Dietmar L. Kauscheder Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen

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Inhaltsangabe zu „Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen“ von Dietmar L. Kauscheder

Europa steht am Ende des 21. Jahrhunderts kurz vor dem Ende. Spannend und wortgewaltig wird ein realistisches Zukunftszenario geschildert.

— Romanfresser
Romanfresser

Ein Thema, das gar nicht so utopisch oder dystopisch klingt, wie es vielleicht sogar schon ist.

— esposa1969
esposa1969

Eine mögliche Vision des Lebens in Europa am Ende des 21. Jahrhundert. Realistisch und glaubwürdig.

— Smberge
Smberge
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  • Eine tolle Realdystopie. Beklemmend und spannend

    Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen
    Romanfresser

    Romanfresser

    27. November 2015 um 12:00

    Dietmar Kauscheder schrieb mich an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, sein Buch 'Der Untergang Europas - Vorbei und lange vergessen' zu rezensieren. Und weil das Genre interessant klang, war es für mich auch kein Hindernis, meinen eBook-Reader herauszukramen und frisch aufzuladen - und ich sagte zu. Richtig im Trend sind ja im Moment Dystopien mit phantastischen Elementen, meistens als Jugendbuch verpackt - aber auch an klassischer Science-Fiction oder Zombieromanen herrscht kein Mangel. Was man aber beeindruckend selten findet, sind echte Zukunftsvisionen. Ohne übersinnliche Elemente oder Zombieviren, einfach eine düstere Zukunftsvision Europas. Diese baut Dietmar Kauscheder in seinem Buch auf: Europa ist nach zahlreichen Schicksalsschlägen im 21. Jahrhundert dem Untergang geweiht. Massive Klimaveränderungen und die Polschmelze haben Europa halb untergehen lassen und halb in eine Steppe verwandelt. Die Gegend um die Ukraine ist nach Kernkraftunfällen unbewohnbar und durch einen Computervirus ist das gesamte, maschinell gespeicherte Wissen verlorengegangen und es kann nun einzig und allein auf Bücher zurückgegriffen werden. Die Anfang des Jahrhunderts diskutierte Reindustrialisierung scheiterte und so hat Europa nun nicht nur massive Probleme mit der Stromversorgung des Kontinents, sondern auch mit der Erzeugung von Rohstoffen. Es wirkt inzwischen so, als sei man größtenteils zu einem vorindustriellen Zustand zurückgekommen, durch die Auflösung der Europäischen Union und das Scheitern der Demokratien gewinnt nun die Friedenspolitik eine ganz neue Bedeutung. In diese Situation hinein kommt Lukas, Sohn des österreichischen Monarchen, der immer wieder vom Hofe ausreißt, um die Welt draußen selbst zu erleben. Auf einem dieser Trips erzählt ihm eine gute Freundin, Karo, von ihrem Dorf, in dem Lukas' seit Jahren verschleppte Schwester von ihren Entführern gegen Entlohnung der Dorfbewohner festgehalten wurde. Kurz darauf wird Karo entführt und Lukas beginnt mit einem ihm zugewiesenen Major die Suche nach ihr und den Spuren seiner Schwester. Gleichzeitig lässt London zum Angriff blasen und setzt mit einigen Soldaten nach Frankreich über. Eine Gruppe von Veteranen löst sich jedoch von der Armee, da sie sich mit der etwas verschobenen Soldatenethik der Jungsoldaten nicht anfreunden können. Sie schließen sich mit französischen Jungen zusammen, die auf dem Weg nach Süden sind, um mit ihnen