Dietrich Bonhoeffer Nachfolge

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Inhaltsangabe zu „Nachfolge“ von Dietrich Bonhoeffer

Für Dietrich Bonhoeffer gibt es keinen lebendigen Glauben ohne Gehorsam. Seit seinem Studienaufenthalt in New York, wo er eine Hinwendung zu einem persönlichen Christusglauben erlebte, sind seine Theologie und Spiritualität geprägt von der Sehnsucht, die Anweisungen der Bergpredigt wörtlich zu nehmen. Die Nachfolge, wie sie die Bergpredigt fordert, zur Mitte und zum Motor seiner Theologie und seines Lebens geworden. Seine Auslegung der Bergpredigt inspiriert damals wie heute, Jesus zu folgen.

Ist es möglich wirklich nach der Bergpredigt zu leben? Wie kann ich Jesus nachfolgen? Auf diese Fragen gibt dieses wertvolle Buch antworten.

— strickleserl

Vieles von dem, was Bonhoeffer in den 1930er Jahren beschäftigte, hat auch heute noch Relevanz. Insgesamt schön gestaltete Neuauflage.

— frenx1

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    Nachfolge

    strickleserl

    17. January 2018 um 16:08

    Dietrich Bonhoeffer lebte wirklich nach dem, was er glaubte. Diesen Weg ging er konsequent bis zu seinem vorzeitigen Tod durch Hängen in einem KZ. Dieses bewegende Buch inspiriert den Leser auch konsequent Jesus nachzufolgen.Bereits im Jahr 1937 erschienen, wurde dieses Buch mehrmals neu aufgelegt. Diese hochwertige Ausgabe zeigt auf dem Cover einen felsigen Weg als Zeichen für die Nachfolge. Es beginnt mit einer Einführung, geschrieben von Peter Zimmerling, um dem heutigen Leser die Lebenswelt Bonhoeffers zu erklären.In kurzen Abschnitten erklärt Dietrich Bonhoeffer dann wie Nachfolge aussehen sollte. Er erklärt warum Gnade teuer ist, und unbedingt Gehorsam beinhaltet. Nachfolge ist auch mit Kosten verbunden, und dennoch keine Last, denn der Jünger wird stets von Jesus selbst getragen.Nach diesen einführenden Gedanken, geht Bonhoeffer abschnittsweise auf die Bergpredigt ein, und auf einige Texte in den Evangelien, die Nachfolge zum Thema haben. Eindrücklich erklärt er, dass die Bergpredigt nicht als unerreichbares Ideal gegeben ist, sondern dass es tatsächlich darum geht ihr zu gehorchen. Das Buch schließt mit einigen grundsätzlichen Themen ab, dabei geht es vor allem um die Gemeinde als Leib Christi.Dieses wertvolle und herausfordernde Buch ist an manchen Stellen eine schwere Kost. Es ist sicher ein Buch, dass der Leser mehr als einmal lesen wird, dabei wird er immer wieder neue Schätze entdecken. Beeindruckend ist, wie gut Bonhoeffer anhand von biblischen Texten die vermeintliche Spannung zwischen Gesetz und Gnade auflöst. Oberflächliche Leser werden vielleicht meinen, dass Bonhoeffer mit seiner Betonung des Gehorsams ein Evangelium des Gesetzes predigt. Aber er macht immer wieder deutlich, dass es auf die Verbindung mit Jesus ankommt. Jesus ist es, der durch den Glaubenden handelt. Jesus ist es, der zwischen mir und dem anderen steht, darum kann ich nachgeben oder vergeben. Jesus ist es, der mich mit dem Bruder im Glauben verbindet, denn wir gehören beide zu seinem Leib.Wer im Glauben wachsen und Jesus nachfolgen will, wird in diesem kostbaren Buch viele inspirierende und hilfreiche Gedankenanstöße finden.

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  • Der Kampf um die teure Gnade

