Dietmar L. Kauscheder

 4.3 Sterne bei 12 Bewertungen
Dietmar L. Kauscheder

Lebenslauf von Dietmar L. Kauscheder

Dietmar L. Kauscheder lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Wolkersdorf im Weinviertel (nördlich von Wien). Seit der Schulzeit beschäftigt er sich immer wieder mit kurzen Texten ohne jedoch eine Veröffentlichung anzustreben. Das Lesen von Romanen im Fantasy und Fiction Genre gehört seit seiner Jugend zu seiner Leidenschaft. Nach der Erstellung einer Vielzahl von beruflichen Dokumentationen, Spezifikationen und dergleichen entsteht der Wunsch einen vollständigen Roman in Form eines mehrteiligen Zyklus auszuarbeiten. Mit „Das Ende der Diaspora“, dem 1. Band aus dem Zyklus „Der Untergang Europas“, legt er einen mitreißenden Endzeit-Roman im Europa gegen Ende des 21. Jahrhunderts vor.

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Rezension zu "Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen" von Dietmar L. Kauscheder

Eine tolle Realdystopie. Beklemmend und spannend
Romanfresservor 3 Jahren

Dietmar Kauscheder schrieb mich an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, sein Buch 'Der Untergang Europas - Vorbei und lange vergessen' zu rezensieren. Und weil das Genre interessant klang, war es für mich auch kein Hindernis, meinen eBook-Reader herauszukramen und frisch aufzuladen - und ich sagte zu.

Richtig im Trend sind ja im Moment Dystopien mit phantastischen Elementen, meistens als Jugendbuch verpackt - aber auch an klassischer Science-Fiction oder Zombieromanen herrscht kein Mangel. Was man aber beeindruckend selten findet, sind echte Zukunftsvisionen. Ohne übersinnliche Elemente oder Zombieviren, einfach eine düstere Zukunftsvision Europas. Diese baut Dietmar Kauscheder in seinem Buch auf:

Europa ist nach zahlreichen Schicksalsschlägen im 21. Jahrhundert dem Untergang geweiht. Massive Klimaveränderungen und die Polschmelze haben Europa halb untergehen lassen und halb in eine Steppe verwandelt. Die Gegend um die Ukraine ist nach Kernkraftunfällen unbewohnbar und durch einen Computervirus ist das gesamte, maschinell gespeicherte Wissen verlorengegangen und es kann nun einzig und allein auf Bücher zurückgegriffen werden. Die Anfang des Jahrhunderts diskutierte Reindustrialisierung scheiterte und so hat Europa nun nicht nur massive Probleme mit der Stromversorgung des Kontinents, sondern auch mit der Erzeugung von Rohstoffen. Es wirkt inzwischen so, als sei man größtenteils zu einem vorindustriellen Zustand zurückgekommen, durch die Auflösung der Europäischen Union und das Scheitern der Demokratien gewinnt nun die Friedenspolitik eine ganz neue Bedeutung.

In diese Situation hinein kommt Lukas, Sohn des österreichischen Monarchen, der immer wieder vom Hofe ausreißt, um die Welt draußen selbst zu erleben. Auf einem dieser Trips erzählt ihm eine gute Freundin, Karo, von ihrem Dorf, in dem Lukas' seit Jahren verschleppte Schwester von ihren Entführern gegen Entlohnung der Dorfbewohner festgehalten wurde. Kurz darauf wird Karo entführt und Lukas beginnt mit einem ihm zugewiesenen Major die Suche nach ihr und den Spuren seiner Schwester.

Gleichzeitig lässt London zum Angriff blasen und setzt mit einigen Soldaten nach Frankreich über. Eine Gruppe von Veteranen löst sich jedoch von der Armee, da sie sich mit der etwas verschobenen Soldatenethik der Jungsoldaten nicht anfreunden können. Sie schließen sich mit französischen Jungen zusammen, die auf dem Weg nach Süden sind, um mit ihnen vor dem Krieg zu fliehen.

Parallel dazu finden im Osten Verhandlungen statt, ob Sankt Petersburg nicht dem Städtebund des Baltikums beitreten soll. Hier lernen wir Agneta kennen, die mit einem Jungenanbendelt, den sie im vergangenen Sommer kennenlernte, und dann aus heiterem Himmel zum Opfer der Verhandlungen zwischen den adligen Häusern wird.

Kauscheder unterteilt sein Buch in gut ein Dutzend Kapitel und in jedem Kapitel, das aus mehreren Abschnitten besteht, wechselt die aktuelle Perspektive. Was in diesem ersten Band allerdings noch nicht passiert, ist, dass die Stränge zusammengeführt werden. Am Ende des Bandes gibt es zwar noch einige Wendungen, aber was die drei Stränge miteinander zu tun haben, wird noch nicht deutlich. Hier bin ich auf die kommenden Bände gespannt.