vor dem Krieg zu fliehen. Parallel dazu finden im Osten Verhandlungen statt, ob Sankt Petersburg nicht dem Städtebund des Baltikums beitreten soll. Hier lernen wir Agneta kennen, die mit einem Jungenanbendelt, den sie im vergangenen Sommer kennenlernte, und dann aus heiterem Himmel zum Opfer der Verhandlungen zwischen den adligen Häusern wird. Kauscheder unterteilt sein Buch in gut ein Dutzend Kapitel und in jedem Kapitel, das aus mehreren Abschnitten besteht, wechselt die aktuelle Perspektive. Was in diesem ersten Band allerdings noch nicht passiert, ist, dass die Stränge zusammengeführt werden. Am Ende des Bandes gibt es zwar noch einige Wendungen, aber was die drei Stränge miteinander zu tun haben, wird noch nicht deutlich. Hier bin ich auf die kommenden Bände gespannt. Mir gefiel Der Untergang Europas ausgesprochen gut. Ich glaube, ich habe selten so eine interessante Zukunftsvision gelesen. Sehr gelungen finde ich die Beschreibung der Welt. Wir wissen am Anfag noch nicht genau, was alles passiert ist, werden aber kurz in die Geschichte eingeführt. Zu Beginn jeden Kapitels erfahren wir zusätzliche Details des historischen Ablaufes. Soweit ich das überblicken konnte, sind die geschilderten Ereignisse allesamt schlüssig, nachvollziehbar und ohne Widersprüche. Natürlich wirkt das alles etwas extrem pessimistisch und die Kombination der Ereignisse ist sicherlich unwahrscheinlich, aber die Ereignisse selbst sind allesamt durchaus denkbar. Die Geschichte, der Plot, die Handlung des Buches waren klasse angelegt. Es liest sich wie eine abgefahrene Mischung aus historischem Roman und Science-Fiction. Die Verweise auf die Vergangenheit sind äußerst amüsant und mitunter erschreckend zu lesen, es ist mal beklemmend, mal amüsant zu lesen, wie die Gesellschaft in 75 Jahren aussehen könnte, aber ich fühlte mich in diesem Buch immer gut aufgehoben. Das liegt natürlich auch an den Charakteren. Die Charaktere sind lebendig beschrieben und man hat nicht das Gefühl, sie handeln plump und eindimensional, viel mehr wirkt es so, als wären die Charaktere allesamt vielschichtig und gut durchdacht - sonst hätten die Wendungen am Ende des Bandes auch nicht so gut gewirkt. Große Charakterentwicklung ist noch nicht entscheidend passiert, an einigen Stellen klingt das mal an - aber das ist für einen ersten Band, eine Exposition ja auch ganz natürlich; ich denke, hier werden die anderen Bände ansetzen. Noch ein Wort zur Sprache: Der Sprachstil ist sehr angenehm zu lesen. Es hebt sich jetzt nicht, wie ein Hemmingway heraus, aber die Sprache ist funktional, gut beschreibend, das Buch ist ausreichend umfangreich um die Welt schlüssig zu beschreiben (es sind knapp 500 Seiten) und insgesamt war es einfach jederzeit gut zu lesen, anspruchsvoll, aber nicht überfordernd und sehr zugänglich. Insgesamt gefiel mir Der Untergang Europas ausgesprochen gut, es war eine klasse Geschichte, ein sehr guter erster Band und mal etwas neues im Dystopien-Einheitsbrei. Eine erfrischende Idee mit dem richtigen Maß zwischen Beklemmung und Unterhaltung, für die ich gerne 4,5/5 Sternen gebe und für Lovelybooks gerne auf fünf Sterne aufrunde. Und dass ich hier einen Indie-Autor und kein Buch eines großen Verlags lese, hatte ich nach den ersten Seiten schon vergessen. Ich freue mich schon auf den zweiten Band.

