Dietmar Peitsch

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Lebenslauf von Dietmar Peitsch

Der Autor Dietmar Peitsch studierte an der Freien Universität Berlin Rechtswissenschaften, Geschichte und Musikwissenschaften. Nach dem 2. Juristischen Staatsexamen und der Promotion war er bis zu seiner Pensionierung über 30 Jahre in der Berliner Verwaltung tätig, unter anderem als Stabsreferent bei der Polizei und Stabsleiter des Landesamts für Verfassungsschutz. Dietmar Peitsch hat eine Reihe fachwissenschaftlicher Beiträge zu sicherheitsrechtlichen und historischen Themen veröffentlicht. Der Roman „Der Kalif von Berlin“ ist sein erstes belletristisches Werk. In dem Buch schildert er realitätsnah die Arbeit der deutschen Sicherheitsbehörden. Beim Schreiben kam ihm die intime Kenntnis der Arbeitsweisen von Polizei und Geheimdiensten zugute. Tatsächliche Ereignisse, die sich beim Berliner Verfassungsschutz in den 1990er Jahren abgespielt und damals viel Aufsehen erregt haben, bilden den Hintergrund, vor dem der Autor eine fiktive Handlung aufbaut. Die handelnden Personen sind frei erfunden.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dietmar Peitsch

Cover des Buches Spionage in Berlin: Agenten im Kalten Krieg (ISBN: 9783962010768)

Spionage in Berlin: Agenten im Kalten Krieg

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Erschienen am 29.09.2021
Cover des Buches Der Kalif von Berlin (ISBN: 9783748298618)

Der Kalif von Berlin

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Erschienen am 21.06.2019

Neue Rezensionen zu Dietmar Peitsch

Cover des Buches Spionage in Berlin: Agenten im Kalten Krieg (ISBN: 9783962010768)A

Rezension zu "Spionage in Berlin: Agenten im Kalten Krieg" von Dietmar Peitsch

Nicht jeder war ein James Bond, zum Glück
aus-erlesenvor 9 Monaten

Die Stadt in Trümmern, die Menschen verzweifelt auf der Suche nach Nahrung, Soldaten stehen mit gepeinigten Mienen nebeneinander und sich gegenüber: Berlin 1945 ist wahrlich kein Ort, an dem man das Paradies vermutet. Doch hinter den Kulissen werden Allianzen geschmiedet. Wo Leid ist, ist auch Neid. Wo Neid ist, herrscht misstrauen. Und Misstrauen ist die Grundlage für Spionage. Wo einst gemeinsam gegen die braune Brut gekämpft wurde, kocht jeder am nächsten Tag schon sein eigenes Süppchen. Und dabei stehen sich hier nicht nur Briten, Franzosen, Amerikaner und Sowjets gegenüber. Selbst untereinander ist sich jeder selbst der Nächste. Die Geheimdienste sind die ersten, die funktionierend Strukturen im zerstörten Berlin aufzubauen in der Lage sind. Hüben wie drüben versucht man das Maximale für sich selbst rauszuholen und dem Anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln zu gönnen. Denn wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Aktion statt Reaktion. 

Davon bekommt der Großteil der Bevölkerung natürlich nichts mit. Schließlich sind hier Geheimdienste am Werk. Und die arbeiten nun mal im Geheimen. Und das in der Stadt, die vor anderthalb Jahrzehnten die Kapitale der Welt war. Sonderstatus genießt. Berlin gehört nur auf dem Papier zu Westdeutschland. Vier Sektoren stellen 24/7 klar, dass Berlin sowohl zur einen als auch zur anderen Seite gehört. MI6 und CIA öfter mal gemeinsam und SDECE im Westen und das  blitzschnell ins Leben gerufene MfS, die Stasi, auf der anderen Seite. Das Sägen an den Stühlen der Oberen gehört schon immer zum Handwerk. Erich „ich lieb doch alle Menschen“ Mielke war anfangs nicht als Chef der Stasi vorgesehen. Ein Mörder mit Zwangsrekrutierung in eine NS-Organisation, der mehr aktiv als Passiv am Sturz von Walter Ulbricht beteiligt war, das war selbst den Sowjets zu viel. Der war schlecht zu kontrollieren. Schlussendlich leitete er den Spitzeldienst über vierzig Jahre, ohne je ernsthaft zur Rechenschaft gezogen zu werden. Das bisschen Knast am Ende seines Lebens, hat ihn sicher weniger gejuckt als das Misstrauen der Sowjets zu Beginn seiner Karriere. 

Berlin als Hort der fiesen Tricks, gemeinen Fallen, tief liegender Gräben und Stollen, Abhörmekka, Testgebiet für neue Technologien, Areal der Effizienz war in Planquadrate eingeteilt, auf denen mit Menschen ein Spiel getrieben wurde, das sie selbst nie als solche erachteten. Dietmar Peitsch war ebenfalls Teil dieses Systems, was heute so allgemein als Spionage und Spionageabwehr abgetan wird. Geduld musste man schon mitbringen, um in diesem gnadenlosen Geschäft erfolgreich sein zu können. Cleverness, Chuzpe, Charisma mit einer gehörigen Portion Eigensinn sind Grundeigenschaften eines erfolgreichen Spions oder Agenten. 

Sachlichkeit und Detailverliebtheit sind Eigenschaften des Autors, die dem Leser durch dieses Buch einen tiefen Einblick in die Arbeit der Geheimdienste und ihrer Agenten geben. Angereichert mit Anekdoten wie der der versuchten Anwerbung des Autors durch die Stasi. 


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