Mir gefiel Der Untergang Europas ausgesprochen gut. Ich glaube, ich habe selten so eine interessante Zukunftsvision gelesen. Sehr gelungen finde ich die Beschreibung der Welt. Wir wissen am Anfag noch nicht genau, was alles passiert ist, werden aber kurz in die Geschichte eingeführt. Zu Beginn jeden Kapitels erfahren wir zusätzliche Details des historischen Ablaufes. Soweit ich das überblicken konnte, sind die geschilderten Ereignisse allesamt schlüssig, nachvollziehbar und ohne Widersprüche. Natürlich wirkt das alles etwas extrem pessimistisch und die Kombination der Ereignisse ist sicherlich unwahrscheinlich, aber die Ereignisse selbst sind allesamt durchaus denkbar.

Die Geschichte, der Plot, die Handlung des Buches waren klasse angelegt. Es liest sich wie eine abgefahrene Mischung aus historischem Roman und Science-Fiction. Die Verweise auf die Vergangenheit sind äußerst amüsant und mitunter erschreckend zu lesen, es ist mal beklemmend, mal amüsant zu lesen, wie die Gesellschaft in 75 Jahren aussehen könnte, aber ich fühlte mich in diesem Buch immer gut aufgehoben. Das liegt natürlich auch an den Charakteren. Die Charaktere sind lebendig beschrieben und man hat nicht das Gefühl, sie handeln plump und eindimensional, viel mehr wirkt es so, als wären die Charaktere allesamt vielschichtig und gut durchdacht - sonst hätten die Wendungen am Ende des Bandes auch nicht so gut gewirkt. Große Charakterentwicklung ist noch nicht entscheidend passiert, an einigen Stellen klingt das mal an - aber das ist für einen ersten Band, eine Exposition ja auch ganz natürlich; ich denke, hier werden die anderen Bände ansetzen.

Noch ein Wort zur Sprache: Der Sprachstil ist sehr angenehm zu lesen. Es hebt sich jetzt nicht, wie ein Hemmingway heraus, aber die Sprache ist funktional, gut beschreibend, das Buch ist ausreichend umfangreich um die Welt schlüssig zu beschreiben (es sind knapp 500 Seiten) und insgesamt war es einfach jederzeit gut zu lesen, anspruchsvoll, aber nicht überfordernd und sehr zugänglich.

Insgesamt gefiel mir Der Untergang Europas ausgesprochen gut, es war eine klasse Geschichte, ein sehr guter erster Band und mal etwas neues im Dystopien-Einheitsbrei. Eine erfrischende Idee mit dem richtigen Maß zwischen Beklemmung und Unterhaltung, für die ich gerne 4,5/5 Sternen gebe und für Lovelybooks gerne auf fünf Sterne aufrunde. Und dass ich hier einen Indie-Autor und kein Buch eines großen Verlags lese, hatte ich nach den ersten Seiten schon vergessen. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

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Rezension zu "Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen" von Dietmar L. Kauscheder

Könnte wahr werden...
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Rückentext:

Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben. Lukas Esterhazy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten. Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tisdale, ein Soldat der Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in Südfrankreich.


Meinung:

In der Geschichte ist man sehr schnell drin, da der Schreibstil flüssig und angenehm ist. Der Autor zeigt nicht nur, wie es im Jahre 2091 aussehen kann sondern schreibt in kursiver Schrift, wie es dazu gekommen ist. Eine Besonderheit sind die Kapitel rund um die Hamburger Hanse. Hier ist alles protokollartig geschrieben. Die „Zukunft“ ist realistisch und nachvoll-ziehbar. Die Charaktere sind facettenreich und gut beschrieben. Besonders Agneta ist mir mit ihrer Art ans Herz gewachsen. Sehr hilfreich ist am Ende des Buches die historische Zeitlinie und auch Regionen und Personen sind dort nachzulesen. Etwas störend empfand ich die kleine Schrift, was das Lesen etwas erschwert hat.


Fazit:

Dieses Buch ist kein leichter Lesestoff und man sollte sich Zeit nehmen zum lesen. Mir hat die Lektüre gefallen und kann sie auch weiter-empfehlen.

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Rezension zu "Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen" von Dietmar L. Kauscheder

Eine etwas andere Dystopie !
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Inhalt (Buchrückentext):
Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer
verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die
Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der
Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben. Lukas Esterházy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten.
Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung
seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein
militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen
Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St.
Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen
ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tilsdale, ein Soldat der
Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in
Südfrankreich.