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  • Leserunde zu "Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen" von Dietmar L. Kauscheder

    Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen
    Feanor

    Feanor

    In einem Europa mit minimaler Energieversorgung, versagender Technologie und großteils ohne funktionierende Industrie beginnt ein Kampf zwischen wenigen Reichen um die Vorherrschaft auf dem Kontinent. Ihr liebt post-apokalyptische Geschichten?, Ihr glaubt, dass die Zukunft unseres Kontinents unter keinem guten Stern steht?, Und - ihr denkt, eine komplexe Endzeit-Story mit interessanten Charakteren fehlt in der deutschsprachigen Buchlandschaft? Dann seid ihr hier völlig richtig !!!!!!!! Ich verlose 10 Taschenbücher (oder wenn gewünscht eBooks im MOBI-Format). Die Bewerbung endet am 11. April 2014. Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben. Lukas Esterházy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten. Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tilsdale, ein Soldat der Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in Südfrankreich. Ich freue mich auf zahlreiche Leser, die den 1. Teil meiner Serie in der Leserunde besprechen und anschließend rezensieren (wenn möglich auf Amazon). Viel Glück!

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  • Könnte wahr werden...

    Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. June 2014 um 22:09

    Rückentext: Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben. Lukas Esterhazy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten. Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tisdale, ein Soldat der Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in Südfrankreich. Meinung: In der Geschichte ist man sehr schnell drin, da der Schreibstil flüssig und angenehm ist. Der Autor zeigt nicht nur, wie es im Jahre 2091 aussehen kann sondern schreibt in kursiver Schrift, wie es dazu gekommen ist. Eine Besonderheit sind die Kapitel rund um die Hamburger Hanse. Hier ist alles protokollartig geschrieben. Die „Zukunft“ ist realistisch und nachvoll-ziehbar. Die Charaktere sind facettenreich und gut beschrieben. Besonders Agneta ist mir mit ihrer Art ans Herz gewachsen. Sehr hilfreich ist am Ende des Buches die historische Zeitlinie und auch Regionen und Personen sind dort nachzulesen. Etwas störend empfand ich die kleine Schrift, was das Lesen etwas erschwert hat. Fazit: Dieses Buch ist kein leichter Lesestoff und man sollte sich Zeit nehmen zum lesen. Mir hat die Lektüre gefallen und kann sie auch weiter-empfehlen.

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  • Eine etwas andere Dystopie !

    Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. May 2014 um 16:45

    Inhalt (Buchrückentext): Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben. Lukas Esterházy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten. Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tilsdale, ein Soldat der Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in Südfrankreich. Meinung: Dieses Buch ist mal eine ganz neue und eigene Interpretation des Endzeit/Dystopiegenres!Außer der Tatsache , dass die Geschichte in der Zukunft angesiedelt ist , hat dieses Buch fast nichts mehr , mit der klassischen Form dieses Genres zu tun . Wir bekommen als Leser höchst komplexe und intellektuell gestaltete Einblicke , in das neue und so anders erscheinende Europa und anhand vier Protagonisten wird uns die ernste und teils aussichtslose Lage der Menschheit bewusst gemacht und vor Augen geführt . Denn das neue Europa ist anhand technischer und politischer Standards fast komplett in die Versorgung und in die politischen Umstände vergangener Zeit verfallen. An luxuriöse Selbstverständlichkeiten , wie der Zugang zu Fahrzeugen ist kaum mehr zu denken und nur noch der höchst privilegierten Gesellschaft ist dieser Luxus vorbehalten . Die glaubhafte und authentische Darstellung, der vorherrschende Grundsituation ist dem Autor Dietmar L. Kauscheder durchaus gut und auf faszinierend komplexe Art und Weise gelungen . Dennoch ist für mich die Umsetzung der wirklich grandios ausgedachten Geschichte der Kritikpunkt der Story .Denn obwohl die Geschichte an sich sehr spannend ist , wird man als Leser mit sehr vielen (in meinen Augen zu vielen ) Informationen überhäuft , wodurch der Lesespaß ein wenig auf der Strecke bleibt . Dieses Buch ist definitiv kein Buch für zwischendurch , sondern eine wahre Aufgabe , bei der aus meiner Sicht weniger mehr gewesen wäre . Durch die teils protokollartige und sachbuchmäßige Erzählform des Autors , geht die so wichtige Charakterisierung ein wenig verloren , wodurch mir die Charaktere bis zum Schluss fremd und unnahbar blieben . Und genau durch diese fehlende Ausarbeitung der Protagonisten , konnte mich auch die Geschichte nicht berühren oder fesseln . Zwar gab es im Laufe der Geschichte eine deutliche Verbesserung der Charakterisierung , dennoch blieb mir diese , für die stolze Seitenanzahl von ca. 380 deutlich zu ungenau. Dennoch muss ich sagen , wer ein absoluter Fan von Dystopien in historischer Erzählform ist und sich von sachlichen und protokollartigen Erzählungen nicht stören lässt und sich auf diese Geschichte mit einem langsamen Lesetempo einlassen kann , dem könnte dieses Buch vielleicht gefallen . Für mich war die Thematik einfach zu anstrengend und in zu sachlicher Form erzählt und mit deutlich zu wenigen Emotionen umgesetzt. Weshalb sich bei mir der Leseeindruck eines sehr anstrengenden Sachbuchs einstellte und somit der Lesespaß auf der Strecke blieb . Fazit : Eine Form der Dystopie , die sich von der klassischen Strukturierung und Umsetzung distanziert und ganz eigene manchmal zu komplexe und ausführliche  Wege geht . Dennoch ist die Grundidee wirklich bestechend intellektuell und an sich grandios authentisch dargestellt , nur leider beinhaltet die Umsetzung (für mich) einige Schwächen . Ein Buch welches die volle Aufmerksamkeit und Zeit des Lesers in Anspruch nehmen wird und das für klassische Dystopiefans vielleicht eine Enttäuschung sein könnte . Dennoch kein schlechtes Buch , mit durchaus interessanten Denkansätzen und einem Ende , welches recht offen bleibt und erst in den Folgebänden aufgelöst wird. Für mich eher ein ambivalentes Leseerlebnis , Idee grandios , Umsetzung eher weniger .

