Dietmar Telser Der Zaun

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Inhaltsangabe zu „Der Zaun“ von Dietmar Telser

Vor der Festung Europa Mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen erlebt Europa eine Renaissance der Grenzbefestigungen. Gleich mehrere europäische Staaten planen neue Zäune und Barrieren. Der Journalist Dietmar Telser ist drei Monate entlang der Grenzen Europas gereist und zeigtauf, weshalb Zäune die Menschen nicht aufhalten können und die Fluchtrouten nur verschieben. Er erzählt vom Aufbruch, vom Warten und vom Sterben an Europas Grenzen, von Hoffnungen und Träumen der Flüchtlinge, von der Verzweiflung der Helfer – und von einer europäischen Flüchtlingspolitik, die wesentliche Werte aufgegeben hat. Das Projekt „Der Zaun“ wurde 2015 in Brüssel mit dem europäischen Medienpreis für Integration, „CIVIS“, und in Österreich mit dem „Prof.-Claus-Gatterer-Preis“ für sozial engagierten Journalismus ausgezeichnet. AUS DEM INHALT - Sofia (Bulgarien): (Noch nicht) in Europa angekommen - Istanbul (Türkei): Das Drehkreuz für die Fahrt nach Europa - Ägäis (Griechenland): Eilande der Hoffnung - Augusta (Italien): Schwere See - Sfax (Tunesien): Auf der Suche nach den Toten des Mittelmeeres - Melilla (Marokko/Spanien): Enklave der Ausbeutung

Ein sehr interessantes aber auch schockierendes Buch. Für Leute, die sich mit dem Thema beschäftigen ist das Buch nur zu empfehlen.

— michelle16
michelle16

Schonungslos ehrlich!

— jasimaus123
jasimaus123

Flüchtlinge gibt es schon so lange die Welt besteht. Anscheinend haben die Menschen noch immer nichts dazu gelernt. Frieden wäre die Lösung.

— Waschbaerin
Waschbaerin

Nimmt einen sehr mit. Ist aber interessant, die Flüchtlingsproblematik aus verschiedenen Sichtweisen kennen zu lernen.

— books_____forever
books_____forever

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  • Leserunde zu "Der Zaun" von Dietmar Telser

    Der Zaun
    Verlagsgruppe_Styria

    Verlagsgruppe_Styria

    Liebe Leserinnen und Leser! Das Projekt „Der Zaun“ wurde 2015 in Brüssel mit dem europäischen Medienpreis für Integration, „CIVIS“, und in Österreich mit dem „Prof.-Claus-Gatterer-Preis“ für sozial engagierten Journalismus ausgezeichnet. Bei Styria Premium ist nun das Buch zum Projekt erschienen, das sich noch ausführlicher und intensiver mit dem Thema Flüchtlingskrise auseinandersetzt.   Zum Inhalt: Mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen erlebt Europa eine Renaissance der Grenzbefestigungen. Gleich mehrere europäische Staaten planen neue Zäune und Barrieren. Der Journalist Dietmar Telser ist drei Monate entlang der Grenzen Europas gereist und zeigtauf, weshalb Zäune die Menschen nicht aufhalten können und die Fluchtrouten nur verschieben. Er erzählt vom Aufbruch, vom Warten und vom Sterben an Europas Grenzen, von Hoffnungen und Träumen der Flüchtlinge, von der Verzweiflung der Helfer – und von einer europäischen Flüchtlingspolitik, die wesentliche Werte aufgegeben hat.AUS DEM INHALT- Sofia (Bulgarien): (Noch nicht) in Europa angekommen- Istanbul (Türkei): Das Drehkreuz für die Fahrt nach Europa- Ägäis (Griechenland): Eilande der Hoffnung- Augusta (Italien): Schwere See- Sfax (Tunesien): Auf der Suche nach den Toten des Mittelmeeres- Melilla (Marokko/Spanien): Enklave der Ausbeutung Über den Autor: DIETMAR TELSER, geb. 1974 in Bruneck (Südtirol), Studium der Germanistik in Wien, Göttingen und Hamburg. Schreibt für verschiedene deutschsprachige Medien und ist seit 2005 als Redakteur bei der Rhein-Zeitung (Koblenz) tätig – derzeit Politikredakteur mit Schwerpunkt Flüchtlingspolitik und arabischsprachige Welt. Damit hier auch fleißig kommentiert  und diskutiert wird, verlosen wir 10 (Rezensions-)Exemplare - Print oder Ebook. Möchtet ihr zu den Gewinnern gehören? Dann schreibt einfach in eurer Bewerbung, warum ihr dieses wichtige Buch lesen wollt. Seid ihr vielleicht persönlich engagiert oder seid häufig mit Flüchtlingen in Kontakt und wollt mehr über die aktuelle Situation erfahren? Bitte schreibt dazu, in welcher Form ihr das Buch gern hättet: Print oder ebook (Format EPUB oder MOBI). Die Gewinner geben wir am 21. März 2016 hier bekannt. Die Diskussion startet, wenn ihr eure Bücher halten habt. Im Gewinnfall erwarten wir von euch: - aktive und zeitnahe Teilnahme an der Leserunde - eine Rezension in mindestens einem der gängigen Kanäle (amazon, lovelybooks, wasliestdu etc.) und/oder in eurem Blog, auf facebook, etc.Wir freuen uns auf eure Meinungen und eine rege, fruchtbare Diskussion!Viel Erfolg wünscht eucheuer Styriabooks Team