Meinung:
Dieses Buch ist mal eine ganz neue und eigene Interpretation des Endzeit/Dystopiegenres!Außer der Tatsache , dass die Geschichte in der Zukunft angesiedelt ist , hat dieses Buch fast nichts mehr , mit der klassischen Form dieses Genres zu tun .
Wir bekommen als Leser höchst komplexe und intellektuell gestaltete Einblicke , in das neue und so anders erscheinende Europa und anhand vier Protagonisten wird uns die ernste und teils aussichtslose Lage der Menschheit bewusst gemacht und vor Augen geführt .
Denn das neue Europa ist anhand technischer und politischer Standards fast komplett in die Versorgung und in die politischen Umstände vergangener Zeit verfallen.
An luxuriöse Selbstverständlichkeiten , wie der Zugang zu Fahrzeugen ist kaum mehr zu denken und nur noch der höchst privilegierten Gesellschaft ist dieser Luxus vorbehalten .

Die glaubhafte und authentische Darstellung, der vorherrschende Grundsituation ist dem Autor Dietmar L. Kauscheder durchaus gut und auf faszinierend komplexe Art und Weise gelungen .
Dennoch ist für mich die Umsetzung der wirklich grandios ausgedachten Geschichte der Kritikpunkt der Story .Denn obwohl die Geschichte an sich sehr spannend ist , wird man als Leser mit sehr vielen (in meinen Augen zu vielen ) Informationen überhäuft , wodurch der Lesespaß ein wenig auf der Strecke bleibt . Dieses Buch ist definitiv kein Buch für zwischendurch , sondern eine wahre Aufgabe , bei der aus meiner Sicht weniger mehr gewesen wäre .
Durch die teils protokollartige und sachbuchmäßige Erzählform des Autors , geht die so wichtige Charakterisierung ein wenig verloren , wodurch mir die Charaktere bis zum Schluss fremd und unnahbar blieben . Und genau durch diese fehlende Ausarbeitung der Protagonisten , konnte mich auch die Geschichte nicht berühren oder fesseln . Zwar gab es im Laufe der Geschichte eine deutliche Verbesserung der Charakterisierung , dennoch blieb mir diese , für die stolze Seitenanzahl von ca. 380 deutlich zu ungenau.
Dennoch muss ich sagen , wer ein absoluter Fan von Dystopien in historischer Erzählform ist und sich von sachlichen und protokollartigen Erzählungen nicht stören lässt und sich auf diese Geschichte mit einem langsamen Lesetempo einlassen kann , dem könnte dieses Buch vielleicht gefallen .
Für mich war die Thematik einfach zu anstrengend und in zu sachlicher Form erzählt und mit deutlich zu wenigen Emotionen umgesetzt. Weshalb sich bei mir der Leseeindruck eines sehr anstrengenden Sachbuchs einstellte und somit der Lesespaß auf der Strecke blieb .

Fazit :
Eine Form der Dystopie , die sich von der klassischen Strukturierung und Umsetzung distanziert und ganz eigene manchmal zu komplexe und ausführliche  Wege geht .
Dennoch ist die Grundidee wirklich bestechend intellektuell und an sich grandios authentisch dargestellt , nur leider beinhaltet die Umsetzung (für mich) einige Schwächen .
Ein Buch welches die volle Aufmerksamkeit und Zeit des Lesers in Anspruch nehmen wird und das für klassische Dystopiefans vielleicht eine Enttäuschung sein könnte .
Dennoch kein schlechtes Buch , mit durchaus interessanten Denkansätzen und einem Ende , welches recht offen bleibt und erst in den Folgebänden aufgelöst wird.
Für mich eher ein ambivalentes Leseerlebnis , Idee grandios , Umsetzung eher weniger .

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Gespräche aus der Community

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In einem Europa mit minimaler Energieversorgung, versagender Technologie und großteils ohne funktionierende Industrie beginnt ein Kampf zwischen wenigen Reichen um die Vorherrschaft auf dem Kontinent.

  • Ihr liebt post-apokalyptische Geschichten?
  • Ihr glaubt, dass die Zukunft unseres Kontinents unter keinem guten Stern steht?
  • Und - ihr denkt, eine komplexe Endzeit-Story mit interessanten Charakteren fehlt in der deutschsprachigen Buchlandschaft?
Dann seid ihr hier völlig richtig !!!!!!!!

Ich verlose 10 Taschenbücher (oder wenn gewünscht eBooks im MOBI-Format).

Die Bewerbung endet am 11. April 2014.

Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben. Lukas Esterházy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten. Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tilsdale, ein Soldat der Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in Südfrankreich.

Ich freue mich auf zahlreiche Leser, die den 1. Teil meiner Serie in der Leserunde besprechen und anschließend rezensieren (wenn möglich auf Amazon).

Viel Glück!
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von 1 Lesern gefolgt

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