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  • Europa verändert sich

    Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen
    tweedledee

    tweedledee

    27. May 2014 um 16:39

    Der Roman "Der Untergang Europas - Erstes Buch: Vorbei und lange vergessen" von Dietmar L. Kauscheder spielt im Jahr 2091. Nachdem sich dramatische klimatische Veränderungen vollzogen haben sind die alten Staaten und Grenzen wie wir sie kennen in Europa nicht mehr existent. Die Menschheit wurde durch ein Virus dezimiert, die südlichen Teile Europas sind Wüsten und nicht mehr bewohnbar. Die Menschen sind nach Norden gewandert, neue Bünde haben sich gebildet. Die Bodenschätze sind versiegt, alle alten Materialien werden wieder verwertet. Energie ist ein dauerhaftes Problem und das verliebende Know How wird wie ein Schatz gehütet. Anhand von verschiedenen Handlungssträngen und aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zeichnet der Autor ein düsteres Bild Europas. Düster, aber durchaus vorstellbar. Jedem Handlungsstrang sind die fiktiven geschichtlichen Daten vorangestellt, die wichtige Informationen enthalten und einen Überblick geben, was seit heute bis 2091 passiert ist. Als Leser verfolgt man die Suche des Wiener Kaisersohnes Lukas nach seiner verschwundenen Schwester und erlebt die Invasion der Londoner Streitmacht in Frankreich aus der Perspektive Jeffreys mit seinem einzigartigen Dialekt. Andere Stränge spielen in Hamburg, Moskau und Riga. Während des lesens wird klar wie sehr sich die Welt inzwischen verändert hat und oft hatte ich Gänsehaut bei der Vorstellung, dass die fiktiven Ereignisse im Bereich des möglichen liegen. Die Figuren sind detailliert gezeichnet, die Handlung plausibel. Am liebsten habe ich die Lukas und Jeffrey Kapitel gelesen, die auch den größten Teil der Geschichte einnehmen. Beim lesen konnte ich tief in diese so fremde Welt eintauchen, allerdings ist es kein Buch das sich leicht nebenbei lesen lässt. Man muss sich schon auf die Handlung und die vielen verschiedenen Personen sowie die politischen Verwicklungen konzentrieren, um einen Überblick zu behalten. Fazit: Ich bin von der Geschichte positiv überrascht und freue mich schon auf den Folgeband.