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  • Der Zaun - Wo Europa an seine Grenzen stößt

    Der Zaun
    jasimaus123

    jasimaus123

    12. May 2016 um 11:44

    Der Journalist Dietmar Telser ist drei Monate an den Grenzen von Europa entlang gereist und hat hautnahm miterlebt, wovon Zeitungen beinahe täglich berichten. Er schreibt vom ständigen Warten, Hoffen und den Träumen der Flüchtlinge. Geschmückt ist das Buch mit Bildern, welche die Berichte untermalen. Das Buch "Der Zaun" hat gleich mein Interesse geweckt. Heutzutage wird man von allen Medien bezüglich der Flüchtlingskrise beeinflusst. Die eine Zeitung schreibt dies, die andere Zeitung schreibt dies und im Fernsehen sagen sie jenes. Unter dieser Informationsflut ist es schwer, das Wichtige von dem Unwichtigen zu unterscheiden und das Richtige von dem Falschen. Dieses Buch hat mich dabei sehr geholfen und einen weiteren, sehr erschreckenden Einblick in die Situation gegeben die jeden mehr betrifft man als man zugeben möchte. Sehr detailreich und schonungslos beschreibt der Autor wie die Situation in Europa aussieht. Er erzählt dabei unterschiedliche "Stationen" und spricht mit den Leuten um zu erfahren, wie es ihnen geht. Berührende Zeilen die mich hin und wieder auch zu Tränen gerührt haben und sehr zum Nachdenken anregen. FAZIT: Ein berührendes, schonungslos ehrliches Buch über die wahren Geschichten von Flüchtlinge die auf Rettung und Zuversicht hoffen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

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  • Auf der falschen Seite des Zauns geboren

    Der Zaun
    Waschbaerin

    Waschbaerin

    03. May 2016 um 22:31

    Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die Flüchtlinge. Doch im alltäglichen, öffentlichen Leben hört man die Reden von der Flüchtlingsproblematik. Dabei gibt es zwei Seiten. Eine Seite betrifft die Menschen, die von Krieg und Bomben aus ihrem Land getrieben werden und hoffen, in Europa einen Platz für ein friedliches Leben zu finden. Abends ins Ruhe einschlafen können und morgens, ohne dass ihnen das Dach über dem Kopf zerbombt wurde, wieder aufwachen. Keine Angst mehr vor Zwangsrekrutierungen in ihrem Land zu haben, keine Grausamkeiten mehr miterleben und ansehen müssen. Im Grunde ganz verständliche Wünsche. Doch auf der anderen Seite sind die, zu denen die Flüchtlinge kommen und die Angst vor dem Fremden haben, nicht wissen wie sie mit diesen vielen Menschen anderer Kulturen zusammen leben sollen. Die Angst haben, an den Rand gedrängt zu werden, selbst womöglich zu kurz zu kommen. Schon bevor die große Fluchtwelle über die Balkanroute auf Europa schwappte, hörte man oft von Flüchtlingsbooten, die es bis Lampedusa geschafft hatten. Im übrigen Europa nahm man es zwar zur Kenntnis, doch man hörte trotzdem nicht richtig hin. Boote kenterten, die Menschen ertranken. Auch das nahmen wir zur Kenntnis. Erst als die Flüchtlingswelle zu einer Völkerwanderung wurde, wachten wir auf. Nun soll "Der Zaun" die Festung Europa schützen. Der Autor lässt im Grunde nette Menschen zu Wort kommen, die ihren Dienst an diesem Zaun verrichten. Auf der einen Seite besorgen sie Windeln für ein Baby und auf der anderen Seite passen sie auf, dass keiner diese Grenze überschreiten kann. Europa investiert zig Millionen in diese Abgrenzung. Doch es gibt auch andere Wege in dieses "Paradies" Europa zu gelangen. Schlepper erkennen ihre Chance das schnelle, große Geld zu machen und verfrachten Flüchtlinge auf Boote, die für die Überquerung des Mittelmeeres nicht geeignet sind. Die Menschen haben zu Hause alles verkauft, damit sie sich diese gefährliche Überfahrt leisten können. Wieviele bezahlen diese Hoffnung mit dem Leben? Mütter hören nichts mehr von ihren Söhnen, die sich aufmachten, in ein besseres Leben. Obwohl die Handys, iPhones der Söhne stumm bleiben, geben diese Mütter die Hoffnung nicht auf. Vielleicht können sie auch nur mit dieser Hoffnung weiter leben. Besonders berührt hat mich, als ein Arzt von einer Leichenschau berichtet die er durchführte. Vor ihm lag ein ertrunkener Syrer, in Plastikfolie seine Papiere eingeschweißt, die ihn als einen Kollegen ausweisen, einen Arzt, der den gleichen beruflichen Werdegang hatte wie er selbst. Nur, dieser Flüchtling hatte das Pech im falschen Land geboren zu sein, auf der falschen Seite des Zauns. Der Autor schafft es, uns in diesem Buch all diese Menschen nah zu bringen, weit über dieses "zur Kenntnis nehmen" hinaus. Wir, die wir in Europa geboren wurden, hier aufgewachsen sind und ein friedliches Leben führen, haben einfach nur das Glück gehabt, zur richtigen Zeit auf der richtigen Seite des Zauns das Licht der Welt erblickt zu haben. Ein Privileg - keine Selbstverständlichkeit. Das sollten wir nicht vergessen. Flüchtlinge gehen uns alle an.

