventuell etwas Fehl am Platz sein. Ganz wichtig ist jedoch, dass man sich viel Zeit zum lesen nimmt - da man dieses Buch wie gesagt nicht in einem Rutsch liest sondern am besten Etappenweise um die Ereignisse auch gedanklich verarbeiten zu können.

Positiv hervorheben möchte ich noch die Einleitung in die einzelnen Kaptil auf die habe ich mich immer sehr gefreut!
Interessante Ansätze gibt es auf jeden Fall zur Genüge!

Fazit: Eine äußerst interessante Umsetzung mit eher schwachen Protagonisten und einem unauffälligen Cover, dennoch lesenswert!

Cover: 0,6 von 1 Stern
Schreibstil: 0,8 von 1 Stern
Protagonisten: 0,6 von 1 Stern
Thematik: 1,6 von 2 Sternen

Gesamteindruck: 3,6 von 5 möglichen Sternen

Cover des Buches Der Untergang Europas: Vorbei und lange vergessen (ISBN: B00IZNBABC)

Rezension zu "Der Untergang Europas: Vorbei und lange vergessen" von Dietmar Kauscheder

Ein LovelyBooks-Nutzer
✎ Dietmar L. Kauscheder - Der Untergang Europas 1 vorbei und lange vergessen

Mit dieser Geschichte habe ich mich mal wieder auf ein für mich bisher weniger belesenes Terrain begeben. Als ich den Klappentext las, war ich schon gespannt, was der Autor aus unserem Europa gemacht hat, auch wenn ich dies nicht mehr miterleben könnte. (2091 wäre ich über 100 Jahre alt)
Ich muss gestehen, dass ich hier 2 Anläufe brauchte, um durch das Buch durchzukommen, denn ich hatte es schlichtweg unterschätzt. Nicht, weil es knapp 500 Seiten hat, sondern weil es vor allem seeehr komplex und wirklich nichts für zwischendurch ist.
Das Geschehen an sich ist recht interessant. Dietmar L. Kauscheder beschreibt das Drumherum auch wirklich anschaulich. Für mich war es streckenweise aber ebenso ziemlich zäh. Auch bekommt man zu viele Informationen geboten und die Geschichte spielt sich auf vielen Ebenen ab - insgesamt 5! -, was dazu führte, dass man sich vorher überlegen musste: Habe ich jetzt wirklich Zeit, mich mit dem Buch zu beschäftigen oder schaffe ich nur ein paar Seiten? Für "ein paar Seiten" ist dieses Buch nicht gemacht. (und ich bin ein Zwischendurchleser)
Für mich persönlich ist diese Lektüre nichts - zu lang, zu komplex, zu anstrengend, zu viele Geschehnisse, denen man sehr aufmerksam folgen muss. Zu viel eben.. Wer aber auf so etwas steht, dem könnte die Geschichte sicher gefallen. Man sollte sich aber vorher im Klaren darüber sein, was auf einen zukommt: dies ist ein Dreiteiler; kein Teil ist in sich abgeschlossen, das heißt, wenn man nicht alles liest, bleibt man auf der Strecke; jeder Teil hat mehr als 500 Seiten; man kann nicht mal eben zwischendurch reinlesen, sondern muss sich Zeit nehmen; die Geschichte ist sehr vielschichtig.
Ich hoffe, dass diese Geschichte keine Wahrheit wird, denn möglich ist alles.. (und daher sehr erschreckend)

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