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  • Dystopie

    Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen
    esposa1969

    esposa1969

    17. May 2014 um 19:48

    Hallo liebe Leser, heute berichte ich euch über diese Lektüre, die ich im Rahmen einer Leserunde mitgelesen habe: == Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen  == Autor: Dietmar L. Kauscheder == Buchrückentext: == Im Europa des Jahres 2091 haben nach der Wirtschaftskrise und einer verheerenden Klimakatastrophe zu Beginn des Jahrhunderts die Führungseliten einzelner Reiche die Macht an sich gerissen. Der Wettbewerb um die versiegenden Ressourcen bestimmt das gesellschaftliche und politische Leben. Lukas Esterházy, der junge Kaisersohn aus Wien, gerät auf der Suche nach seiner entführten Schwester in Schwierigkeiten. Doch er muss sich nicht nur im Kampf sondern auch in der Bewältigung seiner Gefühlswelt bewähren. Im Nordosten des Kontinents braut sich ein militärischer Konflikt des starken russischen Heeres mit dem baltischen Städtebund, der Heimat von Agneta Kakys, und den Familien in St. Petersburg zusammen. Zahlreiche Intrigen um Macht und Einfluss nehmen ihren Lauf. Währenddessen kämpft sich Jeffrey Tilsdale, ein Soldat der Londoner Armee, mit seinen Männern durch die unwirtliche Wüste in Südfrankreich. == Leseeindrücke: == Wir befinden uns in Europa anno 2091.  Dem Leser erscheint dieses Zeitalter weniger, als ob er sich in der Zukunft befinden würde, sondern eher zurück katapultiert in die Vergangenheit: Die globale Erderwärmung bzw. der Klimawandel hat Energieressourcen versiegen lassen. Aufgrund des Klimawandels haben sich Wüstenflächen breit gemacht, welche man auch sehr gut auf dem Cover erkennen kann, wie die Erde wüst und ausgetrocknet wirkt. Die Industrie wirkt rückschrittig, es mangelt an kompetenten Ingenieuren und Technikern. Der Autor zeigt mit dieser Lektüre auf, wie unser Europa, zerstört durch Seuchen und Klimawandel und die Probleme, die sich heute schon abzeichnen, wie dieses Europa in etwa 80 Jahren aussehen könnte. Trostlose Städte, menschenleer und unterversorgt. Der Autor springt aber nicht nur rund 80 Jahre vor in die Zukunft, sondern auch viele viele Jahre und Jahrzehnte zurück in die Vergangenheit, um uns in Kursivschrift schlagzeilenartig zu berichten, wa zuvor geschah. Fünf unterschiedliche Protagonisten und Schauplätze finden wir vor, welche der Autor in den jeweiligen Kapiteln detailliert charakterisiert und beschreibt. - Die Lukas-Kapitel: Der junge Kaisersohn Lukas Esterházy aus Wien, der auf der Suche nach seiner Schwester in Schwierigkeiten gerät. - Die Jeffrey-Kapitel: Der Londoner Soldat Jeffrey Tilsdale, welcher sich durch die Wüste Südfrankreichs kämpft. - Die Agneta-Kapitel: Über die Kaufmannstochter Agneta Kakys aus Riga und über den fiktiven militärischen Konflikt  des russischen Heeres und dem baltischen Städtebund. - Die Feodor-Kapitel: Moskau wird jetzt drei dominanten Familien beherrscht, in Moskau kann man zumindest als Reicher noch einigermaßen gut leben, es gibt Autos und sogar Obst und Gemüse. - Die Hamburger Hanse-Kapitel: Über den deutschen Ausstieg aus der Atomenergie Zusammenschluss nördlicher Bundesländer und Polen. Jedes dieser Kapitel verfügt noch einmal über etliche Unterkapitel. Im Anschluss an die Lektüre finden wir einen Anhang A - die historische Zeitlinie, sowie den Anhang B, eine Art Glossar über die im Buch benannten Regionen & Städte und Personen. Dieses Buch ist der 1. Band, welcher fortgesetzt wird durch den 2. Band: "Der Untergang Europas: Zweites Buch - Das Ende der Diaspora" , welches am 14. März 2014 erschienen ist und die Geschichte und deren Handlung zu Ende bringt. Was mich ein wenig gestört hat, war dass wenn ich einen Abschnitt oder ein Kapitel suchte, richtige Schwierigkeiten hatte, dieses wieder zu finden, da anstelle der jeweiligen Kapitel auf einer jeden Seite oben lediglich der Buchtitel wieder und wieder abgedruckt war. An dessen Stelle hätte ich mir die Kapitel-Namen gewünscht, da ich doch oft wieder zurück blättern musste oder gerade nach längeren Lesepausen das Gelesene wiese eins Gedächtnis rufen wollte. Diese Dystopie ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, sondern sehr zeitintensiv zu lesen und beschäftigt sich mit einem Thema, das gar nicht so utopisch oder dystopisch klingt, wie es vielleicht sogar schon ist. Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! Vielen Dank für´s Lesen! by esposa1969