    Nachfolge

    Traeumerin109

    26. August 2017 um 12:57

    Dietrich Bonhoeffers theologische Schriften sind durchdrungen von einer konsequenten Endgültigkeit, wie man sie nur selten findet. So auch dieses Buch, wohl eines seiner bekanntesten. Worauf kommt es beim Glauben an? Laut Bonhoeffer vor allem auf Gehorsam. Wenn wir die Anweisungen der Bergpredigt nicht ernst nehmen, sondern nur halbgare Überzeugungen vertreten, schaffen wir Raum für eine billige Gnade, die die Kirche zerstören wird. Was es im Einzelnen bedeutet, wirklich in der Nachfolge zu leben, darum geht es in diesem Buch. Die ersten Abschnitte beschäftigen sich mit dem Ruf in die Nachfolge, dem einfältigen Gehorsam und schließlich mit den Zusammenhängen zwischen Nachfolge, Kreuz und jedem einzelnen Menschen. Anschließend werden die Bergpredigt und die Aussendung der Jünger in der Nachfolge Stück für Stück analysiert. Dietrich Bonhoeffer macht keine halben Sachen. Was er denkt und schreibt, das zeigt er auch durch Taten, in seinem ganzen Leben. Und das merkt man auch in seinen Büchern. Sie sind von solcher Klarheit und argumentatorischer Wucht, dass sie auch nach dem Lesen noch lange nachhallen. Dieses Thema der Nachfolge ist auch heute noch genauso wichtig wie damals. Schließlich finden wir auch unsere heutige Kirche darin wieder, wenn es um die billige Gnade geht. Nachfolge wirklich ernst zu nehmen, ist etwas ganz anderes. Bonhoeffers Buch inspiriert und leitet an zur Nachfolge. Ergänzt wird das Ganze durch ein ausführliches Vorwort, in dem die Hintergründe und Umstände des Werkes erläutert werden. Ein durch und durch eindrückliches Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.  

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  • Neuauflage von Bonhoeffers Werk "Nachfolge"

    Nachfolge

    frenx1

    01. March 2017 um 13:56

    "Wer nach einer Vertiefung seiner eigenen Spiritualität sucht, wird in den Gedanken und dem Vorbild Bonhoeffers einen Schatz von bleibendem Wert finden, der an Aktualität bis heute nicht verloren hat." So schreibt Peter Zimmerling in seinem Vorwort zu Dietrich Bonhoeffers "Nachfolge". Dietrich Bonhoeffers Buch  aus dem Jahr 1937 (bzw. in 2. Auflage 1940) ist nun in einer neuen Bonhoeffer-Reihe im Brunnen-Verlag erschienen. Das Cover wirkt frisch, mit kräftigem Türkis versehen. Aber ist die "Nachfolge" noch so frisch und aktuell, wie Peter Zimmerling, der Herausgeber, behauptet? Zunächst einmal: Bonhoeffer lässt sich gut lesen. Oft hat ein Kapitel nur einen zentralen Gedanken, der ausgebreitet wird. Nur selten wirkt manches nicht zusammenhängend - so etwa die Aussage, wer in der Gemeinschaft Gottes stehe, könne nicht leiden, die kurz darauf gefolgt wird von der Forderung an die Gläubigen, das Leiden zu tragen. Im Zentrum von Bonhoeffers Buch "Nachfolge" steht die Bergpredigt. Sie wird klassisch ausgelegt, indem genau auf den Text geschaut wird und Folgerungen gezogen werden. Kennt man grob Bonhoeffers Lebenslauf, so erkennt man in der "Nachfolge" die vielen zeitgebundenen Urteile. So lässt sich Bonhoeffers betonte Unterscheidung zwischen dem Volk und den Jüngern als Adressaten der Bergpredigt direkt auf die damalige Zeit beziehen: Die Jünger sind die Bekennende Kirche, die das Licht Jesu weitergeben, die sich direkt in die Nachfolge begeben, während das - undefinierte - Volk für die Volkskirche steht und bestenfalls die Landeskirche ist, von der sich Bonhoeffer abgewendet hat. Anderes wirkt, als müsste es gar nicht abgestaubt werden. Bonhoeffers Unterscheidung zwischen billiger, falscher Gnade und der teuren Gnade etwa. Vehement pocht Bonhoeffer darauf, dass die Gnade die Nachfolge einschließt und wendet sich strikt dagegen, dass Gnade ohne Nachfolge denkbar ist. Seine Kritik: "Billige Gnade heißt Rechtfertigung der Sünde und nicht des Sünders." Eine Kritik, die auch heute noch Bestand hat. Ebenso spannend finde ich auch heute noch Bonhoeffers Lebens-Erkenntnis, dass Glaube an sich einfältig sein muss - auch wenn wir heute vielleicht nicht mehr von einfältigem Glauben sprechen würden. Es lässt sich nicht alles hinterfragen oder logisch aufbauen - Glaube ist zuallererst Vertrauen, blindes Vertrauen in innerer Freiheit. Und, das macht Bonhoeffers "Nachfolge" für unsere Zeit schmerzlich deutlich: Glaube ist immer auch lebendiger Glaube, der in der Gemeinschaft gelebt werden muss, und kein Rückzug in sich selbst.

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