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  • Die Flüchtlingskrise aus verschiedenen Perspektiven

    Der Zaun
    books_____forever

    books_____forever

    30. April 2016 um 21:30

    Inhalt:Mit der steigenden Zahl von Flüchtlingen erlebt Europa eine Renaissance der Abschottung. Gleich mehrere Staaten verschärften ihre Asylpolitik und planen neue Zäune und Barrieren, die "Willkommenspolitik" Deutschlands, Österreichs und anderer europäischer Statten scheint Geschichte. Der Journalist Dietmar Telser ist drei Monate entlang der Grenzen Europas gereist und zeigt auf, wie Zäune die Fluchtrouten verschieben und gefährlicher machen. Er erzählt vom Aufbruch, vom Warten und vom Sterben an Europas Grenzen, von Hoffnungen und Träumen der Flüchtlinge, von der Verzweiflung der Helfer - und von einer europäischen Flüchtlingspolitik, die wesentliche Werte aufgegeben hat. Meine Meinung:Dieses Buch ist nichts, was man so schnell zwischendurch lesen kann. Am Anfang ist eine Karte abgebildet, die die wichtigsten Handlungspunkte des Buches abbilden. Es sind auch viele Fotos vorhanden, die oft sehr beklemmend sind, aber durch die man sich die Zustände viel besser vorstellen kann.Ich finde Grossartig, wie der Autor die verschiedensten Perspektiven aufzeigt. Alle Meinungen wurden aufgenommen, auch solche, die wir als Aussenstehende nicht nachvollziehen können.Der Verteidigungsminister Bulgariens, wie er stolz seinen neuen Grenzzaun abschreitet, der griechische Grenzpolizist, der sich rechtfertigt, Papa Stratis, ein durchschnittlicher Bürger auf Lesbos, der hilft wo er nur kann oder die Mütter von Sfax, die nicht wissen was ihren Söhnen zugestossen ist. Und das sind nur einige wenige Personen die Dietmar Telser zu Wort kommen lässt. Im Gegensatz zu all den wissenschaftlichen Bücher über die Flüchtlingkrise bemerkt man hier, dass das echte Menschen sind und nicht nur irgendwelche Zahlen.Zahlen werden trotzdem genannt. Hier wird man sich die ganze Tragweite erst bewusst. Mir persönlich hatte es manchmal fast ein bisschen zu viele Zahlen.Hier finden auch viele Helfer eine Stimme. Und ich kann nur sagen: Meinen grössten Respekt. In den Medien erfährt man nur sehr wenig über die unzähligen Helfer, die sich so für die Flüchtlinge einsetzen, wenn die Regierungen diese Menschen im Stich lassen. Schön das es solche guten Menschen gibt!Fazit:"Der Zaun" macht die ganze Flüchtlingskrise viel persönlicher und man beginnt sich bewusst zu werden, wie gut man es doch hat. Es ist ganz sicher keine leichte Lektüre und ich denke auch, dass es dem Autor nicht immer einfach gefallen ist. Man wird hier mit echten Menschen und ihren Schicksalen konfrontiert und, was ich an dem ganzen Buch am besten fand, mit vielen verschiedenen Meinungen. Auch wenn ich bestimmten Meinungen nicht zustimmen kann, lernte ich doch diese wenigstens ein wenig zu verstehen. Es lässt einen wirklich nicht mehr los und man denkt noch einige Zeit über dieses Buch nach. Ich kann es nur empfehlen, es zeigt die Flüchtlinge, ihre Schicksale und alle Menschen drum herum, von einer ganz neuen Seite.

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