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  • So könnte es wirklich kommen - Europa am Ende des 21. Jahrhunderts

    Der Untergang Europas: Erstes Buch - Vorbei und lange vergessen
    Smberge

    Smberge

    13. May 2014 um 11:33

    Wir schreiben das Jahr 2091. Wirtschaftskrisen und Seuchen haben die Gesellschaften, die wir heute kennen weitestgehend zerstört. Weite Teile Südeuropas sind unbewohnbar, aufgrund des Klimawandels haben große Wüstengebiete ausgebreitet. In Nordeuropa entwickeln sich Verteilungskämpfe um verbleibende Rohstoffe und noch vorhandenes Know-how. Die Menschen leben in vielen Bereichen wieder wie im Mittelalter.  In Österreich gibt es wieder eine Monarchie. Die Tochter des Kaisers ist vor 4 Jahren verschwunden. Ihr Bruder Lukas, der Thronfolger, macht sich auf die Suche nach ihr und erlebt dabei einige Abenteuer.  Im Norden hat sich der baltische Städtebund gebildet. Hier zeichnet sich ein möglicher Konflikt mit Russland ab. Politische Entscheidungen greifen in das Leben der Herrscherfamilien ein.  Die Londoner Armee ist in Frankreich eingefallen, auf der Suche nach Energiequellen. Jeffrey, ein Londoner Soldat, gerät mit den neuen Moralvorstellungen seiner Vorgesetzten in Konflikt und flieht mit einigen seiner Männer durch das entvölkerte Frankreich in die Pyrenäen.  Die nördlichen Bundesländer und Polen aber sich zur Hamburger Hanse zusammengeschlossen und kämpfen mit den Folgen des Energiemangels und der neuen europäischen Konflikten.  Der Autor entwirft eine durchaus vorstellbare Vision des Europas am Ende des 21. Jahrhunderts. Anhand von 3 fiktiven Personen in verschiedenen Regionen Europas wird der Leser in das Leben in dieser Zeit entführt. Hierbei verzichtet er auf Science Fiction, sondern zeichnet eine Welt, die sich in weiten Bereichen auf ein technisches Niveau vergangener Jahrhunderte zurückentwickelt. Dadurch erhalten die Geschichten eine erhebliche Glaubwürdigkeit.  Kurze Einführungen zu Beginn eines jeden Kapitels geben  -über die Zeitschiene hinweg- eine Erklärung, wie es, abgeleitet aus unserer heutigen Zeit, zu der beschriebenen Situation kommen konnte. Auch wenn es hier zu zum Teil extremen Entwicklungen kommt, sind diese eigentlich immer gut nachvollziehbar und glaubwürdig.  Die Charaktere sind gut gezeichnet und man sich als Leser gut in die Gedankengänge der einzelnen Personen hineinversetzen. Leider gehören 2 der Personen der gesellschaftlichen Oberschicht an, so dass der Blick auf das Leben der kleinen Leute etwas verloren geht. Allerdings können so die politischen Zusammenhänge gut in die Geschichten eingewoben werden.  Insgesamt ist das Buch sehr spannend geschrieben und regt wirklich zum Nachdenken über unser heutiges Handeln an.  Das vorliegende Buch ist wirklich nur der 1. Teil der gesamten Geschichte, so dass die Schicksale der einzelnen Personen nicht zu Ende gebracht wurden und so der Leser etwas unbefriedigt zurück bleibt. Vielen Fragen und Handlungsstränge werden eröffnet, bleiben aber auch zum Ende hin offen. Das war auch der Grund, warum ich diesem Teil nur 4 Punkte geben konnte, die Geschichte und die gemalten Szenarien haben sicherlich 5 Punkte verdient. 

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